{"id":81439,"date":"2008-03-20T00:01:00","date_gmt":"2008-03-19T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.re-actio.com\/wordpress\/?p=81439"},"modified":"2008-03-20T00:01:00","modified_gmt":"2008-03-19T23:01:00","slug":"weiter-4808066","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.re-actio.com\/wordpress\/weiter-4808066\/","title":{"rendered":"(weiter)"},"content":{"rendered":"<div class=\"__iawmlf-post-loop-links\" style=\"display:none;\" data-iawmlf-post-links=\"[{&quot;id&quot;:11309,&quot;href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/www.luther-in-bs.de\\\/seele.htm&quot;,&quot;archived_href&quot;:&quot;&quot;,&quot;redirect_href&quot;:&quot;http:\\\/\\\/luther-in-bs.de\\\/seele.htm&quot;,&quot;checks&quot;:[],&quot;broken&quot;:false,&quot;last_checked&quot;:null,&quot;process&quot;:&quot;done&quot;}]\"><\/div>\n<p><span class=\"dquo\">\"<\/span>Die christ\u00adli\u00adchen Lebens\u00adre\u00adgeln von Johann Ritt\u00admey\u00ader\" (\u2020&nbsp;1698),<br>\ndie hier <a href=\"http:\/\/www.luther-in-bs.de\/seele.htm\" target=\"_blank\">in vol\u00adler L\u00e4n\u00adge zitiert<\/a> werden:<br>\n<font size=\"2\"><br>\n4. Heuch\u00adle nicht vor dir sel\u00adber, pr\u00fc\u00adfe ernst\u00adlich dein Gewis\u00adsen und schie\u00adbe es nicht hin\u00adaus, bis du etwa von einer schwe\u00adren Todes\u00adkrank\u00adheit \u00fcber\u00adfal\u00adlen wirst, son\u00addern den\u00adke bei\u00adzei\u00adten dar\u00adan, wo du dei\u00adne ewi\u00adge Blei\u00adbe auf\u00adschla\u00adgen wirst.<\/font><\/p>\n<p>5. Wer des Mor\u00adgens denkt, er wer\u00adde den Abend gewi\u00df erle\u00adben, und des Abends denkt, er wer\u00adde den Mor\u00adgen gewi\u00df erle\u00adben, der wan\u00addelt in gro\u00ad\u00dfer Blind\u00adheit und Sicherheit.<\/p>\n<p>6. Wer sei\u00adne guten Wer\u00adke guten Wer\u00adke und sei\u00adne Bu\u00dfe und Bekeh\u00adrung auf mor\u00adgen ver\u00adschiebt, der han\u00addelt eben\u00adso klug, als wenn er ein fr\u00f6h\u00adli\u00adches Mahl auf gestern anset\u00adzen woll\u00adte, denn er hat dann an dem einen eben so viel als an dem anderen.<\/p>\n<p>7. Geden\u00adke, da\u00df dei\u00adne edle See\u00adle wie ein klei\u00adnes V\u00f6gel\u00adchen ist, das sich gera\u00adde da auf die Erde setzt, wo ihm hun\u00addert Net\u00adze gelegt sind, unter denen es nicht sicher sein kann, es sei denn es fl\u00f6\u00adge auf in die Luft. So mu\u00dft du auch dein Herz nicht auf die Erde, son\u00addern zum Him\u00admel hin len\u00adken, wenn du dei\u00adne See\u00adle erhal\u00adten willst.<\/p>\n<p>8. Wenn du in dir den Wil\u00adlen zur Bekeh\u00adrung merkst und hast, so den\u00adke dar\u00adan, da\u00df dies die Stim\u00adme des getreu\u00aden Erz\u00adhir\u00adten Jesu Chri\u00adsti ist, der dir als sein ver\u00adlo\u00adre\u00adnes Sch\u00e4f\u00adlein in dein Gewis\u00adsen ruft; wirst du die\u00adse ver\u00adach\u00adten, dann sie\u00adhe zu, da\u00df du nicht von ihm ver\u00adach\u00adtet werdest.<\/p>\n<p>9. Gutes zu tun ver\u00adschie\u00adbe nicht auf dein Alter, son\u00addern opfe\u00adre Gott dei\u00adne bl\u00fc\u00adhen\u00adde Jugend. Denn einem jun\u00adgen Men\u00adschen ist nicht ver\u00adsi\u00adchert, da\u00df er alt wer\u00adde. Einem Unbu\u00df\u00adfer\u00adti\u00adgen aber ist sein Ver\u00adder\u00adben mehr als gewi\u00df.<\/p>\n<p>10. Beden\u00adke, da\u00df dir der Tode alle Augen\u00adblicke n\u00e4her auf den Leib r\u00fcckt, da\u00df du das End\u00adur\u00adteil und den Spruch des ewi\u00adgen Gerichts unwei\u00adger\u00adlich anh\u00f6\u00adren mu\u00dft und da\u00df du kei\u00adne Minu\u00adte sicher bist, vor das\u00adsel\u00adbe gefor\u00addert zu werden.