” .. Ich widerspreche Shenkman hier nur insofern, als dass ich glaube, dass der Unwissenheitsfaktor kein spezifisch amerikanisches Problem ist. .. “
Natürlich ist Unwissenheit über den Globus verteilt - aber wenn man ein paar Jahre in U.S.A. zugebracht hat und sich nicht nur am ‘American way of life’ ergötzt hat ohne rechts und links zu schauen - dann kann/konnte man erkennen, daß das Schulsystem in U.S.A. darauf abzielt ‘funktionierende Staatsbürger’ hervorzubringen …. eine wirkliche Bildung in dem Sinne wie wir es hier in Europa verstehen erlangen dort nur Wenige. Meine Schätzung liegt so ungefähr bei 9 - 12% derer, die ein College besucht haben, also eine sehr, sehr schmale Oberschicht die dann auch kein Interesse daran hat mehr Bildung zu befördern ….
Das würde ihnen nämlich direkt ‘das Wasser abgraben’, sprich:
Viel (mehr) Bildung macht die Menschen weniger empfänglich für einfach gestrickte Thesen, sie fangen an Fragen zu stellen und sind weniger manipulierbar ….
Bedauerlicherweise stellt man fest, daß dies offensichtlich auch die Politiker hier bei uns erkannt haben und - obwohl vordergründig das Schulsystem ‘aufgepeppt’ wird - ist doch insgesamt ein Niedergang der Allgemeinbildung zu erkennen ….
Es werden ‘Fachidioten’ ausgebildet, und das in immer stärkeren Maße:
Die Öffnung der Bildungsinstitutionen für sogenannte ‘Investoren’ geschieht doch nicht weil zuwenig Geld da wäre - sie geschieht, um bereits während des Studiums kritische und querdenkende Studenten auszusieben - die würden später in den Betrieben doch nur als ‘Störfaktor’ angesehen ….
Nein, es ist nicht gut um unser Land und um die Bildung hier bestellt:
(Zitat aus meiner rechten Seitenspalte, ganz oben)
” .. Welche Zukunftsperspektiven sind von einem Land zu erwarten, in dem jede Form von Eigeninitative bestraft und behördlich gemaßregelt wird?
Wo .. Phantasielosigkeit und Gleichmacherei belohnt werden und alles Abweichende im Keim erstickt wird? Die Grundlage von Fortschritt - im Sinne von Weiterentwicklung - ist aber gerade die Normverletzung, die Freiheit der Gedanken und des Experimentierens. .. “
Und noch ein Zitat:
” .. Eins ist not, nämlich gute Schulmänner. Wo diese mangeln, da ist aller übrige Schulumtrieb im Land das fünfte Rad am Wagen und Staub in die Augen für den Mann, der nicht sehen soll, was ihm mangelt. .. “
(Nach Pestalozzi; Aus: Sämtliche Werke 19/77) [Gefunden bei Arthur Brühlmeier]
Da geb ich dir recht - leider ist mit Verweis auf die unmittelbare ökonomische Verwertbarkeit des Gelernten in der Schule Allgemeinbildung und kritisches Denken nicht mehr allzu hoch im Kurs. Ob einmal wieder ein Paradigmenwechsel stattfinden wird?
Es gibt vieles, das z.B. für die Finanzkrise verantwortlich gemacht wird, hauptsächlich Personen und Gruppen, auf die man schnell mit dem Finger zeigen kann. Dass auch mangelndes kritisches Denken der Bevölkerung *allgemein* ein Grund sein könnte, will niemand sagen und auch niemand hören.
Menschen mit ‘breitem’ Hintergrund und offenem Geist haben gelernt Fragen zu stellen und sich Antworten zu verschaffen …. man braucht also nicht auf Verwertbarkeit zu sehen, denn die kommt mit einer Fülle an denkenden Menschen von selbst - was wir vielmehr brauchten ist der Abbau von Hürden durch Gesetze und Verordnungen - das sind die eigentlichen Hemmschuhe ….
