bookmark_borderVon vergangenem Ruhm
oder: Was bleibt, bzw. blieb etwas?>

Oft habe ich mich schon gefragt was das für Men­schen sind, die sich bei die­sen trash-Sen­dun­gen wie "Big Bro­ther" rekru­tie­ren las­sen, mona­te­lang aus ihrer nor­ma­len Tätig­keit aus­stei­gen, und sich irgend­wo in so-genann­ten Dschun­gel­camps für bis zu drei Mona­te (?) Tag und Nacht per Kame­ras bei allen Lebens­um­stän­den, Sex, und dem Essen von abscheu­li­chen, eke­li­gen Sub­stan­zen beob­ach­ten lassen.
Per Zufall bin ich bei you­tube (einem Link fol­gend) auf eine die­ser Per­so­nen gestoßen.

Es war der Gewin­ner im Jah­re 2010, der nun eine Kar­rie­re ganz ande­rer Art anstrebt.

Was er zwi­schen jetzt und damals so gemacht hat ver­such­te ich zu recher­chie­ren. Mit wenig Erfolg. Aller­dings, es kam her­aus was er nun macht. Er ist - stau­nen Sie ruhig, es ist völ­lig verständlich:

Vega­ner Ernäh­rungs­be­ra­ter und Stu­dent für Phy­to­the­ra­pie (Pflan­zen­heil­kun­de)
[Her­vor­he­bun­gen absicht­lich gesetzt]

Wenn Sie häu­fi­ger hier lesen wis­sen Sie:
Das Wort "Phy­to­the­ra­pie" trig­gert mich, es führt dazu wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu suchen und wenn dann noch "Ernäh­rungs­be­ra­ter" dazu kommt läßt es mir kei­ne Ruhe. Nicht bis ich ALLES gefun­den habe, was ein kom­plet­tes Bild die­ses 'Stu­den­ten' und sei­nes 'Stu­di­ums' aus den Ein­zel­hei­ten erkenn­bar macht.


Nun bin ich kein ver­bis­se­ner Feind der Phy­to­the­ra­pie - sofern die ein­ge­setz­ten Pflan­zen - oder Tei­le davon - gründ­lich unter­sucht, stan­dar­di­siert und zweck­mä­ßig ver­packt sind. So, daß eine dem Krank­heits­bild ange­mes­se­ne Dosie­rung erfol­gen kann. Das schließt bei­spiels­wei­se eine eige­ne Samm­lung die­ser Grund­stof­fe schon in den mei­sten Fäl­len aus. Es sei denn, es gibt sta­ti­stisch gesi­cher­te Anga­ben, wie­viel von wel­chen Wirk­stof­fen durch­schnitt­lich an den übli­chen Stand­or­ten ent­hal­ten sind. 

 

Gibt es so etwas nicht ist von eige­ner Samm­lung eher abzu­ra­ten, denn eine ver­nünf­ti­ge Dosie­rung wird hier zum 'rus­si­schen Rou­let­te'. Ins­be­son­de­re dann, wenn es nur eine gerin­ge the­ra­peu­ti­sche Brei­te geben sollte.

Sol­che Beden­ken kom­men aller­dings dem locker-flockig daher­plau­dern­den, you­tubern­den *Student(-en) für Phy­to­the­ra­pie* wohl eher nicht, er spru­delt sein *Wis­sen* nur so her­aus, zwi­schen lan­gen Schlucken von Pflan­zen­säf­ten, direkt aus dem Mixer - wer macht sich schon heu­te noch die Mühe aus Glä­sern zu trinken?
Ist doch alles rein pflanz­lich und gesund, was könn­te da schief laufen?

Mir sträu­ben sich bei die­ser unver­ant­wort­li­chen Locker­heit die Nacken­haa­re! Es geht hier schließ­lich um teil­wei­se hoch poten­te Sub­stan­zen, bei denen schon eine leich­te Über­do­sie­rung schwer­wie­gen­de Fol­ge­er­schei­nun­gen haben kann, und zwar nicht nur vor­über­ge­hend, son­dern ins­be­son­de­re kumu­la­tiv, wenn über län­ge­ren Zeit­raum zuge­führt. Zwei­fel­los ist es mei­stens zu spät für Gegen­maß­nah­men wenn sich schlei­chend die ersten Sym­pto­me einer sol­chen Über­do­sie­rung zeigen:

Was in das Kör­per­ge­we­be ein­ge­la­gert wur­de und dort als Depot gebun­den ist läßt sich nicht rasch ent­fer­nen oder meist auch nicht neutralisieren.
So kann es selbst bei erkann­ter Ursa­che zu spät für den Pati­en­ten sein .... und er wird in dem Bewußt­sein ster­ben doch alles richig gemacht zu haben und dann sowas ....

Der *Stu­dent für Phy­to­the­ra­pie* haut der­weil wei­te­re Vide­os zur tol­len Wir­kung von Pflan­zen her­aus, klicks bei you­tube sind bares Geld - und wer denkt da schon an Ver­ant­wor­tung den Zuse­hen­den gegenüber?

Das Video mit dem Titel "Tie­ri­sche vs pflanz­li­che Pro­te­ine- Pro­te­ine ein­fach erklärt+pflanzliche Pro­te­in­quel­len" ent­hält - wie alle die­se Vide­os von Lai­en, die sich müh­sam ein wenig Kennt­nis­se zu kom­ple­xen Wis­sens­ge­bie­ten erar­bei­tet haben - vie­le tat­säch­lich zutref­fen­de Fak­ten. Die wer­den dann aller­dings so neu *zusam­men­ge­wür­felt*, daß genau das her­aus­kommt was uns der Herr Grätsch ver­kau­fen möch­te: Vega­ne Ernährung!


Lesen Sie doch bit­te mei­nen Arti­kel zu Eiweiß [Titel "Stoff­wech­sel­schlacken"], den habe ich geschrie­ben als ich eine Ver­öf­fent­li­chung, eigent­lich nur ein paar Sät­ze in einem Kom­men­tar, gele­sen habe, die behaup­te­ten es gäbe einen Unter­schied wie Men­schen rie­chen je nach­dem ob sie sich mit oder ohne Fleisch ernähr­ten. Sie fin­den dort das Ori­gi­nal­zi­tat und (m)eine Rich­tig­stel­lung auf­grund der wis­sen­schaft­li­chen Fakten.

 

[2010:
Gewin­ner Big Brother]
2022:
Vega­ner Ernäh­rungs­be­ra­ter und Stu­dent für Phy­to­the­ra­pie (Pflan­zen­heil­kun­de)
So stellt sich Timo Grätsch bei Insta­gram vor:
Gesundheit/Kosmetik
Ernährungsberater.🍃
Stu­dent für Phytotherapie🌱
Pflanzenheilkunde
Meditation
Yoga
Sprossenzucht 🌱
Wildkräuter🌾🥦
You­Tube: Timo G.

Mehr zu "Ernäh­rung: Eiweiß"

PS:
Herz­li­che Ein­la­dung an Herrn Grätsch hier in einem Kom­men­tar zu erklä­ren was *Stu­dent für Phy­to­the­ra­pie* bedeu­tet und wie man das wird, z.B. Vor­aus­set­zun­gen, Lehr­in­sti­tut, Kosten ....

bookmark_borderSprache:
„Weiland schritt ich fürbaß
durch die heimischen Lande“*.

