bookmark_borderEMERGENCE:
Komplexität, das Leben und das Universum

In den Natur­wis­sen­schaf­ten gilt die Grund­re­gel "Alles so ein­fach wie mög­lich - so kom­plex wie nötig!"
Ande­rer­seits stre­ben Men­schen danach durch die Beob­ach­tun­gen der Welt und des Uni­ver­sums hoch kom­ple­xe Struk­tu­ren zu fin­den die unse­re Exi­stenz erklä­ren könn­ten. Die Alles um uns her­um mit 'Sinn' erfül­len könnten.

Vie­le Jahr­hun­der­te was es das Pri­vi­leg der Reli­gio­nen die Erklä­run­gen zu lie­fern und dem 'gemei­nen Volk' eine Per­spek­ti­ve zu schaf­fen dies­sei­ti­ge Exi­stenz in einer jen­sei­ti­gen Exi­stenz ver­län­gert zu sehen - eine Bot­schaft, die nicht nur in den christ­li­chen oder wei­te­ren abra­ha­mi­ti­schen Reli­gio­nen vor­han­den ist, son­dern in wech­seln­der Form, grund­sätz­lich mit glei­chem Ziel, in vie­len der Welt­re­li­gio­nen vor­han­den sind. 

Die­se Erklä­rungs­ho­heit bröckelt seit Jahr­hun­der­ten, mit beson­de­rer Beschleu­ni­gung seit dem Zeit­al­ter der Auf­klä­rung. Es hat unzäh­li­ge unschul­di­ge Opfer geko­stet, die von den Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten meist auf grau­sa­me Wei­se zu Tode gebracht wur­den weil sie die Ver­nunft, die Fak­ten zur Erklä­rung her­an­ge­zo­gen haben. Dem hat­ten die­se mäch­ti­gen Orga­ni­sa­tio­nen nie etwas Stich­hal­ti­ges ent­ge­gen­zu­set­zen, wes­we­gen sie sich der 'Ket­zer' durch deren Ver­nich­tung entledigten.

Wer aber denkt, wir sei­en dar­über hin­weg, der muß sich nur ein­mal in Asi­en und im Mitt­le­ren Osten umse­hen um zu erkennen:

Unwis­sen­heit ist der Brut­bo­den für reli­giö­se Ver­blen­dung und Agi­ta­ti­on durch so-genann­te Reli­gi­ons­füh­rer. Die haben, außér ihren Lügen­mär­chen, Ver­trö­stun­gen in die Zukunft und Appel­len an die Duld­sam­keit ihrer Gläu­bi­gen nichts, was einer Fak­ten­prü­fung stand­hal­ten würde.
Es wer­den in die­sem Jahr­hun­dert immer noch Men­schen wegen Blas­phe­mie ver­haf­tet, gequält und ermor­det - und die größ­te Schan­de ist es für mich, daß trotz­dem mit Län­dern in denen das pas­siert Geschäf­te gemacht werden.

Die Wis­sen­schaf­ten sind ent­ge­gen aller Wider­stän­de heu­te nicht mehr so gefähr­det und ver­brei­ten daher ihre Erkennt­nis­se sehr viel frei­er - was dazu führt immer mehr Wis­sen welt­weit zu ver­knüp­fen und schnel­ler neue Erkennt­nis­se zu gewin­nen als es frü­her in der geo­gra­fi­schen Abge­schie­den­heit mög­lich war. Dazu bei­getra­gen haben die rasan­ten Ent­wick­lun­gen der Com­pu­ter­tech­no­lo­gie, die heu­te Rechen­ope­ra­tio­nen ermög­licht wozu man noch vor weni­gen Jah­ren Jahr­hun­der­te und Tau­sen­de von Men­schen gebraucht hätte.

So wur­de es offen­bar wie Kom­ple­xi­tät nicht etwa pro­gram­miert vor­han­den ist, son­dern sich auf ein­fach­ste Grund­la­gen her­un­ter­bre­chen läßt:

Die Ursa­che, der Aus­gangs­punkt für Kom­ple­xi­tät ist meist ein ein­fa­cher Bau­stein, der zusam­men­ge­setzt zu neu­en Eigen­schaf­ten führt, die die­sen vor­her nicht zu eigen waren. Der Fach­be­griff dafür ist "Emer­gence", wört­lich "Her­vor­brin­gung", frei zu Deutsch "spon­ta­ne Orga­ni­sa­ti­on" oder "Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on".

So wird "Leben" als eine spon­ta­ne Orga­ni­sa­ti­on von che­mi­schen Bau­stei­nen erklär­bar, die für sich genom­men die­se Eigenschaft(-en) nicht besit­zen. Bei­spie­le aus Wiki­pe­dia sind:
- Die Ent­ste­hung kom­ple­xer, frak­ta­ler Struk­tu­ren bei der Bil­dung von Schneeflocken;
- Die Her­stel­lung eines Ter­mi­ten­hü­gels der einen Zweck erfüllt und die Funk­ti­on opti­miert, ohne Bauplan.

Wei­te­re Funk­tio­nen die dort genannt wer­den (Aus­wahl):
- Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on [Self-orga­niz­a­ti­on]
- Kol­lek­tiv­ver­hal­ten [Collec­ti­ve behavior]
- Netz­wer­ke [Net­works]
- Evo­lu­ti­on und Anpas­sung [Evo­lu­ti­on and adaptation]

All die­se Erkennt­nis­se lau­fen schluß­end­lich zusam­men und bestä­ti­gen die Ent­wick­lung hin zu immer kom­ple­xe­ren Syste­men deren Bil­dung kei­nen nach­weis­ba­ren Anlaß und kein nach­weis­ba­res Ziel hat. Sol­che Erkennt­nis­se sind natür­lich ver­stö­rend für die mei­sten Men­schen, denen die Reli­gio­nen doch stets ein­ge­trich­tert haben es sei ein Schöp­fer am Werk! Und wie immer in sol­chen Fäl­len kommt es zu (ungläu­bi­ger) Ableh­nung weil das eige­ne Welt­bild zusam­men­bricht und weil es kaum Men­schen gibt denen es gelingt zu ver­ste­hen wie "Nichts um etwas her­um" sein kann.

