bookmark_borderReichsbürger

Es heißt ja, die Geschich­te sei dazu da von ihr zu ler­nen. Was ler­nen wir also aus der Geschich­te in Bezug auf die plötz­li­chen Akti­vi­tä­ten der baye­ri­schen Ver­wal­tung & Justiz gegen die Reichsbürger?

Es ist ein Para­de­bei­spiel dafür, wie mit bestimm­ten Adjek­ti­ven in der Bericht­erstat­tung ein Bild bei Zuhö­rern & ~sehern erzeugt wird, das man nur als "Zerr­bild der Wirk­lich­keit" bezeich­nen kann.

Die mei­sten der Reichs­bür­ger sind kei­ne Rechts­ra­di­ka­len, radi­kal und unbe­irr­bar sind sie aller­dings schon: Wenn es näm­lich um die Fras­ge geht ob die Bun­des­re­pu­blik Rechts­nach­fol­ge­rin des drit­ten Rei­ches ist. Da kommt ein glat­tes "Nein" - die Bun­des­re­pu­blik sei, so erklär­te man mir, eine GmbH mit Sitz in New York. [Sie­he ande­re Ver­sio­nen bei WIKIPEDIA]


>>>>>> Anders als in den Medi­en behaup­tet datie­ren die Reichs­bür­ger den letz­ten recht­lich fun­dier­ten Staat "Deutsch­land" auf das Kai­ser­reich zurück, also nicht die Gren­zen von 1937, son­dern die Gren­zen des Kai­ser­rei­ches vor 1912. 

Die soge­nann­ten "Reichs­bür­ger" sind kei­ne unbe­deu­ten­de Min­der­heit, es sind eine Men­ge Men­schen - und die wur­den in den letz­ten Jah­ren immer mehr. So vie­le, dass schon seit Jah­ren die Ver­fas­sungs­schüt­zer der Bun­des­län­der die Akti­vi­tä­ten der Reichs­bür­ger zu durch­schau­en und zu erfas­sen suchen. Da haben uns heu­te, 19.10.2016, am Tag die­ses Zwi­schen­falls in Bay­ern, die Pres­se und das Fern­se­hen falsch infor­miert, mög­li­cher­wei­se, das muß man ein­räu­men, aus purer Unwissenheit.

Mich erin­nert das an die Anfän­ge von Baa­der-Mein­hof. Erst ganz weni­ge Infor­ma­tio­nen, dann plötz­lich gro­ßes Getö­se in den Medi­en und gleich­zei­ti­ge Straf­ver­schär­fung für Straf­ta­ten, die man die­ser Grup­pe zuord­ne­te. Der näch­ste Schritt war die völ­li­ge Dämo­ni­sie­rung ohne eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den Zie­len und Argu­men­ten - und dann die tota­le Ver­fol­gung mit allen Mit­teln die dem Staat zur Ver­fü­gung stehen.

Herr­mann, der baye­ri­sche Innen­mi­ni­ster, deu­te­te schon an "inten­si­ver" gegen die­se Leu­te vor­ge­hen zu wol­len. Sie wer­den der Poli­tik wohl unbe­quem, und es soll ein Exem­pel sta­tu­iert werden.

Was hat denn den För­ster plötz­lich "nicht mehr zuver­läs­sig für den Besitz einer Waf­fe" gemacht? DAS hat bis­her in den Medi­en nie­mand erklärt.

Wären Sie, lie­be Lesen­de, nicht auch erstaunt wenn man Ihnen so ganz aus hei­te­rem Him­mel plötz­lich ein bis­he­ri­ges Recht abspre­chen woll­te - nur weil sie den Staat kri­tisch sehen und sei­ne recht­mä­ßi­ge Exi­stenz anzweifeln? 

Der Fra­ge, war­um g e n a u die baye­ri­sche Ver­wal­tung dem Mann sei­ne Waf­fen weg­neh­men woll­te hat sich noch nie­mand in der Bericht­erstat­tung ange­nom­men - und da wäre doch der Ansatz für Außen­ste­hen­de zu ver­ste­hen, ob die­ser Ver­wal­tungs­akt gerecht­fer­tigt oder will­kür­lich war. Was danach folg­te ist doch nur abschlie­ßend zu beur­tei­len, wenn man die Hin­ter­grün­de kom­plett überschaut.

