bookmark_borderManchmal ....

Manch­mal ist es klug lie­ber klei­ne Schrit­te zu gehen als Din­ge zu über­stür­zen. Gro­ße Schrit­te zu machen ist zwar oft durch 'instant reward' belohnt - doch ist die Freu­de schnell ver­pufft und es bleibt die Not­wen­dig­keit zur gründ­li­chen Sanie­rung bzw. Feh­ler­be­he­bung. Das wird meist teu­rer als aus­ge­dehn­te Abwä­gung und sorg­fäl­ti­ge Prü­fung der Bedin­gun­gen. Also: Lie­ber Zeit las­sen und zwei­mal über wesent­li­che Ent­schei­dun­gen schlafen.

Dem­ge­gen­über wird es in man­chen Fäl­len not­wen­dig rasch zu ent­schei­den und Gele­gen­hei­ten beim Schop­fe zu packen bevor sie unwie­der­bring­bar ver­ge­hen. Wie oft kommt es vor, dass man sich sagt 'Hät­te ich nur ...', zwei­fels­oh­ne mit dem bit­te­ren Gefühl sich selbst im Wege gewe­sen zu sein.

Die ande­ren Hand­lungs­ka­te­go­rien jen­seits des­sen, was bis hier­her beschrie­ben wur­de, sind indes Misch­for­men und kei­ne eigen­stän­di­gen Optionen. 

Wel­che Ent­schei­dun­gen hat­ten Sie zu tref­fen die in die eine oder ande­re Kate­go­rie ein­ge­ord­net wer­den können?
Waren Sie auch spä­ter noch mit ihrer Ent­schei­dung zufrie­den - oder war­um wür­den Sie heu­te anders entscheiden?
Ist es aus ihrer Sicht tat­säch­lich nötig - oder völ­lig unwich­tig - zwi­schen die­sen Extre­men zu unterscheiden?

Wenn Sie jetzt grü­beln wie ich dar­auf kom­me und woher ich die Zeit genom­men habe dar­über zu reflek­tie­ren, und sich - mich im War­te­zim­mer einer Pra­xis - vor­stel­len, so ist das kor­rekt. Mei­ne Über­le­gun­gen zu den Mit-War­ten­den behal­te ich lie­ber für mich. Erspa­re Ihnen gleich­falls die Gesprächs­fet­zen die man unwei­ger­lich (mal stau­nend, mal ent­setzt, häu­fi­ger amü­siert) mithört.

Das (mit hoher Wahr­schein­lich­keit) posi­ti­ve Ergeb­nis ist schnell gezeigt → PSA 2,92 ng/ml [alles klei­ner 4 ng/ml ist OK]. Ein­schrän­kend lässt sich - lapi­dar - sagen: Män­ner über 70 ster­ben gemein­hin mit, nicht an Prostatakrebs 

bookmark_borderHaben Kinder mehr Geschmacksnerven?

Die Fra­ge ist unklar/uneindeutig for­mu­liert, da es nicht ersicht­lich ist was unter "Geschmacks­ner­ven" ver­stan­den wer­den soll. Einer­seits kön­nen damit die Ner­ven­bah­nen in ihrer Gesamt­heit gemeint sein, die 'Geschmack' von den Rezep­to­ren in Mund­schleim­haut, Zun­ge und Rachen zum Gehirn lei­ten. Ande­rer­seits könn­ten damit die Rezep­to­ren selbst gemeint sein, deren Zahl grö­ßer oder klei­ner ist, je nach­dem wann man es (Lebens­al­ter!) untersucht. 

Wei­ter muss in die­sem Fall fest­ge­legt wer­den um wel­che Geschmacks­qua­li­tät es sich han­delt, denn zwi­schen den Zah­len von Rezep­to­ren für süß, sau­er, sal­zig, bit­ter gibt es Unter­schie­de. Das sind die 'gesi­cher­ten' Wahrnehmungen.
Popu­lär­li­te­ra­tur behaup­tet es gäbe außer­dem ".. uma­mi, also herz­haft ..", wei­ter heißt es ".. Eine neue Stu­die aber lie­fert nun den bis­lang stärk­sten Hin­weis auf einen sech­sten Sinn. Auf der mensch­li­chen Zun­ge gibt es Knos­pen, die auf Fett reagie­ren. Man­che Men­schen schei­nen beson­ders sen­si­bel .." [Quel­le] ¹

Eine Grund­la­gen­zu­sam­men­fas­sung zum Geschmacks­sinn fin­det sich in die­ser Dis­ser­ta­ti­on (*.pdf); dort wird schwer­punkt­mä­ßig der ".. Geschmacks­sinn bei Kin­dern, ins­be­son­de­re der die Ent­wick­lung eines Schmeck­tests für Schul­kin­der zwi­schen fünf und sie­ben Jah­ren .." untersucht.

Auf die Behaup­tun­gen in Ter­ti­är­ver­öf­fent­li­chun­gen (Bou­le­vard-/ Rat­ge­ber­pres­se) wer­de ich spä­ter noch zurück kom­men³ und klä­ren, was davon zu hal­ten ist.

".. Alle Zel­len des Geschmacks­sinns, ange­fan­gen bei den Sin­nes­zel­len in der Zun­ge bis hin zu den Ner­ven­zel­len in der Groß­hirn­rin­de, reagie­ren auf meh­re­re Reiz­ar­ten. Die Sen­si­bi­li­tä­ten für die ein­zel­nen Stof­fe schei­nen jedoch unter­schied­lich zu sein .." heißt es bei Lern­hel­fer, doch ist das kei­ne beson­de­re Lei­stung des Geschmacks­sin­nes, son­dern eine all­ge­mei­ne Lei­stung des Ner­ven­sy­stems: Sie ken­nen sicher den Schmerz wenn man etwas Hei­ßes ange­fasst hat - und genau so fühlt es sich an wenn man etwas sehr Kal­tes für län­ge­re Zeit fest­hält - 'heiss' und 'kalt' sind also ein Fra­ge der Dau­er der Ein­wir­kung, nicht unbe­dingt der tat­säch­li­chen Tem­pe­ra­tur (wobei die Fol­gen für das Gewe­be selbst­re­dend sehr unter­schied­lich sein werden).

Gehen wir also zunächst ein­mal der Fra­ge nach wel­che die­ser bei­den grund­sätz­lich ver­schie­de­nen Struk­tu­ren gemeint sind. Da bei Kin­dern bis zur Puber­tät die Ner­ven­bah­nen noch nicht kom­plett sind, son­dern mit dem Kör­per wach­sen, kann das nicht der Teil sein, der gemeint ist. Sie sind bei Kin­dern kür­zer und in der Mas­se klei­ner, wes­we­gen also die Geschmacks­ner­ven des Mun­des gemeint sein müssen. 

