Kommentare

  1. Wie wür­de man selbst reagie­ren, wenn man in dem Laden stün­de? Das Gan­ze kommt ja völ­lig unver­mit­telt und ich fra­ge mich, wie skep­tisch ich wäre, wenn ich so etwas sähe? Das ist ja alles hoch­emo­tio­nal. Scha­den, Wut und dann das Unmög­li­che. Wie sehr wür­de die Ratio von den Emo­tio­nen beschränkt und wie lange? 

    Bestimmt wäre ich auch im ersten Moment ver­schreckt, aber spä­te­stens als der Mann "weg­fliegt" wür­de es wahr­schein­lich klickern bei mir und die inne­re Stim­me wür­de sagen "Nee, das kann ja nicht sein." 

    Aber wis­sen tue ich das nicht. Ich war noch nie in so einer Situa­ti­on, in die­sem Fall wäre ich es aber ger­ne. Allein schon der Selbst­be­ob­ach­tung wegen.

    Mal wie­der ein schö­nes Video von Dir. Vie­len Dank dafür. ;o)

    1. Wer kann schon mit Sicher­heit sagen, wel­che Reak­ti­on er in einer sol­chen Situa­ti­on hätte?
      Was ich beacht­lich fand war der Ausfwand, die Idde dahin­ter und die akri­bi­sche Aus­füh­rung, sowie die schau­spie­le­ri­sche Umsetzung.
      Sicher ist die erste Reak­ti­on Über­ra­schung & Stau­nen, aber dann .... ich bin sicher die ratio­na­le Ebe­ne wür­de sehr schnell übernehmen.

  2. Und was soll uns das jetzt sagen? Viel­leicht fand das Gan­ze ja nicht gera­de am 1. April statt, das wär' zu offen­sicht­lich, aber die Reak­tio­nen zei­gen, dass unse­re jün­ge­re Genera­ti­on [Älte­re waren ja nicht zuge­gen] anschei­nend in den Köp­fen schon so durch­ein­an­der­ge­wir­belt ist, dass sie kei­nen Sinn mehr für real[istisch]e Zusam­men­hän­ge haben. Also, ich wär' schon des­halb vor Ort geblie­ben, um zu sehen, wie die­ser Spuk sich auflöst.

    1. Ganz sub­jek­tiv den­ke ich, dass Ame­ri­ka­ner auf alle mög­li­chen Situa­tio­nen mit der grund­sätz­lich glei­chen ein­ge­fro­re­nen Mimik, näm­lich mit dem zu run­den Loch geform­ten Mund und einer tota­len kör­per­li­chen Erstar­rung reagi­ern. Wenn sie das nicht tun, schrei­en sie, mei­stens "Whoo­hoo" oder so etwas ähnliches.

      Letz­tens sah ich ein Video auf You­Tube, in dem ein ame­ri­ka­ni­sches Mäd­chen irgend­ein bestimm­tes Weih­nachts­ge­schenk bekam. Was war nicht aus­zu­ma­chen, aber offen­sicht­lich war es dem Kind wich­tig. Jeden­falls ist es kom­plett aus­ge­flippt. Sie hat geschrien, gekreischt, "Oh my God" geru­fen (ein Aus­ruf, der sich auch in unse­rem Kul­tur­kreis mehr und mehr aus­brei­tet), mit den Armen gefuch­telt und vor allem hat sie mit all dem bis zum Ende des Vide­os ein­fach nicht mehr aufgehört.
      Trotz des Gezap­pels fing die Kame­ra ab und zu ihre Augen ein - und die waren nur leer, voll­kom­men aus­drucks­los. Und da tat mir das Kind unend­lich leid. Denn all das Geham­pel war nur Show. Wes­halb und war­um, ver­mag ich nicht zu sagen. Viel­leicht glaub­te oder wuss­te sie, dass das von ihr erwar­tet wur­de und sei es nur, um zukünf­ti­ge Geschen­ke nicht zu gefähr­den. Ich weiß es nicht.

      Aber weil Sie "in den Köp­fen schon so durch­ein­an­der­ge­wir­belt" sagen. Es ist auf­fäl­lig, wie ängst­lich und ent­setzt die Leu­te in dem Café reagie­ren. Die neh­men das ganz offen­sicht­lich für bare Mün­ze. Sich über die schnel­len und uner­war­te­ten Bewe­gun­gen zu erschrecken und einen Moment zu brau­chen um das ein­zu­ord­nen, ist das Eine. Das Ande­re ist die Angst und das irra­tio­na­le Ver­hal­ten. Wo kommt das her? 

