bookmark_borderVerkehrstote
*update* [23.06.2020]

*update* [23.06.2020]
Die nach­fol­gen­den Abbil­dun­gen beru­hen auf aktu­el­len Zah­len des Sta­ti­sti­schen Bundesamtes.
[Quel­le der ersten zwei Abbil­dun­gen; "click!" ver­grö­ßert die Abbildungen.]

" .. In den ersten vier Mona­ten 2020 erfass­te die Poli­zei ins­ge­samt rund 706.200 Stra­ßen­ver­kehrs­un­fäl­le. Das ent­spricht einem Rück­gang von 16,8 Pro­zent gegen­über dem Vor­jah­res­quar­tal. Dar­un­ter waren rund 71.100 Unfäl­le mit Per­so­nen­scha­den (-15,8 %), bei denen 783 Men­schen getö­tet wur­den. Dabei ist die Zahl der Ver­kehrs­to­ten im Ver­gleich zu den ersten vier Mona­ten des Jah­res 2019 um 11,0 Pro­zent bezie­hungs­wei­se 97 Per­so­nen zurück­ge­gan­gen. Die Zahl der Ver­letz­ten sank um 18,4 Pro­zent auf rund 89.300 .. " [Quel­le]

Im inter­na­tio­na­len Ver­gleich sehen die Zah­len für Deutsch­land trotz einer feh­len­den Höchst­ge­schwin­dig­keit Jahr für Jahr bes­ser aus. Ins­be­son­de­re wenn man die USA-Zah­len ansieht, wo dort doch in weni­gen Staa­ten die höchst erlaub­te Geschwin­dig­keit 95 mph [ca, 150 km/h], durch­schnitt­lich 80 mph [ca. 130 km/h] ist. Eine bes­se­re Fahr­aus­bil­dung und stren­ge­re Prü­fung zahlt sich in einer Ver­min­de­rung von Ver­kehrs­to­ten aus.

Die nach­fol­gen­den Abbil­dun­gen beru­hen auf Zah­len aus Wiki­pe­dia und vom DVR.
[Quel­le der Abbil­dun­gen]

 

Die Über­sicht zu den Daten seit ca. 1950 zeigt, dass in den frü­hen Jah­ren der Bun­des­re­pu­blik trotz gerin­ge­rer Zahl Zulas­sung von Fahr­zeu­gen die Zahl der Todes­fäl­le pro­por­tio­nal sehr viel höher war als heute.

Das die Stra­ßen siche­rer gewor­den sind ist meh­re­ren Umstän­den zuzu­ord­nen, wobei die wich­tig­sten Para­me­ter bestimmt 'ver­bes­ser­te Tech­nik und ein­ge­bau­te pas­si­ve Sicher­heit' sowie 'redu­zier­te Geschwin­dig­kei­ten'. Zusam­men mit einem gestie­ge­nen Bewusst­sein für die Gefah­ren des Stra­ßen­ver­kehrs erklä­ren sich so die viel bes­se­ren Daten und der Rück­gang der Todesfälle.
Zu den Ursa­chen der immer noch zu oft vor­han­de­nen fata­len Aus­gän­ge bei Unfäl­len ist wei­ter unten der Ver­such einer Ein­gren­zung zu lesen - so wird es eine bestimm­te Zahl immer geben, weil sich nach all­ge­mei­ner Lebens­er­fah­rung sol­che Gescheh­nis­se nicht auf "Null" pres­sen lassen.

Ende *update*

3. Zahl der Verkehrstoten in Deutschland gestiegen
- Experte: Zu viele Raser

Noch im alten Jahr ist eine Schät­zung für die Zahl der Ver­kehrs­to­ten 2015 in Deutsch­land ver­öf­fent­licht worden:
Rund 3.450 Men­schen sol­len es gewe­sen sein (Sta­ti­sti­sches Bun­des­amt)

Im Ver­gleich zu 2013 und 2014 ist das jeweils ein klei­ner Anstieg - ins­ge­samt sehr viel gerin­ger als die 11.300 Toten Anfang der 1990er Jah­re. Die Zahl der Unfäl­le blieb mit 2,3 bis 2,5 Mil­lio­nen pro Jahr recht kon­stant. Ich grei­fe das heu­te noch ein­mal auf, weil in einem Inter­view Fahr­leh­rer und Buch­au­tor Jörg Holt­mann auf Grün­de für den Anstieg hinweist. 