".. Auf dem Zun­gen­rücken, d.h. der Zun­gen­ober­flä­che, befin­den sich neben klei­nen Erhe­bun­gen, den Papil­len zur Tast­emp­fin­dung auch sol­che zur Geschmacks­wahr­neh­mung. Man unter­schei­det Blät­ter­pa­pil­len sowie pilz­för­mi­ge und wall­för­mi­ge Geschmacks­pa­pil­len. In ihrem Inne­ren lie­gen die Geschmacks­knos­pen. Sie ähneln in ihrer Form Tul­pen­knos­pen, daher auch der Name. Oben, im Bereich der Epi­thel­ober­flä­che der Zun­ge, wei­sen die Geschmacks­knos­pen ein klei­nes Grüb­chen mit einer Öff­nung auf, den Geschmacks­po­rus. In die­sen ragen die Sin­nes­zel­len mit einem so genann­ten Geschmacks­stift­chen hin­ein .." [Quel­le]

Auch hier setzt die Über­le­gung zunächst an der Grö­ße an: Weni­ger Gewe­be deu­tet zunächst ein­mal auf weni­ger Sin­nes­zel­len hin. Doch stimmt das?

Erstens wird hier noch ver­nach­läs­sigt, dass der Geruchs­sinn funk­tio­nie­ren muss um den Geschmacks­sinn voll zu akti­vie­ren. - wenn die Nase ver­stopft ist schmeckt selbst das beste Essen nicht wirk­lich. Da das für Kin­der und Erwach­se­ne gleich­ar­tig im Ergeb­nis ist kön­nen wir es als Ursa­che für einen Unter­schied vernachlässigen.

Zwei­tens steht nicht fest, wel­che der Geschmacks­rich­tun­gen in den Sin­nes­zel­len, die den Reiz auf­neh­men, in wel­cher Zahl, d.h. in wel­chem Ver­hält­nis zuein­an­der und im Ver­gleich zum Erwach­se­nen­al­ter denn tat­säch­lich zu fin­den sind.
Hier nähern wir uns nun dem Kern der Sache und müs­sen Daten, Stu­di­en und Bewei­se fin­den, um die­se Fra­ge zu klären.

".. Ins­ge­samt neh­men Kin­der Geschmäcker erst in viel höhe­rer Kon­zen­tra­ti­on wahr als Erwach­se­ne. Eine euro­pa­wei­te Stu­die zum Ess­ver­hal­ten bei über 400 Kin­dern ergab, dass Drei­jäh­ri­ge eine Zucker­lö­sung erst dann als süß emp­fin­den, wenn sie 8,6 Gramm Zucker ent­hält. Die­se Reiz­schwel­le sinkt mit fort­schrei­ten­dem Alter: 20-jäh­ri­ge Pro­ban­den schmeck­ten bereits rund zwei Gramm den Zucker her­aus .." [Quel­le]

Das klingt doch eher so, als ob Kin­der weni­ger Geschmacks­zel­len hät­ten oder die­se, selbst wenn ihre Zahl abso­lut höher wäre eine gerin­ge­re Emp­find­lich­keit haben und daher Kin­der weni­ger gut schmecken als Erwachsene.
Nun soll man sei­ne Wahr­neh­mung nicht von einer Quel­le allein bestim­men las­sen und wir machen uns auf die Suche nach wei­te­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen zum Thema.

Da wer­den wir fün­dig und lesen fol­gen­den Text ".. Die Sin­nes­or­ga­ne sind zwar von Geburt an funk­ti­ons­tüch­tig, doch die Wahr­neh­mung ist eine Sache der Übung. Sen­so­ri­sche Tests haben gezeigt, dass Kin­der erst nach und nach fei­ne­re Unter­schie­de her­aus­schmecken kön­nen und dass dies kei­ne orga­ni­schen Grün­de hat .." [Quel­le].

Die­se Fest­stel­lung sagt also, es sei­en zwar bei Kin­dern alle ana­to­mi­schen Vor­aus­set­zun­gen gleich, aber das Schmecken sei ein Lern­vor­gang, der erst ent­wickelt wer­den müs­se. Das klingt zumin­dest für mich so, als ob Kin­der nicht bes­ser, son­dern sogar schlech­ter schmecken kön­nen. Wir lesen in die­sem Arti­kel - die Unter­su­chung wur­de mit 400 Kin­dern zwi­schen drei und acht Jah­ren durch­ge­führt - fol­gen­de Zusam­men­fas­sung ".. Mit stei­gen­dem Alter zeig­te sich in den Unter­su­chun­gen eine deut­li­che Abnah­me der unte­ren Reiz­schwel­len. Mit ande­ren Wor­ten: Je älter des Kind/der Jugend­li­che, desto gerin­ger fällt die Kon­zen­tra­ti­on aus, bei der eine Lösung gera­de noch als nicht geschmacks­neu­tral emp­fun­den wird. Die­se so genann­te Reiz­schwel­le sank beson­ders zwi­schen dem ach­ten Lebens­jahr und dem Erwach­se­nen­al­ter stark ab .." [Quel­le]

Das zeigt sehr deut­lich, wo die Unter­schie­de sind und wie sie beur­teilt wer­den müssen:
Erwach­se­ne haben zwar nicht mehr Geschmacks(-sinnes-)zellen, doch sie haben gelernt zu unter­schei­den. Das ist es was Kin­dern noch fehlt: Erfah­rung mit ver­schie­den­sten Geschmacks­trä­gern die nicht die Qua­li­tät 'süß' reprä­sen­tie­ren, für die sie von Geburt an eine extrem hohe Emp­find­lich­keit ab einem bestimm­ten Min­dest­ge­halt der Nah­rung haben.

Ande­rer­seits gibt es Unter­su­chun­gen die zei­gen, dass selbst in höhe­rem Lebens­al­ter noch Ände­run­gen der Nah­rungs­prä­fe­renz für bestimm­te Geschmacks­rich­tun­gen mög­lich sind. Nach­ge­wie­sen wur­de es aller­dings bis­her nur für den Salz­ge­halt der Nahrung:
".. there's some sci­en­ti­fic evi­dence to sup­port this expe­ri­ence. Rese­ar­chers have also inve­sti­ga­ted methods of modi­fy­ing one's food pre­fe­ren­ces so more healthful foods will be more appe­al­ing. In gene­ral — and not unex­pec­ted­ly — fla­vor and food pre­fe­ren­ces are more mal­leable when we're young (inde­ed, in ute­ro), but as adults, we can still work on them .. Seve­ral stu­dies have shown that peo­p­le who mana­ge to fol­low a low-sodi­um diet for seve­ral months wind up pre­fer­ring lower con­cen­tra­ti­ons of salt in their food. .." [Quel­le].

