Als ich heute aus Berlin wegfuhr hörte ich ein Interview zum Thema "Imperien" mit Prof. Münkler, der jüngst zum Thema ein Buch veröffentlicht hat:
Imperien
Die Logik der Weltherrschaft - vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten
Wodurch zeichnen sich Imperien aus? Welche Gefahren birgt eine imperiale Ordnung? Und welche Chancen bietet sie? Mit einem Mal sind diese Fragen nicht mehr nur von historischem Interesse. Die USA haben inzwischen eine Vormachtstellung inne, die viele für bedrohlich halten. Bestimmen die Politiker in Washington die Regeln, denen der Rest der Welt zu folgen hat? Oder gibt es eine Logik der Weltherrschaft, der auch sie sich beugen müssen? Herfried Münkler zeigt, wie ein Imperium funktioniert und welche Arten von Imperien es in der Vergangenheit gegeben hat. Ein souveräner Gang durch die Geschichte und zugleich die brillante Analyse eines hochaktuellen Themas.
Lt. Interview werden vier Kriterien herausgearbeitet, die Imperien kennzeichnen. Nach diesen Befunden werden dann "moderne" Staatswesen untersucht, mit dem Zweck festzustellen, ob es sich um "Imperien" handelt.
Was im Interview gefragt/geantwortet wurde hat mich neugierig gemacht - daher diese Empfehlung ....
Kategorie: Daten & Fakten
bookmark_borderKettenreaktion - Hintergründe ....
In den letzten Tagen wurde viel über die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki geschrieben. Über die verheerenden Wirkungen. Über Tod, Krankheit und Leid, die dem Abwurf der Bomben folgten.
Über die zugrunde liegenden physikalischen Prozesse ist allerdings wenig bekannt. Deswegen hier nun ein kleiner Exkurs in die Physik, die Atomphysik und ihre Folgen ....
Der Kernspaltungsprozess - und seine Ursachen
Atome bestehen aus Atom-Kernen mit Neutronen (0)* und Protonen (+)**, umgeben von einer Atom-Hülle, auch "Wolke", aus Elektronen (-)***, die sich auf Bahnen mit unterschiedlicher Entfernung vom Kern bewegen. Gleichnamige Ladungen stoßen sich ab, daher wird mit zunehmender Zahl von Protonen (+) im Kern eines Atoms seine Neigung, sich spontan zu spalten, immer größer.
Bei kleinen Atomen, etwa dem Wasserstoff [H = Hydrogenium], wird der Kern nur von einem Proton (+) gebildet, der von einem sehr kleinen, sich schnell bewegenden Elektron (-) umkreist wird.
Da die Ladungen ungleich sind, ziehen sie sich an [und das Elektron (-) "stürzt" nicht nach innen, auf das Proton (+) hin, weil es sich mit schneller Bewegung auf unterschiedlichen Bahnen um das Proton (+) bewegt und durch die Zentrifugalkraft vom Proton (+) wegstrebt. Es halten sich also Zentrifugalkraft zum einen und Anziehungskraft zwischen den Ladungen die Waage: Das Elektron (-) bewegt sich auf einer zufälligen Bahn in wechselnden Entfernungen vom Kern des Atoms].
Betrachtet man größere Atome, wie etwa das Uran, so sieht die Sache schon ganz anders aus. Wegen der großen Zahl an Protonen (+) (+) ist die Abstoßung um ein Vielfaches erhöht und wird z.T. durch die "Isolierarbeit" der Neutronen (0) kompensiert.
"Uran" ist aber keine einheitliche Menge an Atomen. Es gibt sogenannte Isotope, womit Atome am gleichen Ort [iso topos] im Periodensystem der Elemente gemeint sind, die zwar die gleiche Protonenzahl (+) besitzen, sich aber in der Zahl der Neutronen (0) unterscheiden.
So gibt es Uran238 und Uran235, wobei die Zahlen die Anzahl der Neutronen (0) bezeichnen. Unter normalen Bedingungen senden diese Atome spontan Strahlung aus: Sogenannte α-Strahlung, auch α-Teilchen genannt [dabei handelt es sich um Helium-Kerne, bestehend aus zwei Protonen (+) und zwei Neutronen (0)].
Wird nun ein solches Uran235-Atom durch ein umherfliegendes Neutron (0) "angestoßen", so zerfällt es in zwei unterschiedliche Atome, nämlich - wie in der Abbildung dargestellt - in Silber und Rhodium.
