Spitzentechnologie

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Gera­de [Nacht vom 28. auf den 29.10.14] bekam ich eine "Eil­mel­dung" per E-Mail in der vom crash der letz­ten Rake­te berich­tet wur­de die 5000 (Am.) Pfund Last zur Raum­sta­ti­on brin­gen soll­te [Unman­ned Ant­ares Rocket Explo­des Short­ly After Takeoff].

Glück­li­cher­wei­se sind kei­ne Men­schen zu scha­den gekom­men weil es sich um eine 'unbe­mann­te' Mis­si­on handelte.

Es ist aller­dings ein erneu­tes Zei­chen für die Gren­zen der Tech­nik - obwohl Viel erreicht wur­de, wenn man dar­an denkt, dass eine Raum­sta­ti­on seit Jah­ren die Erde umkreist und dort wesent­li­che Infor­ma­tio­nen für spä­te­re, wei­ter ins All füh­ren­de Mis­sio­nen gewon­nen werden.

Im Gegen­satz zu son­sti­gen "Ver­kehrs­mit­teln" ist die Rate der miß­glück­ten Flü­ge noch zu hoch und die Quo­te an getö­te­ten Astro­nau­ten - min­de­stens nach mei­ner Auf­fas­sung - eben­falls. Bevor wei­te­re Anstren­gun­gen für noch spek­ta­ku­lä­re­re Raum­flü­ge unter­nom­men wer­den soll­ten bes­ser die noch bestehen­den tech­ni­schen Män­gel aus­ge­merzt werden.

Kommentare

    1. Lei­te­te man die Kosten für Krieg auf die­ser Welt in Ernäh­rungs-, For­schungs-, und Bil­dungs­pro­gram­me um müß­te nie­mand hun­gern oder dumm ster­ben .... allein:
      Das bringt ja kei­nen 'pro­fit'.

  1. Natür­lich habt Ihr voll­kom­men recht, wenn Ihr spe­ku­liert, was mit dem Geld für Krie­ge und dem Geld für Raum­fahrt alles gemacht wer­den könn­te und wie gut es uns dann allen gin­ge. Aber das wäre dann ja Uto­pia, also der Ort, den es bekannt­lich nicht gibt. (Aber ja, ich wäre ganz vor­ne mit dabei, wenn es dar­um gin­ge Krie­ge abzu­schaf­fen. Aber dazu müss­te man erst­mal Krieg gegen jene füh­ren, die Krieg führen.)

    Was die Raum­fahrt betrifft, ist es wohl eher eine Fra­ge der Welt­an­schau­ung um die es hier geht. Wen­det man das Argu­ment auf die Schiff­fahrt an, merkt man schnell, dass es nicht halt­bar ist. 120.000 Jah­re Ent­wick­lung haben unge­zähl­te Men­schen­le­ben gefor­dert. Aber ist eine Welt ohne Schiff­fahrt noch denk­bar? Wohl kaum, oder?
    Das Glei­che gilt für den Stra­ßen-, Schie­nen-, und Luft­ver­kehr, für die Medi­zin, die Archi­tek­tur, die Land­wirt­schaft und was weiß ich noch alles.

    Es ist eine Eigen­schaft des Men­schen an die Gren­zen des Mach­ba­ren zu gehen. Nur des­halb leben wir heu­te, wie wir leben - wobei neben den tech­no­lo­gi­schen Errun­gen­schaf­ten noch genü­gend mit­tel­al­ter­li­che Zustän­de auf dem Pla­ne­ten herr­schen, die schon längst abge­schafft sein könn­ten. Ein Wider­spruch, der nicht wirk­lich auf­zu­klä­ren ist.

    Auch die Fra­ge, wann eine Tech­nik aus­ge­reift ist, ist kaum zu beant­wor­ten. Eigent­lich war der Pla­stik­bom­ber aus Zscho­pau namens Tra­bant tech­nisch aus­ge­reift. Er fuhr und zwar zuverlässig. 