Doch zurück zu der Fra­ge ob Kin­der mehr Geschmacks(-sinnes-)zellen haben.
".. wenn Ihr Kind unge­fähr 5 Mona­te alt ist, sind die Geschmacks­ner­ven Ihres Babys so weit ent­wickelt, dass es sal­zig erken­nen und auch dar­auf reagie­ren kann .." [Quel­le]
Im glei­chen Bei­trag heißt es wenig spä­ter ".. In die­sem Zeit­raum ist der Geschmacks­sinn Ihres Babys sehr aus­ge­prägt. Tat­säch­lich hat ein Neu­ge­bo­re­nes eine wei­te­re Streu­ung der Geschmacks­ner­ven als ein Erwach­se­ner. Die Geschmacks­knos­pen sind im Mund, Rachen, auf der Zun­ge und auf sei­nen Man­deln zu fin­den ..". Die­se Aus­sa­ge mag dahin­ge­hend inter­pre­tiert wer­den, wie es ein­gangs postu­liert wur­de - jedoch: Es feh­len jeg­li­che Bewei­se!³ Als AutorIn wird ledig­lich ange­ge­ben '.. Geschrie­ben für Baby­Cen­ter Deutsch­land ..' - zwei­fels­oh­ne ist das weni­ger über­zeu­gend als eine wis­sen­schaft­li­che Quelle!

Damit kom­me ich auf die Dis­ser­ta­ti­on zurück, die ich ganz oben bereits erwähnt habe.
Der Zweck die­ser Unter­su­chung wird fol­gen­der­ma­ßen beschrieben:

(S.03) ".. Ziel der Stu­die war es her­aus­zu­fin­den, ob gesun­de Schul­kin­der im Alter zwi­schen fünf und sie­ben Jah­ren in der Lage sind, vier der fünf Grund­ge­schmacks­qua­li­tä­ten, näm­lich sal­zig, sau­er, süß und bit­ter sowie Was­ser rich­tig zu erken­nen und zu benen­nen und wie ihre Ergeb­nis­se im Ver­gleich zu Erwach­se­nen aus­fal­len. Dabei inter­es­sier­ten uns nicht nur die Ergeb­nis­se für die Testung im gan­zen Mund, son­dern auch die Fra­ge, ob bei Kin­dern in die­sem Alter eine regio­na­le Testung auf der Zun­ge mög­lich und sinn­voll ist .."

Zur Ana­to­mie und Phy­sio­lo­gie wird aus­ge­führt (S.25):

".. Das heißt Kin­der haben ins­ge­samt mehr Geschmacks­knos­pen als Erwach­se­ne, was aber kei­ne Rück­schlüs­se auf die Funk­ti­on zulässt. Die Inner­va­ti­on der Papil­len und Knos­pen scheint bei Kin­dern noch nicht so gut aus­ge­bil­det zu sein wie beim Erwach­se­nen (Plat­tig, 1984 aus Gui­nard, 2001) .."

Das Fazit für den Ver­gleich lau­tet (S. 26):

".. Eine Stu­die aus Öster­reich kommt zu dem Ergeb­nis, dass nur 27,3% der zehn- bis drei­zehn­jäh­ri­gen Schul­kin­der in der Lage sind alle der vier gete­ste­ten Geschmacks­qua­li­tä­ten (süß, bit­ter, sal­zig und sau­er) zu erken­nen und rich­tig zu benen­nen. 5,2% der Kin­der erkann­ten drei von vier, 35,8% erkann­ten zwei von vier, 23,6% erkann­ten eine von vier und 8,1% erkann­ten kei­ne der Geschmacks­qua­li­tä­ten. Im Ver­gleich hier­zu lie­fer­ten Erwach­se­ne bes­se­re Ergeb­nis­se. Über 70% der Erwach­se­nen erkann­ten alle Geschmacks­qua­li­tä­ten (Dürr­schmidt et al., 2008 aus Tra­ar, 2009) .."


Wegen der ins­ge­samt vor­ge­leg­ten Stu­di­en­ergeb­nis­se und den Befun­den aus die­ser spe­zi­fi­schen Dis­ser­ta­ti­on zie­he ich den Schluss, dass nicht nach­ge­wie­sen wer­den kann, dass Kin­der bes­ser schmecken kön­nen als Erwach­se­ne, son­dern umge­kehrt Erwach­se­ne bes­ser schmecken kön­nen als Kin­der.
 

 

¹ ".. Wei­te­re Sen­so­ren für Glut­amat ("Uma­mi") gel­ten als gesi­chert, mög­li­cher­wei­se gibt es auch spe­zi­el­le Sen­so­ren für Fet­te .." behaup­tet auch "Lern­hel­fer" - ohne jedoch, genau so wie der Spie­gel, die Quel­len zu nen­nen. Hat da eine Zeit­schrift von der ande­ren abge­schrie­ben und kommt es so, dass sich der­glei­chen "Erkennt­nis­se" ledig­lich dadurch her­vor­he­ben, dass sie so oft wie­der­holt wer­den, dass der Ein­druck ent­steht sie sei­en tat­säch­lich Erkennt­nis­se der Wissenschaft?

² Arlam! Wenn so etwas als Titel eines Arti­kels dasteht habe ich gro­ße Beden­ken was die Qua­li­tät des Inhalts die­ser Ver­öf­fent­li­chung angeht. Im wei­te­ren Ver­lauf des Tex­tes wird jedoch der Ein­druck abge­schwächt und durch wis­sen­schaft­lich ange­mes­se­ne Dar­le­gung aufgehoben. 

³ Aus­sa­gen ohne Bewei­se sind wis­sen­schaft­lich irrele­vant. Wer­den zudem noch quan­ti­ta­tiv mehr gegen­tei­li­ge Quel­len gefun­den, so spricht das dafür, dass in der Popu­lär­li­te­ra­tur eher Mei­nun­gen als Fak­ten ver­brei­tet werden.

Wei­te­re z.T. popu­lär­me­dia­le Quel­len die das dar­ge­leg­te Fazit unterstützen:
Sin­ne-Spe­cial - Teil 4: Das Schmecken
Appe­tit auf Geschmack; Dipl. oec. troph. Lisa Vogel
→ Aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht umstrit­ten: "orale(s) Mikro­bi­om"Der wis­sen­schaft­li­che Grund, war­um vie­le Kin­der kei­nen Brok­ko­li mögen

bookmark_borderEin schleichender Prozess
- und am Ende entsteht eine DIKTATUR

Die Innen­po­li­tik von Staa­ten mit denen wir ver­brü­dert oder ver­trag­lich ver­bun­den sind ist - nor­ma­ler­wei­se - auf ähn­li­chen gesell­schaft­li­chen und sozia­len Model­len auf­ge­baut: Man spricht von "demo­kra­ti­schem Grundverständnis".

Fälsch­li­cher­wei­se gehen wir bei die­sen Über­le­gun­gen davon aus, dass glei­che Begrif­fe hier wie dort glei­che Bedeu­tung haben. "Demo­kra­tie" fin­den wir in vie­len Beschrei­bun­gen der Ver­fas­sun­gen rund um die Welt - doch wenn man genau­er hin­sieht ist oft der dahin­ter lie­gen­de Pro­zess der Wah­len völ­lig ver­schie­den. Das führt dazu, dass in man­chen Län­dern zwi­schen Wäh­len­de und zu wäh­len­de Kan­di­da­ten Mit­tel­s­leu­te ein­ge­schal­tet sind, die dann - sozu­sa­gen im Auf­trag - den Wil­len der Wäh­len­den durch­set­zen und die gewünsch­ten Kan­di­da­ten eta­blie­ren sollen.