Beim spontanen Zerfall des Urans werden, wie in der obigen Abbildung gezeigt, neben den beiden mit hoher Geschwindigkeit bewegten Atomen Silber und Rhodium, auch andere Strahlungsarten frei: β-Strahlung [Elektronen] und γ-Strahlung [Energie, keine Teilchen!].
Die nächste Abbildung, unten, zeigt nun den Prozess der Kernspaltung:
Es werden von auftreffenden Neutronen (0) Uran-Atome gespalten, wobei stets weitere Neutronen (0) freigesetzt werden, die nun ihrerseits den Prozess unterhalten. Dabei kommt es darauf an - zumindest in Kernreaktoren, die ja Energieerzeugung und nicht Zerstörung bewirken sollen - daß immer mindestens ein Neutron (0) zur weiteren Spaltung zur Verfügung steht. Die überschüssigen Neutronen (0) werden durch Wasser oder Kohlenstoff "eingefangen" und so neutralisiert.
In der dritten Abbildung ist nun zu sehen, was aus dem Uran238 wird, wenn es von einem Neutron (0) getroffen wird: Uran239, wobei ein Elektron (-), ein β-Teilchen, freigesetzt wird. Durch diesen Prozess wird Uran239 zu Neptunium239, das nach Verlust eines weiteren Elektrons (-) zu Plutonium239 umgewandelt wird.
Plutonium239 ist die Ausgangssubstanz für die Kettenreaktion in Atombomben, da es seinerseits durch ein Neutron (0) zur Spaltung angeregt werden kann. Dieser Prozess verläuft ungebremst und setzt alle Energie in Bruchteilen von Sekunden frei - mit der verheerenden Folge, die in Hiroshima und Nagasaki beobachtet werden konnte ....
* (0) = elektrisch neutral / Neutron;
** (+) = positive Ladung / Proton;
***(-) = negative Ladung /Elektron.
bookmark_borderEntwicklungslehre, Ergänzung
Noch eine Ergänzung zum Beitrag "Nachtrag zu "Silberfische aus Staub""
Leben aus toter Materie?
Haeckel hat es gewagt, auch das Problem vom Ursprung des Lebens anzugehen. In gewisser Weise hat er heutige Erkenntnisse vorweggenommen und Darwins Theorie in entscheidender Weise erweitert.
Haeckel bezeichnete als den größten Mangel an Darwins Theorie, dass jener für die Entstehung des ersten Organismus einen Schöpfungsakt annimmt. Er schreibt dazu: "Die moderne Entwicklungslehre hat uns aber überzeugt, dass eine solche 'Schöpfung' niemals stattgefunden hat, dass das Universum seit Ewigkeit besteht und dass das Substanzgesetz alles beherrscht.... Die Vorstellung, dass der 'persönliche Gott' als denkendes immaterielles Wesen die Welt auf einmal aus nichts erschaffen hat, ist durchaus unvernünftig und im Grunde nichtssagend." [Aus: Haeckel: Die Lebenswunder, Nachdruck Jena 1904, S. 47],
gefunden bei Dr. Angelika Weiß-Merklein
bookmark_borderNachtrag zu "Silberfische aus Staub"
Durch eine Suchanfrage bei GOOGLE, die bei mir auflief, weil ich zuvor etwas über "Silberfische" geschrieben hatte, wurde ich darauf aufmerksam, daß offensichtlich auch heute noch sehr seltsame Vorstellungen darüber bestehen, wie Lebewesen entstehen.
*edit* Mehr zu "Silberfische" */edit*
Das ist sicher nichts Neues, denn bis ins 18.Jahrhundert bestand keine exakte Vorstellung darüber, wie Leben entsteht. Eine bunte Palette von Ansätzen existierte. Eine davon, nämlich daß Schafe aus "Schafspflanzen" entstehen, ist unten im Bild gezeigt.
Erst Louis Pasteur konnte 1884 schlüssig nachweisen, daß Mikroorganismen (Bakterien) nicht aus unbelebter Materie entstehen. Die einfache Versuchsanordnung ist unten im Bild zu sehen.
Der deutsche Chemiker Friedrich Wöhler konnte später (1928) nachweisen, daß es möglich ist, ohne "Schöpfungskraft" ["vis vitalis"] organisches Material in der Retorte zu produzieren, indem er Harnstoff [CO(NH2)2] aus Ammoniumisocyanat herstellte. Sein Verdienst ist die damit eingeleitete Ära der "Organischen Chemie" - die heute im wesentlichen unsere Alltagsbedürfnisse deckt, man denke nur an Fleece, Polyester und andere Plastikprodukte ....
bookmark_border"Notorisch unterbemittelt" ....
so könnte man den Zustand beschreiben, in dem sich die Finanzen der Universitäten befinden. Die Suche nach "Drittmitteln" - also Geld von Unternehmen - treibt stets neue, verblüffende Blüten:
Während früher angeboten wurde, ein Unternehmen "zu beteiligen" wird heute ganz offen von "Studie finanzieren" gesprochen.