Die Dis­kus­si­on wogt um das The­ma. Ist es nun doch eine Ziel­rich­tung, ein ziel­ge­rich­te­ter Ver­lauf, wenn sich weni­ger kom­ple­xe Syste­me zu höher kom­ple­xen Syste­men ver­bin­den und die­se mehr kön­nen als die Ein­zel­ele­men­te? Wohin führt eine sol­che Annah­me, wie geht es weiter?
Mir fällt da der Satz mei­nes Pro­fes­sors ein bei dem ich mei­ne Diplom­ar­beit schrieb "Je mehr wir wis­sen desto mehr Fra­gen tür­men sich auf"

Sicher ist der­zeit nur, daß die Bedeu­tung der Reli­gio­nen suk­zes­si­ve wei­ter schrump­fen wird.
So wie es sich der­zeit selbst in erz­kon­ser­va­ti­ven Regio­nen und Län­dern der Welt schon abzeichnet.
Erkennt­nis ist kei­ne Ersatz­re­li­gi­on, sie ist ein Leit­fa­den wie wei­ter gedacht wer­den kann.
Wie Fak­ten das Leben bes­ser machen als Hin­ge­spin­ste, die stets nur einer schma­len Erklär­bär-Min­der­heit Pri­vi­le­gi­en schaf­fen und den Rest der Men­schen zu unmün­di­gen Auto­ma­ten degradieren. 

bookmark_border" ... wird ein religiöses Motiv
hinter dem Attentat wahrscheinlicher ... "

Der frü­he­re japa­ni­sche Poli­ti­ker und umstrit­te­ne Ex-Regie­rungs­chef Abe war gera­de zwei Tage tot, da wähl­te Japan ein neu­es Par­la­ment, und das Atten­tat hat­te nicht mehr die Auf­merk­sam­keit wie sie unter ande­ren, grund­sätz­li­chen Bedin­gun­gen, ange­mes­sen gewe­sen wäre. Die Grün­de sind wohl - wie schon so oft und genau­so oft weg­ge­leug­net - reli­giö­ser Natur.

Es scheint als ob die Moon-Sek­te [auch "Mun"], eine mili­tan­te und radi­ka­le Orga­ni­sa­ti­on mit mehr Dreck, als am - sprich­wört­li­chen - Stecken kle­ben kann, der über Jahr­zehn­te ange­sam­melt wur­de, dar­in ver­wickelt ist. Das ZDF titelt "Abe-Atten­tat: Motiv angeb­lich Hass auf reli­giö­se Gruppe".

Eine genaue­re Betrach­tung stellt es so dar: Die Mut­ter des Atten­tä­ters hat Unsum­men an die­se Sek­te¹ 'gespen­det' und sich dabei ver­armt, so sehr, daß sie sich nicht mehr selbst unter­hal­ten konn­te - und da hat sie jeg­li­che Bin­dung zur Sek­te ver­lo­ren, wur­de raus­ge­wor­fen. Vie­le Beob­ach­ter des Sek­ten­we­sens wun­dert das nicht, denn nur solan­ge bei den 'Aus­er­wähl­ten' etwas zu holen ist sind sie für die Füh­rer und Obe­ren inter­es­sant - leben sie doch davon die­se Unbe­darf­ten aus­zu­neh­men wie Weihnachtsgänse ....

Der Atten­tä­ter hat­te wohl zunächst vor eine Per­son aus der Sek­te zu erschie­ßen - und hat dann statt­des­sen den ehe­ma­li­gen Regie­rungs­chef ins Visier genom­men, da dem Ver­bin­dun­gen zu Mun nach­ge­sagt wurden.

 

_________ Ein Klick auf die Bil­der führt zu einer höhe­ren Auf­lö­sung! _________ 

 


 


Ein wei­te­res Bei­spiel für die The­se die ich seit Jah­ren hier ver­tre­te: Ohne Reli­gio­nen und ähn­li­che Grup­pie­run­gen wäre die Welt sehr viel fried­li­cher, denn Glau­be, ein abstrak­tes Kon­strukt, das sei­ne Anhän­ger indok­tri­niert und unmün­dig hält, ihnen das Den­ken aberzieht und durch Dog­ma­tik ersetzt, steckt hin­ter vie­len gewalt­sa­men Aus­ein­an­der­set­zun­gen rund um den Glo­bus.
 

 

¹[Zitat]
".. Die von Japans Medi­en trans­por­tier­te vage Bezeich­nung „bestimm­te“ reli­giö­se Orga­ni­sa­ti­on schür­te im Inter­net Spe­ku­la­tio­nen: Es könn­te sich dabei even­tu­ell um die umstrit­te­ne Ver­ei­ni­gungs­kir­che des ver­stor­be­nen korea­ni­schen Sek­ten­grün­ders San Myung Mun han­deln. Die auch als Mun-Sek­te bekann­te Ver­ei­ni­gungs­kir­che hat Mit­glie­der in vie­len Län­dern, dar­un­ter auch in Japan, und unter­stützt kon­ser­va­ti­ve poli­ti­sche Anlie­gen. Poli­ti­ker wie der frü­he­re US-Prä­si­dent Donald Trump und Abe gel­ten als ihr freund­lich gegen­über ein­ge­stellt. Mun, der stark anti-kom­mu­ni­stisch gesinnt war, hat­te sie 1954 gegründet. .."

bookmark_borderSkandalös! Wäre das hier möglich?
Das etwas andere “Wort zum Sonntag”

".. it is, as Gary Huck (car­toon 1) points out, a faith-based decision.

It is not enti­re­ly fair to point to the dis­pro­por­tio­na­te num­ber of Roman Catho­lics on the bench, though it is remar­kab­le that, in a coun­try in which Catho­lics are 22 per­cent of the popu­la­ti­on, they make up two-thirds of the Supre­me Court, plus Neil Gor­such, a “crad­le Catho­lic” tur­ned Episcopalian.

Still, four Catho­lics plus Gor­such voted to over­turn, one (Roberts) agreed with sti­pu­la­ti­ons, and only one Catho­lic, Soto­ma­yor, defen­ded Roe, along­side her Jewish associates.

And nobo­dy felt that their reli­gious beliefs should cau­se them to recu­se them­sel­ves from the case .."

[Quel­le Text und 2 Abbil­dun­gen]

Über­set­zung (frei nach Google)

".. es ist, wie Gary Huck (Car­toon 1) betont, eine auf Glau­ben basie­ren­de Entscheidung.
Es ist nicht ganz fair, auf die unver­hält­nis­mä­ßig hohe Anzahl der Katho­li­ken auf der Rich­ter­bank hin­zu­wei­sen, obwohl es bemer­kens­wert ist; Gor­such, ein „Geburts­ka­tho­lik“, kon­ver­tie­te zum Episcopalismus.
Trotz­dem stimm­ten vier Katho­li­ken plus Gor­such für die Auf­he­bung, einer (Roberts) stimm­te mit Ein­schrän­kun­gen zu, und nur Katho­li­kin Soto­ma­yor ver­tei­dig­te Roe neben ihren jüdi­schen Mit­ar­strei­tern des Gerichtshofes.
Nie­mand hat­te das Gefühl, dass ihre reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen sie dazu ver­an­las­sen soll­ten, sich aus dem Fall zurückzuziehen .. "

Wenn wir auf die aktu­el­le Situa­ti­on schau­en gibt es Hoff­nung, die neue Regie­rung wer­de - wenn sie lan­ge genug im Amt bleibt (!) - die erz­kon­ser­va­ti­ven Rege­lun­gen aus den ver­gan­ge­nen 16 Jah­ren, was sage ich, den ver­gan­ge­nen 40 Jah­ren, end­lich dahin beför­dern wohin sie gehö­ren: Auf den Müll­platz der Geschich­te als lästi­ges Ver­mächt­nis einer Zeit, in der die Kir­chen das öffent­li­che Leben durch ihre rück­wärts­ge­wand­te Indok­tri­na­ti­on ver­gif­tet haben.