Soweit ich es ver­stan­den habe:
"unge­eig­net" war der Mann nicht etwa weil er jeman­den bedroht hät­te, son­dern ledig­lich, weil er von sei­nem Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung Gebrauch gemacht hat und das der baye­ri­schen Ver­wal­tung nicht gefal­len hat - das ist eine gefähr­li­che Ent­wick­lung, die wir so zuletzt vor '33 hat­ten. Und gleich nach der Hitler'schen Macht­über­nah­me, in deren Fol­ge alle Ander­den­ken­den erst aus­ge­son­dert, dann geäch­tet, und zuletzt in KZs ermor­det wurden.

Gera­de der Innen­mi­ni­ster in Bay­ern ist nicht zim­per­lich wenn es dar­um geht Anders­den­ken­de anzu­schwär­zen, aus­zu­son­dern, zu ächten ....

Damit ich nicht ver­kehrt ver­stan­den werde:

  • Ich bin weder "Reichs­bür­ger" noch sym­pa­thi­sie­re ich mit deren Thesen;
  • Ich leh­ne jede Art von gewalt­sa­mer Akti­on zur Durch­set­zung von poli­ti­schen oder Welt­an­schau­ungs­zie­len ab;
  • Ich tre­te hier für freie Mei­nungs­äu­ße­rung auch von noch so abstru­sen Ideen ein, selbst wenn sie mir nicht gefal­len, denn sie sind ein Grund­pfei­ler der Demokratie.

bookmark_borderEin halbes Jahrhundert ....

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Als ich mich im Juli 1963 per Schiff auf den Weg in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka, kurz: U.S.A., auf­mach­te wuß­te ich kaum etwas über das, was mich da erwar­ten würde.

In Syra­cu­se, N.Y., emp­fing mich mei­ne Gast­fa­mi­lie, Vater, Mut­ter, Gast­bru­der & ~schwe­ster. Der erste Anlauf­punkt war das Haus der Schwe­ster mei­nes Gast­va­ters, die in Syra­cu­se wohn­te. Da gab es ein aus­ge­dehn­tes Abend­essen und am näch­sten Tag fuh­ren wir zum Wohn­ort der Gast­fa­mi­lie, nach Gou­ver­neur, N.Y., nicht weit vom St. Lorenz Was­ser­weg ent­fernt gele­gen. Jeden­falls eine typi­sche Klein­stadt im Nord­we­sten des Staa­tes New York, kaum 7.000 Ein­woh­ner und sechs Kir­chen, alle nahe des Ortszentrums.

In der Umge­bung - dem 'Coun­ty' - haupt­säch­lich Wei­de­wirt­schaft, Milch­kü­he, aber auch Tal­k­um­för­de­rung und Holzwirtschaft.

Die Schu­le, Gou­ver­neur Seni­or High School, war nur weni­ge Minu­ten vom Haus mei­ner Gast­fa­mi­lie ent­fernt. So konn­te ich den über­wie­gen­den Teil des Schul­jah­res dar­auf ver­zich­ten in den Schul­bus zu stei­gen um zum Unter­richt zu kommen.

In die­ser Regi­on der U.S.A. war die Welt noch in Ord­nung. Was nach Les­art der dor­ti­gen Gesell­schaft bedeu­te­te: Kei­ne Ras­sen­un­ru­hen, kei­ne Arbeits­lo­sig­keit, kei­ne reli­gi­ons­lo­sen Anwoh­ner - und wenn wel­che da gewe­sen wären hät­ten sie es der Mehr­heit bestimmt nicht mitgeteilt ....

Wäh­rend des Jah­res geschah dann das Ungeheuerliche:
Ein far­bi­ger Schü­ler wur­de ange­mel­det und besuch­te fort­an die Schu­le - und weil wenig über die Hin­ter­grün­de bekannt war bro­del­te die Gerüchteküche.



 
x°°y°

 

[Quel­le der Abbildung] 

Zu die­ser Zeit gab es in den Sezes­si­ons­staa­ten noch "Ras­sen­tren­nung"*, die erst 1964, dem Jahr in dem ich im Juni wie­der nach Deutsch­land zurück rei­ste, auf­ge­ho­ben wurde.