    Ich kann mich an eine Epi­so­de kurz nach der Wen­de erin­nern, als ich mit mei­nen Freun­den, wir fuh­ren alle­samt Trab­bi, in Ober­hof zum Rodeln waren. Ein Alt­bun­des­bür­ger ist mit sei­nem Mer­ce­des der glat­ten Stra­ßen wegen im Gra­ben gelan­det. Kei­ner­lei Schä­den, aber die Kar­re saß fest. Mit unse­ren drei Trab­bis haben wir ihn, sozu­sa­gen per Abschlepp­seil in Rei­he geschal­tet, unter tat­kräf­ti­gem Schie­ben unse­rer dama­li­gen Freun­din­nen und mit viel Hau­ruck, wie­der aus den Gra­ben gezo­gen. Das fan­den der Mann und sei­ne Gat­tin so cool und nett, dass sie unser gan­ze Trup­pe, 3 Pär­chen und 2 Kin­der, her­nach auf eine ernäh­rungs­tech­nisch extrem gut aus­ge­reif­te Thü­rin­ger Rost­brat­wurst ein­lu­den. Ich war noch Jah­re spä­ter mit den Bei­den in Kon­takt, sie kamen aus Olden­burg. Und nein, den ADAC gab es damals bei uns noch nicht. ;o)

    Was ich sagen will ist, Raum­fahrt und der gan­ze Rest von dem was Wis­sen und Erfah­rung schafft ist gut. Aber Unfäl­le pas­sie­ren. Sie sind der Preis, den wir bezah­len müs­sen, um klü­ger zu wer­den und unse­re Gren­zen zu erwei­tern, bzw. sie zu überschreiten.

    Wo ich aber ein­deu­tig mit Euch über­ein stim­me ist die Fra­ge, wie die Prio­ri­tä­ten gesetzt wer­den. Da herrscht noch ganz viel Dis­kus­si­ons- und Aufklärungsbedarf.

  2. Hal­lo Olaf,

    dan­ke für die Anek­do­te - sol­che "Geschich­ten, die das Leben schrieb" sind immer wie­der ein Bei­spiel dafür, dass es mehr posi­ti­ve als nega­ti­ve Din­ge auf der Welt gibt:
    Nur wer­den meist die nega­ti­ven Ereig­nis­se berich­tet und alle ande­ren blei­ben unerwähnt ....

    Was die Raum­fahrt angeht:
    Prin­zi­pi­ell bin ich nicht GEGEN Raum­fahrt - ich woll­te nur ausdrücken:
    Solan­ge es noch kei­ne 'siche­re' Ver­bin­dung zur Raum­sta­ti­on gibt hal­te ich wei­te­re Mis­sio­nen in noch ent­fern­te­re Berei­che des Welt­alls für wenig sinnvoll.

    Krieg hin­ge­gen ist sinn­lo­se Ver­geu­dung von Men­schen & Mate­ri­al - und es gibt Krie­ge wohl nur weil begrenz­te Grup­pen mit Macht & dadurch Ein­fluß auf die Poli­tik damit viel Geld verdienen.
    Min­de­stens ken­ne ich nie­man­den, der z.B. das Säbel­ras­seln der NATO wegen der in der Ukrai­ne ablau­fen­den Aus­ein­an­der­set­zun­gen für gut oder rich­tig hiel­te .... Wenn Leu­te auf der Stra­ße gefragt wer­den ist kaum einer für Krieg und doch spre­chen man­che unse­rer Poli­ti­ker davon als ob das "alter­na­tiv­los" sei!

    Schiff­fahrt tut not?
    Na ja, da bin ich ande­rer Mei­nung, vor allem wenn ich die Luxus-Kreuz­fahr­ten und ihre Fol­gen betrach­te, die Schif­fe wer­den immer grö­ßer & damit steigt das Risi­ko für die Pas­sa­gie­re & die Umwelt­schä­den wer­den auch potenziert.
    Und die Übersee-Containerschiffe?
    Müs­sen wir den gan­zen Pla­stik­schrott aus Chi­na wirk­lich hier haben?

  3. Raum­fahrt:

    So betrach­tet bin ich abso­lut einig mit Dir. Um ande­re Pla­ne­ten zu betre­ten, den Mars z. B. reicht die Tech­nik noch nicht. Oder sie ist so sehr gewagt, dass nur Glück zum Erfolg hel­fen kann. Hier soll­te man wei­ter auf sol­che Erfolgs­ge­schich­ten wie den Mars-Rover set­zen, um Erkennt­nis­se zu sam­meln. Wenn da was schief geht, ist der Scha­den nur materiell.

    Krieg:
    Bin ich abso­lut Dei­ner Meinung.