Doch wol­len wir uns nicht zu früh freu­en. Was in USA pas­sier­te kann hier immer noch blühen: 

Wenn die Kon­ser­va­ti­ven mit dem "C" und die Rech­ten, zusam­men mit den auf­wach­sen­den Evan­ge­li­ka­len, die in Deutsch­land einen *Angel­punkt* für ihre Vor­ha­ben sehen und Geld her­ein pum­pen um dafür zu wer­ben / anzu­wer­ben das Ruder in Sachen "Repro­duk­ti­ve Selbst­be­stim­mung der Frau­en" her­um­zu­wer­fen, mit ihren Bemü­hun­gen Erfolg haben soll­ten. Dann sind die Mit­glie­der­zah­len bei den Groß­kir­chen nich­tig, denn ein rüh­ri­ger reli­giö­ser Akti­vist gleich mit Leich­tig­keit 100 trä­ge, sat­te Bun­des­bür­ger aus, die ihre Frei­hei­ten für fest­ge­mau­ert hal­ten und nicht mit der Listig­keit der Gegen­sei­te rechnen.

Hof­fent­lich sind wir weit genug 'selb­stän­dig' gewor­den um nicht auch in die­ser Sache die USA nachzuäffen.

bookmark_borderSeh-Empfehlung; Das etwas andere “Wort zum Sonntag”


Wie bekannt ste­he ich als Athe­ist den Machen­schaf­ten und Pri­vi­le­gi­en der Kir­che nicht beson­ders freund­lich gegen­über - aus mei­ner Sicht sind sie Schma­rot­zer, die ande­re Men­schen für sich arbei­ten und sich davon erhal­ten las­sen. Sie erzäh­len ein fik­ti­ve Geschich­te - natür­lich hat jede Reli­gi­on ihre eige­ne Ver­si­on und braucht dafür hoch­be­zahl­te Wür­den­trä­ger - ver­spre­chen den Gläu­bi­gen etwas wofür sie kei­nen Beweis anfüh­ren kön­nen .... und wer­den dafür aus Steu­er­geld (!) aller Bür­ger bezahlt.

Letz­te­ren Umstand ver­su­chen sie seit vie­len Jahr­zehn­ten zu ver­schlei­ern und zu ver­schwei­gen, vor der Öffent­lich­keit zu ver­ber­gen .... doch in den letz­ten Jah­ren sind zuneh­mend Berich­te ver­öf­fent­licht wor­den die das zum The­ma machen und in alle Ein­zel­hei­ten zer­legt ver­ständ­lich und knapp darlegen.
So wie im nach­fol­gend ver­link­ten Video, das ich des­we­gen sehr gern emp­feh­le. 15 Minu­ten gut ange­leg­te Zeit! Die Abbil­dun­gen in die­sem Posting sind screen­shots aus dem Video, damit Sie einen ersten Ein­druck bekommen. 

VIDEOWie JEDER (trotz Aus­tritt) die Kir­che finanziert

bookmark_borderZur Frage der Verfassungsmäßigkeit des kirchlichen Arbeitsrechts und ähnlicher Privilegien

Mei­ne Emp­feh­lung zum Thema:
Ket­zert­ag 2019 - Kirch­li­ches Arbeits­UN­recht [Vor­trag von Ingrid Mat­thä­us-Mai­er beim Ket­zert­ag, der ein­zi­gen kri­ti­schen Gegen­ver­an­stal­tung zum Kir­chen­tag in Dortmund.]

98% der Kosten bei der (katho­li­schen) Cari­tas und der (evan­ge­li­schen) Dia­ko­nie sind Staats­zah­lun­gen - ledig­lich 1,8% tra­gen die Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten selbst.

Die so oft als "wesent­li­che Lei­stung der Kir­chen für sozia­le Dien­ste und Wohl­tä­tig­keit" genann­ten Berei­che wer­den also fremd­fi­nan­ziert und den­noch erdrei­sten sich die Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten dafür (und für die noch dazu in vie­len Berei­chen statt­fin­den­den frei­wil­li­gen Lei­stun­gen ohne Bezah­lung!) die Lor­bee­ren zu kas­sie­ren und sich damit zu schmücken. Damit die seit mehr als zwei­hun­dert Jah­ren andau­ern­de, geset­zes­wid­ri­ge Ali­men­tie­rung durch die Län­der zu recht­fer­ti­gen. Wenn immer von "Wahr­haf­tig­keit" und der Bedeu­tung der Kir­chen für gesell­schaft­li­che Ord­nung, Sit­te und ange­mes­se­nem Beneh­men, kurz: Wer­ten, gespro­chen wird, wider­spricht das ekla­tant dem, was tat­säch­lich pas­siert und vor allem wie es durch ganz offen­sicht­li­che Lügen, Intri­gen und unmo­ra­li­sche Lob­by­be­mü­hun­gen gestützt wird.


Bei­de gro­ßen Kir­chen wen­den sich gegen Unge­rech­tig­keit und Gesetz­lo­sig­keit, Dis­kri­mi­nie­rung, Anti­se­mi­tis­mus, Frem­den­feind­lich­keit und ähn­li­che Scheuß­lich­kei­ten in der Welt. Sicher lobens­wert und ange­mes­sen, betrach­tet man den Stand der Men­schen­rechts­si­tua­ti­on und die Machen­schaf­ten vie­ler dik­ta­to­ri­scher Régime rund um den Globus.

 

Doch wie sieht es im Inne­ren, in Deutsch­land mit den 'guten Wer­ken' der Kir­chen aus? Auf die erbärm­li­chen Ver­su­che der katho­li­schen Kir­che durch 'Aus­sit­zen' und 'Ableug­nen', oder 'Ver­set­zung' der Täter auf ande­re Kon­ti­nen­te (wo sie wei­ter ihr Unwe­sen trei­ben!) die Sexua­li­täts­de­lik­te gro­ßer Zah­len ihrer Geist­li­chen zu 'ver­schlep­pen' und durch Ver­zö­ge­run­gen der Ver­fah­rens­wei­se in Kauf zu neh­men, dass Vie­le der Betrof­fe­nen mög­li­cher­wei­se die Erle­di­gung ihrer Fäl­le schon nicht mehr erle­ben wer­den, will ich hier nicht wei­ter eingehen.