<\/p>\n<p>11. Tue kei\u00adnem Men\u00adschen zu Gefal\u00adlen etwas B\u00f6ses, denn sie k\u00f6n\u00adnen dich nicht erret\u00adten, wenn dich Gott des\u00adwe\u00adgen ver\u00adur\u00adtei\u00adlen&nbsp;wird.<\/p>\n<p>12. La\u00df kein Ding, wie gering oder wie gro\u00df es ist, dein Herz mit Unrecht an sich zu brin\u00adgen suchen, damit nicht die Wur\u00adzel allen \u00dcbels dadurch in die Frucht brin\u00adge, durch wel\u00adche alles ande\u00adre Gute erstickt wird.<\/p>\n<p>13. Wer du auch seist, den\u00adke dar\u00adan, da\u00df du nur ein Die\u00adner und Haus\u00adhal\u00adter bist, und da\u00df von dir nichts mehr begehrt wird, als da\u00df du treu erfun\u00adden werdest.<\/p>\n<p>14. Lege dich nie\u00admals schla\u00adfen, ohne da\u00df du dich gepr\u00fcft hast, ob du an die\u00adsem Tage in der Gott\u00adse\u00adlig\u00adkeit zu- oder abge\u00adnom\u00admen&nbsp;hast.<\/p>\n<p>15. Auf dem Wege des Herrn still zu ste\u00adhen, ist das\u00adsel\u00adbe wie zur\u00fcck zu gehen. Daher pr\u00fc\u00adfe dich und beden\u00adke, da\u00df umse\u00adhen und zur\u00fcck\u00adge\u00adhen auf dem schma\u00adlen Weg des Lebens sehr gef\u00e4hr\u00adlich&nbsp;ist.<\/p>\n<p>16. Sei in dei\u00adnem Tun gegen jeder\u00admann freund\u00adlich, aber nie\u00adman\u00adden mit Absicht beschwerlich.<\/p>\n<p>17. Vor Gott sei dem\u00fc\u00adtig und ehr\u00aderbie\u00adtig, bei dir selbst keusch, n\u00fcch\u00adtern und ma\u00df\u00advoll, ande\u00adren Men\u00adschen gegen\u00ad\u00fcber von Her\u00adzen auf\u00adrich\u00adtig, so wirst du allent\u00adhal\u00adben durchkommen.<\/p>\n<p>18. Bil\u00adde dir nicht ein, du seiest geschickt, etwas Beson\u00adde\u00adres aus\u00adzu\u00adrich\u00adten, denn Eigen\u00add\u00fcn\u00adkel hat schon Vie\u00adle verf\u00fchrt.<\/p>\n<p>19. Stre\u00adbe danach, dem Ernst der Welt, dei\u00adner eige\u00adnen Fehl\u00adsam\u00adkeit und dir selbst abzu\u00adster\u00adben, so wirst du im Leben Got\u00adtes zunehmen.<\/p>\n<p>20. La\u00df dei\u00adne Barm\u00adher\u00adzig\u00adkeit in Lie\u00adbe, dei\u00adne Freund\u00adlich\u00adkeit in Geb\u00e4r\u00adden, dei\u00adne Demut in der Klei\u00addung, dei\u00adne Geduld in Ver\u00adfol\u00adgung und dei\u00adne guten Sit\u00adten im Umgang aus dem Licht dei\u00adnes Her\u00adzens kund wer\u00adden und herausleuchten.<\/p>\n<p>21. Geden\u00adke und bereue drei ver\u00adgan\u00adge\u00adne Din\u00adge: Das began\u00adge\u00adne B\u00f6se, das unter\u00adlas\u00adse\u00adne Gute und den unwie\u00adder\u00adbring\u00adli\u00adchen Schatz der unn\u00fctz ver\u00adschwen\u00adde\u00adten Stunden.<\/p>\n<p>22. Betrach\u00adte die\u00adse drei gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Din\u00adge: Die K\u00fcr\u00adze und Unge\u00adwi\u00df\u00adheit des zeit\u00adli\u00adchen Lebens, die dro\u00adhen\u00adde Gefahr f\u00fcr die See\u00adle und, da\u00df es so weni\u00adge sind, die sol\u00adche Gefahr ach\u00adten oder mit Ernst danach trach\u00adten, ihr zu ent\u00adkom\u00admen und selig zu werden.<\/p>\n<p>23. \u00dcber\u00adle\u00adge die\u00adse drei zuk\u00fcnf\u00adti\u00adgen Din\u00adge, die ganz gewi\u00df und unwei\u00adger\u00adlich kom\u00admen wer\u00adden: Den Tod des zeit\u00adli\u00adchen Lebens, das Urteil und Gericht \u00fcber all dein Begin\u00adnen und die ewi\u00adge, h\u00f6l\u00adli\u00adsche Pein der Verdammten.<\/p>\n<p>24. Fol\u00adgen\u00adde drei Din\u00adge la\u00df zu kei\u00adner Zeit aus dei\u00adnem Ged\u00e4cht\u00adnis kom\u00admen: Das Auge, das alles sieht, das Ohr, das alles h\u00f6rt, und das Buch, in dem alles geschrie\u00adben&nbsp;wird.