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Eine wenig bekann­te Ent­wick­lung spielt sich im Hin­ter­grund der Wirt­schaft ab:
Wäh­rend die Prei­se für Ener­gie (dar­un­ter gefaßt sowohl Strom, wie Gas und Treib­stof­fe) stän­dig wach­sen, sin­ken gegen­läu­fig sowohl die Ver­kaufs­men­ge wie auch der Erzeu­ger­preis*.

Übli­cher­wei­se wird uns erzählt der Markt rege­le sich nach "Ange­bot & Nach­fra­ge" - war­um also pas­siert das bei der Ener­gie gegen­läu­fig? Bei­spiel U.S.A.: Seit Jah­ren sin­ken die Tank­stel­len­ver­käu­fe. Den Ver­brau­chern wird aber weis­ge­macht, die impor­tier­te Men­ge Öl stei­ge jähr­lich um einen bestimm­ten Betrag um "Wachs­tum" vor­zu­gau­keln. Wachs­tum gibt es nur bei den ein­ge­la­ger­ten Men­gen, nicht beim Ver­kauf!

Auch hier­zu­lan­de stei­gen die Prei­se seit Jah­ren** - und das vor dem Hin­ter­grund sin­ken­der Dur­schnitts­ver­bräu­che der Fahr­zeu­ge. Markt ad absur­dum - das wird aber der zah­len­den Mas­se nicht ver­mit­telt. Egal wie die Ver­brau­cher befragt wer­den, sie sind der Über­zeu­gung, es herr­sche Man­gel an Ener­gie.

Wie übri­gens auch die Mas­se der pro­du­zier­ten - aber unver­käuf­li­chen - Neu­wa­gen rund um die Welt stän­dig ansteigt (sie­he hier). Wer es nicht glaubt kann sich selbst per Goog­le-Earth von die­sen Auto­hal­den über­zeu­gen.

In den U.S.A. sind gera­de die Träu­me geplatzt man kön­ne aus Ölschie­fer Unmen­gen von Öl per Fracking gewin­nen - was jetzt noch dort erwar­tet wird ent­spricht einer Ver­brauchs­men­ge von gera­de 30 Tagen .... und wenn man dann bedenkt, dass der Ver­brauch stän­dig gesun­ken ist und die Lager voll sind wird der Ver­such sol­che Lager­stät­ten zu erschlie­ßen voll­ends zur Far­ce.

Zusam­men­fas­send läßt sich also sagen:
Die Auto­hal­den wach­sen weil sich die Bevöl­ke­run­gen in vie­len Indu­strie­län­dern ein neu­es Auto nicht mehr lei­sten kön­nen. Der Ener­gie­ver­brauch sinkt wäh­rend die Ver­kaufs­prei­se stei­gen, auch das führt bei den Ver­brau­chern zu einer Umschich­tung anstatt Inve­sti­tio­nen in län­ger­fri­sti­ge Wirt­schafts­gü­ter (z.B. Autos) zu täti­gen brau­chen sie das Geld für kurz­fri­sti­gen Kon­sum. Oder gar Ver­brauch über die eige­ne Lei­stungs­fä­hig­keit hin­aus, finan­ziert durch Kre­dit. Nicht nur in den U.S.A. steigt die Zahl derer, die nie wie­der zurück­zah­len wer­den was sie geborgt haben, auch bei uns wächst die­se Zahl.

Das bedeu­tet, dass die Wirt­schaft schrumpft, nicht wächst, wie uns alle Poli­ti­ker weis­ma­chen wol­len. Wenn weni­ger Fahr­zeu­ge weni­ger ver­brau­chen muß man aller­dings fra­gen ob das der Grund für den sin­ken­den Kraft­stoff­ver­brauch ist. Sicher nicht. Denn der rück­läu­fi­ge Ver­brauch durch neue Fahr­zeu­ge macht nur einen gerin­gen Teil des (gesam­ten) Rück­gan­ges aus, der grö­ße­re Teil ent­steht durch gerin­ge­re Fahr­zeug­be­we­gun­gen - also rück­läu­fi­ge Waren­trans­por­te wegen schrump­fen­der Wirt­schaft.

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* Aus­nah­me sind bestimm­te Son­der­for­men der Ölge­win­nung, bei denen der Auf­wand in kei­nem Ver­hält­nis zum Ergeb­nis steht, aller­dings 'en-pas­sant' ein nicht wie­der gut zu machen­der Umwelt­scha­den ent­steht.


** Quel­le der Desta­tis-Abbil­dun­gen