Kürz­lich dach­te ich ein Wort erfun­den zu haben: Tri­pe­lung
Getreu dem Mot­to der "Gesell­schaft für Deut­sche Spra­che" nach dem sich Spra­che stän­dig wan­delt und wir das als Fort­schritt zu wer­ten hätten:

".. Alles halb so schlimm, rela­ti­viert Andrea-Eva Ewels .. die Unter­gangs­sze­na­ri­en gegen­über der DW: „Nein, unse­re Spra­che geht nicht unter, sie ver­än­dert sich nur ste­tig – schon des­halb, weil sich die Welt in einem frü­her nicht gekann­ten Aus­maß und Tem­po ver­än­dert“, sagt sie. „Wir spre­chen ja auch nicht mehr so wie im 6. Jahr­hun­dert oder im Mit­tel­al­ter.“ Spra­che, so Ewels wei­ter, müs­se sich immer wie­der neu­en Lebens­ver­hält­nis­sen anpas­sen, damit sie den Men­schen als Mit­tel der Refle­xi­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on die­nen könne .."
".. gera­de in punc­to ver­nach­läs­sig­ten Dativs oder Kon­junk­tivs sieht sie eine natür­li­che Ent­wick­lung: „Sprach­wan­del führt immer zur Ver­ein­fa­chung der Sprachstruktur .."


Genau da setzt mei­ne Kri­tik ein & an.
Denn:
Wo sind hier die Gren­zen und vor allem wonach rich­ten sich die­se Gren­zen? Wer­den sie am klein­sten gemein­sa­men Nen­ner fest­ge­macht und sagen wir alle dem­nächst den ver­ein­fach­ten Satz "Isch geh Aldi" anstatt zu for­mu­lie­ren "Ich gehe jetzt ein­kau­fen, zu Aldi."

 
Sodann bezweif­le ich, daß der 'Sprach­wan­del' derer, die nur (sol­che und ähn­li­che) Pri­mi­tiv­sät­ze zu spre­chen in der Lage sind, die oben zitier­ten Aus­füh­run­gen der Frau Ewels über­haupt ver­ste­hen könn­ten - und an wen wen­det sich dann ihre Anspra­che in ein paar Jah­ren wenn jene 'aus­ge­stor­ben' sind, die noch fähig waren sinn­erfas­send kom­plet­te deut­sche Sät­ze zu lesen oder zu verstehen?

Die ten­den­ziö­se Dar­stel­lung des Sach­ver­hal­tes in dem ver­link­ten DW Arti­kel ergibt sich aus mei­ner Sicht schon durch die Aus­wahl von Zita­ten und Beispielen:
Wenn man eine dia­lekt-gewöhn­te Frau, Pfäl­ze­rin, zu Wort kom­men läßt, deren Hoch­deutsch­be­mü­hun­gen mit lokal übli­chen Dia­lekt­wor­ten durch­setzt ist, so wird ein Man­gel an Objek­ti­vi­tät unter­stellt wer­den dürfen.
Was ich hier­mit tue.
Der Auf­fas­sung der "Gesell­schaft für Deut­sche Spra­che" wider­spricht gleich­sin­nig vehe­ment der Ver­ein Deut­sche Spra­che (VDS). Danke.

".. der Sprach­wis­sen­schaft­ler Aria Adli von der Uni­ver­si­tär Köln: „Wenn sich die Eltern­ge­nera­ti­on heu­te beschwert, dass die Jun­gen die Spra­che nicht mehr rich­tig beherr­schen, dann könn­te man den Spieß auch umdre­hen und sagen: Die Eltern­ge­nera­ti­on hat nicht dazu­ge­lernt, um so zu spre­chen, wie man eigent­lich heut­zu­ta­ge spricht .."

Hier fehlt mir das Ver­ständ­nis wie­so sich die Älte­ren nach den Jün­ge­ren zu rich­ten hät­ten! Ist es nicht viel­mehr so, daß sowohl im Tier­reich als auch bei den Men­schen der Fort­schritt durch die Ideen, das Bei­spiel und die Erfah­rung der Älte­ren ent­wickelt und ver­bes­sert wird?

Wenn ich Bei­spie­le aus der so-genann­ten 'Jugend­spra­che' lese dreht sich mir der Magen um. 


Ich kann nicht ver­ste­hen wie irgend­ein ernst­zu­neh­men­der Mensch, geschwei­ge denn Wis­sen­schaft­ler - außer offen­sicht­lich Herrn Adli - sich dazu ver­stei­gen kann zu for­dern die Mehr­heit der Bevöl­ke­rung habe sich am Bei­spiel einer noch dazu jugend­li­chen Min­der­heit zu ori­en­tie­ren.

 


Bei­spie­le für die Benut­zung des Wor­tes "TRIPELUNG" (Zif­fern 1+2), das ich nun lei­der doch nicht erfun­den habe, weil es schon zuvor benutzt wurde:
(1)
Bei Dopp­lun­gen ver­weist die­ser auf den jeweils ande­ren volks­spe­zi­fi­schen Arti­kel. Bei Tri­pe­lun­gen auf eine all­ge­mei­ne Begriffsklärung.

(2)
„Dass ange­sichts der visu­el­len Tri­pe­lung und der damit ver­bun­de­nen bild­ne­ri­schen Über­frach­tung die Musik zu ihrem Recht kommt, ist dem sich leidenschaftlich ...

(3)
https://sensor-wiesbaden.de/im-2x5-interview-andrea-eva-ewels-geschaeftsfuehrerin-der-gesellschaft-fuer-deutsche-sprache-46-jahre-1-sohn/

(4)
https://brachinaimagepress.de/kultusminister-erhoehen-foerderung-fuer-pflege-der-deutschen-sprache

(5)
https://www.aski.org/f-1-37-192-gesellschaft-fuer-deutsche-sprache.html

(6)
https://sfb1412.hu-berlin.de/de/personen/prof-dr-aria-adli/

* https://www.haz.de/kultur/regional/verfaellt-die-deutsche-sprache-YHQ2WSBG4WWZ3O2DVIXKDOOPWE.html
".. Der Wort­schatz einer Spra­che ver­än­dert sich ins­be­son­de­re durch die Bil­dung neu­er Wör­ter (Abwrack­prä­mie), durch das Ver­al­ten und Aus­ster­ben von Wör­tern und Wen­dun­gen (für­baß, zu die­sem Behu­fe), durch Bedeu­tungs­wan­del (Frau­en­zim­mer) und durch Ent­leh­nun­gen (Ser­vice­point).
Klaus-Die­ter Lud­wig ist Uni­ver­si­täts­pro­fes­sor und beschäf­tigt sich vor allem mit Ange­wand­ter Sprach­wis­sen­schaft. Er kann auf her­aus­ra­gen­de Lei­stun­gen auf dem Gebiet der Lexi­ko­lo­gie und Lexi­ko­gra­phie der deut­schen Spra­che zurückblicken .."

[aus: "Wei­land schritt ich für­bass durch hei­mi­sche Lan­de", Vor­trag über Ver­än­de­run­gen der deut­schen Spra­che.]

bookmark_borderDCLXVI

Es gibt Tage, da wun­dert man sich mehr­mals über das, was so in der nähe­ren Umge­bung vor­geht. Natür­lich nur, wenn man sich trotz Pan­de­mie aus den eige­nen 'vier Wän­den' her­aus wagt oder es Grün­de dafür gibt Ande­re her­ein zu lassen.

Von der magi­schen / okkul­ten Zahl 666 hat­te ich schon gehört: 

Das sei ein gehei­mes Kenn­zei­chen was tat­säch­lich als KfZ Kenn­zei­chen erwor­ben wür­de und gleich­ge­sinn­te Teu­fels­an­be­ter (!) fän­den so zuein­an­der. Na ja, wer's glaubt. Es soll dem­ge­gen­über so sein, dass ein "X" im Kenn­zei­chen Geheim­dienst bedeu­tet. Wenn es gar zwei davon sind han­delt es sich dem Ver­neh­men nach um Füh­rungs­per­so­nal von V-Leu­ten. "4711" mit belie­bi­gen Buch­sta­ben soll ein Köl­ner Geheim­bund sein, der die Geschicke der Stadt lei­tet und die dor­ti­gen Poli­ti­ker sind nur Socken­pup­pen! Alle Welt kennt natür­lich das Kenn­zei­chen für "Sado-Maso-Freun­dIn­nen" das am Auto mit der Buch­sta­ben­fol­ge "- SM" zur Erken­nung und Kon­takt­auf­nah­me hilft.