Wor­um es hier geht ist die rie­si­ge Dis­kre­panz zwi­schen gepre­dig­ter und aus­ge­führ­ter Barm­her­zig­keit. Was irgend­wo auf der Welt beklagt wird fin­det man hier­zu­lan­de in aus­ge­feil­ter juri­sti­scher Recht­fer­ti­gung und zahl­lo­sen, end­lo­sen Ver­hand­lun­gen wie­der: An eine men­schen­wür­di­ge Behand­lung durch die Groß­kir­chen hier ist nicht zu den­ken, wäh­rend ihre Reprä­sen­tan­ten Scho­nung und Barm­her­zig­keit (!) durch die Justiz erfahren.

Neh­men wir aktu­el­le Bei­spie­le her­aus und fra­gen "Ist die Ein­stel­lung der Kir­chen zu die­sen The­men 'barm­her­zig', ist sie 'zeit­ge­mäß' und ist sie 'mehr­heits­fä­hig' in der deut­schen Bevöl­ke­rung?". Natür­lich umfasst eine sol­che Betrach­tung pau­scha­li­siert vie­le Berei­che in denen es regio­nal und nach Kon­fes­si­on Unter­schie­de gibt. Die hier im Ein­zel­nen zu erör­tern wäre ein wochen­lan­ges Unter­fan­gen - des­we­gen bit­te ich um Ver­ständ­nis wenn ich hier sehr gro­be Raster anle­ge. Soll­ten Sie Fein­hei­ten ken­nen und zu erör­tern wün­schen bin ich für eine Dis­kus­si­on offen. Wie immer bit­te mit Fak­ten, nicht Mei­nung. Danke.

Kir­che gegen Bevölkerung? 
Thema  barm­her­zig zeit­ge­mäß mehr­heits­fä­hig
Abtreibung  NEIN¹  NEIN²  NEIN³ 
Sterbehilfe  NEIN⁴  NEIN⁵  NEIN⁶ 
Arbeitsverträge  NEIN⁷  NEIN⁸  NEIN⁹ 


Bei kei­nem der The­men ein "JA"
- was für ein Armutszeugnis! 

 

 

Links aus der Tabel­le & wei­te­re Lese­emp­feh­lun­gen zum Thema
- Homo­se­xua­li­tät;
- (¹) Miser­i­cor­dia et mise­ra Abtreibungsvergebung;
- (¹) Abtrei­bungs­ver­bo­te ver­hin­dern nicht, dass unge­wollt Schwan­ge­re abtrei­ben - sie machen Abtrei­bun­gen jedoch lebensgefährlich.
- (²) Käme für dich eine Abtrei­bung infrage?
- (²) 47 Pro­zent befür­wor­ten Abschaf­fung von §219a
- (³) Spahn: Kein Kom­pro­miss bei Wer­be­ver­bot - Kei­ne Ahnung, und davon ganz viel!
- HISTORISCH: Text­aus­zug aus: Stöcker, Hele­ne (1924): Fort mit der Abtrei­bungs­stra­fe!

- (⁴) Sterbehilfe-Debatte.de (Ins­be­son­de­re → Kri­tik an der Ster­be­hil­fe-Umfra­ge und ff.)
- (⁵) Frei­heit und Ver­trau­en am Ende des Lebens
- (⁶) Fal­sche Richtung

- (⁷) Kirch­li­ches Arbeits­recht: Sach­grund­lo­se Befri­stung stark eingeschränkt
- (⁸) Arbeits­recht der Kirchen
- (⁹) Son­der­sta­tus der Kir­chen im Arbeits­recht bleibt umstrit­ten Vor­wurf der Dis­kri­mi­nie­rung

Verschiedene:
- Pro und Con­tra Schwan­ger­schafts­ab­bruch: War­um wir reden müssen
- Lega­le Abtrei­bung – Für & Wider
- Ster­be­hil­fe in Deutsch­land und Euro­pa: Die Tötung auf Verlangen

ⓐ Kin­der hel­fen Kin­dern - und die Kir­che bestimmt wie das Geld ver­teilt wird.
Ob das immer im Inter­es­se ALLER Kin­der geschieht oder wird nur denen gehol­fen, die katho­li­schen Glau­bens sind?
".. Wir sind dank­bar, in einem Land zu leben, in dem die Aller­mei­sten gut ver­sorgt wer­den. In Län­dern, die von Armut geprägt sind, kön­nen sich hin­ge­gen vie­le Eltern eine gute medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung ihrer Kin­der nicht lei­sten. Der näch­ste Arzt und das näch­ste Kran­ken­haus sind oft weit ent­fernt. Nicht sel­ten sind es die Pro­jekt­part­ner der Stern­sin­ger, die hel­fen: Sie küm­mern sich um ver­letz­te Kin­der, brin­gen Medi­ka­men­te und medi­zi­ni­sche Fach­kräf­te in ent­le­ge­ne Gegen­den und för­dern Kin­der mit Behin­de­rung. Sie unter­stüt­zen die Vor­sor­ge und zei­gen jun­gen Men­schen, wie man sich vor Unfäl­len und Infek­ti­ons­krank­hei­ten schützt ..“ [Deut­sche Bischofs­kon­fe­renz]

ⓑ ".. Zu oft klärt noch die Justiz offe­ne ethi­sche Fra­gen und treibt den Gesetz­ge­ber damit vor sich her. Sowohl die Urtei­le des Bun­des­ge­richts­hofs zur Ster­be­hil­fe als auch zur PID aus die­sem Jahr sind dafür bei­spiel­haft. Einem ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit bri­san­ten ethi­schen The­men ent­spricht das nicht. Es ist not­wen­dig, dass das Par­la­ment den gan­zen The­men­kom­plex Fort­pflan­zungs­me­di­zin schnell cou­ra­giert angeht – mit wel­chem Ergeb­nis auch immer, und Rechts­si­cher­heit schafft. Das wäre eine wirk­li­che Stern­stun­de. .." [Wider eine ethisch gefes­sel­te Rechts­po­li­tik]

ⓒ/(³) ".. Mit einem Regie­rungs­bünd­nis aus SPD, Bünd­nis 90/Die Grü­nen und FDP steht nun end­lich die Strei­chung von § 219a Straf­ge­setz­buch (StGB) an. Sie wird es Ärzt*innen ermög­li­chen, öffent­lich und umfäng­lich über Schwan­ger­schafts­ab­brü­che und damit ver­bun­de­ne medi­zi­ni­sche Lei­stun­gen zu infor­mie­ren .." [#wegmit219a]

ⓓ / (⁶) Sind Sie für oder gegen das Gewäh­ren von pas­si­ver Ster­be­hil­fe? (Gra­fisch)

 
Sie­he hier­zu aktu­ell → Säku­la­re The­men: Vie­les ist offen, aber möglich


 

bookmark_borderAn der Grenze zwischen Wissenschaft und Mystik:
Spezies Mensch am Wendepunkt der Existenz

Seit Beginn der mecha­ni­sier­ten Pro­duk­ti­on mit­tels Maschi­nen hat sich die Umwelt für den Men­schen zunächst zum Bes­se­ren, seit Beginn der Nach­kriegs­zeit, etwa 1945, zum Schlech­te­ren entwickelt.