<\/p>\n<p>25. Drei\u00ader\u00adlei nimm dei\u00adnem N\u00e4ch\u00adsten gegen\u00ad\u00fcber wohl in Acht: Den\u00adke nicht leicht von jeman\u00adden etwas B\u00f6ses. Rede nicht gern, wenn du etwas B\u00f6ses wei\u00dft, das du mit gutem Gewis\u00adsen ver\u00adschwei\u00adgen kannst. H\u00f6re nicht gern und lei\u00adhe dein Ohr dem\u00adje\u00adni\u00adgen nicht, der etwas B\u00f6ses von jeman\u00adden sagen will, das du von Amts wegen nicht h\u00f6ren mu\u00dft. So wird viel Unheil und Ver\u00adleum\u00addung ver\u00adh\u00fc\u00adtet werden.<\/p>\n<p>26. Der Obrig\u00adkeit und den M\u00e4ch\u00adti\u00adgen die\u00adser Welt gegen\u00ad\u00fcber - auch den Wun\u00adder\u00adli\u00adchen und Eigen\u00adn\u00fct\u00adzi\u00adgen - bewei\u00adse Gehor\u00adsam in allen \u00e4u\u00dfe\u00adren Din\u00adgen, die nicht gegen Gott und das Gewis\u00adsen versto\u00dfen.<\/p>\n<p>27. Sei barm\u00adher\u00adzig und hilf\u00adreich an dei\u00adnem N\u00e4ch\u00adsten, wenn es ihm n\u00f6tig ist, und sei beschei\u00adden gegen\u00ad\u00fcber den Nied\u00adri\u00adgen und Armen.<\/p>\n<p>28. Die zeit\u00adli\u00adchen G\u00fcter und Reich\u00adtum die\u00adser Welt ach\u00adte gering. Hin\u00adge\u00adgen trach\u00adte mit herz\u00adli\u00adchem Ernst nach den ewi\u00adgen G\u00fctern und, wie du reich in Gott sein m\u00f6gest. Beden\u00adke, da\u00df ein Quent\u00adlein geist\u00adli\u00adcher und ewi\u00adger G\u00fcter mehr zu sch\u00e4t\u00adzen ist als tau\u00adsend Zent\u00adner irdi\u00adscher G\u00fcter, denn die\u00adse ver\u00adge\u00adhen mit uns, jene aber blei\u00adben in Ewigkeit.<\/p>\n<p>29. \u00dcber\u00adden\u00adke oft dei\u00adne began\u00adge\u00adnen S\u00fcn\u00adden, damit du betr\u00fcb\u00adten Her\u00adzens in eine g\u00f6tt\u00adli\u00adche Trau\u00adrig\u00adkeit gera\u00adten und des Tro\u00adstes hei\u00adli\u00adgen Gei\u00adstes f\u00e4hig wer\u00adden m\u00f6gest.<\/p>\n<p>30.&nbsp;in allem, was du tust, beden\u00adke, ob du es auch tun w\u00fcr\u00addest, wenn du sofort abschei\u00adden und es vor dem Rich\u00adter\u00adstuhl Chri\u00adsti ver\u00adant\u00adwor\u00adten solltest.<\/p>\n<p>31. Suche von dem Dienst der Welt los\u00adzu\u00adkom\u00admen, ehe du von ihr belohnt wirst, und begib dich zu dem Dienst des Herrn, denn dem zu die\u00adnen hei\u00dft die edel\u00adste Frei\u00adheit zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>32. Beden\u00adke, da\u00df die Keusch\u00adheit in gro\u00ad\u00dfer Gefahr steht, wo man Spei\u00adsen und Getr\u00e4n\u00adke im \u00dcber\u00adflu\u00df hat, wie auch die Demut in Reich\u00adtum und die Gerech\u00adtig\u00adkeit beim Kauf\u00adhan\u00addel schwer zu ret\u00adten&nbsp;ist.<\/p>\n<p>33. Bit\u00adte Gott von Her\u00adzen, da\u00df er dei\u00adne began\u00adge\u00adne Mis\u00adse\u00adtat bedecke und dich k\u00fcnf\u00adtig\u00adhin alle\u00adzeit regiere.<\/p>\n<p>34. Beflei\u00ad\u00dfi\u00adge dich in dei\u00adnem Tun so zu sein, wie du vor den Leu\u00adten erschei\u00adnen willst, denn Gott urteilt nicht nach dem Schein, son\u00addern nach dem Sein und nach der Wahrheit.<\/p>\n<p>35. Mei\u00adde die vie\u00adlen Wor\u00adte und erschrick von Her\u00adzen, wenn du bedenkst, da\u00df du von einem jeden ver\u00adgeb\u00adli\u00adchen Wort Rechen\u00adschaft able\u00adgen&nbsp;mu\u00dft.<\/p>\n<p>36. Beden\u00adke, da\u00df dei\u00adne Wer\u00adke, wie sie auch sei\u00aden, nicht sofort ver\u00adge\u00adhen, son\u00addern dir nach\u00adfol\u00adgen, und da\u00df sie hier auf Erden als Samen der Ewig\u00adkeit ges\u00e4t werden.