Was ist nach 50 Jah­ren "Auf­he­bung der Ras­sen­tren­nung" das Fazit?
For­mal mag es zwar Ände­run­gen gege­ben haben, von einer Gleich­be­rech­ti­gung der far­bi­gen US-Bevöl­ke­rung kann aller­dings nicht die Rede sein. Es wer­den durch unver­hält­nis­mä­ßi­ge poli­zei­li­che Über­grif­fe immer noch Schwar­ze anders behan­delt als Wei­ße (Sie­he hier­zu auch "Black Lives Mat­ter" [#Black­Live­s­Mat­ter] & die­sen Bericht).

Das Land hat sich ver­än­dert. Ich habe mich ver­än­dert. Wie anders soll­te man die Ent­wick­lung in fünf­zig Jah­ren beschrei­ben? Das Ame­ri­ka von heu­te ist nicht mehr das Land, in das ich all die Jah­re nach mei­ner Rück­kehr wie­der rei­sen und dort leben woll­te. Das habe ich schon 1998 gemerkt, als ich zum ersten Mal wie­der mehr als ein paar Wochen Urlaub dort ver­bracht habe. 

Noch viel hef­ti­ger war der Schock als die Regie­rung Bush 2002 begann das Land in ein Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis zu ver­wan­deln, von dem die drin­nen kaum etwas merken:
Ein­tritt und Aus­gang mit
- ver­schärf­ten Personenkontrollen,
- Metalldetektoren,
- Ganz­kör­per­scan­nern und
- sicher­heits­dienst­li­cher Behand­lung inclusive
- Iris­scan und
- Fingerabdrücken.

"Land of the Free" - das war ein­mal und ist unwie­der­bring­lich ver­lo­ren .... wenn es auch den Tou­ri­sten der ADAC-geführ­ten-deutsch­spra­chi­ge-Rei­se­lei­tung-inbe­grif­fen-Tour und den Drei-Tage-Shop­ping-New-York Rei­sen­den anders erschei­nen mag.

 * Sie­he hier­zu auch fol­gen­den LINK

bookmark_borderMißbrauchte Wissenschaft

How Science Died at the World Trade Center

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As Ores­kes and Con­way made clear, sci­ence is about evi­dence. “It is about claims that can be, and have been, tested through sci­en­ti­fic rese­arch — expe­ri­ment, expe­ri­ence, and obser­va­ti­on — rese­arch that is then sub­ject to cri­ti­cal review by a jury of sci­en­ti­fic peers.” In sci­ence, if expe­ri­ments per­for­med do not sup­port a hypo­the­sis, that hypo­the­sis must be rejec­ted. If con­clu­si­ons fail to pass peer-review due to a lack of sup­por­ti­ve evi­dence or the dis­co­very of evi­dence that direct­ly con­tra­dicts them, tho­se con­clu­si­ons must be rejected.

From Lysen­ko­ism through the examp­les given by Ores­kes and Con­way, poli­ti­cal­ly moti­va­ted pseu­do­sci­ence demon­stra­tes a pat­tern of cha­rac­te­ri­stics as follows.

  1. The­re is a lack of experiments.
  2. The results of expe­ri­ments are igno­red or con­tra­dic­ted in the conclusions.
  3. The­re is eit­her no peer-review or peer-review­er con­cerns are ignored.
  4. The fin­dings can­not be repli­ca­ted or fal­si­fied due to the with­hol­ding of data.
  5. Fal­se con­clu­si­ons are sup­por­ted by mar­ke­ting or media propaganda.
  6. Hypo­the­ses that are sup­por­ted by the evi­dence are ignored.