Sei­ne These:
Die Tech­nik hat die Sicher­heit stark ver­bes­sert, doch jetzt greift mehr und mehr, dass die Men­schen sehr viel rück­sichts­lo­ser als frü­her fah­ren.
(Spie­gel Online)
Auch die Land­stra­ßen sind und blei­ben eine beson­ders gro­ße Gefahr. Zwei Drit­tel aller Ver­kehrs­to­ten pas­sie­ren dort. (detektor.fm)

Was all die Berich­te über die [letzt­lich wie­der] zuneh­men­de Zahl von Ver­kehrs­to­ten nicht erwähnen:

  1. Eine anstei­gen­de Zahl von Fah­rern pro­du­ziert pro­por­tio­nal mehr Tote;
  2. Der Stra­ßen­zu­stand gera­de auf 'Neben­stra­ßen' sehr viel schlech­ter als auf den Autobahnen;
  3. Gibt es viel­leicht eine Rela­ti­on Fahrer:Tote die nie zu unter­schrei­ten ist?

Letz­te­res (Fall 3) hat noch nie­mand unter­sucht, bzw. es fin­det sich dazu kei­ne Infor­ma­ti­on im sonst doch sehr umfang­rei­chen Inter­net. Ist also eine bestimm­te Zahl von Unfäl­len unver­meid­lich? Etwa ver­gleich­bar mit dem "Grund­rau­schen"* aus der Elektrotechnik? 

Über­tra­gen wir das mal auf Autos:
Gibt es eine Min­dest­feh­ler­quo­te in der Kfz-Tech­nik die zu einer Min­dest­quo­te von Unfäl­len führt? Von denen eine Min­dest­zahl für die Betrof­fe­nen töd­lich endet?
Das müß­te eine Kate­go­rie mit dem Namen "Tech­ni­sches Grund­ver­sa­gen" sein, die völ­lig unab­hän­gig vom Zustand & der Fer­tig­keit des Fah­rers immer und über­all gül­tig ist.


Ich bin recht sicher, dass es so etwas gibt. Aller­dings hören wir davon nichts, denn wel­cher Her­stel­ler wür­de schon zuge­ben, dass sei­ne Pro­duk­te nicht 100% sicher sind?
[Was nicht uneh­ren­haft wäre - weil es nir­gend­wo im Leben 100% irgend­ei­ner Sache gibt!]
 

Wer sich viel auf Land­stra­ßen bewegt (Fall 2) kennt die Situation:
Trecker fährt ohne anzu­hal­ten auf die Bun­des­stra­ße ein - der gleich­sin­nig fah­ren­de Ver­kehr macht Voll­brem­sung. Oder ein lang­sam fah­ren­der, unsi­che­rer Fah­rer kann sei­nen drit­ten oder vier­ten Gang nicht fin­den und schleicht mit 60 Km/h die Stra­ße ent­lang - wor­auf sich for­sche, eili­ge, ter­min­ge­trie­be­ne Fah­rer ver­an­lasst füh­len selbst in unüber­sicht­li­cher Stra­ßen­füh­rung ein Über­hol­ma­nö­ver zu wagen.

Schließ­lich noch Pro­por­tio­na­li­tät (Fall 1), die sich aus einer ein­fa­chen Über­le­gung ergibt:

10.000 Fah­rer = 1 Unfall
100.000 Fah­rer = 10 Unfälle
1.000.000 Fah­rer = 100 Unfälle
10.000.000 Fah­rer = 1.000 Unfälle

Abso­lut steigt die Zahl der Unfäl­le, bleibt aber pro­zen­tu­al dabei gleich. Des­we­gen sind die Anga­ben ohne die Basis der Fest­stel­lun­gen wis­sen­schaft­lich nicht genü­gend. Aus­sa­gen in rei­nen Pro­zent­zah­len sagen schon erst recht nichts aus, denn am Bei­spiel der obi­gen Rei­he erkennt man leicht, dass der pro­zen­tua­le Wert stets gleich ist. Was wohl kaum der Wirk­lich­keit ent­spre­chen wird.

" .. dass die Men­schen sehr viel rück­sichts­lo­ser als frü­her fah­ren .. - das ist eine aus mei­ner per­sön­li­chen Sicht unhalt­ba­re The­se. Ich habe den Füh­rer­schein seit nun­mehr 50 Jah­ren. Wenn ich dar­an den­ke wie schnell zu Beginn, in den ersten Jah­ren die ich den Füh­rer­schein hat­te, gefah­ren wur­de, obwohl weder die Tech­nik der Autos noch der Stra­ßen­zu­stand es her­ga­ben .... nein, der Ver­kehr fließt heu­te sehr viel lang­sa­mer, es gibt immer weni­ger extre­me Raser, Rück­sicht und Beson­nen­heit haben von Jahr zu Jahr zugenommen. 

Wie das so ist mit den "Exper­ten" - fragt man fünf, so bekommt man sechs Antworten ....