    Schiff­fahrt:
    Die Wahr­heit, bzw. die Ver­nunft, liegt da wohl in der Mit­te. Es gibt Güter, die müs­sen von weit­her ran­ge­schafft wer­den. Und es gibt die jede Men­ge Din­ge, die bes­ser gar nicht erst her­ge­stellt, geschwei­ge denn ver­schifft wer­den müss­ten. Dann könn­te man mit grö­ße­ren Schif­fen die Anzahl der Fahr­ten ver­rin­gern oder mit klei­ne­ren Schif­fen im Fal­le des Unfal­les, die Schä­den gerin­ger halten.

    Na ja, und was die schwim­men­den Hoch­häu­ser betrifft... Furcht­bar. Mit tau­sen­den ande­ren ein­ge­pfercht in einem Bespaßungs­pa­last, aus dem eine Flucht die mei­ste Zeit der Rei­se unmög­lich ist. Das ist Ver­schwen­dung in voll­ende­ter Form.

  4. Wenn wir dar­auf war­ten wür­den, dass Din­ge erst­mal tech­nisch aus­ge­reift sind, bis man sie gefah­ren­los nut­zen kann, wären wahr­schein­lich sehr sehr vie­le Inseln in der süd­li­chen Halb­ku­gel nie oder erst viel spä­ter besie­delt wor­den. Denn mit was sind die Poly­ne­si­er über das offe­ne Meer gefah­ren? Jeden­falls nicht mit Lang­schif­fen, Cara­vel­len oder Korvetten. 

    Und was die Schiff­fahrt angeht: wir bekom­men ja nicht nur Pla­stik­schrott aus Chi­na damit, die Chi­ne­sen bekom­men damit z.B. auch die Autos, die hier in Deutsch­land gebaut wer­den und hier Arbeits­plät­ze sichern. Schif­fe trans­por­tie­ren auch das Öl für unse­re Autos, das Flüs­sig­gas, die Süd­früch­te, die wir im Win­ter essen, die Kaf­fee- und Kakao­boh­nen, usw. usw. Schiff­fahrt auf Pla­stik­schrott aus Chi­na zu redu­zie­ren ist sehr... einseitig.

    Im übri­gen: auch Ihr Smart­pho­ne dürf­te in Chi­na zusam­men­ge­schraubt wor­den sein und wahr­schein­lich wur­de es nicht auf dem Land­weg nach Deutsch­land transportiert.

  5. " .. die Süd­früchte, die wir im Win­ter essen .. " - die ich esse kom­men direkt vom Baum neben­an ;c)

    Ernst­haft:
    Nun, nicht ALLES aus Chi­na ist Pla­stik­schrott - die Ver­all­ge­mei­ne­rung birgt wie stets die Gefahr der Undeut­lich­keit - und ich habe nichts gegen glo­ba­le Pro­duk­ti­on / glo­ba­len Han­del. Den­noch hal­te ich vie­le der Pro­duk­te für überflüssig ....

    Bei der Raum­fahrt sind wir doch schon auf einem tech­nisch hohen Niveau, war­um also nicht mehr Auf­wand in etwas mehr Sicher­heit stecken? Auch wenn dadurch die "Pre­sti­ge­pro­jek­te" ein wenig ver­zö­gert werden ....

    " .. auch die Autos, die hier in Deutsch­land gebaut wer­den und hier Arbeits­plätze sichern .. " - ich lese sowas immer wie­der, und wenn ich ver­su­che mal die tat­säch­li­chen Zah­len der in der Bran­che beschäf­tig­ten (Pro­duk­ti­ons-) Arbei­ter zu erfah­ren ist nichts zu fin­den [oder ich suche wie­der mal mit den fal­schen Begriffen].
    Wenn die Pro­duk­ti­vi­tät tat­säch­lich so gestie­gen ist wie man es uns in den Medi­en mit­teilt kön­nen es nicht mehr so vie­le Men­schen sein ....

  6. @WVS: Jetzt nähern wir uns dem Pro­blem: Sie hal­ten vie­le Pro­duk­te für über­flüs­sig. Dar­un­ter sind aber bestimmt eine gan­ze Men­ge Pro­duk­te, die für ande­re Men­schen sehr viel Sinn machen. Jeder Mensch ist eben anders und so lan­ge Sachen ver­kauft wer­den kön­nen und nicht gegen bestimm­te mess­ba­re Ver­bo­te ver­sto­ßen, wer­den sie auch pro­du­ziert. Da kann man noch so sehr mit "das braucht man doch eigent­lich nicht" kom­men, spielt über­haupt kei­ne Rol­le, denn die Ein­klas­si­fi­zie­rung dar­über "was man braucht" ist eine sehr persönliche. 