All six of the­se cha­rac­te­ri­stics of pseu­do-sci­ence are exhi­bi­ted by the U.S. government inve­sti­ga­ti­on into what hap­pen­ed at the WTC on Sep­tem­ber 11th, 2001. That inve­sti­ga­ti­on was con­duc­ted by the Natio­nal Insti­tu­te for Stan­dards and Tech­no­lo­gy (NIST) and it had much in com­mon with the examp­les given by Ores­kes and Con­way. As with the fal­se sci­ence that sup­por­ted tob­ac­co use, mil­li­ons of lives were lost as a result — in this case through the “War on Ter­ror.” Like sup­port for the Stra­te­gic Defen­se Initia­ti­ve, the abu­ses were focu­sed on sup­porting the mili­ta­ry-indu­stri­al com­plex. And as with the envi­ron­men­tal examp­les, NIST’s mani­pu­la­ti­ons affect ever­yo­ne on the pla­net becau­se they prop up a never-ending war ..
.. The WTC reports pro­du­ced by NIST repre­sent the most obvious examp­le of poli­ti­cal­ly moti­va­ted pseu­do­sci­ence in histo­ry. The phy­si­cal expe­ri­ments NIST per­for­med did not sup­port its con­clu­si­ons. The reports were not peer-review­ed and public com­ments that chal­len­ged the fin­dings were igno­red. NIST will not share its com­pu­ter models — the last sup­po­sed evi­dence that sup­ports its con­clu­si­ons — with the public and the­re­fo­re its con­clu­si­ons are not verifiable.

The­se gla­ring facts should be rea­di­ly reco­gniz­ab­le by any sci­en­tist and, given the unpre­ce­den­ted impact of the resul­ting War on Ter­ror, this abu­se of sci­ence should be the basis for a glo­bal out­cry from the sci­en­ti­fic community .. 

 

[Zitat aus "How Sci­ence Died at the World Tra­de Cen­ter" by Kevin Ryan; via "Taking Sides"]

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Wie Ores­kes und Con­way deut­lich machen, geht es bei Wis­sen­schaft um Bewei­se. "Es geht um Annah­men die durch wis­sen­schaft­li­che For­schung - Expe­ri­ment, Erfah­rung und Beob­ach­tung gete­stet und unter­sucht wer­den kön­nen und wur­den, die dann kri­ti­scher Über­prü­fung durch eine Jury aus Wis­sen­schaft­lern unter­lie­gen." In der Wis­sen­schaft wer­den, wenn Expe­ri­men­te die durch­ge­führt wur­den eine Hypo­the­se nicht unter­stüt­zen, die­se Hypo­the­sen ver­wor­fen. Wenn Schluss­fol­ge­run­gen einem Peer-Review nicht stand­hal­ten oder wegen eines Man­gels an unter­stüt­zen­den Bewei­sen bzw. der Ent­deckung von Bewei­sen, die in direk­tem Wider­spruch dazu ste­hen, nicht halt­bar sind, müs­sen die­se Schluss­fol­ge­run­gen abge­lehnt werden.

Der "Lysen­ko­is­mus", durch die von Ores­kes und Con­way ange­ge­be­nen Bei­spie­le ver­an­schau­licht, also poli­tisch moti­vier­te Pseu­do­wis­sen­schaft, zeigt ein Muster von typi­schen Män­geln, die wie folgt beschrie­ben wer­den können.

  1. Es besteht ein Man­gel an Experimenten.
  2. Die Ergeb­nis­se der Expe­ri­men­te wer­den igno­riert oder wider­spre­chen den Schlußfolgerungen.
  3. Es ist ent­we­der kein Peer-Review- vor­han­den oder Beden­ken von Peer-Kri­ti­kern wer­den ignoriert.
  4. Die Ergeb­nis­se kön­nen nicht repli­ziert oder wider­legt wer­den weil Daten zurück­ge­hal­ten wurden.
  5. Fehl­schlüs­se wer­den mit­tels Mar­ke­ting oder Medi­en­pro­pa­gan­da gestützt.
  6. Hypo­the­sen, die durch Bewei­se belegt sind, wer­den ignoriert.

