RELAtief

- nichts ist so, wie es zu sein scheint ….

Wenn der Tag gekommen ist 

19 April 2013 by wvs

Wenn der Tag gekommen ist werden wir sterben.
 

Die Reaktion auf unseren Tod wird davon abhängen wie wir gelebt haben und wie wir uns anderen Menschen gegenüber verhalten haben:
Trauer werden nur die empfinden, die sich zu Lebzeiten angemessen wahrgenommen und gerecht behandelt gefühlt haben.
Alle Anderen werden davon mehr oder weniger unbeeinfußt bleiben.

Ein guter Grund also, tagtäglich unsere Handlungen zu bedenken, die Folgen für Andere abzuschätzen und uns zu bemühen kein Unrecht zu tun.

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Sicherheitswahn

17 April 2013 by wvs

“..Two Dead, 23 Injured In Blasts At Marathon, Boston Police Say..”

Es tut mir leid um die Opfer – und ich frage mich:
Wie konnte das bei all den Sicherheitsmaßnahmen, den Diensten CIA, FBI, NSA, DHS und haste-nich-gesehen passieren? Bürgerrechte rund um die Welt der Terrorismusabwehr geopfert und das Ergebnis ist, daß drei Bomben in Boston hochgehen?

Niemand hat davon gewußt ..?!

Das zeigt doch deutlich, deutlicher geht es nicht, welcher Irrsinn in den Maßnahmen zur ‘Sicherheit gegen Terroristen’ steckt.

*edit; 16-04-13; 21:10h*
Siehe => Totalkontrolle

*2.edit; 16-04-13; 22:30h*
Siehe hierzu auch => Der widerwärtige Uhl
 

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“Mir san mir!”

17 April 2013 by wvs

Ich verstehe garnicht, warum sich Alle so aufregen und die Entscheidung des Oberlandesgerichtes (OLG) München, den Prozeß gegen die NSU-Täterin zu verschieben, kritisieren. Das ist doch – hat man je mit bayerischen Betonköpfen zu tun gehabt – eine wahrhaftig erstaunliche und flexible Lösung.

Zudem lenkt es von der zuvor gezeigten Instinktlosigkeit des OLG ab, denn nun wird nur noch die Art der Vergabe diskutiert werden. Gewiß eine pfiffige Handlungsweise, hätte ich ihnen nicht zugetraut.

Und noch eins:
Die Bayern sind nicht schlimmer als Andere. Das lehrt ein Blick nach Sachsen, wo viel weitreichendere Entscheidungen getroffen wurden, die viel tiefgreifendere Folgen haben – ich sage nur “Dresden”.
Das lehrt auch ein Blick auf die Entscheidung unseres ‘Parlamentes’ in Sachen “Bestandsdatenauskunft”, weil der sogenannte “Richtervorbehalt” zu einer Farce verkommen ist und durch die Entscheidung des Parlamentes einmal mehr Verfassungsrecht gebrochen wurde {*edit; 16-04-13* Siehe => Bestandsdatenauskunft verfassungswidrig}. Wegen der Offenlegungspflicht von PIN des Handys und Passwörtern von E-Mail-Postfächern wird so zum ersten Mal auch die Manipulation von Daten – indirekt – erlaubt:
Glaubt denn Jemand, daß man das nicht im Falle von Beweisnot so ‘hindrehen’ wird, daß es zur Anklage paßt?

(Mich wundert hierzulande garnichts mehr. Wir sind und bleiben ein Volk von Untertanen, denn es wird sich trotz all dieser Unzulänglichkeiten nichts ändern.)

*2.edit; 16-04-13; 22:30h*
Siehe hierzu auch => Der widerwärtige Uhl

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Der Nachtwächter

17 April 2013 by wvs

Wegen der zunehmenden Zahl von ausgedientem Büromaterial mietete die Bundestagsverwaltung ein Lagergebäude an um dort die ausrangierten Gegenstände bis zu einem Verkauf zu lagern.

Weil ab und zu auch wertvollere Sachen darunter waren und das Gebäude in einem nachts sehr ruhigen Bereich lag wurde ein Nachtwächter eingestellt.

Dann kam ein Verwaltungsangestellter auf die Idee:
“Der Nachtwächter weiß ja garnicht, was er zu tun hat und wie er die Bewachung durchführen soll!”

Es wurde eine Planungsgruppe gegründet und zwei Mitarbeiter eingestellt, einer, um die Abläufe während der Rundgänge zu optimieren, ein anderer, um eine Arbeitsanweisung für den Nachtwächter zu schreiben.

Nun kamen Zweifel auf, ob denn der Nachtwächter seine Arbeit auch richtig machen würde – Abhilfe brachte eine Unterabteilung “Qualitätskontrolle” – mit zwei Mitarbeitern: Der erste untersuchte was der Nachtwächter an Berichten abgab und was er tat, der zweite Mitarbeiter hatte die Aufgabe das Protokoll zu allen Aktivitäten zu führen.