Bei Wahl­recht für Reprä­sen­ta­ti­on im Par­la­ment der Art wie man es in GB und USA fin­det, wird der jewei­li­ge Kan­di­dat mit dem größ­ten Stimm­an­teil Sie­ger, alle ande­ren Stim­men ver­fal­len und sind ohne Bedeu­tung. So kann es allei­ne aus die­ser Situa­ti­on zu dem Kurio­sum kom­men, dass eine Par­tei mit weni­ger Stim­men mehr Kan­di­da­ten stellt, also der Mehr­heits­wil­le umge­kehrt wird.

Da sind wir noch nicht bei den Wah­len für die Reprä­sen­tan­ten des Staa­tes ins­ge­samt, sei­en sie "Prä­si­dent" oder "Pre­mier" oder irgend­wie ähn­lich titu­liert. Da wird die Sache noch kom­ple­xer - und bie­tet man­nig­fal­ti­ge Mög­lich­kei­ten der Ver­fäl­schung des Wäh­ler­wil­lens, also der Mehr­heits­mei­nung, geäu­ßert auf dem Wahlschein.

Hier soll kei­ne umfas­sen­de Dar­stel­lung ver­schie­de­ner Län­der fol­gen - das wäre eine Mam­mut­auf­ga­be und erfor­der­te brei­te­re Kennt­nis­se poli­ti­scher Syste­me als ich sie habe. Des­we­gen beschrän­ke ich mich auf das Wahl­sy­stem der USA, das ich im Zuge meh­re­re Auf­ent­hal­te über vie­le Jah­re ver­teilt ken­nen­ge­lernt habe. Ohne­hin ist wegen der Bedeu­tung der USA in der Welt die­se Betrach­tung wich­ti­ger als z. B. eine sol­che für Eng­land. Oder einen der ande­ren EU Staa­ten, da sie an Bedeu­tung weit hin­ter den Füh­rungs­mäch­ten lie­gen, zu denen die Ver­ei­nig­ten Staa­ten nun ein­mal gehören.

Wie Ver­än­de­run­gen schlei­chend vor­an­ge­trie­ben wer­den und zwar ohne dass es die Öffent­lich­keit wahr­nimmt hat­te ich zuvor (2017) schon ein­mal erör­tert. Vor ein paar Tagen sah ich eine Kari­ka­tur, die sehr dra­stisch, aber kor­rekt beschreibt was in USA gera­de passiert: 


Wir erle­ben eine Vor­be­rei­tung der Macht­über­nah­me durch die Repu­bli­ka­ner, an der Spit­ze mit Trump, den sie als Gal­li­ons­fi­gur brau­chen um die Dum­men im Lan­de ein­zu­fan­gen und deren Stim­men zu bekom­men - was aber in den repu­bli­ka­nischn Staa­ten abläuft ist genau das, was wir hier nach der Wahl 1933 erlebt haben, als die NSDAP mit ein­ge­schleu­sten 'Getreu­en' in Ämtern und staat­li­chen Insti­tu­tio­nen an den Schalt­stel­len ihre Agen­da zur Aus­füh­rung brachte.

 

Den Text habe ich zum Zwecke der Ver­ein­fa­chung für jene Lesen­de hier über­setzt, damit klar wird, was der Kari­ka­tu­rist meint - es sind ja nicht immer gän­gi­ge Voka­beln zu lesen.

 

Wir war­ten andau­ernd dar­auf "Nazis" kom­men zu sehen.
Wir war­ten auf graue und brau­ne Uniformen.
Und dar­auf, dass Juden exe­ku­tiert werden.

Wir machen uns selbst etwas vor. Außer­or­dent­lich gefährlich.

Die Repu­bli­ka­ni­sche Par­tei ersetzt gera­de Wahl­be­am­te durch Getreue aus eige­nen Rei­hen, die sich nicht scheu­en wer­den die tat­säch­li­chen Wahl­er­geb­nis­se zu verfälschen.

Prä­se­iden­ten­wah­len wer­den auf der Ebe­ne der repu­bli­ka­ni­schen Ein­zel­staa­ten entschieden.

Durch geschick­te Mani­pu­la­ti­on der Wahl­kreis­zu­schnit­te, Dro­hun­gen, und ande­re unde­mo­kra­ti­sche Mass­nah­men wer­den GOP ("Grand Old Par­ty") Getreue in die Legis­la­ti­ve eingeschleust,
die dann jene "Wahl­män­ner" am 06. Janu­ar zum Kon­gress schicken wer­den die ihnen zum Sieg ver­hel­fen▪▪ - unter völ­li­ger Miss­ach­tung des Wählerauftrages.

Der 6. Janu­ar 2024 wird der Tag sein an dem unse­re Demo­kra­tie zu Ende geht.

War­ten Sie nicht län­ger auf Braun­hem­den und graue Uniformen.
Die Bedro­hung ist bereits da. 

 

Es wer­den zur Zeit gera­de in repu­bli­ka­ni­schenn Staa­ten alle far­bi­gen Beam­ten aus den wahl­wich­ti­gen Ämtern ent­las­sen. Zudem wer­den die Amts­in­ha­ber von Stel­len, die für Aus­zäh­lung und Kon­trol­le der Wahl­er­geb­nis­se ver­ant­wort­lich sind von Far­bi­gen und Demo­kra­ten 'gesäu­bert'.
▪▪
Das Wahl­recht sieht vor, dass in den Staa­ten die jewei­li­gen Par­la­men­te unter bestimm­ten Bedin­gun­gen die von den Wäh­lern bestimm­ten Wahl­män­ner durch ande­re Per­so­nen erset­zen kön­nen - und genau dar­auf set­zen die Repu­bli­ka­ner für 2024.

bookmark_borderVon Autoritäten

Not­zei­ten und Aus­nah­me­be­din­gun­gen im öffent­li­chen Leben sind genau die Zei­ten, in denen an sich unbe­deu­ten­de Arbeit­neh­mer zu "Tor­wäch­tern", "Para­gra­phen­rei­tern" oder gar "Kapos" wer­den. Düm­pel­te ihr Leben anson­sten gleich­mä­ßig vor sich hin kommt nun ihre Zeit:

- Es wer­den Bestim­mun­gen zitiert;
- es wer­den Regeln hergebetet;
- es wer­den 'höhe­re Stel­len' als Anord­nungs­ver­ur­sa­cher benannt.

Was die­se Leu­te nie erken­nen - weil sie dar­in nicht geübt sind, ver­langt doch ihr Job übli­cher­wei­se nur Anwe­sen­heit als Per­son und kei­nes­wegs Mit­den­ken oder gar Ent­schei­dun­gen zu tref­fen - ist die Tat­sa­che, dass jede Bestim­mung eine Aus­le­gungs­fra­ge ist und dass sie einen Ermes­sens­spiel­raum haben.