Die US-Regie­rungs­un­ter­su­chung des­sen, was 2001 im WTC am 11. Sep­tem­ber pas­siert ist, zei­gen alle sechs Eigen­schaf­ten der Pseu­do­wis­sen­schaft. Die­se Unter­su­chung wur­de durch das Natio­na­le Insti­tut für Stan­dards und Tech­no­lo­gie (NIST) durch­ge­führt, und sie hat vie­le Gemein­sam­kei­ten mit den Bei­spie­len von Ores­kes und Con­way. Wie bei der gefälsch­ten Wis­sen­schaft, die den Tabak­kon­sum unter­stüt­zen soll­te, wur­den Mil­lio­nen von Men­schen­le­ben in Fol­ge geop­fert - in die­sem Fall durch den "Krieg gegen den Terror."
Bei der Unter­stüt­zung für die "Stra­te­gic Defen­se Initia­ti­ve", dien­te der Miss­brauch hier der Unter­stüt­zung des mili­tä­risch-indu­stri­el­len Kom­ple­xes. Und wie bei den Umwelt­bei­spie­len, beein­flus­sen die NIST-Mani­pu­la­tio­nen alle auf dem Pla­ne­ten, weil sie einen nie enden­den Krieg stützen ..

.. Die WTC Berich­te, die NIST erge­stellt hat, reprä­sen­tie­ren eines der offen­sicht­licht­sten Bei­spie­le der poli­tisch moti­vier­ten Pseu­do­wis­sen­schaft der Geschich­te. Die von NIST durch­ge­führ­ten phy­si­ka­li­schen Expe­ri­men­te unter­stüt­zen nicht die Schluss­fol­ge­run­gen. Die Berich­te wur­den nicht peer-review­ed und öffent­li­che Kom­men­ta­re, die die Ergeb­nis­se in Fra­ge gestellt haben wur­den igno­riert. NIST läßt die Öffent­lich­keit nicht an sei­nen Com­pu­ter-Model­len teil­ha­ben - die letz­ten angeb­li­chen Bewei­se die ihre Schluss­fol­ge­run­gen unter­stüt­zen - und des­we­gen sind die Schluss­fol­ge­run­gen nicht nachprüfbar.

Die­se ekla­tan­ten Tat­sa­chen soll­ten leicht von jedem Wis­sen­schaft­ler zu erken­nen sein, und ange­sichts der bei­spiel­lo­sen Aus­wir­kun­gen des dar­aus resul­tie­ren­den "Krie­ges gegen den Ter­ror", soll­te die­ser Miss­brauch der Wis­sen­schaft die Grund­la­ge für einen glo­ba­len Auf­schrei aus der Wis­sen­schaft sein ..

[Über­set­zung W.v.Sulecki]

bookmark_borderMilitaria

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Kürz­lich wur­de ich auf den II. Welt­krieg und mei­ne Mei­nung zur 'Wehr­macht' ange­spro­chen. Sol­che Fra­gen sind mir immer außer­or­dent­lich unan­ge­nehm, denn erstens weiß ich nicht sehr viel über das Mili­tär in der Zeit zwi­schen '33 und '45 - und zwei­tens inter­es­siert es mich auch nicht.

Da ich aber über­wie­gend im Aus­land und zwi­schen den dort 'Ein­hei­mi­schen' lebe wäre es unhöf­lich nicht wenig­stens ein paar Sät­ze als Ant­wort zu geben. Im oben erwähn­ten Gespräch brauch­te ich dann auch nicht sehr viel selbst zu sagen, denn der Gesprächs­part­ner spru­del­te mun­ter drauf los und schließ­lich ende­te es damit, dass er mir näch­stens sei­ne "Militaria"-Sammlung zei­gen will.

Ich konn­te das erst­mal abbie­gen weil ich dem­nächst nach Deutsch­land fah­re und es sich zeit­lich nicht paß­te und dach­te schon jetzt wäre ich 'aus dem Schnei­der' - aber weit gefehlt, ich bekam den Auf­trag einen Wehr­machts­helm M35 / M40 zu besorgen. 

Sozu­sa­gen vom Regen in die Traufe .... 

Mei­ne Abnei­gung gegen das Ansin­nen habe ich erst­mal ver­schwie­gen und zer­mar­te­re mir den Kopf wie ich mich von die­sem 'Auf­trag' befrei­en kann. 