    Wie man bei den Smart­pho­nes gese­hen hat: ich benö­ti­ge für mein der­zei­ti­ges Leben kein Smart­pho­ne. Mei­ne bald 10jährige Toch­ter woll­te ger­ne eins haben, weil ande­re in der Klas­se eines haben. Ich habe ihr gesagt: "nen­ne mir einen wirk­lich triff­ten Grund (und klei­ne Spie­le dar­auf spie­len akzep­tie­re ich nicht), war­um Du eines benö­tigst, dann bekommst Du es." Die Ant­wort konn­te sie mir nicht geben, sie hat auch keins. Wahr­schein­lich kommt das irgend­wann spä­ter, wenn sie mal mit Freun­din­nen aus­ge­hen will und das unbe­dingt für die Treff­punkt­ko­or­di­na­ti­on benö­tigt - ich weiß, ist kein ech­ter Grund, wir konn­ten uns frü­her auch ohne Face­book und GPS tref­fen, das geht alles.

    Aus mei­ner Hal­tung her­aus könn­te ich nun for­dern: hört auf mit der Pro­duk­ti­on von Smart­pho­nes, das erzeugt nur unnö­ti­gen Stress, die Her­stel­lung ver­gif­tet die Umwelt, beu­tet Men­schen in Afri­ka und Asi­en aus, pro­du­ziert nur unnö­ti­gen Müll (und zwar in jeder Form, also bei der Benut­zung wie beim spä­te­ren Weg­schmei­ssen) und der Strom­ver­brauch von den Din­gern för­dert die CO2 Pro­duk­ti­on. Und da ich das nicht brau­che, ist es eigent­lich nur unnö­ti­ger Schrott. Wahr­schein­lich wür­de ich für die­se For­de­rung, deren Argu­men­te doch ganz ratio­nal klin­gen, als Relikt einer unter­ge­gan­ge­nen Zeit ver­lacht werden.

  7. " .. Wie man bei den Smart­pho­nes gese­hen hat: ich benö­tige für mein der­zei­ti­ges Leben kein Smart­phone .. " - ich auch nicht, mein 'altes' Nokia 6310i funk­tio­niert ja noch wunderbar ....

    War­um ich es trotz­dem habe ist schnell erklärt:
    Die Com­pu­te­rei strebt nach mei­ner Beob­ach­tung mit dem Mobil­funk zusam­men - und die ein­fa­che­re Bedie­nung bei den smart­pho­nes (ohne Tasta­tur & Maus) wird sich wohl als Stan­dard durch­set­zen. Sie­he auch Groß­bild­schir­me mit 'touch'-Funktion, die fern­seh­taug­lich daher kom­men, da bahnt sich die Fusi­on einer drit­ten Medi­en­form an.

    Was das 'hin­ter­her­hin­ken' und 'Anschluß ver­pas­sen' bei eini­gen mei­ner vor­ma­li­gen (älte­ren) Kol­le­gen ange­rich­tet hat konn­te ich beob­ach­ten. Sowas möch­te ich nicht erle­ben und des­we­gen nun das smart­pho­ne um zu ler­nen damit umzugehen ....

  8. Drücken wir es so aus: in den Medi­en wird es so dar­ge­stellt, als gin­ge es ledig­lich in die eine Rich­tung. Das kommt aber daher, weil die­je­ni­gen "die was mit Medi­en" machen das so glauben.