Mit all die­sem (und noch Eini­gem mehr) aus­ge­stat­tet kön­nen Sie sich vor­stel­len, was ich dach­te, als ein Mensch in dun­kel­grün-gescheck­ter Kampf-Kom­bi in mei­ne Ein­fahrt fuhr und ich, als er aus­stieg, sah, dass er Sprin­ger­stie­fel trug, rechts am Gür­tel etwas Lan­ges, Schma­les her­un­ter­hing, das einem Ehren­dolch sehr ähn­lich war, und auf dem Kopf der Anhän­ger­kupp­lung ein Toten­schä­del aus Gum­mi oder Pla­stik den Näs­se­schutz dar­stell­te, der mit einem häss­li­chen Grin­sen in die Welt schau­te. Da war es mit der hier sonst übli­chen beschau­li­chen Ruhe vor­bei. TO-tal.

Alter Schwe­de! Jetzt wur­de mir mulmig.
Als ich dann noch das Kenn­zei­chen mit der Zif­fern­fol­ge "666" sah dach­te ich "Nicht hier, nicht bei mir, hier wer­den kei­ne Klein­kin­der gemor­det, hier wer­den kei­ne Teu­fels­an­be­tun­gen zele­briert, hier geht es 'gut-bür­ger­lich' zu"!

Der Mann kam auf mich zu und säu­sel­te "Hal­lo, ich soll hier was für einen Freund abho­len. Die Sack­kar­re habe ich mit­ge­bracht." Sprach es und leuch­te­te mir mit einer star­ken Lam­pe direkt ins Gesicht. Schlag­ar­tig wich die Sor­ge um Frau und Hund einer zuneh­men­den Erleich­te­rung: Es war der Fah­rer, der den Kühl­schrank abho­len soll­te, den ich gra­tis bei Ebay Klein­a­zei­gen annon­ciert hatte. 

Des­sen Gefrier­ab­teil taugt ohne­hin nicht für eine Lei­che. Nicht mal die eines Klein­kin­des. Höch­stens für eini­ge Kör­per­tei­le .... oder einen Säug­ling. Wie ich nur plötz­lich wie­der auf sol­che Gedan­ken kam, der Mann sah doch ganz freund­lich aus ....

Als wir am Abstell­ort anka­men und er die 188cm hohe Kühl-Gefrier­kom­bi­na­ti­on mal eben so schein­bar mühe­los hoch hob und auf die Sack­kar­re stell­te beschli­chen mich sofort wie­der nagen­de Zwei­fel .... was, wenn er gelernt hat­te mit ande­ren toten Din­gen genau so mühe­los umzu­ge­hen ...? Bevor ich den Gedan­ken wei­ter spin­nen konn­te war er mit Ver­zur­ren schon fer­tig, tipp­te an sein bea­nie mit Pen­ta­gramm-Sticke­rei und ver­ab­schie­de­te sich mit einem gehauchten 

"See you in Hell!"

¹ Ken­nen Sie noch wei­te­re (natür­lich streng gehei­me) Kür­zel und Hinweise?
sie­he → Wiki­pe­dia

bookmark_borderchinesisch. eingedeutscht. pelfekt!

Vor eini­gen Tagen hat­te ich ein Möbel­stück, eine Réca­miè­re¹, über das Inter­net bestellt. Eine Vor­ge­hens­wei­se von der ich - nun, da das Möbel wie­der zurück­ge­schickt und der Kauf rück­gän­gig gemacht ist - nur hef­tigst abra­ten kann. 

Eini­ge O-Ton-Bei­spiel­sät­ze mit was man da umgeht:

Zuerst dach­te ich an eine auto­ma­ti­sier­te Übersetzung

Dar­auf­hin habe ich in einem Anflug von Sar­kas­mus zu einem klas­si­schen Zitat gegriffen ....

.... - und sie­he da, die Rück­ab­wick­lung wur­de nun tat­säch­lich erledigt!


Mei­ne Rezension:
".. Auf den ersten Blick sieht die­ser Arti­kel gut aus - aber wenn man ihn von unten betrach­tet, erkennt man:
Dies wird nicht lan­ge genug hal­ten um ein Erb­stück zu werden!
Schwa­che Holz­stücke, das mei­ste Holz ist ein Zoll Sperr­holz, kein Win­kel von 45° oder 90° ist tat­säch­lich rich­tig. Drei Tei­le, die anein­an­der befe­stigt wer­den müs­sen und neun Schrau­ben, von denen kei­ne genau auf ihre Kon­ter­mut­tern abge­stimmt ist, Unter­schie­de bis zu 1 cm - hier wur­de es schwierig!
Stel­len Sie sicher, dass Sie die fol­gen­den Werk­zeu­ge zur Hand haben:
- lan­ge Schraub­zwin­gen > 1ft
- Holz­mei­ßel (Stech­bei­tel)
- Gummihammer
- Rat­schen­ka­sten mit Sechs­kant-Bits (der mit­ge­lie­fer­te Schlüs­sel ist ein Witz bei den benö­tig­ten Kräften)
und viel Geduld und behut­sa­mer Umgang, damit die win­zi­gen Holz­säu­len nicht brechen.
Das Befe­sti­gen der Bei­ne begann leicht, aber am Ende hat sich beim Dre­hen ein Teil des Abdeck­tuchs gelöst.
Der Zusam­men­bau hat vier Stun­den gedauert.
Ein Stern nur, weil man 'Null' nicht ver­ge­ben kann.
Das Pro­dukt habe ich zurückgegeben.
Der Vor­gang hat meh­re­re Tage und end­lo­se Schrei­ben hin-und- her erfor­dert (s.o.).

 

- "Lie­ber Kun­de, schreck­lich leid. Wir haben uns nach Ihrem Paket erkun­digt und eines der ver­blei­ben­den Pake­te ist noch unterwegs."

- "Das Pro­dukt ist mit Ihnen nicht zufrie­den, und wir sind auch sehr schuldig."

- "Wir wer­den uns jetzt mit dem Nach­fol­ger in Ver­bin­dung set­zen, um ein Rück­sen­de­eti­kett zu vereinbaren."

- "Unse­re Finan­zie­rung hat Sie zurück­er­stat­tet .. Als näch­stes ach­ten Sie dar­auf, Ihr Porte­mon­naie zu überprüfen."


Mein Rat: Las­sen Sie die Fin­ger davon!

 

Defi­ni­tio­nen, schlicht¹ und 'mar­ke­ting­ge­färbt'²
¹ ".. Mit die­sem Begriff wer­den Sitz­mö­bel bezeich­net, die kei­ne voll­stän­di­ge Rücken­leh­ne oder voll­stän­di­gen Sei­ten­leh­nen haben .." 
² ".. Heu­te bezeich­nen wir ein Sitz- und Lie­ge­mö­bel als Réca­mie­re, des­sen Rücken­leh­ne nicht voll­stän­dig eine Sei­te der Sitz­flä­che umrahmt. Mit einer Réca­mie­re bringst du die per­fek­te Kom­bi­na­ti­on klas­si­scher Ele­ganz und moder­nem Lie­ge­kom­fort in dein Wohnzimmer .." 