* Zitat WIKIPEDIA:
"Das Grund­rau­schen wird durch meh­re­re Fak­to­ren bedingt. Ein Fak­tor, der star­ken Ein­fluss auf die Stär­ke die­ses Grund­rau­schens nimmt ist die Art des Gerä­tes, ob es sich um ein akti­ves oder ein pas­si­ves Gerät han­delt. Bei pas­si­ven Bau­tei­len wird das Rau­schen durch die Brown'sche Mole­ku­lar­be­we­gung ver­ur­sacht, das Wär­me­rau­schen. Bei akti­ven Gerä­ten ist die Ursa­che in der Strom­ver­sor­gung zu sehen. Je mehr Lei­stung ein Gerät erbrin­gen muss, umso grö­ßer kann das Grund­rau­schen sein."

[Quel­le: DVR]


kraut­re­por­ter Mor­gen­post | 16.02.2016; Erst­ver­öf­fent­li­chung: 15. Mrz 2016 um 0:39h.

bookmark_borderBei der Bundeswehr

Mei­nen Füh­rer­schein habe ich bei der Bun­des­wehr gemacht. Das war erstens die preis­gün­stig­ste Lösung, denn er hat mich nichts geko­stet, und zwei­tens die umfang­reich­ste Lösung. Denn wäh­rend elf Wochen wur­de die Aus­bil­dung täg­lich mor­gens mit Theo­rie und nach­mit­tags mit Fahr­pra­xis durch­ge­führt. Mehr als in jeder pri­va­ten Fahr­schu­le war es auf jeden Fall.

Die Dau­er war u.a. des­we­gen so aus­ge­dehnt, weil ich alle Fahr­zeu­ge fah­ren ler­nen muss­te, die spä­ter in mei­ner Ein­heit [ABC-Abwehr-Kom­pa­nie] zum Fuhr­park gehö­ren wür­den: PKW, LKW (mit Hän­ger), Pan­zer (I und II) - zu mei­nem Bedau­ern war trotz­dem kei­ne Zeit mehr für Motor­rad und Pan­zer III, wozu zu die­ser Zeit nur der Kampf­pan­zer Leo­pard gehörte.

cartoon

Füh­rer­schein *alter Art*
Die­ser Ersatz wur­de aus­ge­ge­ben, wenn der Füh­rer­schein ver­lo­ren gegan­gen war. 

Hier abge­bil­det ist der Ersatz-Füh­rer­schein den ich wegen Ver­lust des ersten (zivi­len) Füh­rer­scheins aus­ge­stellt bekam. Der wur­de nach der Mili­tär­zeit aus­ge­ge­ben, weil der Mili­tär­füh­rer­schein bei der Per­so­nal­ak­te ver­blei­ben muss­te. Heu­te ist mein Füh­rer­schein im Scheck­kar­ten­for­mat, was gegen­über dem grau­en "Lap­pen" durch­aus ein Vor­teil ist. "Lap­pen" hieß der Füh­rer­schein des­we­gen, weil er, stän­dig in der Tasche getra­gen, all­mäh­lich Form und Festig­keit ver­lor und wie ein schmut­zig-grau­es Stück Stoff aussah.

Den ursprüng­li­chen Prü­fungs­ter­min (= Aus­ga­be­ter­min) kann man nur schlecht erken­nen, die Tin­te ist schon sehr ver­blasst. Es war der 12.06.1968. Die ange­ge­be­ne Fahr­erlaub­nis Klas­se 2 war für LKW mit Anhän­ger zuge­las­sen, sie schloss PKW mit ein. Heu­te sind in mei­nem Füh­rer­schein meh­re­re Klas­sen ein­ge­tra­gen: A1, B, BE, C1EMLT.

"Frue*er"™ gab es (angeb­lich) eine amt­li­che Mit­tei­lung zum 50. Jubi­lä­um, wenn man also 50 Jah­re lang den Füh­rer­schein hat­te. So hieß es. Das muss wohl ent­we­der abge­schafft wor­den sein, oder es wird nicht mehr gemacht - ich habe so etwas jeden­falls nicht bekommen. 

In all den Jah­ren hat­te ich vier Unfäl­le. Zwei davon ohne jede Schuld, da sind mir jeweils ande­re Fah­rer in mein Auto rein­ge­fah­ren. Bei einem Unfall war ich der Vier­te in einer Schlan­ge als der Erste plötz­lich brem­ste und links abbog, obwohl dort das abbie­gen ver­bo­ten war - dop­pel­te durch­ge­zo­ge­ne Linie!
Ich hat­te, wie man so schön sagt, kei­ne Chan­ce. so wie die zwei Autos vor mir. Des­we­gen zäh­le ich die­sen Unfall eben­so zu den 'unver­schul­de­ten' Unfällen.