Was soll man davon halten?
Der Einflußnahme ist Tür und Tor geöffnet.
Und es soll mir keiner erzählen, daß das nicht genutzt wird!
Da geht sie hin, die "Freiheit von Forschung und Lehre" ....
Mir ist danach, diese Rubrik "Wissenschaft" mit einem dicken Fragezeichen zu versehen ....
bookmark_borderKrankheiten ....
sind nur eine Ursache für Todesfälle.
Selbstmord ist weiter verbreitet als man denkt ....
Die Selbstmordrate ist in der Schweiz und Österreich gleich - und beide liegen vor Deutschland .... was sagt uns das über die Gemütsverfassung?
bookmark_borderWiederkehrende Ereignisse ….
spielen in unserem Organismus eine wichtige Rolle. Die Steuerung solcher Abläufe wird im Zusammenspiel zwischen Gehirn und Hormonsystem geregelt. Wichtigste Struktur ist – bei Menschen – die Epiphyse, auch „Zirbeldrüse“, die Informationen u.a. vom Nucleus suprachisasmaticus bekommt.
Dieser Nervenknoten sitzt am Sehnerv, nahe der Kreuzungsstelle der vom rechten und linken Auge kommenden Anteile. Alle eingehenden Impulse von den Retinae führen zu einer „inneren Synchronisation“ – es ist demnach der Sitz der „inneren Uhr“. Im Tierversuch konnte nachgewiesen werden, daß es zu Störungen des Tagesrhythmus kommt, wenn Impulse aus diesem Zentrum unterbunden werden.
Über die Zirbeldrüse wird auch der Schlaf-Wach-Rhythmus gesteuert. Beteilgt ist das Hormon Melatonin, das schlafinduzierend wirkt.
Die Phasen des Schlafes sind deutlich voneinander zu unterscheiden. Sie laufen stets nach dem gleichen Muster ab und haben eine festgelegte Reihenfolge:
- REM-Schlaf
[Schlafphase mit schnellen Augenbewegungen; "rapid eye movement"] - Non-REM-Schlaf
[Schlafphase ohne schnelle Augenbewegungen]- Stadium 1 [Noch schnelle Hirwellen]
- Stadium 2 [Verlangsamte Hirmwellen]
- Stadium 3 [Langsame Hirnwellen, Deltaschlaf]
- Stadium 4 [Langsame Hirnwellen, Tiefschlaf]
Das normale Intervall zwischen Einschlafen und der ersten REM-Phase beträgt 80-100 Minuten. Es wird angenommen, daß eine vorzeitige REM-Phase - etwa bereits 15-30 Minuten nach dem Einschlafen - auf eine Depression hinweist.
Schlaftypen
- Früh-zu-Bett – Früh Aufstehen
- Spät-zu-Bett – Spät Aufstehen
- Früh-zu-Bett – Spät Aufstehen
- Spät-zu-Bett – Früh Aufstehen
Die Schlaftypen 1. / 2. unterscheiden sich nicht von der Schlaflänge, sondern lediglich vom Zeitpunkt des Zu-Bett-Gehens. Typ 1. ist wesentlich im Vorteil, da der allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Ablauf den Frühaufsteher erfordert! Öffnungszeiten, Schulen, Betriebe:
Alle sind auf frühen Beginn eingerichtet ….
Typ 3. sind die „Langschläfer“, sie verbringen die meiste Zeit im Bett, während Typ 4. die geringste Schlafzeit braucht.
Alle diese Schlaftypen gelten als „normal“ – wissenschaftlich betrachtet! Wie die Gesellschaft „Langschläfer“ beurteilt ist ja hinlänglich bekannt. Wenn sie also dazugehören:
Grämen sie sich nicht, es dauert immer etwas, bis sich Erkenntnisse in der Breite durchgesetzt haben ….
bookmark_border" .. on energy consumption & growth .. "
bookmark_borderVerminderte Denkfähigkeit
Untertitel
Bemerkungen zum Zucker
Achtung Zucker!