Mili­ta­ria an sich sind ja erst mal 'wert­neu­tral', Sachen eben. 

Was mich stört ist die - übli­cher­wei­se - hin­ter einer sol­chen Samm­lung ste­hen­de Hal­tung der/des Samm­ler/-s, die Ver­eh­rung, ja manch­mal sogar Über­hö­hung des Mili­tärs und des Sol­da­ten­le­bens. Lan­des­ver­tei­di­gung muß sein, davon bin (auch) ich über­zeugt. Aber erst als aller­letz­tes Mit­tel - wenn die Poli­tik kom­plett ver­sagt und nichts ande­res mehr hilft. Ver­tei­di­gung also, auf kei­nen Fall Angriff. Genau da habe ich natür­lich mit der Wehr­macht und deren 'Ver­eh­rung' ein Problem.

"Kommt Zeit kommt Rat" sag­te mei­ne Groß­mutter immer. Hoffentlich.

bookmark_borderSündenbock, ....

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bzw.: Prü­gel­kna­be

Sehr zum Ver­druß der U.S.-Regierung hat­te die Oppo­si­ti­on beson­de­res Gefal­len dar­an die Vor­fäl­le rund um die Erstür­mung der Bot­schaft in Ben­gasi aus der Ver­sen­kung zu holen und eine Kam­pa­gne zu star­ten. Ziel war & ist Hil­la­ry Clin­ton, die sich auf­stellt um erneut für die Prä­si­dent­schaft zu kan­di­die­ren - so ganz neben­bei, nicht ganz uner­wünscht, steht auch der amtie­ren­de Prä­si­dent dadurch unter Druck.

Aus­ge­rech­net in die­ser Situa­ti­on wird nun ein Schul­di­ger für die Aus­schrei­tun­gen prä­sen­tiert, bei denen auch der U.S.-Botschafter den Tod fand.

.. Time adds that Khatal­lah denied alle­ga­ti­ons that he spear­hea­ded the attack, say­ing that it had erup­ted spon­ta­ne­ous­ly out of street demon­stra­ti­ons. “The attack came from the peop­le,” Khatal­lah said. “I don’t sup­port the attack on Ame­ri­can diplo­mats in Libya,” he added, “but if Ame­ri­cans get invol­ved in Liby­an issu­es they need to watch out what they are going to get.”
He may well be right. Howe­ver, all that mat­ters for now is that the public anger is deflec­ted from Hil­la­ry and redi­rec­ted to yet ano­t­her midd­le easterner .. 

[Quel­le des Zitates] 
Ein wei­te­rer Fall bei dem die Zahl der Fra­ge­zei­chen grö­ßer ist als die Zahl der akzep­ta­blen Ant­wor­ten - denn bedau­er­li­cher­wei­se gibt es Bei­spie­le in der Ver­gan­gen­heit wie sol­che "Täter" erfun­den wur­den um der eige­nen Bevöl­ke­rung und der rest­li­chen Welt gegen­über das Han­deln der Regie­rung zu begründen.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 
[Wei­te­re Quel­le]


 ∙ ▪  ▪ ∙ 
[Wei­te­re Quel­le]

bookmark_border.. so 'ehren­wert' wie die Mafia ..

" .. CSU = NSU? Ex-Mini­ster­prä­si­dent Beck­stein im Zen­trum von Ter­ror­vor­wür­fen .. " kann man bei "KOPP online" lesen. Nach dem dor­ti­gen Bericht soll der ehe­ma­li­ge Mini­ster­prä­si­dent tief im rech­ten Sumpf stecken. Kopp ist, das steht ja mitt­ler­wei­le fest, eher dem äußer­sten rech­ten Rand zuzu­ord­nen, daher ist immer Vor­sicht gebo­ten - ein Kern an Wahr­heit steckt aller­dings auch immer drin.