Was zunächst als Fort­schritt geprie­sen wur­de, der Wie­der­auf­bau nach den gro­ßen Krie­gen, stellt sich im Rück­blick als Beschleu­ni­gung des Unter­gan­ges her­aus. Ohne jede Hem­mung - und ohne auf die zunächst noch zag­haf­ten Ver­su­che der füh­ren­den wis­sen­schaft­li­chen Den­ker in Euro­pa zu hören, ja sie als 'rück­wärts­ge­wandt' zu ver­höh­nen, zu ver­spot­ten, und aus­zu­gren­zen wenn sie mit hin­läng­lich beleg­ten Ela­bo­ra­ten war­nend den (fik­ti­ven) Zei­ge­fin­ger erhoben.

Wis­sen­schaft wur­de kalt gestellt, man ver­ließ sich auf 'Macher', schlimm­stes Bei­spiel eines sol­chen skru­pel­lo­sen Empor­kömm­lings war Schrö­der, doch die Gegen­sei­te ist bestimmt nicht arm an sol­chen Gestal­ten, ich sage nur: Dob­rindt, Scheu­er und Spahn!

Wäh­rend die Evan­ge­li­ka­len ihre Ret­tungs­wün­sche vor dem Tod in immer blu­mi­ge­re Geschich­ten über das kom­men­de Para­dies ver­packen, und sich nicht scheu­en die Gefolg­schaft finan­zi­ell aus­zu­blu­ten um selbst ein Wohl­le­ben zu füh­ren [die Insti­tu­tio­nen unse­rer Groß­kir­chen ste­hen dem nur gra­du­ell nach], wer­den immer neue Welt- und Uni­ver­sums­ent­ste­hungs­theo­rien dis­ku­tiert und der Hin­ter­grund ist stets mathe­ma­ti­sche Modell­rech­nung - die nur von sehr Weni­gen auf die­sem Pla­ne­ten ver­stan­den werden.
Da schleicht sich bei mir der Ver­dacht ein, dass es, da kei­ner­lei har­ten Bewei­se durch Stu­di­en bei­gebracht wer­den kön­nen, in die­sem Rand­be­reich der Natur­wis­sen­schaf­ten nicht anders zugeht als bei den spi­ri­tu­el­len Grenz­gän­gern. Näm­lich mit 'schö­nen, ein­gän­gi­gen Geschich­ten' die über­zeu­gend klin­gen aber jeder tat­säch­li­chen Prü­fung schon des­we­gen nicht stand­hal­ten wür­den, weil es eben "Grenz­be­rei­che" sind, für die zwar Model­le, hin­ge­gen kei­ner­lei Bele­ge, Struk­tu­ren oder The­sen als ver­bind­lich gel­ten können.

Die zwei­fel­los vor­han­de­nen Unter­schie­de zwi­schen Gei­stes­wis­sen­schaf­ten (wozu die reli­gi­ös beding­te Mystik gehört) und Natur­wis­sen­schaf­ten auf den unte­ren Ebe­nen der Beweis­füh­rung - der­zeit klar nur in Model­len, Ana­lo­gien und Theo­rien der letz­te­ren zu erken­nen - ver­schwim­men, je wei­ter man in unbe­kann­te Sphä­ren des Den­kens steigt, um schließ­lich völ­lig inein­an­der zu verschmelzen.

Wo also soll die Gren­ze gesetzt werden?
Was sol­len all die­se Überlegungen?
Gibt es nun ein Fazit?


Auf eine Dif­fe­ren­zie­rung der gei­sti­gen Stö­mun­gen - wie noch zu Zei­ten der Auf­klä­rung - kommt es gar nicht mehr an!
Die Ent­wick­lung der Aus­beu­tung der natür­li­chen Umwelt wegen Unkennt­nis oder Skru­pel­lo­sig­keit ist schon zu weit fort­ge­schrit­ten, die Begriffs­stut­zig­keit der Ent­schei­der zu aus­ge­prägt, und die Zahl derer, die etwas zur Umkehr bewir­ken könn­ten zu klein:
Wir gehen als Spe­zi­es "Homo sapi­ens" dem Unter­gang ent­ge­gen. Nach der letz­ten Groß­kon­fe­renz der füh­ren­den Natio­nen steht fest, signi­fi­kan­te Ein­schnit­te oder Abkehr von lieb­ge­won­ne­nen Gewohn­hei­ten wird es nicht geben und so nähern wir uns der Kan­te des Was­ser­fal­les, immer schnel­ler wer­den sich kli­ma­ti­sche Kata­stro­phen ein­stel­len, immer mehr Men­schen wer­den man­gels Nah­rung auf dem Weg sein, dort­hin, wo sie noch Erfül­lung ihrer Grund­be­dürf­nis­se, Essen, Trin­ken, Schutz vor Wit­te­rung, erwar­ten .... und die End­zeit­film­sze­na­ri­en der acht­zi­ger und neun­zi­ger Jah­re wer­den im Ver­gleich zur dann vor­han­de­nen Wirk­lich­keit wie der viel­zi­tier­te 'Pony­hof' erscheinen.

 

 

bookmark_borderEin Beispiel wie
argumentiert und vorgegangen werden muss
Das etwas andere Wort zum Sonntag