Die gewachsene Zahl von Mitarbeitenden erforderte als nächstes eine Personalstelle – besetzt mit zwei Mitarbeitern: Einer um die Zeiterfassung zu betreuen und Arbeitszeiten zu berechnen, der Zweite um die Auszahlungen vorzubereiten und durchzuführen.

Mittlerweile waren es so viele Mitarbeiter geworden, daß nach dem Personalschlüssel der Verwaltung ein Verantwortlicher benannt werden mußte, der diese Abteilung führt.
Man stellte drei Leute ein:
Einen Abteilungsleiter, einen Stellvertreter und für beide eine Sekretärin.

Das Budget für diese gesamte Operation betrug nun 918.000,- €uro. Der Haushaltsausschuß bemängelte die Höhe dieser Ausgabe und ordnete eine Kürzung an.

Man entließ den Nachtwächter.

PS:
Die anderen Mitarbeiter wurden – nach Rücksprache mit dem Personalrat, weil sie nicht gekündigt werden konnten – in andere Bereiche versetzt. Für die Bewachung engagierte man einen Dienstleister, ‘outsourcing’ heißt das wohl …. und wenn sie nicht gestorben sind verwalten sie noch heute …!


Parkinsons Gesetz:

Die Größe einer öffentlichen Verwaltung
ist umgekehrt proportional zu ihrer Effizienz.

 

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EIN WUNDER: ….

17 April 2013 by wvs

- oder nur ein Beispiel für “MOTIVATION” …?

“Lahme können wieder gehen …!”
 


 
Lukas 5,24-25:
” .. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh nach Hause! (25) Im gleichen Augenblick stand der Mann vor aller Augen auf.. “
 
OK, das Bibelzitat spricht von einem Mann – aber das muß man ja nicht so genau nehmen …!

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Flucht vor der ”Gemeinsamkeit” ….

17 April 2013 by wvs

In den vergangenen zwei Jahren habe ich mir oft die Frage gestellt, wieso sich Ehepaare / Lebensgemeinschaften auf den Weg machen und für viele Monate fern ihrer ‘Heimat’ mit Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs sind.

Natürlich kommt da zuerst der Gedanke:

  • “Die sind Rentner und haben Zeit!”,
  • dann folgt

  • “Die wollen die Sonne genießen und der Kälte entfliehen!”,
  • oder es könnte der Gedanke sein

  • “Die sind fit und aktiv und wollen nicht zu Hause versauern und Enkel hüten!”

Das mag – jedes Argument für sich oder kumuliert – zutreffend sein, ist aber nicht ausschlaggebend.

Sieht man genauer hin kommen weitere Motive hinzu, die sich aus der veränderten Lebenssituation im Alter, mit erreichen des Rentenalters ergeben:
Während in der Zeit davor das gemeinsame Leben sich auf Abende, Wochenenden und Urlaube konzentrierte ist jetzt Zeit und Gemeinsamkeit im Überfluß vorhanden. Die Paare haben nach Jahren getrennter Tagesabläufe plötzlich sehr viel Zeit miteinander zu verbringen – und da gehen Vielen schon nach wenigen Monaten die Gesprächsthemen aus. Die Gemeinsamkeiten sind unzureichend, die Übereinstimmung sinkt, die Differenzen in Denken und Handeln treten hervor und werden zunehmend zur Last. Streit ist vorprogrammiert und bestimmt immer häufiger das Leben. Man geht sich ‘auf die Nerven’ und weiß nichts mit sich und dem Partner anzufangen.

Dem mit Wohnwagen oder Wohnmobil zu entfliehen ist eine der möglichen Lösungen und die zunehmenden Zahlen der Wohnmobil- und Wohnwagenbesitzer spricht eine eindeutige Sprache:
Wenn man so reist sind tagtäglich vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Die Beschäftigung miteinander reduziert sich, es wird ‘funktioniert’ und ‘erledigt’ und ‘mit Dritten’ kommuniziert, ‘Aktionismus’ beherrscht das Leben, übertüncht die internen Spannungen. Die ‘Ablenkung’ verstärkt sich durch die räumliche Nähe zu anderen Personen im Umfeld, denn auf den Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen geht es eng zu, da dreht man sich um und hat schon einen neuen Ansprechpartner. Die Beschäftigung mit Fremden nimmt mehr Raum ein als die Beschäftigung miteinander, das interne Konfliktpotential sinkt.

Die ganz oben genannten Bedingungen für die Flucht in den Süden stellen genaugenommen nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Motivation dar. In Wahrheit – und das wollen die meisten Betroffenen natürlich nicht wahrhaben, schon erst recht nicht zugeben – ist es eine Flucht vor dem gegenseitigen Anöden, der Unfähigkeit sich nützlich zu beschäftigen, der mangelnden Dialogfähigkeit und der Angst vor Auseinandersetzungen mit dem Partner.