PS
Was wir nun haben:
Gebraucht gekauft für die Hälf­te dessen
was das chi­ne­si­sche Pro­dukt geko­stet hatte,
sta­bil, sau­ber, geruchsfrei:

bookmark_borderKann eine gläubige Muslimin Wissenschaft überzeugend vortragen?

Die Debat­te um „Quarks“-Frau Nemi El-Hassan dreht sich um völ­lig fal­sche The­men. Ob die­se jun­ge Frau pro- oder kon­tra- Isra­el, anti­se­mi­tisch oder nicht ist, hat doch mit ihrer Aus­wahl für die Sen­dung über­haupt nichts zu tun.


Ein­zig bedeut­sam ist die Tat­sa­che, dass ein Mensch, der an eine fik­ti­ve Per­son, Gott, Allah oder wie sonst auch immer die Bezeich­nung ist, glaubt, sich dadurch für eine wis­sen­schaft­li­che Tätig­keit selbst disqualifiziert.

 
Wie soll man einen wis­sen­schaft­li­chen Sach­ver­halt in einer Wis­sen­schafts­sen­dung über­zeu­gend ent­wickeln und vor­tra­gen, wenn man nicht die glei­chen Kri­te­ri­en die dort gel­ten an eige­ne Über­zeu­gun­gen anlegt und deren Vali­di­tät so prüft?

Die Dis­kus­si­on soll­te also eher lauten:
Wie konn­te der WDR für eine sol­che Sen­dung auf die Idee kom­men eine mus­li­mi­sche Gläu­bi­ge sei die beste Wahl? Genau­so wenig geeig­net wären eine christ­li­che Akti­vi­stin, ein jüdi­scher Akti­vist oder gar ein Mit­glied einer irgend­wie christ­lich-fun­da­men­ta­li­sti­schen Sekte. 

Wer Wis­sen­schaft - basie­rend auf Fak­ten, nicht auf Glau­ben - über­zeu­gend erklä­ren soll muss von der wis­sen­schaft­li­chen Arbeits­wei­se beseelt sein und das kann nur dar­stel­len, wer glei­cher­ma­ßen im pri­va­ten Leben denkt und handelt.

Sie­he → Von Allah und Wis­sen­schaft; *update* [07.02.2019] (14.2)

bookmark_bordertwitter, eine kurze Stellungnahme

"..Nichts ist wie es scheint. Stel­le infra­ge, betrach­te die Zusam­men­hän­ge, fol­ge dei­nem gesun­den Men­schen­ver­stand.."

So liest sich die Selbst­vor­stel­lung eines twit­te­rers - und im Prin­zip bin ich ja genau die­ser Auf­fas­sung. Das war es aber fast schon mit der Über­ein­stim­mung, ein­mal abge­se­hen davon, dass ich sei­ne Umwelt­be­trach­tun­gen im wesent­li­chen ähn­lich sehe, weil sie auf einer soli­den Fak­ten­ba­sis beruhen.

An ande­rer Stel­le ver­rennt er sich in medi­zi­ni­sche Minen­fel­der: Immun­sy­stem von Mut­ter und Kind rund um die Geburt, mit einem unge­recht­fer­tig­ten Sei­ten­hieb gegen Sec­tio cae­sarea (ohne Dif­fe­ren­zie­rung spe­zi­fi­scher Fäl­le) und getoppt mit einer unhalt­ba­ren medi­zi­ni­schen Vol­te [5] - also völ­lig daneben.

Wie es tat­säch­lich um die Wech­sel­wir­kung zwi­schen müt­ter­li­chem und kind­li­chem Abwehr­sy­stem bestellt ist kön­nen Sie dort → TEXT nach­le­sen. Eine wis­sen­schaft­lich anspruchs­vol­le­re Dar­stel­lung fin­den Sie dort → Neo­na­ta­les Immun­sy­stem - Zwi­schen zwei Welten

Ohne jede Häme gegen­über dem Autor stel­le ich die­ses Bei­spiel vor - weil es sehr gut dar­stellt, dass Kom­pe­tenz auf dem einen Wis­sens­ge­biet, die Herr (Igor) Pla­hu­ta für Kli­ma & Umwelt sicher hat - nicht auf wei­te­re Wis­sens­ge­bie­te 1:1 über­tra­gen wer­den kann. Wie ich übri­gens schon häu­fi­ger anmerk­te (s. Links unten). 

Es ist also gut die ein­gangs zitier­te Auf­for­de­rung von Herrn Pla­hu­ta zur Vor­sicht [Stel­le infra­ge, betrach­te die Zusam­men­hän­ge, fol­ge dei­nem gesun­den Men­schen­ver­stand] wal­ten zu las­sen. Der 'gesun­de Men­schen­ver­stand' ist näm­lich sehr oft in Wahr­heit ein fest­ge­fah­re­nes Vor­ur­teil - und Vor­ur­tei­le sind beque­mer zu über­neh­men als sich Wis­sen zu erarbeiten.

Zur Fra­ge von Fachkompetenz
Exper­ten­wis­sen
... eine wis­sen­schaft­li­che Grundeinstellung ...
Mit Wis­sen­schaft tun sich selbst Wis­sen­schaft­ler schwer
Wis­sen­schaft

bookmark_borderAußer Spesen nichts gewesen ....
Oder: Wie ich einmal - nach vielen Jahren wieder - zu einer Untersuchung ging

- "Augen auf!" heißt es in gefähr­li­chen Lebenssituationen;
Scherz­haft warnt man "Holz­au­ge sei wachsam!"
- "Da fiel es mir wie Schup­pen von den Augen!" sagt der Volksmund;
- "Mir wur­den die Augen geöff­net!" sagen vie­le Men­schen, wenn sie plötz­lich eine Erkennt­nis gewon­nen haben. Weil Ihnen zuvor nicht so deut­lich die Fol­gen von Hand­lun­gen klar waren. 

In der ver­gan­ge­nen Woche hat­te ich einen Arzttermin.
Beim Augenarzt.
"Aha!" wer­den Sie jetzt den­ken, "des­we­gen die ein­lei­ten­den Weis­hei­ten zu 'Augen'!"
Stimmt, dar­auf woll­te ich einstimmen.

Bei die­sem Besuch in einem "Medi­zi­ni­schen Ver­sor­gungs­zen­trum" gin­gen mir - im wah­ren Wort­sinn - die Augen auf. Dar­über, zu wes­sen Nut­zen die Zen­tren arbei­ten und was der Grund dafür ist, dass sie an Kran­ken­häu­ser und Kli­ni­ken ange­glie­dert werden.

Vor­der­grün­dig mag es so aus­se­hen, als ob da durch die Nähe und Ver­bin­dung zu den ope­rie­ren­den Kol­le­gen im Sin­ne der Pati­en­ten gehan­delt wird. Nach mei­ner Beob­ach­tung aus vie­len Jah­ren Berufs­tä­tig­keit und in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren zuneh­mend aus beglei­ten­den Besu­chen in den Ambu­lan­zen an ver­schie­de­nen Orten des Lan­des, kom­me ich aller­dings zu der Über­zeu­gung, dass hier eine Art "För­der­band" auf­ge­baut wur­de, mit des­sen Hil­fe Pati­en­ten aus den Ambu­lan­zen in die Ope­ra­ti­ons­sä­le beför­dert wer­den (Abb. unten).
Die Zahl der Ope­ra­tio­nen wächst stän­dig - die Zahl der Men­schen, die zu bestimm­ten Alters­grup­pen gehö­ren bleibt annä­hernd gleich. Auf­fäl­lig ist, dass ins­be­son­de­re sol­che Ope­ra­tio­nen zuneh­men, die mit einer gewis­sen "Vor­lauf­zeit" geplant aus­ge­führt wer­den können.