Über­set­zung

Der katho­li­sche Bischof von Ports­mouth, Phil­ip Egan, der für Guern­sey zustän­dig ist, hat gedroht, drei staat­li­che Schu­len auf der Bai­li­wick zu schlie­ßen, nach­dem er gegen einen Aspekt des vor­ge­schla­ge­nen neu­en Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­ge­set­zes Ein­spruch erho­ben hat­te. Die 'Discri­mi­na­ti­on Ordi­nan­ce', die mor­gen von den Staa­ten von Guern­sey debat­tiert wird, soll reli­giö­se Dis­kri­mi­nie­rung ver­bie­ten, ein­schließ­lich des Lehr­per­so­nals an Schu­len, damit nie­mand auf­grund sei­ner Reli­gi­on oder Welt­an­schau­ung bei der Suche nach einem Arbeits­platz oder einer Beför­de­rung benach­tei­ligt wird.
In Guern­sey gibt es drei katho­li­sche Schu­len. Die lau­fen­den Kosten wer­den alle vom Staat finan­ziert, aber die phy­si­schen Gebäu­de gehö­ren der Kir­che. Der­zeit sind die­se Schu­len in der Lage, bei der Anstel­lung von Lehr­kräf­ten zu dis­kri­mi­nie­ren, indem sie von ihnen ver­lan­gen, den katho­li­schen Glau­ben der Schu­le zu tei­len, und kön­nen ver­hin­dern, dass nicht-katho­li­sches Per­so­nal Füh­rungs­po­si­tio­nen bekleidet.
..
Huma­nists UK, die mit den Staa­ten von Guern­sey zusam­men­ge­ar­bei­tet haben, um die Ver­ord­nung aus­zu­ar­bei­ten, unter­stützt es ille­gal zu machen, Mit­ar­bei­ter wegen ihrer Welt­an­schau­ung zu dis­kri­mi­nie­ren. Es wur­de [von katho­li­scher Sei­te (Anm. d. Übers.)] argu­men­tiert, dass nur die Fort­set­zung einer sol­chen Dis­kri­mi­nie­rung und das Recht der Eltern erlau­be, ihr Kind im Ein­klang mit dem katho­li­schen Glau­ben zu erzie­hen. Letz­te­res Argu­ment ist jedoch falsch, da Eltern kei­nen Anspruch auf eine staat­lich finan­zier­te Reli­gi­ons­schu­le irgend­ei­ner Art haben. Sie haben ledig­lich das Recht, dass die Schu­le ihren Über­zeu­gun­gen nicht wider­spricht, was Schu­len ohne reli­giö­sen Cha­rak­ter nicht tun. Tat­säch­lich ist die Ver­hin­de­rung einer sol­chen Dis­kri­mi­nie­rung posi­tiv für die Reli­gi­ons- und Welt­an­schau­ungs­frei­heit der Kinder.
[Her­vor­he­bun­gen hinzugefügt]

Da sieht man, lie­be Lesen­de wie die Vor­ge­hens­wei­se gestal­tet wer­den kann:
Kein Zurück­wei­chen vor den Ein­wän­den der katho­li­schen Kir­che, die Rech­te haben will und dafür nichts bezahlt, son­dern ande­re zah­len lässt. Sol­che Pri­vi­le­gi­en gehö­ren geschleift, und das ist hier­zu­lan­de schon seit Jahr­zehn­ten überfällig.

Nicht anders sieht es in den mei­sten ande­ren sozia­len Ein­rich­tun­gen unse­res Lan­des aus die "katho­lisch" geführt sind. Son­der­rech­te bei den Anstel­lungs­ver­trä­gen und ~bedin­gun­gen sind schon lan­ge nicht mehr zeit­ge­mäß! Dies ist umso kla­rer betrach­tet man die Zah­len der jüng­sten Erhe­bun­gen zur Religionsausübung: 

Es ist doch aber­wit­zig wenn von Orga­ni­sa­tio­nen wie den Groß­kir­chen Rech­te ver­langt wer­den wo ihnen seit Jah­ren die Gläu­bi­gen davon­lau­fen und ihre Mit­glie­der­zahl seit den spä­ten 50zigern hal­biert wur­de - durch frei­wil­li­ge Aus­trit­te, weil die Men­schen erkannt haben wie sie mit angeb­li­chen Vor­tei­len [natür­lich erst nach ihrem Tode(!), sonst müss­ten ja Bewei­se erbracht wer­den] ver­schau­kelt und finan­zi­ell aus­ge­nom­men werden/wurden.

bookmark_borderWas Sie schon immer
über Meerjungfrauen wissen wollten ....

Kürz­lich wur­de ich wie­der auf einen alten Arti­kel von mir auf­merk­sam, weil ver­mehrt danach gesucht wur­de, der Titel lautet:

"Darf man eine Meer­jung­frau essen?"

Dar­auf gekom­men bin ich, als ich bei einem US-Blog zufäl­lig auf einen Bericht über einen Streit zwi­schen Islam-Gelehr­ten stieß, die die Fra­ge erör­ter­ten ob die­se 'beson­de­re' Spei­se halal oder haram sei.
Ich will hier nicht alle Argu­men­te wie­der­ho­len, des­we­gen nur ein Aus­zug aus dem 'Ent­scheid' - wie Sie leicht erken­nen sind sich die gelehr­ten Her­ren nicht ganz einig ...

Recht inter­es­sant hin­ge­gen ist für mich, dass es offen­bar kei­nen Zwei­fel bei den isla­mi­schen Vor­den­kern gibt, dass Meer­jung­frau­en existieren.

bookmark_borderDarf man die Gesinnung von Staatskanzleichef
Nathanael Liminski hinterfragen ...?

Ein Wahl­spot der SPD gegen die CDU ist Anlass für Zeter und Mor­dio, das Auf­heu­len der Katho­li­schen, die anson­sten nicht gera­de sanft mit ihren Fein­den umge­gan­gen sind, sie­he Inqui­si­ti­on, oder heu­te noch umge­hen, sie­he Afri­ka und Südamerika.

»» .. Der ehe­ma­li­ge reli­gi­ons­po­li­ti­sche Spre­cher der Grü­nen, Vol­ker Beck, äußer­te auch Kri­tik: "Es ist völ­lig inak­zep­ta­bel, den Glau­ben von jeman­dem auf die­se Wei­se abzu­wer­ten." Limin­ski mit dem Begriff "erz­ka­tho­lisch" zu kri­ti­sie­ren sei dane­ben. "Pro­ble­ma­ti­sche Posi­tio­nen und Bezie­hun­gen von Poli­ti­kern soll­ten bei der Per­son aller­dings kon­kret hin­ter­fragt wer­den", sag­te der Lehr­be­auf­trag­te des Cen­trum für Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en an der Uni Bochum der Katho­li­schen Nach­rich­ten-Agen­tur (KNA) am Sams­tag. So sei laut Beck die Fra­ge gestat­tet, ob der Poli­ti­ker noch die Posi­tio­nen und Ver­bin­dun­gen aus frü­he­ren Jah­ren habe .. ««

Die erste Fra­ge die ich stel­le ist "Darf man einem Dozen­ten für Reli­gi­ons­wis­sen­schaft ver­trau­en neu­tral über eine Sache zu urtei­len, die den Ein­fluss von Reli­gi­on auf eine Gesell­schaft unter­sucht, die nach ihrer Ver­fas­sung eine Tren­nung von Kir­che und Staat hat - die­se aber immer wie­der zu Gun­sten der Reli­gi­on vernachlässigt?"
Mit Ein­schrän­kung sage ich "Ja", weil im zwei­ten Teil sei­ner Äuße­rung der Herr Beck sei­ne eige­ne Aus­sa­ge mit Fra­ge­zei­chen ver­sieht und einschränkt.