Wir befin­den uns auf einem gefähr­li­chen Weg hin zu Akzep­tanz selbst unsin­ni­ger Maß­nah­men - nur weil sie 'behörd­lich ange­ord­net' wur­den - und der näch­ste Schritt wäre dann über­haupt kei­ne Fra­gen nach dem Sinn von "Staats­hand­lung" mehr zu stel­len und Alles hinzunehmen.

Die Bequem­lich­keit, Schläf­rig­keit und Kri­tik­lo­sig­keit der Mas­sen, wenn sie nur durch die übli­che Bereit­stel­lung von Sex, Enter­tain­ment und ver­meint­li­cher Bedeut­sam­keit beein­flusst wur­den, ist erschreckend. 

1. Wer stellt bei­spiels­wei­se noch die Wei­ter­ga­be von Daten ohne Kon­trol­le an wen und wohin durch Ord­nungs­äm­ter in Frage? 

2. Wer weiß eigent­lich, dass die Mel­de­da­ten ohne Ein­schrän­kun­gen an Inter­es­sen­ten ver­scheu­ert wer­den wenn sie genug dafür zah­len? Und schließlich: 

3. Wer wehrt sich über­haupt noch gegen die­sen Aus­ver­kauf, der genau das Gegen­teil des­sen ist was uns durch eine Augen­wi­sche­rei wie die "Daten­schutz­ver­ord­nung" sug­ge­riert wird? 

bookmark_borderWeit überschätzt ....

Der Anteil am Auf­kom­men an Steu­ern steht in umge­kehrt pro­por­tio­na­len Ver­hält­nis zu Bekannt­heits­grad, Beschäf­tig­ten­zahl als Anteil an der Gesamt­be­schäf­ti­gung und zuge­wie­se­ner Bedeu­tung welt­weit. An den US Bör­sen machen die­se fünf Gesell­schaf­ten 20% des Akti­en­vo­lu­mens aus. Sie beschäf­ti­gen aber nur 1,3 Mio. Ame­ri­ka­ner - das sind gera­de mal 0,008% aller Beschäf­tig­ten des Landes. 

Wie ich frü­her schon häu­fig ange­merkt habe (wei­ter unten eini­ge Bei­spie­le) - und was anhand die­ser Zah­len nun sehr dra­stisch dar­ge­stellt wird:


Die US Wirt­schaft steht auf töner­nen Füßen, es wird nichts Sub­stan­zi­el­les mehr pro­du­ziert, viel­leicht abge­se­hen von ein paar Gerä­ten bei Apple. Alles hei­ße Luft, die nur exi­stiert weil den Akti­en ein fik­ti­ver Wert zuge­ord­net wird.

 
[Quel­le via The Dai­ly Car­too­nist; die Zah­len in der Abbil­dung sind BESCHÄFTIGTENZAHLEN in USA]

- Von drau­ßen .... nach USA geschaut [10.01.2020]
- Ben­zin-Ver­käu­fe - ein Indi­ka­tor für die Wirt­schafts­si­tua­ti­on? [04.06.2014]
- Füh­ren­de Wirt­schafts­na­ti­on [06.03.2014]
- US-Volks­wirt­schaft vor dem Zusam­men­bruch? [31.01.2006]

bookmark_borderDas Video bitte verbreiten! In allen Blogs, über alle Kanäle, allen empfehlen die Sie kennen.
*update* [05.09.2021; 01:30h]

Rezo bringt es - wie­der ein­mal - auf den Punkt:
Die Poli­ti­ker von CDU/CSU sind ent­we­der Lüg­ner oder total inkom­pe­tent - etwas, das ich hier seit Jah­ren ver­su­che auf­zu­zei­gen. Die größ­te Frech­heit ist, dass sie aus­ge­rech­net "Die Lin­ke" als 'nicht regie­rungs­fä­hig' dar­stel­len - ein typi­scher Fall von Pro­jek­ti­on.

Aber über­zeu­gen Sie sich selbst: 

Der zwei­te Teil ist ver­öf­fent­licht - und mir erschrecken­den Bei­spie­len wird deutlich:
Es sit­zen die fal­schen Leu­te im Bun­des­tag und bestim­men über Sach­ver­hal­te von denen sie nichts verstehen.

[zuerst Ver­öf­fent­licht am: 28. Aug. 2021 um 02:41 Uhr]

bookmark_borderWeil "lernen" Verhaltensänderung bedeutet hätte:
Nichts dazugelernt! {➀}
Afghanistan, neue Delle im Amerkanischen Ego.

Wie hin­läng­lich bekannt gab es seit Bestehen der USA man­nig­fal­ti­ge "loka­le Kon­flik­te"ff. ("Mili­tär­ope­ra­tio­nen"), die immer nach dem glei­chen Muster ange­zet­telt und genutzt wurden: 


Wäh­rend mei­ner Lebens­zeit haben die Ame­ri­ka­ner eini­ge Krie­ge aus­ge­foch­ten, die welt­weit unter der Bezeich­nung "Krieg" - im Gegen­satz zu den oben ange­führ­ten loka­len Desta­bi­li­sie­rungs­ak­tio­nen - geführt wurden: 

1. Korea (1950)
2. Viet­nam (1964)
3. Irak (1991 / '92)
4. Afgha­ni­stan (2001)

Trotz über­ra­gen­der mili­tä­ri­scher Aus­rü­stung und weit­rei­chen­der Unter­stüt­zung durch jeweils wech­seln­de Alli­ier­te ist es den Ame­ri­ka­nern nach dem II. Welt­krieg nicht gelun­gen aus einem die­ser Krie­ge sieg­reich her­vor­zu­ge­hen. Unzäh­li­ge Zivi­li­sten und Sol­da­ten sind gestor­ben, Unmen­gen an Mate­ri­al wur­de ver­nich­tet, Res­sour­cen wie Treib­stof­fe, Metal­le und Gase wur­den unnütz ver­geu­det, und gan­ze Regio­nen wur­den durch den Ein­satz von Che­mi­ka­li­en gegen Men­schen und Natur auf Jah­re verseucht. 


[Die ver­tief­te Betrach­tung der ein­zel­nen mili­tä­ri­schen und ver­deck­ten Ope­ra­tio­nen wird in den näch­sten Tagen in meh­re­ren Tei­len fol­gen; Nichts dazu­ge­lernt! {➁} blickt auf die "United Fruit Com­pa­ny" und die fata­len, bis heu­te anhal­ten­den Fol­gen des­sen, was bei­spiels­wei­se die­ses US Unter­neh­men mit Regie­rungs­un­ter­stüt­zung in Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka ange­rich­tet hat.]

bookmark_borderSchlaglicht

Nach einer Umfra­ge For­schungs­grup­pe Wah­len, vom 13.08.2021 sieht es der­zeit so aus, als ob ein signi­fi­kan­ter Absturz des CDU/CSU Kanz­ler­kan­di­da­ten mit einem Absturz der Zustim­mung für die Par­tei ins­ge­samt ein­her­geht - was zwei­fel­los ein gutes Zei­chen für die wei­te­re Ent­wick­lung ist, wird doch auf die­se Wei­se das "Wei­ter so!" end­lich, nach vie­len Jah­ren des Still­stands, beendet.