Mich wun­dert heut­zu­ta­ge gar­nichts mehr, vor allem dann, wenn es aus Bay­ern kommt. Die CSU ist bekann­ter­ma­ßen 'rechts­la­stig' - und des­we­gen ist der Vor­wurf erst­mal nicht absurd, son­dern durch­aus plau­si­bel. Dort in Bay­ern wer­den die Kri­ti­ker ja gern mal in die Psych­ia­trie ver­frach­tet um sie 'mund­tot' zu machen. Eine belieb­te Übung, die man in Hes­sen abge­kup­fert hat um miß­lie­bi­ge Steu­er­prü­fer aus­zu­schal­ten die ihren Beruf ernst nah­men .... irgend­wie erin­nert mich das an die Berich­te aus der ehe­ma­li­gen UDSSR - mit dem klei­nen Unter­schied, daß in der dor­ti­gen Psych­ia­trie noch mit Elektroschock-'Therapie' behan­delt wird. Da ist man bei uns schon zivi­li­sier­ter und macht das lie­ber mit Psy­cho­phar­ma­ka, das ist phy­sisch weni­ger belastend.

Am besten gefal­len hat mir die­se Passage:
" .. Und sperrt man einen weg, steht gleich ein neu­er auf, der der Öffent­lich­keit ein­re­den will, die christ­lich-sozia­le Staats­füh­rung sei nur ein Sumpf aus Ver­bre­chen und Kor­rup­ti­on und in Wirk­lich­keit in etwa so ehren­wert wie die Mafia. .. " [Quel­le: KOPP]

bookmark_borderWer nichts zu verbergen hat ....

.... muß sich trotz­dem fürchten:
 


"Soll­ten sich "anstän­di­ge Bür­ger" wegen der Über­wa­chung sor­gen?
– Ein Erfah­rungs­be­richt aus den Schattenkriegen"


 

bookmark_borderNicht der Mörder ist Schuld
- sondern der Ermordete ..?!

" .. The Pope had a Christ­mas mes­sa­ge for the world this year: we should for­gi­ve Catho­lic prie­sts for raping child­ren becau­se ever­yo­ne else was doing it. He inven­ted a pecu­li­ar histo­ry that bears no resem­blan­ce to the late 20th cen­tu­ry I lived in.
"In the 1970s, pae­do­phi­lia was theo­ri­sed as some­thing ful­ly in con­for­mi­ty with man and even with child­ren," the Pope said. "It was main­tai­ned — even wit­hin the realm of Catho­lic theo­lo­gy — that the­re is no such thing as evil in its­elf or good in its­elf. The­re is only a 'bet­ter than' and a 'worse than'. Not­hing is good or bad in itself."
The Pope said abu­se reve­la­ti­ons in 2010 rea­ched "an uni­ma­gin­ab­le dimen­si­on" which brought "humi­lia­ti­on" on the Church .. "


[zitiert aus "PHARYNGULA"]

Ich kann nicht sagen wie sehr mich die­se Hal­tung des Pap­stes schüt­telt - vor Abscheu! Und solch ein Apo­lo­get des Unfugs steht an der Spit­ze einer gro­ßen Welt­re­li­gi­on. Das soll­te nun end­gül­tig all Jenen zu den­ken geben die mit dem Gedan­ken spie­len aus der Kir­che aus­zu­tre­ten - sofort han­deln heißt da die Devi­se. Wer nicht will daß in sei­nem Namen der­glei­chen unlo­gi­sche Rechts-, Geschichts- und Wahr­heits­ver­fäl­schung ver­brei­tet wird muß sich von der Kir­che lösen ....

bookmark_borderSind wir schon wieder so weit?

" .. dass »sozi­al­ethisch des­ori­en­tie­rend« so klingt, als habe da jemand ver­zwei­felt nach einer Alter­na­ti­ve zum Wort »ent­ar­tet« gesucht .. "

Ich habe schon häu­fi­ger dar­auf hin­ge­wie­sen, daß hier­zu­lan­de eine Wie­der­ho­lung des "Drit­ten Rei­ches" durch­aus denk­bar ist - die Mas­se der Ver­ant­wort­li­chen in die­sem Land hat aber glück­li­cher­wei­se noch den Hauch einer Ahnung was der Begriff "DEMOKRATIE" beinhaltet. 