Der letz­te Unfall geschah beim Rück­wärts fah­ren, da war ganz plötz­lich ein Baum auf­ge­taucht und der hat­te sich gegen das Rück­licht auf der Fah­rer­sei­te 'gewor­fen' (!), und es war zer­sprun­gen. Kei­ne gro­ße Sache, der Baum hat es über­lebt und der Scha­den hielt sich mit einem zer­bro­che­nen Rück­licht eben­so in Grenzen. 

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bookmark_borderMaut, reloaded ....
*update* (24-03-2017)

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Der ADAC ist zwar seit letz­tem Jahr nicht unbe­dingt als "ver­läß­li­che Quel­le" zu bezeich­nen, da aber die Berech­nung extern erstellt wur­de darf man den Zah­len wohl eher trau­en als denen des Ministeriums.

Bestimmt gilt da:
Was nicht paßt wird pas­send gemacht!

 ・  ⚫  ・ 

Nun, wir wer­den - falls die Maut nicht von Brüs­sel gestoppt wird - in ein paar Jah­ren das Ergeb­nis prü­fen & ver­glei­chen können ....

* u p d a t e *
Wie in der Ber­li­ner Zei­tung zu lesen ist gestal­tet sich das, was die Regie­rung bis­her ver­schwie­gen hat­te noch per­fi­der als zuvor ange­nom­men wur­de: Ein Total­aus­ver­kauf der Auto­bah­nen und Bun­des­stra­ßen zugun­sten insti­tu­tio­nel­ler und pri­va­ter Anle­ger mit Traum­ren­di­ten, fest­ge­schrie­ben und durch den Staat abgesichert.

Und die SPD mischt kräf­tig mit.
Soviel zu dem "Neu­en Kurs" der den Wäh­lern mit Schulz voge­gau­kelt wird ....

[Erst­ver­öf­fent­li­chung: 8. Apr 2015 @ 16:30]

bookmark_borderAuch das Ein­fa­che kann ange­bracht sein

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Ich wür­de mir wün­schen die Ver­ant­wort­li­chen aus unse­ren Auto­bahn­mei­ste­rei­en und ihre über­ge­ord­ne­ten Dienst­stel­len näh­men sich mal ein Bei­spiel dar­an, wie man Bau­stel­len ohne viel Auf­wand ein­rich­ten kann und vor allem ohne dabei kilo­me­ter­lan­ge Staus zu provozieren.

Kei­ne end­lo­sen Baken- und Hüt­chen­rei­hen, Gelb­strei­fen auf der Fahr­bahn, Stahl­plan­ken zwi­schen den Fahr­strei­fen und ein gelb-rotes Lich­ter­meer bei Nacht!

Viel­leicht soll­ten die Damen und Her­ren eine Dienst­rei­se nach Frank­reich und Spa­ni­en machen und sich die Siche­rung von Tages- und Dau­er­bau­stel­len dort anse­hen. Und ihre Kol­le­gen von der Poli­zei gleich mit­neh­men, damit die auch 'was lernen:

Anstatt Park­sün­der auf­zu­schrei­ben und an unnö­ti­gen Stel­len die Geschwin­dig­keit zu kon­trol­lie­ren soll­ten sie die unver­nünf­ti­gen Geschwin­dig­keits­über­tre­ter vor/in/nach Bau­stel­len zur Brust neh­men und die bestehen­den Ver­ord­nun­gen und Geset­ze end­lich mal durchsetzen ...!

Dann klappt es mög­li­cher­wei­se irgend­wann mit einem unge­stör­ten Verkehrsfluß.

bookmark_borderGewöh­nungs­be­dürf­tig

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Die Unter­schie­de bei Fahr­ten über die Auto­bahn sind augen­fäl­lig - egal ob man aus Frank­reich nach Deutsch­land oder umge­kehrt fährt. Das Maut­sy­stem führt zusam­men mit der Geschwin­dig­keits­be­gren­zung zu einem viel ruhi­ge­ren Ver­kehrs­fluß als wir es von unse­ren Auto­bah­nen gewohnt sind.

Das in Deutsch­land geplan­te Maut­sy­stem* - bei dem alle Kfz-Hal­ter glei­cher­ma­ßen und unab­hän­gig davon, ob sie tat­säch­lich die Auto­bah­nen nut­zen wol­len zur Kas­se gebe­ten wer­den - wird dage­gen kei­ne Ent­span­nung der Situa­ti­on auf unse­ren Fern­stra­ßen bringen:

Gera­de weil JEDER zah­len muß wird auch (fast) JEDER ver­su­chen sei­ne Gebüh­ren wie­der "rein­zu­ho­len" und bei JEDER Gele­gen­heit, auch wenn es anders gin­ge, die Mög­lich­kei­ten nut­zen und auf der Auto­bahn fahren. 

