Bezug → Sozialversicherung: Ein überraschender Blick in die USA
Mein Kommentar dazu
→ U. Endruscheit schreibt abschließend:
".. Wir sind gewohnt, darüber zu diskutieren, wie die Leistungen der Sozialversicherung an ihre finanziellen Grenzen angepasst werden müssen.
Seltener fragen wir, ob diese Grenzen selbst noch angemessen gezogen sind .."
Warum nach (s)einer Analyse die darauf hinweist, daß nur drastische Ausweitung der Einzahlerbasis langfristig zur Stabilisierung führen kann, diese eher mutlos klingende Schlußfolgerung anstatt einer glasklaren Forderung?
Mehr von denen verlangen deren Einkünfte ohne die Leistungen der (momentan tatsächlichen) Träger des Modells nicht zustande kämen [siehe Zitat im Originaltext]:
".. Wirtschaftlicher Erfolg, so erläuterte Roosevelt, beruhe vielmehr auf dem Zusammenwirken individueller Anstrengungen mit den Leistungen der Gesellschaft, innerhalb derer er möglich werde. Damit begründete er die besondere Verantwortung großer Vermögen gegenüber der Allgemeinheit .."
Der Eiertanz aller früheren politischen Akteure nur ja nicht nach oben, zu den Vermögenden zu schauen wenn es um eine Stabilisierung geht, ist mit zunehmender Destabilisierung und fragwürdigen Rettungsversuchen, deren Mißerfolg schon mehrfach praktisch erwiesen wurde (Riester etc.), doch schon mehr als peinlich.
Ein mutiger Grtiff in die Taschen derer, die mehr als eine halbe Million verdienen würden deren Möglichkeiten nicht beschneiden: 2 bis 3% davon sind für die Betroffenen *peanuts* - würden allerdings das System stabilisieren und die Notwendigkeit den Ärmsten weitere Opfer abzuverlangen unnötig machen.
Ich warte seit Jahren auf eine mutige öffentliche Stimme mit Durchsetzungskraft oder eine überparteiliche, gesellschaftliche Initiative die dieser Variante zum Erfolg verhilft.