Bei­spie­le dafür sind Darm­ope­ra­tio­nen - nach eben­falls in der Häu­fig­keit wach­sen­den Darm­spie­ge­lun­gen. oder Hüft-, Knie-, und Fuß­ope­ra­tio­nen. Ein­grif­fe am Auge, sei es mit Laser zur Ver­än­de­rung einer Kurz- oder Weit­sich­tig­keit, oder zu unglei­chem Visus bei­der Augen, und vor allem Lin­sen­aus­tausch bei so-genann­ten "Star-Ope­ra­tio­nen".

Mir hat der unter­su­chen­de Arzt bei einer (alters­be­ding­ten) Ein­schrän­kung der Seh­fä­hig­keit wegen Lin­sen­trü­bung [Grau­er Star] von ca. 20% - was bedeu­tet, dass mei­ne Seh­fä­hig­keit ca. 80% des­sen beträgt, was als 'nor­mal' ange­se­hen wer­den kann, gera­ten mir künst­li­che Lin­sen ein­set­zen zu lassen. 

Auf mei­ne Fra­ge, ob ich dann wie­der 100% sehen wer­den kann kam die Ant­wort "Nein, das wer­den wir nicht erreichen!"



Beur­tei­len Sie selbst, lie­be Lesen­de, ob Sie unter die­sen Umstän­den, also dem Gewinn von Seh­fä­hig­keit irgend­wo bei 10%, eine Ope­ra­ti­on durch­füh­ren las­sen wür­den, deren Ergeb­nis im schlimm­sten Fall Erblin­dung auf dem ope­rier­ten Auge bedeu­ten könn­te. Für ca. 10% mehr, aus­ge­hend von immer­hin noch 80% im Alter von 75 Jah­ren! Die zudem ledig­lich Bril­len als Aus­gleich erfordern.

 
Sicher, das ist zuwei­len etwas 'umständ­lich', immer­hin braucht man drei Brillen:

 
Fer­ne (Auto), Nähe (Lesen) und so mit­ten­drin (Bild­schirm­ar­beit).
Aber was ist das schon, wenn man die Ein­schrän­kung genau so behe­ben kann?
Ohne Operation.

Zur Unter­su­chung hat­te ich mich ange­mel­det, weil ich für die Nähe eine etwas stär­ke­re Ver­grö­ße­rung brau­che und dafür eine Ver­ord­nung haben woll­te. Gab es nicht, obwohl eine fast halb­stün­di­ge Unter­su­chung an ver­schie­de­nen Gerä­ten durch­ge­führt wor­den ist. Es gab auch kei­ne zusam­men­fas­sen­de Bewer­tung die­ser erho­be­nen Befun­de. Wenig­stens nicht 'auto­ma­tisch', son­dern erst als ich dar­auf bestand. Die Wer­te für die gemes­se­nen neu­en Para­me­ter zur Bril­len­fer­ti­gung bekam ich nicht. Die wer­de, so wur­de ich belehrt, der Opti­ker fest­stel­len und mir dann neue Bril­len herstellen.

Bleibt fest­zu­hal­ten was die­ser Besuch in der Augen­am­bu­lanz als Ergeb­nis hat:

- Lang­wie­ri­ge Ein­gangs­prü­fung und Regi­strie­rung (Covid!)
- mei­ne Seh­fä­hig­keit beträgt 80% des­sen was als 'nor­mal' gilt;
- trotz­dem rät man mir zu einer Lin­sen­er­satz-OP;
- die gefun­de­nen Wer­te für neue Bril­len blei­ben unveröffentlicht;
- den son­sti­gen Befund bekam ich sehr zöger­lich erst als ich dar­auf bestand.

So vie­le Spruch­weis­hei­ten wie hier zutref­fend wären kann ich gar nicht auf­schrei­ben. Daher ein Spruch für Alles:

"Nep­per, Schlep­per, Bauernfänger
- jetzt auch in den (Kran­ken­häu­sern
ange­glie­der­ten) Ambulanzen!"

 
Sie­he auch:
Gesund­heits­aus­ga­ben im Jahr 2019 auf über 400 Mil­li­ar­den Euro gestiegen
Gra­fi­ken
Clop­pen­burg geht's an die Man­deln, Augs­burg an den Blinddarm

 

bookmark_borderWenn zwei das Gleiche tun ....

" .. Wenn zwei das Glei­che tun, so ist das nicht dasselbe .. "
Dar­auf kom­me ich gleich noch zu sprechen.

Bei Kom­mu­ni­ka­ti­on geht es heut­zu­ta­ge oft über­haupt nicht um Aus­tausch und Infor­ma­ti­on son­dern dar­um, sich zu behaup­ten. Wir mögen das bedau­ern, doch es ent­spricht dem Zeitgeist: 

Wo Fak­ten kei­nen Wert mehr haben sind die Argu­men­te wohl­feil. Es obsie­gen Jene, die sich bes­ser dar­stel­len, nicht die Ande­ren, die über­zeu­gen­de Argu­men­te haben. Aber: Selbst wenn Vie­le danach stre­ben so zu sein und sich in Ein­klang mit die­ser Art zu leben befin­den, heisst das noch nicht, dass es zwin­gend rich­tig ist oder gar sein muss.

Die näch­ste Über­le­gung ist dann logischerweise:
Wie Vie­le müs­sen das­sel­be tun, damit es als Norm aner­kannt wird?
Es ist eine Stan­dard­fra­ge - die den gro­ßen Nach­teil hat zwar ein­leuch­tend zu sein aber kei­nes­wegs ziel­füh­rend! Bes­ser müss­te es hei­ßen: Selbst wenn ein Ein­zi­ger einen Stand­punkt ver­tritt kann der die bes­se­re 'Norm' sein als das, was der Rest denkt.

Dies vor­an­ge­stellt möch­te ich spä­ter hier ein Zitat aus einer Debat­te zum Glau­ben wie­der­ge­ben, das ich in ähn­li­cher Form schon öfter benutzt habe:

Wenn ich mich an eine Stra­ßen­ecke stell­te und den Men­schen die dort gehen ver­kün­de­te sie mögen doch mir von nun an fol­gen, mir einen Teil ihrer Ein­künf­te über­las­sen, damit ich wei­ter die Wahr­heit einer höhe­ren Enti­tät ver­kün­den kann und dafür ver­sprä­che ich ihnen ein unge­trüb­tes Leben in para­die­si­scher Umge­bung und das anhal­tend bis in alle Ewig­keit - dann wür­de wohl irgend­wann ein Auto mit star­ken Män­nern vor­fah­ren, die mich mit sanf­ter oder wenig sanf­ter Art in einen Lei­nen­an­zug steck­ten, des­sen Ärmel über Kreuz mit Leder­bän­dern mei­ne Bewe­gungs­frei­heit ein­schrän­ken würden .... 

Soweit will ich es nicht kom­men las­sen, des­we­gen wer­de ich es nicht prak­tisch aus­pro­bie­ren, aber ich füge dann immer an:

Wenn sich Sonn­tags in Tala­re gehüll­te Per­so­nen in soge­nann­ten Got­tes­häu­sern hin­stel­len und Glei­ches erzäh­len, dann wird das Geld für sie sogar vom Staat ein­ge­zo­gen .... und (fast) nie­mand kommt auf die Idee ihre Geschich­ten von einer höhe­ren Macht, die noch nie jemand gese­hen hat oder bewei­sen konn­te, könn­te mög­li­cher­wei­se nur eine net­te Geschich­te sein die dazu dient ande­re für den eige­nen Unter­halt bezah­len zu lassen.