Inso­weit besteht kaum Hoff­nung auf Ent­span­nung der Ver­kehrs­la­ge in Deutsch­land. Das Fah­ren wird teu­rer wer­den. Was auch sonst? 

Kfz-Steu­er und Mine­ral­öl­steu­er wer­den schon lan­ge zweck­ent­frem­det, so wird es mit den Mau­terträ­gen auch gehen - und der Stra­ßen­zu­stand wird sich nicht bessern ....

"Gewöh­nungs­be­dürf­tig" ist für mich ledig­lich die Rück­kehr über die Gren­ze nach Deutschland:
- Rück­sichts­los rasen­de Fir­men­wa­gen­fah­rer denen der Sprit­preis egal ist und die ".. aus der Kiste raus­ho­len was geht ..",
- dicht gepack­te LKW-Kolon­nen auf zwei­spu­ri­gen Auto­bah­nen von denen man schon bei der Pla­nung wuß­te, dass sie bei der Fer­tig­stel­lung nicht aus­rei­chend sein würden,
- der größ­te Witz jedoch ist, dass man sei­ne Not­durft in den von den Steu­er­zah­lern bezahl­ten Rast­stät­ten­toi­let­ten nur ver­rich­ten darf wenn man zuvor 70 Cent bezahlt hat.

_______________
* Die­ses System wird genau­so unge­recht geplant wie das System der Rund­funk­ge­büh­ren (egal wie die jetzt hei­ßen). Allein die Ver­wal­tung wird auf­ge­bläht und 'gefüt­tert' - aber da war­ten bestimmt schon ein paar lukra­ti­ve Pöst­chen auf die Par­tei­freun­de aus CSU/CDU ....

bookmark_borderAltern ....

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[Frei über­setzt: Genie­ße das Leben - es hat ein Ver­falls­da­tum.]
 
 

Gera­de habe ich eine län­ge­re Rei­se [2.100 km] per Kfz hin­ter mir und wie es so schön im Volks­mund heißt "Wenn einer eine Rei­se tut so kann er 'was erzäh­len!". Das bewahr­hei­tet sich auch die­ses Mal wieder.

Weil ich lan­ge im Aus­land war und nicht in Deutsch­land gefah­ren bin ist mir auf­ge­fal­len wie sehr sich der Ver­kehr auf den Auto­bah­nen ver­lang­samt hat. Wäh­rend frü­her die 'Schnel­len' kurz hin­ter­ein­an­der mit mehr als 200 km/h ange­braust kamen beob­ach­tet man sowas nur noch ver­ein­zelt. Mei­ne The­se dazu lau­tet: Wer ein "Dienst"-Kfz fährt und nicht selbst den Sprit kau­fen muß rast von Ter­min zu Ter­min ohne nachzudenken.

Obwohl wir noch immer kei­ne Höchst­ge­schwin­dig­keit als gene­rel­le Regel haben hat sich der Ver­kehrs­fluß so etwa bei 130 km/h ein­ge­pen­delt - LKWs natür­lich aus­ge­nom­men, die rol­len dahin wie eh und je ....

Erfolg der staat­li­chen Appelle?
Eine Art frei­wil­li­ge Selbsbeschränkung?
Zuneh­men­de Vor­sicht & Rück­sicht der Fahrenden?
Ein­sicht in die Gren­zen der Phy­sik, die sich nicht ändern (las­sen)?

Oder liegt es dar­an, daß immer mehr Fah­ren­de immer älter sind, sich also der Alters­durch­schnitt nach oben schiebt und weil das so ist betu­li­cher gefah­ren wird? Ich hat­te den Ein­druck das ist der Grund.

Je älter die Leu­te sind desto kla­rer steht ihnen die End­lich­keit (im Bild oben "Ver­falls­da­tum") des Lebens vor Augen. Ein guter Grund das Schick­sal nicht her­aus­zu­for­dern und kein Risi­ko beim Auto­fah­ren einzugehen.