Beim Tages­spie­gel fin­det man zudem einen "Koali­ti­ons­rech­ner", mit des­sen Hil­fe man ver­schie­de­ne Kon­stel­la­tio­nen für eine Mehr­heits­bil­dung ein­stel­len kann, jeweils auf Basis der aktu­el­len Meinungsforschungsergebnisse. 

Hier ein Bei­spiel das mir zwar nicht opti­mal erscheint, doch der­zeit wohl min­de­stens sicher­stellt, dass es kei­ne CDU/C­SU-Betei­li­gung an der neu­en Regie­rung gibt:


bookmark_borderDarf man die Gesinnung von Staatskanzleichef
Nathanael Liminski hinterfragen ...?

Ein Wahl­spot der SPD gegen die CDU ist Anlass für Zeter und Mor­dio, das Auf­heu­len der Katho­li­schen, die anson­sten nicht gera­de sanft mit ihren Fein­den umge­gan­gen sind, sie­he Inqui­si­ti­on, oder heu­te noch umge­hen, sie­he Afri­ka und Südamerika.

»» .. Der ehe­ma­li­ge reli­gi­ons­po­li­ti­sche Spre­cher der Grü­nen, Vol­ker Beck, äußer­te auch Kri­tik: "Es ist völ­lig inak­zep­ta­bel, den Glau­ben von jeman­dem auf die­se Wei­se abzu­wer­ten." Lim­in­ski mit dem Begriff "erz­ka­tho­lisch" zu kri­ti­sie­ren sei dane­ben. "Pro­ble­ma­ti­sche Posi­tio­nen und Bezie­hun­gen von Poli­ti­kern soll­ten bei der Per­son aller­dings kon­kret hin­ter­fragt wer­den", sag­te der Lehr­be­auf­trag­te des Cen­trum für Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en an der Uni Bochum der Katho­li­schen Nach­rich­ten-Agen­tur (KNA) am Sams­tag. So sei laut Beck die Fra­ge gestat­tet, ob der Poli­ti­ker noch die Posi­tio­nen und Ver­bin­dun­gen aus frü­he­ren Jah­ren habe .. ««

Die erste Fra­ge die ich stel­le ist "Darf man einem Dozen­ten für Reli­gi­ons­wis­sen­schaft ver­trau­en neu­tral über eine Sache zu urtei­len, die den Ein­fluss von Reli­gi­on auf eine Gesell­schaft unter­sucht, die nach ihrer Ver­fas­sung eine Tren­nung von Kir­che und Staat hat - die­se aber immer wie­der zu Gun­sten der Reli­gi­on vernachlässigt?"
Mit Ein­schrän­kung sage ich "Ja", weil im zwei­ten Teil sei­ner Äuße­rung der Herr Beck sei­ne eige­ne Aus­sa­ge mit Fra­ge­zei­chen ver­sieht und einschränkt.

Neh­men wir trotz­dem die Aus­sa­ge ein­mal her­aus und unter­su­chen an ihr, ob es ange­mes­sen und ange­bracht ist sich dazu Gedan­ken zu machen, wel­che Posi­ti­on ein enger Bera­ter des Kanz­ler­kan­di­da­ten der CDU/CSU in Bezug auf Fra­gen von Sit­te, Moral und Ethik ein­nimmt und ob er gewähr­lei­stet, dass sein Rat für den Kanz­ler­kan­di­da­ten stets neu­tral und im Sin­ne des Aus­gleichs von Inter­es­sen aller Bür­ger zu sehen ist - ohne Bevor­zu­gung einer bestimm­ten Glau­bens­rich­tung und Lebensphilosophie.

" .. Lim­in­ski mit dem Begriff "erz­ka­tho­lisch" zu kri­ti­sie­ren sei dane­ben. "Pro­ble­ma­ti­sche Posi­tio­nen und Bezie­hun­gen von Poli­ti­kern" soll­ten bei der Per­son aller­dings kon­kret hin­ter­fragt wer­den .."
Falsch! Wer sich der­art expo­niert und öffent­lich eine sol­che Lebens­hal­tung zeigt will damit Ein­fluss aus­üben und es darf an der Neu­tra­li­tät gezwei­felt werden. 

Wie heisst es so tref­fend in der Bibel, hier spe­zi­ell (Mat­thä­us 7, 15+16), die ja von den Gläu­bi­gen gern als Quell der Weis­heit & Wahr­heit her­an­ge­zo­gen wird?

»⑮ Seht euch vor vor den fal­schen Propheten,
die in Schafs­klei­dern zu euch kommen,
inwen­dig aber sind sie rei­ßen­de Wölfe.
⑯ An ihren Früch­ten sollt ihr sie erkennen.« 

Da kann man doch zu Recht miss­trau­isch wer­den, wenn sol­che Per­so­nal­ent­schei­dun­gen die brei­te Kri­tik erfah­ren haben sti­kum durch­ge­drückt werden.

Dann kam der Herr Hei­nig zu Wort:
»» .. Der Staats- und Kir­chen­recht­ler Hans Micha­el Hei­nig kennt laut "Tages­spie­gel" kei­nen ande­ren Fall, in dem die Reli­gi­on des Ver­trau­ten eines Spit­zen­po­li­ti­kers "in sol­cher Wei­se bewusst poli­ti­siert wur­de". Hei­nig hält dem­nach den Vor­gang poli­tisch für ein­schnei­dend. Denn seit eini­gen Jahr­zehn­ten sei die SPD bemüht gewe­sen, ihr posi­ti­ves Ver­hält­nis zu den Kir­chen herauszustellen.

Der Göt­tin­ger Kir­chen­recht­ler sprach von einem "Para­dig­men­wech­sel, der auch den christ­li­chen Tra­di­ti­ons­ab­bruch reflek­tiert". Katho­li­zis­mus stren­ge­rer Obser­vanz sei inzwi­schen in wei­ten Tei­len der Gesell­schaft nega­tiv besetzt, sag­te er. "Das kann die Reli­gi­ons­frei­heit und die hin­rei­chen­de Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Reli­gi­on und Poli­tik unter­spü­len", so Hei­nig in der Zei­tung .. ««

Wo Herr Hei­nig wei­ter­den­ken soll­te ist, dass der Herr Kanz­ler­kan­di­dat sei­nen eng­sten Bera­ter sicher nicht des­we­gen aus­ge­sucht hat weil der mit ihm völ­lig uneins ist, frag­los dage­gen des­we­gen, weil der Herr Lim­in­ski alle­mal noch katho­li­scher ist als er selbst. Der Beweis wur­de kürz­lich erbracht, als die Staats­kanz­lei einen Ver­tre­ter des erz­kon­ser­va­ti­ven "OPUS DEI" [der Vater von Lim­in­ski war dort Mit­glied] in den Rund­funk­rat berief¹ - hin­ge­gen ablehn­te einen Huma­ni­sten als Ver­tre­ter der Reli­gi­ons­lo­sen dort zu etablieren.