So kann es bald heißen, wenn es darauf ankommt, höchste Denkleistungen zu erbringen. In Studien wurde festgestellt, daß nach erhöhter Aufnahme von Traubenzucker oder bestehendem Diabetes mellitus ("Zuckerkrankheit") die Leistungsfähigkeit des Gehirns bei mathematischen Tests und Sprachfertigkeitsübungen reduziert ist.
Fazit:
Vor Prüfungen und Bewerbungsgesprächen nicht zuviel Zucker konsumieren, vor allem nicht Traubenzucker, der besonders schnell ins Blut übergeht!
bookmark_borderBemerkungen zur Spinne des Jahres 2005
Die ZEBRASPRINGSPINNE (Salticus scenicus) wurde zur Spinne des Jahres 2005 erklärt.
Anders als die meisten ihrer Artgenossen baut diese Spinne keine Netz, sondern verläßt sich auf ihre Beine:
Sie springt mit einem riesigen Satz auf ihre Beute, um sie zu lähmen und dann zu verzehren.
Nebenbei:
"Verzehren" geht bei den Spinnen anders als bei uns. Die Spinnen speien eine Verdauungsflüssigkeit in ihre Beute, lassen sie dort "einwirken", und saugen dann die so entstandene nährstoffreiche Flüssigkeit wieder ein.
(2a)
(3)
[pop-ups: Anklicken zum Vergrössern]
Quellen:
Bild (1) http://salticidae.org/salticid/diagnost/salticus/salsc-ph.htm
Bild (2 a/b) http://www.nicksspiders.com/nicksspiders/salticusscenicus.htm
Bild (3) http://spiders.entomology.wisc.edu/Salticidae/Salticus/scenicus.html
* edit *
Nachtrag für alle "ängstlichen" Seelen:
Die Spinne ist "Mini", weniger als 1cm, also keine Gefahr, obwohl sie fast überall in D vorkommt.
* 2.edit *
Bei NABU gibt es noch mehr zu dieser Spinne zu lesen ....
bookmark_borderMaikäfer?!

Angeblich gibt es keine Maikäfer mehr - in diesem Jahr hatte ich allerdings einen anderen Eindruck. Mitten in Hannover, beim Spaziergang zum Abendessen Anfang des Monats fand ich den ersten Käfer, ein Weibchen [erkennt man daran, daß die Fühlerblättchen kurz sind, bei Männchen sind sie etwa dreimal so lang].
Trotz aller Bemühungen der Menschen den Maikäfer auszurotten überlebt er und nach wie vor, gibt es gute und weniger gute "Maikäferjahre".
Das ist erstaunlich, denn wenn man den komplizierten Entwicklungszyklus im obigen Schaubild anschaut, müßte man doch vermuten, daß so etwas Komplexes leicht aus dem Gleichgewicht kommt.
Das Geheimnis, warum das so ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Man nennt den Vorgang "Massenwechsel" und das heißt etwa folgendes:
Wenn viele Maikäfer umgebracht werden, haben die anderen, die "Überlebenden" mehr Futter zur Verfügung und da sie besser ernährt sind, pflanzen sie sich besser fort, haben also mehr Nachkommen.
Im umgekehrten Fall gibt's weniger Nachkommen, da alle das Futter teilen müssen und so weniger pro Käfer zur Verfügung steht.
Na ja, das ist die Kurzfassung, die Langfassung würde hier den Rahmen sprengen. Das bedeutet, "streng wissenschaftlich" fehlen noch weitere Parameter, aber im große und ganzen stimmt diese vereinfachte Darstellung.
Und was lernen wir Menschen daraus?
Die meisten Menschen interessiert das überhaupt nicht!
Und für die, die es interessiert, hier mein "privater" Denkansatz:
Auf "magere" folgen "fette" Jahre - das sollte uns in der derzeit so desolaten Wirtschafts- und Beschäftigungssituation beruhigen.
Die nächste Welle von fetten Jahren kommt bestimmt!
bookmark_borderNun, endlich, ist es ....
heraus:
Karotten schmecken bitter, wenn sie zuviel FALCARINDIOL * enthalten - und so sieht Falcarindiol aus:

[Chemische Bezeichnung: Z-Heptadeca-1,9-di-en-4,6-di-in-3,8-di-ol]
Ganz interessant ist in diesem Zusammenhang:
- Je älter der Mensch wird, desto besser schmeckt - und toleriert - er den bitteren Geschmack von Speisen.
- Die Substanz ist zwar bitter, aber ihre biologische Wirkung ist durchaus positiv, denn sie wirkt anti-kanzerogen.
* sprich "fal - karin - di - ol", Betonung auf erster und dritter Silbe.