Manch­mal fragt man sich auf der Auto­bahn wie es dazu kommt, dass sich - ohne tat­säch­lich erkenn­bare Ursa­che - ein Stau bil­det. Dank der For­schungs­ar­beit des bri­ti­schen Ver­kehrs­for­schers L. F. Sid­mantle* scheint es nun end­lich eine Erklä­rung für die­ses Phä­no­mens zu geben, min­de­stens kommt man der Ursa­che näher. Es han­delt sich um eine Zusam­men­zie­hung ähn­lich der, die dem Phä­no­men Lor­ent­z­kon­trak­tion** zugrunde liegt.

Durch umfang­rei­che Daten­er­he­bung, unter Mit­hilfe von mehr als 200 Frei­wil­li­gen, konn­ten die Ver­kehrs­ströme auf meh­re­ren Auto­bah­nen lang­fri­stig erho­ben und die gewon­ne­nen Daten aus­ge­wer­tet wer­den. Da es in Groß­bri­tan­nien keine ent­spre­chende "Rech­ner­power" gab, wandte sich Sid­mantle an die NASA, die ja der­zeit keine grö­ße­ren Mis­sio­nen betreut, und konnte errei­chen, dass seine Daten dort auf einem Rech­ner­ver­bund aus­ge­wer­tet wur­den.

Zunächst lie­ßen sich keine kla­ren Ergeb­nisse erken­nen, was sich aber änderte als Sid­mantle vom Pfad der rei­nen Wis­sen­schaft durch Daten­aus­wer­tung abwich und neben den übli­chen Wet­ter­da­ten und Zusam­men­set­zung der Fahr­zeug­ty­pen [PKW-LKW-Relation] die jewei­li­gen Daten der Mond- und Pla­ne­ten­kon­stel­la­tion mit in die Über­le­gun­gen ein­be­zog:

Stand der Mond in Oppo­si­tion zu Venus und Pluto, tra­ten ver­mehrt Son­nen­flecken auf und die Staus fin­gen an län­ger als 7 Kilo­me­ter zu wer­den. Trat dann noch Mer­kur hinzu, so ver­län­ger­ten sie sich auf bis zu (maxi­mal) 34 Kilo­me­ter inner­halb weni­ger Minu­ten. Er konnte auch nach­wei­sen, dass diese Erschei­nung immer dann maxi­miert (beschleu­nigt) wurde, wenn es tags zuvor Nebel­bil­dung gege­ben hatte.

Erstaun­li­cher­weise - so for­mu­lierte Sid­mantle - war das völ­lig unab­hän­gig von Geschlecht [Video-Erfassung] und Her­kunft [Able­sung der Zulas­sungs­num­mern] der Fahr­zeug­füh­rer.

In sei­ner Zusam­men­fas­sung der Ergeb­nisse kon­sta­tierte er des­we­gen: " .. in con­trary to gene­ral belief and public assump­ti­ons it could not be veri­fied that the gen­der of dri­vers had any influ­ence on the build-up of traf­fic jams .. " 

Als Fazit läßt sich daher fest­stel­len, was ohne­hin der all­ge­mei­nen Erkennt­nis ent­spricht, dass Staus auf Auto­bah­nen sich einer rein wis­sen­schaft­li­chen Erklä­rung ver­schlie­ßen und des­we­gen als Neben­er­schei­nung von Ver­kehrs­strö­men schlicht hin­ge­nom­men wer­den müs­sen.

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* Louis Fin­ley Sid­mantle, zurück gewan­der­ter Enkel des Lee Sid Mantle (Dec 13, 1851 – Nov 18, 1934) United Sta­tes Sena­tor aus Mon­tana, der aus Bir­ming­ham, GB, stammte. Anläß­lich der Rück­kehr wech­selte er sei­nen Nach­na­men von "Mantle" zu "Sid­mantle" in Andenken an Groß- und Urgroß­va­ter.


** Siehe hierzu auch: Lor­entz (-Fitz­Ge­rald) con­trac­tion