Der fol­gen­de Text ist das wei­ter oben ver­spro­che­ne Zitat des Neu­ro­wis­sen­schaft­lers Dr. Sam Har­ris aus einer Debat­te zwi­schen ihm und dem Evan­ge­li­kal-christ­li­schen Apo­lo­gi­sten Dr. Wil­liam Lane Craig.


" .. If you wake up tomor­row morning thin­king that say­ing a few words in Latin over your pan­ca­kes is going to turn them into the body of Elvis Pres­ley - you have lost your mind.
But if you think more or less the same thing about a cracker and the body of Jesus you're just a Catholic .. "

Übersetzung:
" .. Wenn Sie mor­gen früh auf­wa­chen und den­ken, dass ein paar latei­ni­sche Wör­ter über ihre Pfann­ku­chen gespro­chen die­se in den Kör­per von Elvis Pres­ley ver­wan­deln wer­den - dann haben Sie den Ver­stand verloren.
Aber wenn Sie mehr oder weni­ger das­sel­be über eine Opla­de Obla­te und den Leib Jesu den­ken, sind Sie wahr­schein­lich nur ein Katho­lik .. "
 

 
Wie leicht erkenn­bar wird geht es hier nicht um 'gewin­nen', son­dern um Logik .... die jedem from­men Chri­sten (und natür­lich Gläu­bi­gen ähn­li­cher Reli­gio­nen) ver­deut­li­chen soll und kann (!), dass eine Behaup­tung, die nicht bewie­sen ist, kei­ner­lei Wert besitzt. Außer natür­lich für all jene Men­schen, die die­se Mär­chen erzäh­len und dadurch ihren Lebens­un­ter­halt bestrei­ten .... wenn sie nicht gera­de - wie vie­le katho­li­sche Geist­li­che - unge­straft Sexu­al­de­lik­te an Kin­dern begehen.

bookmark_borderVorne "Hui!", hinten "Pfui!"
*update* [05.03.2021]

Das ist in Hes­sen ein Tadel für sol­che Men­schen oder Unter­neh­men, die ein glanz­vol­les Image fast unfehl­ba­rer 'per­for­mance' in die Öffent­lich­keit posau­nen - und die in Wahr­heit nicht ein Fünk­chen Ehr­geiz haben die­se plum­pen Über­trei­bun­gen auch nur teil­wei­se zu erfüllen.

Die­ses Bild (leicht ver­kürzt, aber authen­tisch) fand ich heu­te im Maileingang

War­um es mich beson­ders ver­är­gert stel­len Sie leicht fest, denn mein Inter­net­an­schluss bei der Tele­kom Magen­ta Zuhau­se L soll fol­gen­de Eigen­schaf­ten haben:

down­load → 100 MBit/s max.
upload → 40 Mbit/s max.
mit Inter­net flat und Fest­netz flat.

Beim Abschluss wur­de ich gefragt, ob ich einen Mobil­funk­ver­trag hät­te, weil dann für das Fest­netz der soge­nann­te "Magen­ta­vor­teil" zuträ­fe - das bedeu­tet: Flat­rate auch vom Fest­netz in alle Mobilfunknetze.

Als mir dann für Anru­fe in Mobil­funk­net­ze Zusatz­ge­büh­ren abver­langt und abge­bucht wur­den habe ich rekla­miert. Da hieß es dann "Ihr Mobil­funk­ver­trag ist vor dem ein­ge­schlos­se­nen Ver­trags­zeit­raum und mit einem ermä­ßig­ten Preis gebucht - da trifft der "Magen­ta­vor­teil" bei Ihnen nicht zu."

Das hät­te ich noch hin­ge­nom­men, da es nicht sehr häu­fig vor­kommt - aber wenn Sie sehen wel­che Geschwin­dig­kei­ten mein Inter­net­an­schluss tat­säch­lich erreicht wer­den Sie ver­ste­hen, war­um ich nach mitt­ler­wei­le vier Ver­su­chen das über Beschwer­de, Tech­nik, 'hot­line' und Ser­vice­cen­ter zu ver­än­dern nun wirk­lich stin­kig bin. Stel­le ich mir vor ich hät­te noch das Ange­bot "smart home" ange­nom­men, dann spuck­te die Hei­zung bei 80°C Dampf und der Kühl­schrank samt Gefrier­teil wäre auf­ge­taut, die Woh­nungs­tür stün­de seit Stun­den sperr­an­gel­weit offen und die Beleuch­tung schal­te­te sich in Inter­val­len aus und ein ....

Hier die Über­sicht einer Aus­wahl von gemes­se­nen Werten
(mit dem von der Regie­rung über eine Dritt­fir­ma bereit­ge­stell­ten tool A).

Nicht bei einem der vie­len Tests
war die upload-Geschwin­dig­keit über 50 MBit/s!
Ich bezah­le den dritt­teu­er­sten Tarif und bekom­me eine Lei­stung, die noch unter dem liegt, was für den bil­lig­sten Tarif ausgwie­sen ist.


 
 
 

 
 
 

&➁ erfolg­rei­che Mes­sun­gen; ➂ abge­bro­che­ne Mes­sung, kein upload mög­lich; ➃ Was ich gebucht habe - und noch nie (seit Novem­ber 2020) zur Ver­fü­gung hatte.

Bei völ­lig unter­ir­di­scher tat­säch­li­cher Lei­stung in der Wirk­lich­keit wer­den mir online sol­che Ange­bo­te gemacht:

 

Es ist unmög­lich von der Tele­kom eine schrift­li­che Ant­wort zu bekom­men. Jeg­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on läuft per Tele­fon, vor­zugs­wei­se auch die zu den Män­geln im Fest­netz und Inter­net über den Mobil­funk­an­schluss. Ver­su­che ich es über das Inter­net so fin­det die Tele­kom­soft­ware mei­nen Wohn­ort nicht

 

Prü­fen Sie ein­mal selbst, ob Sie unter der ange­ge­be­nen PLZ den Ort Bad Hers­feld fin­den .... die Tele­kom behaup­tet PLZ oder Wohn­ort sei­en ungül­tig. So viel Unzu­läng­lich­keit kann sich nur ein Mono­po­list lei­sten der durch die Legis­la­ti­ve und deren nach­ge­schal­te­te Behör­den nicht mehr kon­trol­liert wer­den kann, weil dort nur Dilet­tan­ten am Werk sind, die von den smar­ten Mana­gern der Tele­kom über den Tisch gezo­gen wer­den. Anders kann man sich die­se unsäg­li­chen Ver­sa­gens­fäl­le schon nicht mehr erklären.

Ich bin über­zeugt, das hat Methode!
Wenn ich nichts schrift­lich in Hän­den habe kann ich nichts bewei­sen, und wenn ich nichts bewei­sen kann, kann ich auch kei­ne Kla­ge wegen Nicht-Erfül­lung des Ver­tra­ges erheben. 

Eines ist sicher:
Den 700 € teu­ren Haus­an­schluss bei unse­rem neu­en Haus wer­de ich nicht legen las­sen. Abge­se­hen davon, dass für knapp 7 m Kabel vom Haus aus zur näch­sten erreich­ba­ren Tele­kom­lei­tung die­ser Preis (eine Pau­scha­le!) eine Unver­schämt­heit ist.