      Als mei­ne Frau in Bosten stu­dier­te, wohn­te sie in die­ser Zeit mit einer ame­ri­ka­ni­schen Komi­li­to­nin zusam­men. Da haben die sich zusam­men den Hol­ly­wood-Strei­fen "Inde­pen­dence day" ange­schaut und irgend­wann hält der Prä­si­dent dort vor der ent­schei­den­den Schlacht gegen die fie­sen Ali­ens eine Rede, wor­auf die Komi­li­to­nin mein­te, "das dies eine der besten Reden sei, die sie jemals von einem ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten gehört hät­te". Mei­ne Frau hat gelacht, weil sie das für einen Scherz hielt, aber nein, das war genau so gemeint und die Mit­be­woh­ne­rin war leicht sau­er. Wie ent­fernt kann man von der Rea­li­tät sein, noch dazu, wenn das Stu­di­um ein natur­wis­sen­schaft­li­ches ist?

      Wer hier schon nicht zwi­schen Wahr­heit und Fik­ti­on unter­schei­den kann, der glaubt doch bestimmt auch jeden ande­ren Mist, der von ande­ren vor­ge­kaut und gegau­kelt wird. Das erklärt viel­leicht auch den reli­giö­sen Wahn vie­ler Ame­ri­ka­ner und einen Teil des "Erfolgs" von Donald Trump.

      1. Vol­le Zustim­mung! Ich den­ke da nur an "Tische­rücken" am harm­lo­sen Ende einer Rei­he von Gei­ster­be­schwö­run­gen und Teu­fels­aus­trei­bun­gen am anderen.

        1. Es fängt stets mit Klei­nig­kei­ten an, so wer­den Men­schen mani­pu­liert immer grö­ße­re Wun­der kri­tik­los als Wahr­hei­ten anzunehmen.

      2. Die all­ge­mein wei­ter­aus höhe­re Reli­giö­si­tät der Ame­ri­ka­ner als hier dürf­te zu sol­chen Reak­tio­nen wie oben bei­tra­gen. Man den­ke doch nur, von wel­chem Hokus Pokus in der Power Hour mit irgend­ei­nem Show-Pfar­rer mit schau­spie­le­ri­scher Inbrunst gefa­selt wird...
        Man­che glau­ben glatt noch (real!) an sol­che Erschei­nun­gen wie denen oben.
        Denen fällt also fog­lich der Gedan­ke gar nicht mal ein "Was ist denn hier los? "Hi, I'm John­ny Knoxvil­le, wel­co­me to Jack­ass!" oder was?".

        1. Letzt­lich las ich, dass mehr als 30% der Ame­ri­ka­ner an Engel (in leib­haf­ti­ger Form unter uns wei­lend!) glauben.

      3. Die­se 'über­spann­te' Reak­ti­on auf sol­che 'Lei­stun­gen' oder auf Geschen­ke habe ich ähn­lich und recht oft erlebt. Für uns Euro­pä­er ist das schon bei­na­he pein­lich dem bei­zu­woh­nen, wir emp­fin­den es min­de­stens als über­trie­ben, wahr­schein­lich sogar ver­lo­gen - aber so sind sie nun ein­mal: Laut & immer dar­auf bedacht nur das Posi­ti­ve zu sehen und alles ande­re aus­zu­schal­ten .... von der reli­giö­sen Ver­zückung will ich gar nicht erst anfan­gen, ich, der ich wäh­rend mei­nes Aus­tausch­jah­res zwei­mal in der Woche in die Kir­che gehen muss­te! Das war 'the straw that bro­ke the camel's back' und ich war für jede Art von Kirche/Glaube verloren.

    2. Klar, der wei­te­re Fort­gang wäre noch gut gewe­sen damit man eine Ein­schät­zung hät­te, ob Wun­der­glau­be (oder viel­leicht bes­ser: Glau­be an über­sinn­li­che Kräf­te) über­wo­gen haben oder wie vie­le Anwe­sen­de wie­der auf den Boden der Tat­sa­chen zurück­ge­kom­men sind, und wie lan­ge das dau­er­te .... dass wir das nicht wis­sen ist schade.

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