Wol­len wir Alle hof­fen, daß ihre Zahl sich nicht noch wei­ter ver­rin­gert und dann die Ande­ren die Ober­hand gewinnen ....

bookmark_border20 Jahre ....

und immer noch kei­ne "blü­hen­den Land­schaf­ten" in Sicht:
Statt­des­sen Tri­stesse in Ost und West des (wie­der) ver­ein­ten Landes.
Sin­ken­de Durch­schnitts­löh­ne und stei­gen­de Abgabenlasten.
Sanie­rung der maro­den Ban­ken und der dort arbei­ten­den Zocker aus der Staatskasse.
Die Bevöl­ke­rung als Last­esel und Dukatenka**er ....

Es wird wohl eher auf mei­ne dama­li­ge Pro­gno­se herauslaufen:
Erst die Genera­ti­on der heu­te 15-20-jäh­ri­gen Bun­des­bür­ger wird die Unter­schie­de der gesell­schaft­li­chen Vor­prä­gung ihrer Eltern­ge­nera­ti­on über­win­den kön­nen - eine "Ver­ei­ni­gung" fin­det also erst dann statt wenn der vor­mals 'herr­schen­de' Kanz­ler Kohl schon von den Wür­mern gefres­sen ist ....

Per­sön­lich war­te ich immer noch dar­auf ein­mal wenig­stens einen die­ser Gren­zer der vor­ma­li­gen DDR ken­nen­zu­ler­nen - aber sicher ist es so wie mit den BILD-Lesern und Fernsehshow-Sehern: 

Nie­mand will es gewe­sen sein, nie­mand will es zugeben ....

bookmark_borderDarf man das ...?

Bei "star­ke mei­nun­gen" war zu lesen:

.. Nach jah­re­lan­ger homo­pho­ber Agi­ta­ti­on und reak­tio­nä­rem Wir­ken gegen die Libe­ra­li­sie­rung der Gesell­schaft ist der barocke Mixa nun Gegen­stand von Vor­wür­fen des sexu­el­len Miss­brauchs von Kin­dern .. die hier schwe­len­de Vor­ur­teils­la­ge wirft den Zöli­bat, Homo­se­xua­li­tät, Fla­gel­lan­ten­tum und Pädo­phi­lie in einen Topf .. Das Kon­glo­me­rat ist als Aus­weis der mora­li­schen Iden­ti­tät der Kir­chen­män­ner tra­gisch. Gleich­wohl ist es der Kle­rus selbst, der die­sen Sog erzeugt hat. Wenn hier der Leib­haf­ti­ge mit Schwe­fel­schwä­den (sic!) wirkt, wis­sen wir, wer ihn her­bei­ge­ru­fen hat: die Weih­rauch­schwen­ker .. "

Der Autor resü­miert schließ­lich am Ende des Beitrages:

.. Selbst den Geg­nern schul­det man Ach­tung. Selbst den Tätern, so sie bereu­en, schul­det man, nach der Süh­ne, das Recht auf Reha­bi­li­ta­ti­on .. Ist das nicht zu blau­äu­gig? Mit­leid mit Mixa? Respekt vor sau­fen­den Pro­te­stan­ten, pädo­phi­len Katho­li­ken, zyni­schen Atheisten .. "


[Quel­le des Zita­tes]

Dem könn­te ich grund­sätz­lich zustim­men, wären da nicht genau jene Mecha­nis­men am Werk, die schon seit Jahr­hun­der­ten der Unter­drückung von Wahr­heit gedient haben und die auch dem (säku­la­ren) Staat mehr und mehr als Mit­tel zur Unter­drückung unlieb­sa­mer Mei­nun­gen dient: Dro­hung mit Rechts­streit und damit ver­bun­den unab­wäg­ba­res finan­zi­el­les Risi­ko, Sank­tio­nen im Sin­ne des für­der­hin wirk­sa­men Aus­schlus­ses von öffent­li­chen Auf­trä­gen und der - wenig rechts­staat­li­che - Ruf der Ver­ant­wort­li­chen nach ZENSUR der - noch unab­hän­gi­gen - Verbreitungskanäle ....

Respekt "Ja".
Aber nur, wenn die "Gegen­sei­te" auch auf glei­chem rechts­staat­li­chen Fun­da­ment steht.