<\/p>\n<p>37. Wenn du f\u00fchlst, da\u00df es dein Herz erfreut und inwen\u00addig kit\u00adzelt, wenn du gelobt wirst, so gie\u00ad\u00dfe unver\u00adz\u00fcg\u00adlich Was\u00adser auf das h\u00f6l\u00adli\u00adsche Feu\u00ader, das sich in dei\u00adner See\u00adle ent\u00adz\u00fcn\u00addet&nbsp;hat.<\/p>\n<p>38. Nach dem Tode wird dir dei\u00adne Ehre, Hoheit, Reich\u00adtum, \u00dcber\u00adflu\u00df und das Wohl\u00adle\u00adben der Welt nicht nach\u00adfol\u00adgen, son\u00addern das, was du hier getan hast, es sei Gutes oder B\u00f6ses. Daher beden\u00adke wohl, was du dir vom Guten f\u00fcr die Ewig\u00adkeit sammelst.<\/p>\n<p>39. So wie du vor Got\u00adtes Gericht zu erschei\u00adnen gedenkst, so erschei\u00adne heu\u00adte in dei\u00adnem Gewis\u00adsen vor sei\u00adnem Ange\u00adsicht. Kannst du aber in der Pro\u00adbe vor dir sel\u00adber nicht bestehen, mit was f\u00fcr einem Her\u00adzen willst du vor Got\u00adtes Gericht gehen? Oh, beden\u00adke es&nbsp;wohl!<\/p>\n<p>40. Die Zeit ist h\u00f6her ein\u00adzu\u00adsch\u00e4t\u00adzen als die Ewig\u00adkeit, denn mit einem wohl\u00adan\u00adge\u00adleg\u00adten St\u00fcnd\u00adlein Zeit kann die gan\u00adze Ewig\u00adkeit, mit aller Ewig\u00adkeit aber nicht eine Minu\u00adte Zeit erkauft werden.<\/p>\n<p>41. Ler\u00adne ster\u00adben, solan\u00adge du lebst, so wirst du auch, wenn du stirbst, leben k\u00f6n\u00adnen. Und wer t\u00e4g\u00adlich stirbt, wird ger\u00adne ein\u00admal sterben.<\/p>\n<p>42. Hier ist eine Zeit, Gutes und Bu\u00dfe zu tun. Dort aber ist nichts als Beloh\u00adnung und Ver\u00adgel\u00adtung des Guten oder B\u00f6sen zu erwarten.<\/p>\n<p>43. Betrach\u00adte wohl, o Mensch, all dein Begin\u00adnen, es sei\u00aden Gedan\u00adken, Wor\u00adte oder Wer\u00adke. Dies wird dich zur Erkennt\u00adnis dei\u00adner selbst brin\u00adgen. Erkennt\u00adnis dei\u00adner selbst wird dir dei\u00adne ange\u00adbo\u00adre\u00adne Unart, Fin\u00adster\u00adnis und Schalk\u00adheit des Her\u00adzens zei\u00adgen. Dies zu sehen wirkt Unru\u00adhe des Gewis\u00adsens; Unru\u00adhe des Gewis\u00adsens bringt Ha\u00df und Ver\u00adleug\u00adnung des Selbst und alles des\u00adsen, was gegen Gott ist, her\u00advor. Hier\u00addurch wird das Herz aus\u00adge\u00adleert und ganz ge\u00e4ng\u00adstigt und in sich selbst zer\u00adschla\u00adgen. Ein aus\u00adge\u00adleer\u00adtes, ge\u00e4ng\u00adstig\u00adtes und zer\u00adschla\u00adge\u00adnes Herz aber kann Gott mit sei\u00adner Gna\u00adde zu erf\u00fcl\u00adlen nicht unter\u00adlas\u00adsen, noch trost\u00adlos verwerfen.<\/p>\n<p>44. Der beste Weg vor\u00adw\u00e4rts zu kom\u00admen ist die\u00adser: Da\u00df der Mensch die Anfech\u00adtun\u00adgen, Bewe\u00adgun\u00adgen und Ver\u00adsu\u00adchun\u00adgen sei\u00adnes Flei\u00adsches scharf wahr\u00adneh\u00adme und sich dar\u00adin verleugne.<\/p>\n<p>45. Nicht wer am mei\u00adsten wei\u00df, son\u00addern wer am mei\u00adstens liebt, kann den s\u00fcnd\u00adli\u00adchen Anfech\u00adtun\u00adgen am kr\u00e4f\u00adtig\u00adsten widerstehen.<\/p>\n<p>46. Je mehr die dich Welt ha\u00dft und je wei\u00adter du von ihr abge\u00adschie\u00adden bist, desto ange\u00adneh\u00admer bist du Gott, dei\u00adnem Herrn.<\/p>\n<p>47. Wer f\u00fcr das Emp\u00adfan\u00adge\u00adne nicht von Her\u00adzen dank\u00adbar ist, ist auch nicht w\u00fcr\u00addig, mehr zu empfangen.<\/p>\n<p>48. So oft dir ein Gl\u00fcck zust\u00f6\u00dft, nimm es f\u00fcr eine Pro\u00adbe, die Gott dir auf\u00adlegt, und f\u00fcr eine Ursa\u00adche, ihn daf\u00fcr zu loben und ihm zu dan\u00adken. So oft dir aber ein Ungl\u00fcck zust\u00f6\u00dft, so nimm es als ein Mit\u00adtel zu dei\u00adner Bu\u00dfe, Bes\u00adse\u00adrung und k\u00fcnf\u00adti\u00adger Vor\u00adsicht&nbsp;an.