Neh­men wir trotz­dem die Aus­sa­ge ein­mal her­aus und unter­su­chen an ihr, ob es ange­mes­sen und ange­bracht ist sich dazu Gedan­ken zu machen, wel­che Posi­ti­on ein enger Bera­ter des Kanz­ler­kan­di­da­ten der CDU/CSU in Bezug auf Fra­gen von Sit­te, Moral und Ethik ein­nimmt und ob er gewähr­lei­stet, dass sein Rat für den Kanz­ler­kan­di­da­ten stets neu­tral und im Sin­ne des Aus­gleichs von Inter­es­sen aller Bür­ger zu sehen ist - ohne Bevor­zu­gung einer bestimm­ten Glau­bens­rich­tung und Lebensphilosophie.

" .. Limin­ski mit dem Begriff "erz­ka­tho­lisch" zu kri­ti­sie­ren sei dane­ben. "Pro­ble­ma­ti­sche Posi­tio­nen und Bezie­hun­gen von Poli­ti­kern" soll­ten bei der Per­son aller­dings kon­kret hin­ter­fragt wer­den .."
Falsch! Wer sich der­art expo­niert und öffent­lich eine sol­che Lebens­hal­tung zeigt will damit Ein­fluss aus­üben und es darf an der Neu­tra­li­tät gezwei­felt werden. 

Wie heisst es so tref­fend in der Bibel, hier spe­zi­ell (Mat­thä­us 7, 15+16), die ja von den Gläu­bi­gen gern als Quell der Weis­heit & Wahr­heit her­an­ge­zo­gen wird?

»⑮ Seht euch vor vor den fal­schen Propheten,
die in Schafs­klei­dern zu euch kommen,
inwen­dig aber sind sie rei­ßen­de Wölfe.
⑯ An ihren Früch­ten sollt ihr sie erkennen.« 

Da kann man doch zu Recht miss­trau­isch wer­den, wenn sol­che Per­so­nal­ent­schei­dun­gen die brei­te Kri­tik erfah­ren haben sti­kum durch­ge­drückt werden.

Dann kam der Herr Hei­nig zu Wort:
»» .. Der Staats- und Kir­chen­recht­ler Hans Micha­el Hei­nig kennt laut "Tages­spie­gel" kei­nen ande­ren Fall, in dem die Reli­gi­on des Ver­trau­ten eines Spit­zen­po­li­ti­kers "in sol­cher Wei­se bewusst poli­ti­siert wur­de". Hei­nig hält dem­nach den Vor­gang poli­tisch für ein­schnei­dend. Denn seit eini­gen Jahr­zehn­ten sei die SPD bemüht gewe­sen, ihr posi­ti­ves Ver­hält­nis zu den Kir­chen herauszustellen.

Der Göt­tin­ger Kir­chen­recht­ler sprach von einem "Para­dig­men­wech­sel, der auch den christ­li­chen Tra­di­ti­ons­ab­bruch reflek­tiert". Katho­li­zis­mus stren­ge­rer Obser­vanz sei inzwi­schen in wei­ten Tei­len der Gesell­schaft nega­tiv besetzt, sag­te er. "Das kann die Reli­gi­ons­frei­heit und die hin­rei­chen­de Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Reli­gi­on und Poli­tik unter­spü­len", so Hei­nig in der Zei­tung .. ««

Wo Herr Hei­nig wei­ter­den­ken soll­te ist, dass der Herr Kanz­ler­kan­di­dat sei­nen eng­sten Bera­ter sicher nicht des­we­gen aus­ge­sucht hat weil der mit ihm völ­lig uneins ist, frag­los dage­gen des­we­gen, weil der Herr Limin­ski alle­mal noch katho­li­scher ist als er selbst. Der Beweis wur­de kürz­lich erbracht, als die Staats­kanz­lei einen Ver­tre­ter des erz­kon­ser­va­ti­ven "OPUS DEI" [der Vater von Limin­ski war dort Mit­glied] in den Rund­funk­rat berief¹ - hin­ge­gen ablehn­te einen Huma­ni­sten als Ver­tre­ter der Reli­gi­ons­lo­sen dort zu etablieren.

Kin­der­rei­che machen noch nicht 4% der Bevöl­ke­rung aus,
Huma­ni­sten und Athe­isten dage­gen fast 30%!
Nennt man das in NRW "Aus­ge­gli­chen­heit"?

Dass "Katho­li­zis­mus stren­ge­rer Obser­vanz" nega­tiv besetzt ist hat doch der Katho­li­zis­mus selbst zu ver­ant­wor­ten: Kin­des­miss­brauch, mas­sen­haf­te Kinds­tö­tun­gen in vie­len katho­li­schen Insti­tu­ten rund um die Welt, Teil­nah­me an rechts­ra­di­ka­len Umstür­zen in vie­len Län­dern mit nach­fol­gen­der Unter­stüt­zung der Dik­ta­to­ren, Ver­tu­schung durch 'in-Schutz-nah­me', ja Ver­stecken über­grif­fi­ger und straf­fäl­li­ger Kir­chen­men­schen vor der welt­li­chen Justiz.

Reicht das?
Ich den­ke schon.
Etwas 'Wah­res' als Tat­sa­che zu benen­nen ist nie falsch, son­dern immer notwendig!

[Bei­de Zita­te von dort → Quel­le]

¹ ".. #Laschet drückt den "Ver­band Kin­der­rei­cher Fami­li­en" [KRFD] in den #WDR-Rund­funk­rat. Der Bei­rat die­ses Ver­bands wird auch ver­tre­ten durch einen Wis­sen­schaft­ler mit völ­kisch-natio­na­li­sti­schen Ideen und ein Opus-Dei-Mit­glied. .." [Link]

Her­kunft, Fami­lie, kon­fes­sio­nel­les Engagement

Die rech­te Hand Laschets
".. (Laschet) will die kul­tu­rel­le Wen­de. Zurück zu einer Zeit, wo die Kir­che noch das Sagen hat­te und Diver­si­tät nicht exi­stent (war) .."

bookmark_borderEin wenig Völkermord gefällig?
Fragen Sie den Vatikan, der hat 'Experten'

Bezug → Völ­ker­mord in Ruan­da Zeit online Bei­trag → Wie recht­fer­tigt ein Prie­ster einen Völ­ker­mord, Herr Schomburg? 
Es wird ja stets behaup­tet der Vati­kan sei an Auf­klä­rung von Prie­ster­ver­bre­chen inter­es­siert und tue Alles, was zur Auf­ar­bei­tung nötig sei. Außer­dem lägen die Bei­tei­li­gung oder gar Anstif­tung zu Völ­ker­mord oder vie­le hun­dert Jah­re zurück .... hal­ten Sie inne, lie­be Lesen­de, und ori­en­tie­ren Sie sich neu!