PS
So rich­tig ent­spannt ist es auf fran­zö­si­schen und spa­ni­schen Auto­bah­nen. Wenn das der Effekt einer Maut sein soll­te wäre ich dafür das auch bei uns ein­zu­füh­ren - nicht des Gel­des wegen, das ein­ge­nom­men wer­den könn­te, nein, nur wegen des streß­frei­en Fahrens. 

bookmark_borderAuto-Atlas

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Letz­te Woche habe ich ver­sucht einen neu­en Auto-Atlas zu kau­fen. Der 'Alte' war fast zehn Jah­re in Gebrauch. Mehr oder weni­ger, denn in der Zwi­schen­zeit hat­te ich ein Navi ange­schafft. Der Stra­ßen­at­las war mein 'back­up', für einen Über­blick zu grö­ße­ren Regio­nen - das wird im Navi ent­we­der nicht ange­zeigt oder erst nach sehr umständ­li­cher Tip­pe­rei. Dann aber auch nicht so umfas­send, wie es ein Kar­ten­werk bietet.

In meh­re­ren Buch­hand­lun­gen habe ich Rega­le mit Stra­ßen­kar­ten und ~ atlan­ten durch­ge­se­hen. Wenn über­haupt - außer Deutsch­land - noch ande­re euro­päi­sche Län­der auf­ge­nom­men waren, dann im Maß­stab 1:4.500.000. Wenn nicht in die­sem nichts­sa­gen­den Maß­stab, dann waren oft die Haupt­strecken genau im Kar­ten­falz gele­gen und daher nicht beson­ders gut zu sehen ....

Klei­ne Anek­do­te am Rande:
Als ich eine Pas­san­tin nach der nächst­ge­le­ge­nen Ket­ten-Buch­hand­lung frag­te ant­wor­te­te sie mir "Die Büche­rei ist gleich um die Ecke beim Deich­mann, der Hintereingang."

"Buch­hand­lung" oder "Büche­rei" - da macht man in den soge­nann­ten 'bil­dungs­fer­nen Krei­sen' ganz offen­sicht­lich kei­nen Unter­schied mehr.

  °  

bookmark_borderDreist

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Vor mei­ner Gara­ge befin­det sich eine gro­ße Zufahrt auf der gut & ger­ne zwei Autos hin­ter­ein­an­der Platz haben. Da aber ein Auto für einen Zwei-Per­so­nen-Haus­halt genug ist steht meist nur ein Auto dort, wenn es nicht in die Gara­ge gefah­ren wird. Das pas­siert gele­gent­lich, wenn z.B. Schnee oder schar­fer Frost zu erwar­ten sind - ich bin näm­lich kein Freund davon die Schei­ben frei zu kratzen ....

Manch­mal stel­len sich Lie­fe­ran­ten auf die Zufahrt. Die blei­ben nicht lang, und weil unse­re Stra­ße sehr eng ist habe ich auch nichts dage­gen. Auch Nach­barn fra­gen schon mal, beson­ders in Zei­ten wie jetzt mit Fei­er­ta­gen, wenn Besuch erwar­tet wird, der sonst sehr weit weg par­ken müß­te. Alles eine Fra­ge der Abspra­che und bis­her habe ich auch noch nie "Nein" gesagt.

Hin und wie­der aller­dings gibt es rück­sichts­lo­se Zeit­ge­nos­sen, die sich ohne Skru­pel ein­fach dort­hin stel­len, nicht fra­gen und oft sogar noch frech wer­den, sobald ich sie dar­auf anspre­che und erklä­re, dass es sich um eine pri­va­te Park­flä­che handelt.

Als ich kürz­lich unse­ren Besuch zum Hotel fuhr - das war in der Nacht so gegen 01:00h - kam ich nach ca. einer Vier­tel­stun­de zurück und die Zufahrt war durch einen Ka (Ford Klein­wa­gen) blockiert. So, dass kein Vor­bei­kom­men mög­lich war.

Was macht man um die­se Uhr­zeit wenn man nicht weiss, WER da sein Auto hin­ge­stellt hat und WO man die­se Per­son findet?

Ich habe mich ent­schlos­sen erst­mal die Hupe zu betä­ti­gen. Als nach eini­gen Minu­ten kei­ne Reak­ti­on erfolgt war noch­mal, aber länger.
Schließ­lich kam aus einem der Nach­bar­häu­ser ein gelock­ter Jung­mann gelau­fen der mich mit dem Hin­weis ".. ich wuß­te nicht, dass das ihre Gara­ge ist .." beglückte. 

Ach so. Angeb­li­che Unwissenheit.
Ich antwortete:
"Es ist völ­lig egal WESSEN Gara­ge sie da blockie­ren - ihre Gara­ge und Park­flä­che ist es jeden­falls nicht. Aber Sie haben noch Glück gehabt. Ich hat­te schon die Num­mer der Poli­zei eingetippt ...." 

bookmark_border"Bis daß der TÜV uns scheidet" .... (II)

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Ein neu­er Wohn­ort - ein neu­er TÜV, und wie ver­schie­den doch die Men­schen sind, die da als Prüf­in­ge­nieu­re arbeiten.