<\/p>\n<p>49. Die Kr\u00e4f\u00adte dei\u00adner Macht erwei\u00adse in Hil\u00adfe an den Elen\u00adden. Die Kr\u00e4f\u00adte dei\u00adner Weis\u00adheit erwei\u00adse dar\u00adin, ande\u00adre zu dul\u00adden und zu unter\u00adwei\u00adsen. Die Kr\u00e4f\u00adte dei\u00adnes Reich\u00adtums im Wohl\u00adtun an den Bed\u00fcrftigen.<\/p>\n<p>50. Durch Ungl\u00fcck la\u00df dich nicht schrecken noch zag\u00adhaft machen. Gl\u00fcck mache dich nicht K\u00fchn und stolz.<\/p>\n<p>56. Gew\u00f6h\u00adne dein Herz an st\u00e4n\u00addi\u00adge Sto\u00df\u00adge\u00adbe\u00adte und heim\u00adli\u00adchen Seuf\u00adzern, die du in allen dei\u00adnen Begin\u00adnen, auch mit\u00adten unter dei\u00adner Arbeit zu Gott schickst, so wirst du man\u00adche Not aus dem Weg sto\u00ad\u00dfen und man\u00adchen Segen Got\u00adtes zu dir her\u00adun\u00adter holen.<\/p>\n<p>57. Suchst du etwas ande\u00adres als ein\u00adzig und allein Gott in und vor allen Din\u00adgen, so wirst du in Zeit und Ewig\u00adkeit nichts finden.<\/p>\n<p>58. Ver\u00adtraue Gott, so bist du ver\u00adsi\u00adchert, da\u00df er dir in der aller\u00adgr\u00f6\u00df\u00adten Not am aller\u00adn\u00e4ch\u00adsten&nbsp;ist.<\/p>\n<p>59. Die gr\u00f6\u00df\u00adte Furcht, die dich oder irgend\u00adei\u00adnen Men\u00adschen betref\u00adfen kann, soll sein: Gott nicht zu verlieren.<\/p>\n<p>60. Die Bekeh\u00adrung ist die erste Pfor\u00adte und ein hei\u00adli\u00adges Leben ist der Weg zum Him\u00admel. Obwohl nun die\u00adse Pfor\u00adte enge und der Weg schmal ist, so wird doch das gl\u00fcck\u00adse\u00adli\u00adge Ende alles bezahlen.<\/p>\n<p>61. Sie\u00adhe zu, was du tust, und wis\u00adse, da\u00df es unm\u00f6g\u00adlich ist, Got\u00adtes und der Welt Freund\u00adschaft auf ein\u00admal zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>62. Wer die Freu\u00adde des ewi\u00adgen Lebens mit einem zehn- oder zwan\u00adzig\u00adj\u00e4h\u00adri\u00adgen Wohl\u00adle\u00adben die\u00adser Welt ver\u00adwech\u00adselt, der mu\u00df sich f\u00fcr\u00adwahr nicht wohl auf den Kauf\u00adhan\u00addel verstehen.<\/p>\n<p>63. Den\u00adke, da\u00df du die\u00adsen Tag nicht recht ver\u00adbracht hast, an dem du kein Unrecht um der Lie\u00adbe Got\u00adtes wil\u00adlen mit Geduld erlittest.<\/p>\n<p>64. Den\u00adke dar\u00adan, da\u00df prunk\u00advol\u00adle Klei\u00adder Net\u00adze und Fall\u00adstricke des Teu\u00adfels sind, mit wel\u00adchen zu pran\u00adgen (weil sie ja Zeug\u00adnis\u00adse unse\u00adrer Bl\u00f6\u00ad\u00dfe und unse\u00adres Abfalls von Gott sind), es die glei\u00adche Bewandt\u00adnis hat, als wenn ein vom Gal\u00adgen ent\u00adlau\u00adfe\u00adner Dieb mit dem Strick prah\u00adlen w\u00fcr\u00adde, ja, da\u00df es eine der unsin\u00adnig\u00adsten Tor\u00adhei\u00adten ist, mit sol\u00adcher Eitel\u00adkeit den Zorn Got\u00adtes nicht allein in der See\u00adle, son\u00addern auch \u00fcber gan\u00adze St\u00e4d\u00adte zu erwecken.<\/p>\n<p>65. Ha\u00df mit Lie\u00adbe zu ver\u00adgel\u00adten, gute Wer\u00adke mit Demut zu \u00fcben und das Unrecht zu lei\u00adden, mu\u00df unwi\u00adder\u00adsprech\u00adlich bei einem wah\u00adren Chri\u00adsten&nbsp;sein<\/p>\n<p>66. Ein wah\u00adrer Christ h\u00e4lt das Leben f\u00fcr nichts ande\u00adres als f\u00fcr eine Gele\u00adgen\u00adheit Gutes zu tun und den Tode f\u00fcr ein Ende sei\u00adner Arbeit zu achten.