Nicht ist ver­gan­gen, Vie­les ver­ges­sen, und was noch nicht ver­ges­sen wur­de und noch nicht abge­ur­teilt wur­de ver­sucht der Vati­kan aktiv zu hin­ter­trei­ben. Ich fra­ge mich nach sol­chen Ent­hül­lun­gen immer wer von wem gelernt hat: 

Der Vati­kan von der Mafia oder die Mafia vom Vati­kan oder ....?

Lese­pro­be:

bookmark_borderHow fiction is brought to life
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Wie Fiktion zur Wahrheit wird

".. I once read in a children’s book about saints, which was that the aut­hor didn’t claim the­se things had hap­pen­ed, only that they would have hap­pen­ed if God had wan­ted them to .."

And that's how the dilem­ma of exp­lai­ning any devia­ti­on of faith from rea­li­ty has been ele­gant­ly mastered:
What kind of limits would God have in such an assump­ti­on? Null, nada, nix, nien­te, not­hing! "Ever­ything goes!" as the Anglo-Saxons put it and once again we skep­tics stand the­re with our mouths open and we are speech­less about how hocus-pocus is tur­ned into truth with out-of-the-air reasoning?

So what do you do, how do you respond?
Qui­te sim­ply, do not be ama­zed and destroy the approach by tur­ning their sto­ry against them:
If it was God who wan­ted the­re to be only peop­le 'in his own image', then he would not have wan­ted athe­ists. Sin­ce they exist, God can­not have crea­ted humans. 

To sum up I'd like to add this quo­te: ".. befo­re you can learn to live with your own truth, or even with other people’s views of truth, you need to be able to reject the pret­ty lies — per­so­nal, poli­ti­cal, cos­mo­lo­gi­cal — that seem so much more invi­t­ing and attractive .."

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".. Ich habe ein­mal in einem Kin­der­buch über Hei­li­ge gele­sen, dass der Autor nicht behaup­te­te, dass es sie tat­säch­lich gege­ben habe, son­dern dass es sie gege­ben hät­te, wenn Gott es so gewollt hätte .." 

Und schon ist das Dilem­ma der Erklä­rung jeg­li­cher Abwei­chung des Glau­bens von der Wirk­lich­keit ele­gant gemeistert:
Was hät­te Gott denn für Gren­zen in einer sol­chen Annah­me? Null, nada, nix, nien­te, not­hing! "Ever­ything goes!" sagen die Angel­sach­sen und wir Skep­ti­ker ste­hen wie­der ein­mal mit off­nem Mund da und es ver­schlägt uns die Spra­che wie Hokus­po­kus mit aus der Luft gegrif­fe­nen Begrün­dun­gen zur Wahr­heit gemacht wird?

Was also tun, wie entgegnen?
Ganz ein­fach, sich nicht ver­blüf­fen las­sen und den Ansatz zer­stö­ren indem man das Modell umdreht:
Wenn es Gott war, der gewollt hät­te, dass es nur Men­schen 'nach sei­nem Bil­de' gibt, dann hät­te er kei­ne Athe­isten haben wol­len. Da es sie gibt kann nicht Gott die Men­schen erschaf­fen haben.

Zusam­men­fas­send möch­te ich die­ses Zitat anfü­gen: ".. bevor Sie ler­nen kön­nen, mit Ihrer eige­nen Wahr­heit oder sogar mit den Ansich­ten ande­rer Leu­te zu leben, müs­sen Sie in der Lage sein, die beque­men Lügen zurück­zu­wei­sen - per­sön­li­che, poli­ti­sche, kos­mo­lo­gi­sche – auch wenn sie so viel ein­la­den­der und attrak­ti­ver sind als die Wahrheit .." 

bookmark_borderImmer wenn es heißt
"Der ultimative Beweis der Existenz Gottes" ....
wird am Ende der Argumentationskette
einer von vielen rhetorischen Tricks angewandt

Aus der Serie: Das etwas ande­re “Wort zum Sonntag”

Wenn Phi­lo­so­phen "Gott" bewei­sen wol­len läuft es stets dar­auf hin­aus, dass sie alte Argu­men­te neu for­mu­lie­ren und neue 'Bei­spie­le' erfin­den, die bes­ser dar­stel­len sol­len was es mit die­ser fik­ti­ven Figur auf sich hat und war­um es dies­mal ganz anders ist als bei all den vor­he­ri­gen Versuchen ....

Sie alle erken­nen nicht den wesent­li­chen Feh­ler schon im Ansatz der Gedankenketten: 

Etwas, das es nicht gibt,
kann man nicht nachweisen!

Dabei ist doch die Ange­le­gen­heit so ein­fach. Man schaut sich in der Welt um und sieht, dass es Gesetz­mä­ßig­kei­ten gibt die sich - egal wo auf dem Pla­ne­ten - stets wie­der­ho­len. Dann schaut man auf den Lauf der Gestir­ne, das Welt­all, das Uni­ver­sum und immer wie­der sind es grund­le­gen­de phy­si­ka­li­sche und che­mi­sche Pro­zes­se und Ein­hei­ten, die sich auf­ein­an­der auf­bau­en und so aus vie­len klei­nen Ein­hei­ten immer grö­ße­re bil­den, bis man schließ­lich zu der Erkennt­nis kommt:

Ein sich selbst erhal­ten­der Fort­gang von Ereig­nis­sen, rein zufäl­lig und ohne beson­de­ren Zweck! Der Mensch ein win­zi­ger Teil die­ses Ablaufs - und gera­de dabei sei­ne eige­nen Grund­la­gen so plan­los zu berau­ben und aus­zu­schöp­fen, dass er sich selbst ver­nich­ten wird.

Da soll­ten ein­mal all die "Gläu­bi­gen" anset­zen und Stim­mung für einen scho­nen­de­ren Umgang mit den Grund­la­gen für unser Leben machen. Wenn die Chri­sten immer wie­der vom "Wun­der von Got­tes Schöp­fung" spre­chen, sich aber her­aus­hal­ten wenn es dar­um geht die­se (angeb­li­che) Schöp­fung zu bewah­ren, weil sie dann in Gefahr gera­ten ihre "Schäf­chen" vor den Kopf zu sto­ßen, dann haben sie ein wei­te­res Mal ver­sagt. Kei­ne Bewei­se für "Gott" seit Anbe­ginn der christ­li­chen Leh­re, und nicht ein­mal den Mut dem Raub­bau Ein­halt zu gebie­ten, wo sie doch ver­mei­nen über­all mit­re­den und mit­ent­schei­den zu müs­sen, wenn es um wesent­li­che Ent­wick­lun­gen hier­zu­lan­de und sonst­wo in der Welt geht.