Was die Bankenkrise angeht:
Da sehe ich zuvörderst den - falschen - Stellenwert den GELD in unserer Gesellschaft hat. Geld ersetzt Wissen, Moral und gute Sitten …. solange also Menschen mit Geld (ohne die vorgenannten Wertvorstellungen/Eigenschaften) alleine wegen des Geldes ‘wichtig’ erscheinen/sind, wird es da immer wieder solche Einbrüche geben ….
3 Kommentare
Du schreibst in deinem Blog:
Natürlich ist Unwissenheit über den Globus verteilt - aber wenn man ein paar Jahre in U.S.A. zugebracht hat und sich nicht nur am ‘American way of life’ ergötzt hat ohne rechts und links zu schauen - dann kann/konnte man erkennen, daß das Schulsystem in U.S.A. darauf abzielt ‘funktionierende Staatsbürger’ hervorzubringen …. eine wirkliche Bildung in dem Sinne wie wir es hier in Europa verstehen erlangen dort nur Wenige. Meine Schätzung liegt so ungefähr bei 9 - 12% derer, die ein College besucht haben, also eine sehr, sehr schmale Oberschicht die dann auch kein Interesse daran hat mehr Bildung zu befördern ….
Das würde ihnen nämlich direkt ‘das Wasser abgraben’, sprich:
Viel (mehr) Bildung macht die Menschen weniger empfänglich für einfach gestrickte Thesen, sie fangen an Fragen zu stellen und sind weniger manipulierbar ….
Bedauerlicherweise stellt man fest, daß dies offensichtlich auch die Politiker hier bei uns erkannt haben und - obwohl vordergründig das Schulsystem ‘aufgepeppt’ wird - ist doch insgesamt ein Niedergang der Allgemeinbildung zu erkennen ….
Es werden ‘Fachidioten’ ausgebildet, und das in immer stärkeren Maße:
Die Öffnung der Bildungsinstitutionen für sogenannte ‘Investoren’ geschieht doch nicht weil zuwenig Geld da wäre - sie geschieht, um bereits während des Studiums kritische und querdenkende Studenten auszusieben - die würden später in den Betrieben doch nur als ‘Störfaktor’ angesehen ….
Nein, es ist nicht gut um unser Land und um die Bildung hier bestellt:
(Zitat aus meiner rechten Seitenspalte, ganz oben)
Und noch ein Zitat:
(Nach Pestalozzi; Aus: Sämtliche Werke 19/77) [Gefunden bei Arthur Brühlmeier]
Da geb ich dir recht - leider ist mit Verweis auf die unmittelbare ökonomische Verwertbarkeit des Gelernten in der Schule Allgemeinbildung und kritisches Denken nicht mehr allzu hoch im Kurs. Ob einmal wieder ein Paradigmenwechsel stattfinden wird?
Es gibt vieles, das z.B. für die Finanzkrise verantwortlich gemacht wird, hauptsächlich Personen und Gruppen, auf die man schnell mit dem Finger zeigen kann. Dass auch mangelndes kritisches Denken der Bevölkerung *allgemein* ein Grund sein könnte, will niemand sagen und auch niemand hören.
Menschen mit ‘breitem’ Hintergrund und offenem Geist haben gelernt Fragen zu stellen und sich Antworten zu verschaffen …. man braucht also nicht auf Verwertbarkeit zu sehen, denn die kommt mit einer Fülle an denkenden Menschen von selbst - was wir vielmehr brauchten ist der Abbau von Hürden durch Gesetze und Verordnungen - das sind die eigentlichen Hemmschuhe ….
Was die Bankenkrise angeht:
Da sehe ich zuvörderst den - falschen - Stellenwert den GELD in unserer Gesellschaft hat. Geld ersetzt Wissen, Moral und gute Sitten …. solange also Menschen mit Geld (ohne die vorgenannten Wertvorstellungen/Eigenschaften) alleine wegen des Geldes ‘wichtig’ erscheinen/sind, wird es da immer wieder solche Einbrüche geben ….
Ein Trackback/Pingback
Unwissenheit und Politmarketing…
Bei wvs habe ich folgendes Video gefunden:
(Rick Shenkman - Just how stupid are we)
Der Autor von “Just how stupid are we” argumentiert, dass das amerikanische Volk über zu wenig Wissen verfüge, um überhaupt informierte Entscheidung…
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