<\/p>\n<p>67. Betr\u00fc\u00adbe dich nicht, da\u00df dich Gott wegen dei\u00adner S\u00fcn\u00adde z\u00fcch\u00adtigt und straft, son\u00addern allein dar\u00adum betr\u00fc\u00adbe dich, da\u00df du gegen einen so g\u00fcti\u00adgen Herrn und Gott ges\u00fcn\u00addigt hast. Beden\u00adke, da\u00df Got\u00adtes Wohl\u00adta\u00adten und dei\u00adne S\u00fcn\u00adde \u00fcber\u00adgro\u00df und unz\u00e4h\u00adlig sind, dahin\u00adge\u00adgen dein Wohl\u00adver\u00adhal\u00adten und sei\u00adne Z\u00fcch\u00adti\u00adgun\u00adgen sehr geringe.<\/p>\n<p>68. Wirst du Gott zu Gefal\u00adlen dei\u00adnen Wil\u00adlen z\u00e4h\u00admen und bre\u00adchen, so wird Gott dir zu Gefal\u00adlen den Wil\u00adlen dei\u00adner Fein\u00adde ganz zunich\u00adte machen.<\/p>\n<p>69. Was dir an der \u00dcbung der Gott\u00adse\u00adlig\u00adkeit hin\u00adder\u00adlich sein kann, das mu\u00dft du mit gro\u00ad\u00dfem Flei\u00df ver\u00admei\u00adden, alle welt\u00adli\u00adche, lie\u00adder\u00adli\u00adche Gesell\u00adschaft flie\u00adhen, mit welt\u00adlich gesinn\u00adten Her\u00adzen ohne Not dich nicht ver\u00admen\u00adgen, der Welt Freu\u00adde f\u00fcr Tor\u00adheit hal\u00adten und dage\u00adgen dich zu gott\u00adse\u00adli\u00adgen Leu\u00adten dich gesel\u00adlen und allent\u00adhal\u00adben Bes\u00adse\u00adrung und Erbau\u00adung dei\u00adnes Chri\u00adsten\u00adtums suchen.<\/p>\n<p>70. La\u00df dich ger\u00adne erin\u00adnern und stra\u00adfen, und wenn dein N\u00e4ch\u00adster dir dei\u00adne Feh\u00adler freund\u00adlich zur Bes\u00adse\u00adrung vor\u00adh\u00e4lt, so nimm es mit Dank an. Gott will damit uns locken, da\u00df wir glau\u00adben sol\u00adlen, er sei unser rech\u00adter Vater und wir sei\u00adne rech\u00adten Kin\u00adder, auf da\u00df wir getrost und mit aller Zuver\u00adsicht ihn bit\u00adten sol\u00adlen wie die lie\u00adben Kin\u00adder ihren lie\u00adben Vater.<\/p>\n<p>71. Bit\u00adte Gott f\u00fcr den Stand der Obrig\u00adkeit, beson\u00adders zu den jet\u00adzi\u00adgen Zei\u00adten, da\u00df Gott sie mit sei\u00adnem Geist regie\u00adre und da\u00df sie sich auch von ihm regie\u00adren las\u00adse, damit Frie\u00adde und Gerech\u00adtig\u00adkeit erhal\u00adten wer\u00adden m\u00f6ge, bis das Wesen die\u00adser Welt v\u00f6l\u00adlig zu Staub zer\u00adfal\u00adle. Denn wo nicht eine Macht von Gott w\u00e4re, die der Bos\u00adheit etwas Ein\u00adhalt t\u00e4te, so w\u00fcr\u00adden die Men\u00adschen sel\u00adber ein\u00adan\u00adder leben\u00addig auffressen.<\/p>\n<p>72. Wer mit Wil\u00adlen und Belie\u00adben b\u00f6sen, unn\u00fct\u00adzen Gedan\u00adken nach\u00adh\u00e4ngt, der \u00f6ff\u00adnet die T\u00fcr sei\u00adnes Her\u00adzens dem Teu\u00adfel, damit der\u00adsel\u00adbe sei\u00adne See\u00adle besitze.<\/p>\n<p>73. Nie\u00admand ist wei\u00adse als der sich sel\u00adber f\u00fcr albern h\u00e4lt und auch von dem Gering\u00adsten zu ler\u00adnen begehrt. Nie\u00admand ist w\u00fcr\u00addig, geehrt zu wer\u00adden, als der\u00adje\u00adni\u00adge, der Gott \u00fcber alles f\u00fcrch\u00adtet, ehrt und liebt, sich sel\u00adber gerin\u00adger als ein Erden\u00adw\u00fcrm\u00adlein&nbsp;h\u00e4lt.<\/p>\n<p>74. Ver\u00adach\u00adte kei\u00adnen Men\u00adschen, denn du wei\u00dft nicht, ob du ihn nicht noch ben\u00f6\u00adtigst. Es ist ja nichts so gerin\u00adge, es kann zu etwas nutzen.<\/p>\n<p>75. Freue dich nicht, wenn es denen, die dich has\u00adsen, \u00fcbel ergeht, denn der Herr sieht es und sol\u00adches ist ein Greu\u00adel in sei\u00adnen Augen.<\/p>\n<p>76. Gew\u00f6h\u00adne dich mit Ernst an das Still\u00adschwei\u00adgen (beson\u00adders da, wo es nicht n\u00f6tig ist zu reden), denn das Reden hat so wohl sei\u00adne Zeit als das Still\u00adschwei\u00adgen. Sol\u00adches ist eine all\u00adge\u00admei\u00adne Arz\u00adnei und eine Vor\u00adsor\u00adge vor vie\u00adlem Ungl\u00fcck und ein bew\u00e4hr\u00adtes Hilfs\u00admit\u00adtel zum Frie\u00adden und der Ruhe des Gem\u00fcts.