2010, mit dem vori­gen Fahr­zeug, einem Toyo­ta RAV 4×4, wur­de mir vom Prü­fer barsch bedeutet:
"Hät­ten Sie ein rich­ti­ges Auto dann könn­te ich die Funk­ti­on des Park­lichts prüfen!"
Auf mei­ne Rück­fra­ge was denn ein "rich­ti­ges Auto" sei bekam ich die Antwort:
"Na, VW, Audi, BMW oder Mercedes!"
[Das war damals der TÜV am Stadt­rand von Mün­ster, Daim­ler­stra­sse, gleich neben der Kfz-Zulas­sung; der Prü­fer schien sei­ne man­geln­de Kennt­nis des Fahr­zeug­typs mit beson­ders for­scher Kun­den­an­spra­che über­decken zu wollen.]

2013, mit dem neu­en Fahr­zeug, einem Nis­san Path­fin­der R51* (4x4;D), noch ein wenig 'exo­ti­scher' als der RAV, ging der Prü­fer sach­lich und ohne Vor­ur­teil ans Werk und nach etwa einer Stun­de konn­te ich mit neu­er Pla­ket­te vom Hof fahren.

Unter­deß wur­de ich freund­lich ein­ge­la­den doch gern einen Blick von unten auf das Auto zu wer­fen und bekam neben­bei noch Hin­wei­se zur Ver­län­ge­rung der Lebens­dau­er von Kar­ros­se­rie und ande­ren anfäl­li­gen Bau­tei­len die man sonst nie zu sehen bekommt. Beson­de­re Schrit­te im Prüf­ab­lauf wur­den mir erklärt - 'lai­en­ver­ständ­lich' erklärt! - und ich war hin­ter­her ein wenig schlau­er was die Kfz-Tech­nik angeht (von der ich, vom obli­ga­to­ri­schen Fahr­schul­wis­sen ein­mal abge­se­hen, sonst sehr wenig verstehe.)
[Das war die TÜV-Sta­ti­on Ibben­bü­ren Han­sastra­sse, gleich neben dem gro­ßen Marktkauf.]

Sehr ange­nehm war auch die Mög­lich­keit einen Ter­min über das Inter­net** zu bekom­men, zumal ich das noch vom Aus­land aus in die Wege lei­ten muß­te. Völ­lig pro­blem­los, ohne War­te­zeit und so wie ver­ab­re­det fand dann der Prüf­ter­min aus statt.

Das ist Ser­vice wie man ihn sich vor­stellt - denn immer­hin kostet die Abnah­me inclu­si­ve Abgas­un­ter­su­chung fast 100,- €uro, da wäre 'weni­ger' eine Enttäuschung.

  

* [Path­fin­der]

** [Link geht zur Startseite]

bookmark_borderZ E N N

War­um wer­den man­che wirk­lich "umwelt­freund­li­chen" Ent­wick­lun­gen nicht mit grö­ße­rer Auf­merk­sam­keit und Öffent­lich­keit bedacht?

Könn­te es sein, daß man bei unse­ren gro­ßen Auto­her­stel­lern 'geschla­fen' hat und nun auch die füh­ren­de Rol­le in der zukünf­ti­gen Fahr­zeug­tech­nik verliert?

Könn­te es wei­ter sein, daß durch Ein­fuhr­be­schrän­kun­gen sol­che moder­nen Fahr­zeu­ge erst gark­ei­ne Chan­ce bekom­men um den hei­mi­schen Markt zu schützen?
 
 


 
 

bookmark_border1967 - 2013

Im Lau­fe eines lan­gen Lebens als Auto­fah­rer kom­men nicht nur eini­ge Kilo­me­ter zusam­men. Auch die Palet­te der gefah­re­nen Autos kann sehr umfang­reich sein.
Als ich heu­te in der Gara­ge anfing auf­zu­räu­men fie­len mir die alten KFZ-Schil­der vom Regal ent­ge­gen. Die habe ich wirk­lich lücken­los seit mei­nem ersten Auto, einem Opel mit Drei­gang­schal­tung am Lenk­rad, auf­be­wahrt. Ein beträcht­li­cher Sta­pel alter Schil­der der sich da ange­sam­melt hat. Teil­wei­se sind dar­un­ter Kenn­zei­chen die es nicht mehr gibt, weil sie den Ratio­na­li­sie­rungs­be­mü­hun­gen (Kreis­re­form; Ver­wal­tungs­ver­ein­fa­chung.) zum Opfer fielen ....