Kin­der­rei­che machen noch nicht 4% der Bevöl­ke­rung aus,
Huma­ni­sten und Athe­isten dage­gen fast 30%!
Nennt man das in NRW "Aus­ge­gli­chen­heit"?

Dass "Katho­li­zis­mus stren­ge­rer Obser­vanz" nega­tiv besetzt ist hat doch der Katho­li­zis­mus selbst zu ver­ant­wor­ten: Kin­des­miss­brauch, mas­sen­haf­te Kinds­tö­tun­gen in vie­len katho­li­schen Insti­tu­ten rund um die Welt, Teil­nah­me an rechts­ra­di­ka­len Umstür­zen in vie­len Län­dern mit nach­fol­gen­der Unter­stüt­zung der Dik­ta­to­ren, Ver­tu­schung durch 'in-Schutz-nah­me', ja Ver­stecken über­grif­fi­ger und straf­fäl­li­ger Kir­chen­menschen vor der welt­li­chen Justiz.

Reicht das?
Ich den­ke schon.
Etwas 'Wah­res' als Tat­sa­che zu benen­nen ist nie falsch, son­dern immer notwendig!

[Bei­de Zita­te von dort → Quel­le]

¹ ".. #Laschet drückt den "Ver­band Kin­der­rei­cher Fami­li­en" [KRFD] in den #WDR-Rund­funk­rat. Der Bei­rat die­ses Ver­bands wird auch ver­tre­ten durch einen Wis­sen­schaft­ler mit völ­kisch-natio­na­li­sti­schen Ideen und ein Opus-Dei-Mit­glied. .." [Link]

Her­kunft, Fami­lie, kon­fes­sio­nel­les Engagement

Die rech­te Hand Laschets
".. (Laschet) will die kul­tu­rel­le Wen­de. Zurück zu einer Zeit, wo die Kir­che noch das Sagen hat­te und Diver­si­tät nicht exi­stent (war) .."

bookmark_borderImpfen - eine persönlich gefärbte Betrachtung
*update* [13.07.2021; 12:00h]

Erwar­ten Sie bit­te kei­ne Elegien.
Ich wer­de mich kurz fassen.

Was mir posi­tiv auf­fiel:
Die Orga­ni­sa­ti­on des Impf­zen­trums ist kom­plex, gleich­wohl durch­dacht, und gewähr­lei­stet einen rei­bungs­lo­sen Ablauf.
Mit­ar­bei­ten­de sind farb­lich unter­schie­den nach Funk­ti­on / Auf­ga­ben­be­reich, das erleich­tert die Orientierung.
Es herrscht gespann­te Ruhe, nie­mand, weder Per­so­nal noch zu imp­fen­de Per­so­nen fal­len aus der Rolle.
Die­se Beob­ach­tung hat sich beim heu­ti­gen zwei­ten Impf­ter­min bestätigt.

Mir wur­de - gemäß der ver­öf­fent­lich­ten wis­sen­schaft­li­chen Ergeb­nis­se - als Zweit­impf­stoff ein mRNA Impf­stoff ange­bo­ten. Was ich auch annahm. Da ich beim ersten Impf­stoff (von Astra) kei­ne Neben­wir­kun­gen ver­zeich­ne­te, erwar­te­te ich nun eben­falls kei­ne nega­ti­ven Fol­gen. Außer einem dies­mal stär­ke­ren Schwel­lungs- und Druck­ge­fühl an der Ein­stich­stel­le hat sich das bis­her bestätigt.

Was mir nega­tiv auf­fiel:
Bei der Anspra­che durch die Ärz­te trat eine gewis­se Abge­setzt­heit auf, was frag­los das Vor­ge­hen erleich­tert, indes­sen die Ver­schie­den­heit des Wis­sens­stan­des der Impf­lin­ge vernachlässigt.

Die Doku­men­ta­ti­on der erfolg­ten Imp­fun­gen ins­be­son­de­re in digi­ta­ler Form ist aus mei­ner Sicht daten­schutz­recht­lich sehr bedenk­lich gere­gelt. Alle emp­foh­le­nen Apps erfor­dern wei­test­ge­hen­de Berech­ti­gun­gen und wie stets hängt Goog­le mit­ten­drin und sam­melt von allen Sei­ten so vie­le Daten wie mög­lich. Auf der einen Sei­te wer­den die Daten­samm­ler zu Recht ver­teu­felt - auf der ande­ren Sei­te spielt man ihnen gedan­ken­los in die Hände.


Letz­te­res ist gleich­wohl nicht dem Impf­zen­trum anzu­la­sten, son­dern offen­bart und unter­streicht ledig­lich wie­der ein­mal die Unfä­hig­keit der Regie­rung in Sachen Digi­ta­li­sie­rung. Es wird viel Geld für unzu­rei­chen­de Soft­ware ver­schleu­dert, weil Fach­leu­te in den Ent­schei­dungs­gre­mi­en feh­len - genau dar­in besteht die Hybris der Poli­ti­ker: Sie hal­ten sich für all­um­fas­send ori­en­tiert und sind doch auf den mei­sten Fel­dern Dilet­tan­ten!
 

Bilan­zie­rend stel­le ich fest, dass es bes­ser lief als ich zunächst erwar­tet hat­te. Wenn die­ses Impf­zen­trum bei­spiel­haft für ande­re steht ist der größ­te Man­gel die unzu­rei­chen­de Bereit­stel­lung von Impf­stof­fen, die durch die Unfä­hig­keit der Frau von der Ley­en an der Spit­ze der EU ent­stan­den ist. Ein wei­te­rer Mosa­ik­stein der das Bild einer völ­lig wirk­lich­keits­frem­den, über­for­der­ten, und hoff­nungs­los über­schätz­ten Frau deut­li­cher wer­den lässt. Hier ist ein leuch­ten­des Bei­spiel für das Peter-Prin­zip vor­han­den: Immer wie­der 'beför­dert', trotz immensen Scha­dens und ver­brann­ter Erde auf jedem ihrer inne­ge­hab­ten Posten.

*update* [13.07.2021; 12:00h]
Es gibt hier eine klei­ne Ände­rung anzu­mer­ken - was mein Befin­den angeht:
Mit­ten in der Nacht haben sich Fie­ber, gene­ra­li­sier­ter Ver­lust an Mus­kel­span­nung, und die Erkäl­tungs­sysmpto­me ver­stopf­te Nase und Kopf­schmerz ein­ge­stellt .... so etwas hat­te ich seit Jah­ren nicht mehr. Eine Ibu­profen-Schmerz­ta­blet­te hat indes­sen unmit­tel­ba­re Wir­kung gehabt.

bookmark_bordercryptocurrency
oder:
Des Kaisers neue Kleider

*update* [17.07.2021; 13:00h]
*update* [06.02.2022; 21:00h]

Nen­nen Sie mich blö­de, unbe­weg­lich, rück­stän­dig oder einen ver­grei­sten Fortschrittsfeind:

Ich hal­te nichts von "cryp­to­cur­ren­cy".
Man kann die­se Wäh­rung nicht sehen,
man kann die­se Wäh­rung nicht riechen,
man kann die­se Wäh­rung nicht anfassen.
Was man weder sehen, noch rie­chen, noch anfas­sen kann ist eine Illusion.