<\/p>\n<p>77. Willst du ande\u00adre beleh\u00adren, so tue sel\u00adber das, was du lehrst, denn sonst bist du ein Ver\u00adf\u00fch\u00adrer und machst, da\u00df die Leu\u00adte mehr s\u00fcndigen.<\/p>\n<p>78. Ver\u00adtraue dem kei\u00adne Heim\u00adlich\u00adkei\u00adten, der sei\u00adne eige\u00adnen Heim\u00adlich\u00adkei\u00adten nicht ver\u00adschwei\u00adgen&nbsp;kann.<\/p>\n<p>79. Wes\u00adsen Mund ger\u00adne von sch\u00e4nd\u00adli\u00adchen, unz\u00fcch\u00adti\u00adgen und unbil\u00adli\u00adgen Sachen redet, des\u00adsen Herz und Wil\u00adle ist gewi\u00df auch so gesinnt, der\u00adglei\u00adchen zu vollbringen.<\/p>\n<p>80. Rede kei\u00adne L\u00fcgen, ob sie dir wohl schei\u00adnen g\u00fct\u00adlich zu sein, denn sie wer\u00adden dir k\u00fcnf\u00adtig unfehl\u00adbar Scha\u00adden brin\u00adgen. Der Mund, der vor\u00ads\u00e4tz\u00adlich L\u00fcgen redet, t\u00f6tet die See\u00adle. Beflei\u00ad\u00dfi\u00adge dich aber der Wahr\u00adheit, auch wenn du meinst, da\u00df sie dir jetzt sch\u00e4d\u00adlich sein k\u00f6nn\u00adte, denn sie wird dir zu ihrer Zeit zu gro\u00ad\u00dfem Nut\u00adzen gereichen.<\/p>\n<p>81. Wenn dein Freund auch von rei\u00adnem Honig w\u00e4re, sollst du ihn doch nicht zu essen begeh\u00adren oder sei\u00adne G\u00fcte mi\u00dfbrauchen.<\/p>\n<p>82. Solan\u00adge sich einer vom Zorn ein\u00adneh\u00admen und \u00fcber\u00adwin\u00adden l\u00e4\u00dft, ist er einst auch nicht f\u00fcr einen Men\u00adschen, geschwei\u00adge denn f\u00fcr einen Chri\u00adsten zu achten.<\/p>\n<p>83. Traue dem nicht, der dir schmei\u00adchelt, son\u00addern wis\u00adse, da\u00df der, der Wei\u00adse hat, dir zu lieb\u00adko\u00adsen, der hat auch die Wei\u00adse, dich bei einem ande\u00adren anzuschw\u00e4rzen.<\/p>\n<p>84. Got\u00adtes Eigen\u00adschaft ist es, aus nichts etwas zu machen. Dar\u00adum: Soll Gott etwas mit uns, in uns machen, so m\u00fcs\u00adsen wir zuvor zu nichts gewor\u00adden&nbsp;sein.<\/p>\n<p>85. Gott liebt nichts in uns als sei\u00adne eige\u00adne G\u00fcte, die er in uns wirkt, auch wird nichts von Gott belohnt oder gekr\u00f6nt als sein eige\u00adnes Werk, das er in uns verrichtet.<\/p>\n<p>86. Alle gute Gaben kom\u00admen von oben her\u00adab: Wer nun von oben her\u00adab etwas emp\u00adfan\u00adgen will, der mu\u00df sich not\u00adwen\u00addig unten oder in nied\u00adrig\u00adster Demut des Her\u00adzens befinden.<\/p>\n<p>87. La\u00df Gott in dei\u00adner See\u00adle wir\u00adken, denn ein ein\u00adzi\u00adges Werk, das Gott in dir wirkt, ist unver\u00adgleich\u00adlich bes\u00adser und edler als alles, was alle Welt von Anbe\u00adginn gewirkt hat.<\/p>\n<p>88. Kei\u00adnen Tag la\u00df vor\u00ad\u00fcber gehen, an wel\u00adchem du nicht ein Werk der christ\u00adli\u00adchen Lie\u00adbe an dei\u00adnem N\u00e4ch\u00adsten bewei\u00adsest und am Abend dich des\u00adsen erinnerst.<\/p>\n<p>89. Weil Chri\u00adsti Wer\u00adke unse\u00adre Leh\u00adren sind, so nimm dir vor, jeden Tag ein Wort oder Werk Chri\u00adsti zu betrachten.<\/p>\n<p>90. Alle Tage nimm dir vor, gegen eine bestimm\u00adte S\u00fcn\u00adde anzu\u00adk\u00e4mp\u00adfen, und rufe Gott um Hil\u00adfe an. Alle Abend dan\u00adke Gott, wenn du so gek\u00e4mpft hast, wo aber nicht, so bit\u00adte Gott um Vergebung.<\/p>\n<p>91. Wenn wir Chri\u00adsti Mit\u00ader\u00adben sein d\u00fcr\u00adfen, ist es nicht genug, da\u00df wir uns gro\u00adber S\u00fcn\u00adden ent\u00adhal\u00adten, wir m\u00fcs\u00adsen uns auch je mehr und mehr von der Welt unbe\u00adfleckt behalten.