Die Orte will ich nicht auf­zäh­len, das ist dann doch sehr 'pri­vat', aber eine Liste von Her­stel­lern und Typen folgt:

  • 1967: Opel Opel Rekord P2 1500 - der wur­de nach ca. 10 Mona­ten seit­lich von einem Lie­fer­wa­gen tou­chiert und zer­fiel zu Staub, soviel Spach­tel­mas­se, so wenig Blech .... 
  • 1968: Opel Rekord C 1700 - für die­se Zeit ein ech­tes "Geschoß", mit 1900erter Maschi­ne und Knüppelschaltung ....
  • 1970: Citro­ën 2CV - mit Beginn der Stu­di­en­zeit war so ein Auto damals fast schon ein 'Muß', ein Motor­scha­den bei 26.000 Km been­de­te sein Leben ....
  • 1972: VW Käfer 1300 / Pan­ora­ma­fen­ster - den habe ich von 38.000 km bis 168.000 km ohne Pro­ble­me gefah­ren, die ein­zi­ge grö­ße­re 'Repa­ra­tur' waren neue Reifen .... 
  • 1976: Renault 16 - ein völ­lig indis­ku­ta­bles Ein­fach-Auto, aber spar­sam & geräu­mig, das brauch­te man als Stu­dent mit Familie ....
  • 1978: Citro­ën GS (Biro­tor) - das "Zitro­nen-Auto", erstes 'neu gekauf­tes' Auto nach der Stu­di­en­zeit, stand aber häu­fi­ger in der Werkstatt ....
  • 1979: Audi 80
  • 1981: Audi 100 
  • 1983:
    VW Pas­sat B2 (Typ 32B); den hat­te ich knapp vier Mona­te, dann konn­te ich nur noch mit Wider­wil­len ein­stei­gen und habe das Auto nach fünf Mona­ten in Zah­lung gegeben.

    Es war das häß­lich­ste Auto das ich je hatte. 
  • 1983: Audi 100 Avant - ein schö­nes Fahr­zeug, das sich die Gren­zer am Tran­sit Helm­stedt - Ber­lin häu­fi­ger mal genau­er ange­se­hen haben. Sie ver­mu­te­ten ent­we­der Flücht­lings­trans­port oder (unver­sie­gelt ver­bo­te­nes) Mobiltelefon ....
  • 1987: Fir­men­wa­gen - MERCEDES E220 (W124)
  • 1989: MERCEDES E 230 (W124)
  • 1994: MERCEDES 260 E (W124); Vor­jah­res­mo­dell, letz­ter Typ vor der 'neu­en E-Klas­se'.
    Den hat­te ich bis zur Abrei­se nach USA im Jahr 1999 .... 
  • 1999: [US] Geo Tracker 4×4 soft­top, "qua­dra­tisch, prak­tisch, spar­sam". Wir haben den par­al­lel zum PT behal­ten: Für Besu­cher, die so kei­nen Leih­wa­gen brauch­ten um sich vor Ort umzu­se­hen. Kurz bevor ich 2002 aus USA abrei­ste hat ihn mir ein Vater für sei­ne Toch­ter abgekauft. 
  • 2000: [US] Chrys­ler PT Crui­ser 2.4 L; das war ein Sprit­fres­ser - aber schööön .... 
  • 2003: Fir­men­wa­gen - VOLVO V70; der Vol­vo war schnell und preis­wert im Ver­brauch, nur ca. 8 Ltr./100Km, und das bei Spit­zen­ge­schwin­dig­keit um 240 Km/h ....
  • 2005: [EU] Chrys­ler PT Crui­ser 2.4 L; irgend­wie hat­te ich an der Form 'einen Nar­ren gefres­sen' - aber der Ver­brauch war nicht sehr 'wirt­schaft­lich', bis zu 12 Ltr./100Km ....
  • 2009: Toyo­ta RAV 4×4 - dem traue­re ich immer noch nach .... 
  • 2011: Nis­san Path­fin­der - ein sehr kraft­vol­les, geräu­mi­ges und gro­ßes Fahr­zeug, allein die Anhän­ge­last von 2.500 Kg spricht für sich. Wenn man die­se Motor­kraft wirk­lich braucht ist es ein tol­les Fahr­zeug. Durch­schnitts­ver­brauch 12 Ltr. Die­sel im Stadt­ver­kehr, bis zu 16 Ltr. mit Anhän­ge­last von 2.000 Kg - und ohne Hän­ger auf der Auto­bahn immer­hin noch 11 Ltr. - ist aber wahr­haf­tig nicht 'spar­sam' zu nennen ....
  • 2013: ??? 

fett = Neuwagen.
Alle ande­ren Autos waren Fir­men­wa­gen oder Gebrauchtfahrzeuge.