.... und natür­lich rat­tert eben­so eine Hecken­sche­re. Der Grün­schnitt wird am Schluß mit einem Laub­blä­ser weg­ge­pu­stet .... das hat schon Rein­hard Mey in Wor­te & Musik gefaßt. Sei­ne Ver­stim­mung scheint schon ein wenig abge­klun­gen zu sein. Min­de­stens klin­gen die Zei­len recht mode­rat.


 

Ich kom­me dar­auf, weil ich heu­te früh von infer­na­li­schem Lärm geweckt wur­de.
Lärm von einer Hecken­sche­re.
Da muß­te ich an Super­märk­te den­ken.
Sie wer­den den­ken "Super­märk­te?
Wie­so denn gera­de Super­märk­te?"

Der Grund dafür ist ein­fach:

Stel­len sie sich ein­mal vor was pas­sie­ren wür­de wenn - wahl­los - ein paar Super­märk­te in ihrem Wohn­ort nie­der­ge­ris­sen und weg­trans­por­tiert wür­den.
Da stün­den sie vor den kläg­li­chen Resten auf dem Grund­stück und müß­ten womög­lich sehr viel län­ge­re Strecken zurück­le­gen um sich zu ver­sor­gen. Wenn aller­dings auch rund­um alle Super­märk­te weg wären müß­ten sie sehr, sehr weit fah­ren - und wenn sie kei­nen Super­markt mehr fin­den müß­ten sie viel­leicht Hun­gers ster­ben ....

Nun stel­len sie sich ein­fach mal vor wie es den Bie­nen, Hum­meln und Schweb­flie­gen geht:

Die fin­den nichts mehr für sich und ihre Nach­kom­men­schaft wenn Hecken, Büsche und Bäu­me auf "SCHÖN" getrimmt wer­den und dabei alle Blü­ten & Früch­te ver­nich­tet und weg­trans­por­tiert wer­den.

Leben geop­fert für eine aus­ufern­de "Ästhe­tik".
"Mein schö­ner Gar­ten" läßt grü­ßen.
Eine Schan­de.

[Quel­le]