<\/p>\n<p>92. La\u00df dei\u00adne t\u00e4g\u00adli\u00adche \u00dcbung sein: And\u00e4ch\u00adtig beten, flei\u00ad\u00dfig arbei\u00adten und Gott vertrauen.<\/p>\n<p>93. Die Weis\u00adheit von oben her ist aufs erste keusch, danach fried\u00adsam, gelin\u00adde, l\u00e4\u00dft sich sagen, voll Barm\u00adher\u00adzig\u00adkeit und guter Fr\u00fcch\u00adte, unpar\u00adtei\u00adisch, ohne Heu\u00adche\u00adlei. Danach pr\u00fc\u00adfe&nbsp;dich.<\/p>\n<p>94. Ein gewis\u00adses Kenn\u00adzei\u00adchen, da\u00df man den hei\u00adli\u00adgen Geist hat, ist, wenn man sanft\u00adm\u00fc\u00adtig ist, ruhig und von sich selbst nicht mehr h\u00e4lt als sich's geb\u00fchrt zu hal\u00adten, und von aller eit\u00adlen Lust der Welt sich abson\u00addert und sich alle\u00adzeit herunterh\u00e4lt.<\/p>\n<p>95. Willst du, wenn dir zwei\u00adfel\u00adhaf\u00adte Din\u00adge vor\u00adkom\u00admen, Got\u00adtes Wil\u00adlen wis\u00adsen, was zu tun oder zu las\u00adsen ist, so nimm wohl wahr, wovor dei\u00adne Natur am mei\u00adsten Grau\u00aden hat. Dies w\u00e4h\u00adle getrost als das sicher\u00adste und beste, was Gott von dir getan haben&nbsp;will.<\/p>\n<p>96. Trach\u00adte danach, in dei\u00adnen Augen der Klein\u00adste zu wer\u00adden, denn die Gr\u00f6\u00ad\u00dfe und H\u00f6he eines Chri\u00adsten besteht nur in sei\u00adner Demut und Niedrigkeit.<\/p>\n<p>97. Dei\u00adne h\u00f6ch\u00adste Gl\u00fcck\u00adse\u00adlig\u00adkeit suche in einem ruhi\u00adgen Her\u00adzen und rei\u00adnem Gewis\u00adsen, denn anders kannst du nicht zur Gemein\u00adschaft Got\u00adtes gelangen.<\/p>\n<p>98. Sei ruhig und zufrie\u00adden in allem, was Gott (au\u00dfer dei\u00adnem eige\u00adnen Ver\u00adschul\u00adden) dir schickt und gesche\u00adhen l\u00e4\u00dft, denn es geschieht zu dei\u00adnem Besten, ob du das gleich nicht erken\u00adnen kannst. Geden\u00adke, da\u00df sei\u00adne Regie\u00adrung und Schickung die aller\u00adge\u00adrech\u00adte\u00adste, n\u00fctz\u00adlich\u00adste und beste ist, ob sie dir gleich des \u00f6fte\u00adren hart erscheint.<\/p>\n<p>99. Ver\u00adhal\u00adte dich gegen\u00ad\u00fcber einem jeden so, wie du willst, da\u00df dich ein jeder dir gegen\u00ad\u00fcber ver\u00adhal\u00adten soll, und tue jeder\u00admann das, was du ver\u00adlangst, dir getan zu haben.<\/p>\n<p>100. Sum\u00adma, trach\u00adte in wah\u00adrer Gelas\u00adsen\u00adheit allein nach dem, was dro\u00adben ist, da Chri\u00adstus ist, nach dem Reich Got\u00adtes in dei\u00adner See\u00adle, wel\u00adches besteht in der inner\u00adli\u00adchen Ruhe der See\u00adle, rei\u00adnem gewis\u00adsen, Ver\u00adgn\u00fc\u00adgung des Her\u00adzens, unbe\u00adfleck\u00adtem Gem\u00fct, das ist: In Frie\u00adde und Freu\u00adde des hei\u00adli\u00adgen Gei\u00adstes. Oder: Mit einem Wor\u00adte Got\u00adtes, in der Lie\u00adbe Got\u00adtes, wie sol\u00adche in Chri\u00adsto Jesu, unse\u00adrem Herrn ist.&nbsp;Amen.<\/p>\n<p>[xso]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"dquo\">\"<\/span>Die christ\u00adli\u00adchen Lebens\u00adre\u00adgeln von Johann Ritt\u00admey\u00ader\" (\u2020&nbsp;1698), die hier in vol\u00adler L\u00e4n\u00adge zitiert wer\u00adden: 4. Heuch\u00adle nicht vor dir sel\u00adber, pr\u00fc\u00adfe ernst\u00adlich dein Gewis\u00adsen und schie\u00adbe es nicht hin\u00adaus, bis du etwa von einer schwe\u00adren Todes\u00adkrank\u00adheit \u00fcber\u00adfal\u00adlen wirst, son\u00addern den\u00adke bei\u00adzei\u00adten dar\u00adan, wo du dei\u00adne ewi\u00adge Blei\u00adbe auf\u00adschla\u00adgen wirst. 5. 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