bookmark_borderLachnummer(-n)

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Der Tobi (Tobi­as) enga­giert sich mit "Zero­Ma­cho" für Frauenerechte.
Aber Hallo!
Der 'neue' Mann
- ist sensibel
- hört zu
- lebt Gleichberechtigung
- macht Hausarbeit
- hat Respekt vor Frauen
[via "Frau-TV"; (ab 20m00s)]
Für mich hört sich das so an, als ob end­lich Nor­ma­li­tät ein­keh­ren könn­te und alle bier­sau­fen­den, fuß­ball­schau­en­den, sack­krat­zen­den, rülp­sen­den und fur­zen­den Deutsch­män­ner - end­lich - zur Zivi­li­sa­ti­on bekehrt werden.

Die Ursu­la (von der Ley­en) enga­giert sich für mehr sozia­le Lei­stun­gen bei der Bun­des­wehr - wie­der mal. Weil es mit dem Groß­ge­rät nicht so gut klappt muß eine Ablen­kung her. Die Pres­se ist auch wil­lig dar­auf angesprungen ....

Der aus Bay­ern stam­men­de Herr Dob­rindt enga­giert sich für ein Maut-Kon­zept das lt. Fach­leu­ten schon im Ansatz teu­rer sein könn­te als sein Ertrag - ein, sagen wir es auf baye­risch: "nutz­lo­ser Ban­kert" der da das Licht der Welt erblicken soll - zugleich ein wei­te­rer Beweis dafür, dass Poli­tik nicht unbe­dingt etwas mit Ver­nunft oder gei­sti­ger Gesund­heit zu tun haben muß.

Der Deutsch­land­funk enga­giert sich mit sei­nen Pro­gram­men für:
Den­ken - Füh­len - Wissen
Toll, ist doch bes­ser als
Lee­re - Stumpf­sinn - Unwissen,
aber das taugt natür­lich weni­ger als 'tag line' ....
Gut, dass wir nun end­lich wis­sen wofür Gebüh­ren ver­langt werden.

bookmark_borderGewöh­nungs­be­dürf­tig

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Die Unter­schie­de bei Fahr­ten über die Auto­bahn sind augen­fäl­lig - egal ob man aus Frank­reich nach Deutsch­land oder umge­kehrt fährt. Das Maut­sy­stem führt zusam­men mit der Geschwin­dig­keits­be­gren­zung zu einem viel ruhi­ge­ren Ver­kehrs­fluß als wir es von unse­ren Auto­bah­nen gewohnt sind.

Das in Deutsch­land geplan­te Maut­sy­stem* - bei dem alle Kfz-Hal­ter glei­cher­ma­ßen und unab­hän­gig davon, ob sie tat­säch­lich die Auto­bah­nen nut­zen wol­len zur Kas­se gebe­ten wer­den - wird dage­gen kei­ne Ent­span­nung der Situa­ti­on auf unse­ren Fern­stra­ßen bringen:

Gera­de weil JEDER zah­len muß wird auch (fast) JEDER ver­su­chen sei­ne Gebüh­ren wie­der "rein­zu­ho­len" und bei JEDER Gele­gen­heit, auch wenn es anders gin­ge, die Mög­lich­kei­ten nut­zen und auf der Auto­bahn fahren. 

Inso­weit besteht kaum Hoff­nung auf Ent­span­nung der Ver­kehrs­la­ge in Deutsch­land. Das Fah­ren wird teu­rer wer­den. Was auch sonst? 

Kfz-Steu­er und Mine­ral­öl­steu­er wer­den schon lan­ge zweck­ent­frem­det, so wird es mit den Mau­terträ­gen auch gehen - und der Stra­ßen­zu­stand wird sich nicht bessern ....

"Gewöh­nungs­be­dürf­tig" ist für mich ledig­lich die Rück­kehr über die Gren­ze nach Deutschland:
- Rück­sichts­los rasen­de Fir­men­wa­gen­fah­rer denen der Sprit­preis egal ist und die ".. aus der Kiste raus­ho­len was geht ..",
- dicht gepack­te LKW-Kolon­nen auf zwei­spu­ri­gen Auto­bah­nen von denen man schon bei der Pla­nung wuß­te, dass sie bei der Fer­tig­stel­lung nicht aus­rei­chend sein würden,
- der größ­te Witz jedoch ist, dass man sei­ne Not­durft in den von den Steu­er­zah­lern bezahl­ten Rast­stät­ten­toi­let­ten nur ver­rich­ten darf wenn man zuvor 70 Cent bezahlt hat.

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* Die­ses System wird genau­so unge­recht geplant wie das System der Rund­funk­ge­büh­ren (egal wie die jetzt hei­ßen). Allein die Ver­wal­tung wird auf­ge­bläht und 'gefüt­tert' - aber da war­ten bestimmt schon ein paar lukra­ti­ve Pöst­chen auf die Par­tei­freun­de aus CSU/CDU ....

bookmark_borderAltern ....

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[Frei über­setzt: Genie­ße das Leben - es hat ein Ver­falls­da­tum.]
 
 

Gera­de habe ich eine län­ge­re Rei­se [2.100 km] per Kfz hin­ter mir und wie es so schön im Volks­mund heißt "Wenn einer eine Rei­se tut so kann er 'was erzäh­len!". Das bewahr­hei­tet sich auch die­ses Mal wieder.

Weil ich lan­ge im Aus­land war und nicht in Deutsch­land gefah­ren bin ist mir auf­ge­fal­len wie sehr sich der Ver­kehr auf den Auto­bah­nen ver­lang­samt hat. Wäh­rend frü­her die 'Schnel­len' kurz hin­ter­ein­an­der mit mehr als 200 km/h ange­braust kamen beob­ach­tet man sowas nur noch ver­ein­zelt. Mei­ne The­se dazu lau­tet: Wer ein "Dienst"-Kfz fährt und nicht selbst den Sprit kau­fen muß rast von Ter­min zu Ter­min ohne nachzudenken.

Obwohl wir noch immer kei­ne Höchst­ge­schwin­dig­keit als gene­rel­le Regel haben hat sich der Ver­kehrs­fluß so etwa bei 130 km/h ein­ge­pen­delt - LKWs natür­lich aus­ge­nom­men, die rol­len dahin wie eh und je ....

Erfolg der staat­li­chen Appelle?
Eine Art frei­wil­li­ge Selbsbeschränkung?
Zuneh­men­de Vor­sicht & Rück­sicht der Fahrenden?
Ein­sicht in die Gren­zen der Phy­sik, die sich nicht ändern (las­sen)?

Oder liegt es dar­an, daß immer mehr Fah­ren­de immer älter sind, sich also der Alters­durch­schnitt nach oben schiebt und weil das so ist betu­li­cher gefah­ren wird? Ich hat­te den Ein­druck das ist der Grund.

Je älter die Leu­te sind desto kla­rer steht ihnen die End­lich­keit (im Bild oben "Ver­falls­da­tum") des Lebens vor Augen. Ein guter Grund das Schick­sal nicht her­aus­zu­for­dern und kein Risi­ko beim Auto­fah­ren einzugehen.

PS
So rich­tig ent­spannt ist es auf fran­zö­si­schen und spa­ni­schen Auto­bah­nen. Wenn das der Effekt einer Maut sein soll­te wäre ich dafür das auch bei uns ein­zu­füh­ren - nicht des Gel­des wegen, das ein­ge­nom­men wer­den könn­te, nein, nur wegen des streß­frei­en Fahrens.