Sie besteht nur, weil *JEMAND* ver­si­chert sie sei existent.
Bis jetzt habe ich noch kei­ne Erklä­rung gefun­den, die mir, finanz­tech­ni­schem Lai­en, plau­si­bel erklärt hät­te WAS "cryp­to­cur­ren­cy" ist und wie der Wert 'geschöpft' wird. Ist das so etwas, was frü­her nur Ban­ken machen konn­ten, näm­lich durch Ver­ga­be von Kre­di­ten "Geld zu schöp­fen" - und nun kann es jeder mit einem schnel­len Com­pu­ter und einer Gra­fik­kar­te die einen Bat­zen Geld kostet? 

Dann wäre das nur eine ande­re Masche Sach­wer­te für Weni­ge zu reser­vie­ren und fik­ti­ve Wer­te auf den Rest der Men­schen zu ver­tei­len. Nur Sach­wer­te haben Bestand und einen von jed­we­der Wäh­rung unab­hän­gi­gen Wert. Rei­che Men­schen inve­stie­ren nicht in fik­ti­ve Wer­te, sie inve­stie­ren in Sachwerte.

Wenn ich dann eine sol­che Ein­schät­zung lese,
".. Sup­port­ers of Bit­co­in and other cryp­to­cur­ren­ci­es cla­im that the­se finan­cial plat­forms are inher­ent­ly trust­less systems - that is, they’re not direct­ly tied to any nati­on-sta­te, govern­ment, or body. They would argue that cryp­to­cur­ren­cy is supe­ri­or to tra­di­tio­nal phy­si­cal cur­ren­ci­es becau­se it is not depen­dent on, for instance, the U.S. fede­ral govern­ment. .. Grund­fest notes that regard­less of whe­ther you think that’s a good or bad thing, it’s not enti­re­ly accu­ra­te. Cryp­to­cur­ren­cy aren’t real­ly trust­less at all. They are still reli­ant on the under­ly­ing infras­truc­tu­re powe­ring cryp­to­cur­ren­ci­es like Bit­co­in, much of which is loca­ted in Chi­na. The Chi­ne­se govern­ment could theo­re­ti­cal­ly make chan­ges to cryp­to­cur­ren­ci­es at a fun­da­men­tal level by impo­sing its will on the data miners who keep them running .."
[Quel­le]

kom­me ich zu dem Ergebnis:
Das ist mir eine zu win­di­ge Ange­le­gen­heit um mich dar­auf einzulassen.

Und ich ver­ra­te ihnen noch ein Geheimnis:
Das mei­ste Geld auf die­sem Pla­ne­ten, näm­lich das, was nicht in Mün­zen und Schei­nen exi­stiert, hat genau die Eigen­schaf­ten, die "cryp­to­cur­ren­cy" zuge­schrie­ben werden.

Für mich bedeu­tet es, dass auch die­ses Geld 'nicht exi­stent' ist.
Wenn der Wert auf einem 'Ver­spre­chen' basiert, es sei etwas wert, was pas­siert dann wenn plötz­lich die­ses Ver­spre­chen wider­ru­fen wird und wegfällt?

Irgend­wer muss drin­gend dem klei­nen Jun­gen aus dem Mär­chen Bescheid sagen
- er wird wie­der ein­mal gebraucht ...!

¹ Über­set­zung:
Befür­wor­ter von Bit­co­in und ande­ren Kryp­to­wäh­run­gen behaup­ten, dass die­se Finanz­platt­for­men von Natur aus ver­trau­ens­wür­di­ge Syste­me sind – das heißt, sie sind nicht direkt an einen Natio­nal­staat, eine Regie­rung oder eine Kör­per­schaft gebun­den. Sie wür­den argu­men­tie­ren, dass Kryp­to­wäh­rung tra­di­tio­nel­len phy­si­schen Wäh­run­gen über­le­gen ist, weil sie bei­spiels­wei­se nicht von der US-Bun­des­re­gie­rung abhän­gig ist.
Grund­fest stellt fest, dass es nicht ganz kor­rekt ist, unab­hän­gig davon, ob Sie das für gut oder schlecht hal­ten. Kryp­to­wäh­run­gen sind nicht wirk­lich ver­trau­ens­wür­dig. Sie sind immer noch auf die zugrun­de lie­gen­de Infra­struk­tur ange­wie­sen, die Kryp­to­wäh­run­gen wie Bit­co­in antreibt, von denen sich ein Groß­teil in Chi­na befin­det. Die chi­ne­si­sche Regie­rung könn­te theo­re­tisch Ände­run­gen an Kryp­to­wäh­run­gen auf grund­le­gen­der Ebe­ne vor­neh­men, indem sie den Data Minern, die sie am Lau­fen hal­ten, ihren Wil­len aufzwingt.

*update* [17.07.2021; 13:00h]
Sie­he hier­zu fol­gen­de Artikel:
Deep in rural Chi­na, bit­co­in miners are pack­ing up; A govern­ment clamp­down has forced most of them offline
Der Bit­co­in-Crash ist pro­gram­miert; Der per­ma­nent stei­gen­de Strom­ver­brauch zwingt die markt­stärk­ste Kryp­to­wäh­rung in ein Pon­zi-System. Ver­eb­ben die Geld­zu­flüs­se, kommt der Absturz 

*update* [06.02.2022; 21:00h]
Sieh hier­zu → Die Bit­co­in-Fal­le | Doku über die Abzocke mit Kryp­to-Wäh­run­gen; das ARD radio­fea­ture · 06.02.2022 · 52 Min.

bookmark_borderWenn Sie 'mal etwas Zeit haben ....

Wenn Sie 'mal etwas Zeit haben könn­ten Sie sich das ver­link­te Video anse­hen. Es ist eine Kopie aus dem Video­pool des ZDF, bei mir auf dem Ser­ver lie­gend, weil anson­sten sol­che Vide­os immer plötz­lich nicht mehr da sind .... son­der­bar, sehr sonderbar!

https://www.vonsulecki.com/videos/210504_sendung_dan_3328k_p15v15.mp4

Wenn Sie dann erfah­ren haben wel­che Machen­schaf­ten im Hin­ter­grund, jen­seits der öffent­li­chen Wahr­neh­mung so ablau­fen, dann wer­den Sie ver­ste­hen war­um ich seit Jah­ren schon immer wie­der dar­auf hin­wei­se, dass die Bevöl­ke­rung jene wählt, die sie belü­gen und betrü­gen und das mit 'Metho­de' vor der Öffent­lich­keit geschickt ver­bor­gen hält.

#nie­mehr­cdu
#nie­mehrc­su
#nie­mehr­spd
#nie­mehrfdp
usw.