Das fröhliche Camperleben ist demnach eine dünne Fassade. Sie ermöglicht Vielen ‘kleine Fluchten’ aus dem Alltag, bietet Orientierung weg vom Partner hin zu einer – vermeintlich – “großen Familie von Campern”. Auf Dauer wird aber auch bei dieser Lebensgestaltung die Konfliktvermeidung nur bedigt gelingen – was an Streit mit dem Partner vermieden wird bahnt dem Konflikt mit Fremden den Weg …. und dem wiederum begegnen die Wohnmobilisten durch steten Ortswechsel. Ich wage also die These, daß besonders diese Langzeiturlauber a-soziale Menschen sind, die sich für kurze Zeit ‘verstellen’ können und sozial interagieren, deren wahre Natur aber schnell zum Ausdruck kommt, wenn sie für längere Zeit mit den gleichen Menschen umgehen müssen.

Schaut man sich unter dieser Annahme die Zahlen an – Deutsche sind unter den Wohnmobilisten die größte Gruppe – so entsteht das Fazit:
Deutsche Wohnmobilisten* sind meist schlechte Ehepartner und häufig unverträgliche Soziopathen.

* Ich weiß, pauschale Urteile sind schlecht. Dennoch trifft das – aus meiner Beobachtung – überwiegend zu. Es betrifft gleichermaßen die Wohnwagen-Langzeitcamper, und nicht nur die im Süden!
 


  1. Die Zahl der Wohnmobilisten hat – gemessen an der Zulassungszahlen – in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. ¹
  2. Camper mit Wohnwagen, die während der kälteren Jahreszeit “Dauercamping” irgendwo in südlichen Gefilden machen werden immer zahlreicher. ²,³
  3. Die Nord-Europäer besitzen auf Basis der Bevölkerungszahl mehr Wohnwagen & Wohnmobile als die Südeuropäer, Schweden hat Holland überholt. ⁴
  4. Die Zahl der zugelassenen Wohnwagen stagniert, bei den Wohnmobilen gibt es ein sattes Plus von annähernd 11%. ⁵,


  • ¹ http://www.kfz-auskunft.de/news/7063.html
  • ² http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=tour_occ_nin2&lang=de
  • ³ http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_OFFPUB/KS-HA-10-001-11/DE/KS-HA-10-001-11-DE.PDF
  • http://www.autobild.de/artikel/caravan-statistik-in-europa-1001923.html
  • http://www.civd.de/caravaning/presse/pressemeldungen/2013/14-januar-2013-3/
  • http://www.civd.de/caravaning/presse/pressemeldungen/2013/14-januar-2013-2/

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Murder ….

13 Februar 2013 by wvs

Die Tabelle zur WHO-Statistik hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe im Internet nach einer Möglichkeit gesucht diese Darstellung so zu ändern, daß es mit einem Blick lesbar wird ohne herunter zu scrollen – das Ergebnis ist die Tabelle in diesem posting. Wie das bewerkstelligt wird** habe ich nach langer, intensiver Suche (ca. 5 h!) gefunden – und bei dieser Gelegenheit wieder einmal gemerkt, wie unergiebig doch die meisten “Foren” sind:
Viele Schwätzer, wenige Fachleute.

(WHO) Murder Statistics: Murders per 100,000 citizens*
Honduras 91.6
Venezuela 45.1
Zambia 38.0
Colombia 33.4
Puerto Rico 26.2
Sudan 24.2
Panama 21.6
Brazil 21.0
Kyrgyzstan 20.1
Angola 19.0
Namibia 17.2
Mexico 16.9
Ecuador 15.2
Zimbabwe 14.3
Bermuda 12.3
Nigeria 12.2
Paraguay 11.5
Costa Rica 10.0
Kazakhstan 8.8
Seychelles 8.3
Indonesia 8.1
Lithuania 6.6
Philippines 5.4
Russia 5.1
Cuba 5.0
Belarus 4.9
Thailand 4.8
Laos 4.6
Georgia 4.3
United States 4.8
India 3.4
Turkey 3.3
Iran 3.0
Luxembourg 2.5
Finland 2.2
Czech Republic 1.7
Greece 1.5
Ireland 1.2
United Kingdom 1.2
Portugal 1.2
Poland 1.1
France 1.1
Netherlands 1.1
Sweden 1.0
Denmark 0.9
Italy 0.9
Spain 0.8
Germany 0.8
Switzerland 0.7
Austria 0.6
Norway 0.6
Japan 0.4

* Die Amerikaner benutzen als Tausender-Trennzeichen das “,” – daher ist diese Zahl bei uns als 100.000 zu lesen ….
** Mit “wordpress” klappt das offenbar nicht so problemlos wie mit antville/twoday – Schade!

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