Als ich nach meh­re­ren Ver­su­chen per Tele­fon kürz­lich einen Tech­ni­ker am Tele­fon hat­te erklär­te er mir, das sei ein Feh­ler der am Rou­ter läge und des­we­gen brauch­te ich einen - kosten­pflich­ti­gen! - Tech­ni­ker­ter­min. Was ich dan­kend ablehn­te und des­we­gen an einen ande­ren Tech­ni­ker ver­wie­sen wur­de, der mir ohne die­sen Ter­min hel­fen soll­te. Die­ser Mann erklär­te mir dann der Feh­ler sei nicht beim Rou­ter zu suchen, son­dern es sei­en Bau­ar­bei­ten an den Lei­tun­gen für das hie­si­ge Wohn­vier­tel Schuld an den 'Stö­run­gen', und die wür­den am 18.02. been­det sein. Auf mei­nen Hin­weis, dass Aus­fäl­le des Inter­nets und des Tele­fons auch nachts auf­tre­ten, zu Zei­ten, an denen bestimmt nie­mand arbei­tet, hat er ein­fach auf­ge­legt. Der 18. 02. ist vor­bei - die man­gel­haf­te Inter­net­ver­bin­dung ist nach wie vor da.

Der Gip­fel der Unver­schämt­heit war dann, dass ich wenig spä­ter am Tag eine Auf­for­de­rung bekam doch die Umstän­de bei der Lösung (!) mei­ner "Stö­rungs­be­schwer­de" zu bewerten.

Wie sind denn Ihre Erfah­run­gen, lie­be Lesende?

*update* [05.03.2021]

Mitt­ler­wei­le wur­de mir - ohne wei­te­ren Hin­weis oder Kom­men­tar - der soge­nann­te "Magen­ta-Vor­teil" im Monat Febru­ar mit 0,00€ berech­net. Nun bin ich nicht sicher, ob das bedeu­tet, dass ich ihn nun habe und er nichts kostet, oder ob es bedeu­tet, dass ich ihn nicht bekom­me und dafür freund­li­cher­wei­se von der Tele­kom nichts berech­net wird .... 

Der drit­te Tech­ni­ker, den ich am Tele­fon hat­te als mit­ten in der Nacht, so etwa um 01:12h das Inter­net aus­fiel erklär­te mir, die Stö­rung sei dar­auf zurück zu füh­ren, dass 'groß­räu­mi­ge War­tungs- und update-Arbei­ten an den Ser­vern der Tele­kom getä­tigt wür­den die bis min­de­stens 05:30 anhal­ten wür­den - danach sei aber alles wie­der OK

Die­ser Mann erklär­te mir, dass der *speed test* der Bun­des­netz­agen­tur untaug­lich sei die Geschwin­dig­keit kor­rekt zu mes­sen, die das eige­ne Inter­net habe. Als ich da Zwei­fel äußer­te wur­de ich belehrt 'Ich habe 80% Kun­den­zu­frie­den­heit, und Sie spre­chen mir Kom­pe­tenz ab?' Hat­te ich gar nicht, son­dern nur den Teil der sich auf die Bun­des­netz­agen­tur bezog.

Um noch­mal mei­ne Lei­tung - die er wegen der Arbei­ten nun nicht bis zum Rou­ter prü­fen kön­ne, die aber, soweit er kom­me, kei­ne Stö­run­gen habe - rich­tig und umfas­send zu prü­fen, wür­de er mich Frei­tag­abend so unge­fähr um 21:30h anru­fen .... dar­auf war­te ich aller­dings immer noch.

A Dazu heißt es auf der Webseite:
" .. Die Breit­band­mes­sung wur­de von der zafa­co GmbH im Auf­trag der Bun­des­netz­agen­tur ent­wickelt und erfüllt die Vor­ga­ben des Gre­mi­ums Euro­päi­scher Regu­lie­rungs­stel­len für elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on (BEREC) .."

bookmark_borderWie vorhergesagt ....
*update* [02.05.2020]

Pres­se­ver­laut­ba­rung

" .. Diens­tag, 28. April
7.30 Uhr – Coro­na-Repro­duk­ti­ons­ra­te steigt wie­der an

Die Ansteckungs­ra­te mit dem Coro­na­vi­rus ist in Deutsch­land wie­der gestie­gen. Das geht aus den Zah­len des Robert Koch-Insti­tuts (RKI) von Mon­tag­abend her­vor. Dem­nach steckt jeder Infi­zier­te einen wei­te­ren Men­schen an, die Repro­duk­ti­ons­ra­te liegt also bei 1. Die Zahl der Neu­erkran­kun­gen geht damit anders als in den letz­ten Tagen nicht mehr zurück. Um die Epi­de­mie abflau­en zu las­sen, muss die Repro­duk­ti­ons­ra­te nach RKI-Anga­ben dau­er­haft unter 1 lie­gen .. "

Die Exper­ten, u.a. auch der SPD-Gesund­heits­ex­per­te und Epi­de­mio­lo­ge Prof. Dr. Karl Lau­ter­bach, haben es vor­her­ge­sagt und vor Sorg­lo­sig­keit gewarnt:
Die Zah­len der Neu­in­fek­tio­nen stei­gen wie­der an.
Kanz­le­rin Mer­kel hat­te bei der Ankün­di­gung erster Locke­run­gen der Coro­na-Maß­nah­men sehr deut­lich appel­liert die Regeln ein­zu­hal­ten, weil schon ver­meint­lich klei­ne Ände­run­gen der Repro­duk­ti­ons­zahl erheb­li­che Fol­gen haben kön­nen und des­we­gen Vor­sicht ange­ra­ten sei.

Wir haben hier ein Bei­spiel dafür, wie falsch all die Poli­ti­ker [Laschet, Lind­ner, Kret­schmer (Sach­sen), u.a.] mit ihren vor­ei­li­gen Öff­nungs­phan­ta­sien ent­ge­gen jeder wis­sen­schaft­li­chen Ver­nunft und War­nung gele­gen haben - und unter sol­chen Vor­aus­set­zun­gen Schu­len und Kin­der­gär­ten wie­der ohne Ein­schrän­kun­gen zu öff­nen ist gleich­be­deu­tend einem Todes­ur­teil für wei­te­re Opfer an die Pan­de­mie, die zwei­fels­frei dar­aus resul­tie­ren werden.
Laschet aller­dings, ein alter Polit­fuchs, hat offen­bar erkannt, dass er anders for­mu­lie­ren muss um nicht sofort anzu­ecken und drückt sich vor­sich­ti­ger aus als zuvor.

Es bleibt zu hof­fen, dass eine brei­te Öffent­lich­keit erkennt, wel­che Poli­ti­ker rück­sichts­los die Inter­es­sen von Unter­neh­men anstatt die Inter­es­sen ihrer Wäh­ler­schaft durch­bo­xen. Die CDU wird in eini­gen Bun­des­län­dern die Quit­tung bekom­men, wie schon zuvor die SPD wegen Dop­pel­zün­gig­keit nach dem Erbe der Regie­run­gen Schrö­der [Hartz-Refor­men, Weg­fall des Kün­di­gungs­schu­zes, Ren­ten­kür­zun­gen]. Das immer noch nicht von Par­tei­obe­ren der SPD ver­ur­teilt wur­de und zu des­sen Abschaf­fung es zwar immer wie­der Gedan­ken, aber kei­ne Aktio­nen gibt.

*update* [02.05.2020]
Wie auch Tei­le der Pres­se ver­su­chen durch 'in-Fra­ge-stel­len' zu den Regie­rungs­mass­nah­men Emo­tio­nen zu schü­ren anstatt Wis­sen zu ver­meh­ren wird sehr schön in dem nach­fol­gend als Zitat dar­ge­stell­ten Aus­schnitt aus einem Arti­kel¹ auf­ge­zeigt, den ich mei­nen Lesern als Lek­tü­re emp­feh­len möchte:

¹ Das Coro­na-Virus und der „kri­ti­sche Geist“
   Wer nur fragt, bleibt dumm: Aug­stein, Fleisch­hau­er und die kal­ku­lier­te Ignoranz
   20. April 2020

bookmark_borderVom "Zufall"

Im fol­gen­den Zitat ist von "Zufall" die Rede. Hier wird deut­lich, wie die gei­stes­wis­sen­schaft­li­che Betrach­tung aus einer sehr ein­fa­chen Gege­ben­heit etwas höchst Kom­ple­xes zu machen ver­steht - dem wahr­schein­lich ob die­ser Ver­dre­hung der Tat­sa­chen nie­mand mehr so recht zu fol­gen weiß.
Zuge­ben will es aber nie­mand, des­we­gen bleibt sol­cher Unfug unwi­der­spro­chen und füllt gan­ze Bibliotheken!

Zitat:
' ..Es gibt zwei unter­schied­li­che Inhal­te des Begriffs "Zufall":
(1) Der eine ist der ech­te har­te Zufall (1a), bei dem sich der näch­ste Zustand nicht aus dem vor­her­ge­hen­den ergibt. Der steht die Gegen­po­si­ti­on gegen­über, dass sich ein Zustand voll­stän­dig aus den vor­an­ge­gan­ge­nen Zustän­den ergibt (1b), unab­hän­gig davon, wie­vie­le Bil­lio­nen von Fak­to­ren da eine Rol­le spielen.
(2) Der ande­re Begriffs­in­halt befasst sich mit der Vor­aus­seh­bar­keit des fol­gen­den Zustan­des. Die­sen Begriff ver­wen­det man beim Würfel .. '
/Zitat

Soweit also das Zitat, die Zif­fern­un­ter­schei­dung ist von mir um leich­ter den Bezug herzstellen. 

Wen­den wir uns zunächst (1) zu: Der 'echt har­te Zufall' ist einen sprach­li­che Unsin­nig­keit, denn Zufall ist immer über­ra­schend und nicht vor­her­seh­bar .... hier soll durch den Zusatz eine Unter­schei­dung sug­ge­riert wer­den die es nicht gibt.
Ganz ein­fach stel­len wir uns das Gegen­teil vor:
Der 'unech­te, ganz wei­che Zufall' .... mer­ken Sie 'was?

(1a) Der ver­meint­lich 'echt har­te Zufall' ist also schlicht → Zufall

Die Gegen­po­si­ti­on, die hier­zu auf­ge­baut wird 'dass sich ein Zustand voll­stän­dig aus den vor­an­ge­gan­ge­nen Zustän­den ergibt' ist dann aller­dings genau­so unsin­nig. Denn wenn sich ein Zustand aus dem Vor­he­ri­gen ergibt ist es kein Zufall mehr. Es han­delt sich dann um eine - abseh­ba­re - 'Fol­ge'.

(1b) Die ver­meint­li­che Gegen­po­si­ti­on ist also eine fal­sche Annah­me, es ist kein Zufall, son­dern eine vor­her­seh­ba­re Folge.

Sodann kom­men wir zu (2) Vor­aus­seh­bar­keit: Schon wie­der sol­len wir aufs Glatt­eis geführt wer­den, denn wenn etwas 'vor­aus­seh­bar' ist, ist es kein Zufall mehr, son­dern wie (1b) eine "Fol­ge".

Der Zufall beim Wür­feln ist aller­dings nicht vor­aus­seh­bar. Das nimmt der Autor irri­ger­wei­se an.
Auch wenn die Zahl der Mög­lich­kei­ten ein­ge­schränkt ist - der Wür­fel hat ja nur sechs Sei­ten und damit sechs Mög­lich­kei­ten zu fal­len - ist doch kei­ne "Vor­her­seh­bar­keit" gegeben:

Es han­delt sich also um einen "Zufall" wel­che Zahl fal­len wird.

(2) Ist also ein Son­der­fall durch die beschränk­te Anzahl von Vari­an­ten. Aller­dings genau wie (1a) schlicht → Zufall.

Zusam­men­ge­fasst sind (1a) und (2) gleich und damit "Zufall", (1b) hin­ge­gen ist kein Zufall son­dern eine Fol­ge - und hat des­we­gen in der Erör­te­rung nichts zu suchen.


Der Text, der eine Unter­schei­dung von "Zufäl­len" zu machen sucht ist daher kom­plet­ter Unfug. Ein klas­si­sches Bei­spiel für gei­stes­wis­sen­schaft­li­ches Ver­wirr­spiel ohne jede prak­ti­sche Bedeutung.

 

WIKIPEDIA sagt dazu
Wenn von Zufall gespro­chen wird, kann kon­kret gemeint sein:

1. Ein Ereig­nis geschieht objek­tiv ohne Ursa­che („objek­ti­ver Zufall“).
2. Ein Ereig­nis geschieht, ohne dass eine Ursa­che erkenn­bar ist.
3. Ein Ereig­nis geschieht, bei dem man zwar die Ein­fluss­fak­to­ren kennt, sie aber nicht mes­sen oder steu­ern kann, so dass das Ergeb­nis nicht vor­her­seh­bar ist („empi­risch-prag­ma­ti­scher Zufall“).
4. Zwei Ereig­nis­se ste­hen in kei­nem (bekann­ten) kau­sa­len Zusammenhang.

bookmark_borderRatspräsident:in
*update* [06.07.2019]; *2. update* [07.07.2019]

Quiz­fra­ge:
Eine Bewer­be­rin hat in jedem Res­sort dem sie vor­ge­stan­den hat ver­sagt, und/oder gegen die Inter­es­sen der Wäh­ler Geset­ze durch­ge­paukt.

Ins­ge­samt geschah das in vier (4) Ressorts:

2003-2005
Lan­des­so­zi­al­mi­ni­ste­rin Niedersachsen
→ Abschaf­fung des Blin­den­gel­des (ein­zi­ges Bundesland!)

2005-2009
Bund Familienministerin
→ Kün­ge­lei mit Kir­chen­ver­tre­tern in Bezug auf Eltern­geld, Krip­pen und Kin­der­gär­ten; "Zen­sur­su­la", Internetzugangssperren

2009-2013
Bund Arbeitsministerin
→ Sank­ti­ons­aus­wei­tung beim ALG II

2013-heu­te
Bund Verteidigungsministerin
→ Beschaf­fungs­skan­dal Droh­nen, rechts­wid­ri­ge Beauf­tra­gung exter­ner Bera­ter ohne Aus­schrei­bung (und Verwandtschaft!).

Sie ist über­all dadurch auf­ge­fal­len, dass sie Sach­ver­hal­te ver­fälscht oder über­trie­ben, manch­mal frei erfun­den hat um ihre jewei­li­ge Agen­da durch­zu­set­zen. Das brach­te ihr den Spitz­na­men "von der Lügen" ein.

Für wel­che wei­te­re Ver­wen­dung hat sich die­se Poli­ti­ke­rin qualifiziert?

1. Für kein wei­te­res Amt - sie soll­te mit Poli­tik aufhören.
2. Sie muss belo­bigt wer­den weil sie dem Staat Aus­ga­ben erspart hat.
3. Sie wird erst­mal vor Gericht gestellt wegen Amts­miß­brauchs, dann sieht man weiter.

4. Sie wird Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin der EU ...!

So geht Poli­tik heute ....

Bild­text über­setzt: Sie wur­de durch eine Rei­he von bei­na­he lächer­li­chen Fias­kos wegen nutz­lo­ser Aus­rü­stung, einer Unter­su­chung eines Beschaf­fungs­skan­dals, und des mög­li­chen rechts­wid­ri­gen Ein­sat­zes exter­ner Bera­ter beschädigt.

Sie­he hier­zu auch → Video "extra-➂"

'*update* [06.07.2019]
Sie­he zusätz­lich "nach­denk­sei­ten" und ein zuge­hö­ri­ges Video

*2. update* [07.07.2019]