    Die "alte Welt" mit Maus und Tasta­tur lebt aber natür­lich wei­ter, näm­lich in den Fir­men außer­halb der Medi­en­bla­se. Es mag sein, dass bestimm­te "Fir­men­len­ker" nur noch mit dem Smart­pho­ne agie­ren, aber das sind auch die glei­chen, die sich frü­her alle Emails haben aus­drucken las­sen. Jetzt ist er modern und läßt sich alles auf sein Smart­pho­ne umleiten.
    Der "nor­ma­le" Sach­be­ar­bei­ter schreibt mit einer Tasta­tur, weil das ein­fa­cher ist und eine kaput­te Tasta­tur schnell aus­ge­wech­selt wer­den kann. Und er guckt auf einen gro­ßen Bild­schirm, denn ein DV-Kon­zept, eine Tabel­len­kal­ku­la­ti­on, eine Bild­be­ar­bei­tung oder einen Film­schnitt machen Sie nun mal nicht auf einem klei­nen Smart­pho­ne. Die Anbin­dung an die Tele­fon­welt bekom­men Sie über IP-Tele­fo­nie mit ent­spre­chen­den Pro­duk­ten sehr gut hin. Als Bei­spiel fällt mir dazu Micro­soft Lync ein, was außer­halb der Fir­men­wel­ten kaum bekannt ist, was aber genau in die­se Rich­tung Uni­fied Com­mu­ni­ca­ti­on geht. D.h. die Ver­net­zung der ein­zel­nen Kom­po­nen­ten nimmt immer mehr zu und sicher­lich wer­den bestimm­te Kom­po­nen­ten auch um eini­ge Funk­tio­nen ergänzt wer­den, z.B. die Touch-Funk­ti­on beim Fern­se­her. Aber ehr­lich: wol­len Sie jedes Mal auf­ste­hen und zum Fern­se­her gehen, wenn Sie das Pro­gramm wech­seln wol­len? Natür­lich nicht, d.h. die Touch-Funk­ti­on beim Fern­se­her wird ein net­tes Zusatz-Fea­ture sein, aber die Fern­be­die­nung nicht ablö­sen wer­den. Zumin­dest nicht in der Brei­te. In bestimm­ten Nischen wird das pri­ma gehen, wenn Sie also z.B. im Flug­zeug einen Bild­schirm die gan­ze Zeit vor der Nase haben und dar­auf spie­len, da passt Touch gut. Aber wer sitzt zu Hau­se so dicht vor dem Fern­se­her, dass Touch passt? Oder im Büro?

    Und so wird es auch bei den Smart­pho­nes wer­den. Im Moment sprin­gen da alle ganz begei­stert drauf und man ver­sucht jeden Müll dar­auf zu imple­men­tie­ren. Aber es wird ster­ben, wenn es in das All­tags­le­ben nicht passt oder bestimm­te Qua­li­täts­an­sprü­che nicht erfül­len kann. Und es geht nun mal nicht alles, zumin­dest nicht für pro­fes­sio­nel­le Ansprüche.

    1. Wie die Ent­wick­lung genau sein wird bleibt abzu­war­ten - und das ist mir prin­zi­pi­ell auch egal. Es wird - das beschrei­ben Sie schon ganz rich­tig - wohl auf eine prak­ti­sche Lösung hin­aus­lau­fen die mög­lichst Vie­le hand­ha­ben können. 

      Viel­leicht wird es ja auch eine Spra­che-zu-Text-Lösung bei der man Befeh­le prin­zi­pi­ell per Anwei­sung an das Gerät / die Gerä­te gibt. Im gesam­ten Haushalt.

      Was ich aber nicht haben möch­te ist vor einer Ent­wick­lung zu ste­hen die ich nicht mehr begrei­fe oder bewäl­ti­gen kann:
      Mir hat es sehr gehol­fen über all die Jah­re - seit mei­nem ersten PC Ende der acht­zi­ger Jah­re - die ver­schie­de­nen Schrit­te bei den Betriebs­sy­ste­men mit­ge­macht zu haben und nicht wie vie­le mei­ner Alters­klas­se erst spä­ter damit kon­fron­tiert gewe­sen zu sein. Das war ein Rie­sen­pro­blem für Vie­le "quer ein­zu­stei­gen" - mir hat selbst in den Anfän­gen von Win­dows noch gehol­fen die alten DOS-Befeh­le zu ken­nen und damit ein 'work-around' zu fin­den wenn es mal eng wurde.

      Auf Linux-basier­te Betriebs­pro­gram­me bin ich des­we­gen umge­stie­gen, weil mich die Atti­tü­de des Win­dows-Kon­zerns zuneh­mend genervt hat.

  9. Ich arbei­te in der IT und bekom­me gewis­se Din­ge zwangs­läu­fig mit. Hof­fent­lich macht die Sprach­steue­rung kei­ne Schu­le, sonst höre ich in der U-Bahn nur noch Idio­ten um mich her­um in ihr Smart­pho­ne schrei­en. Mir gehen man­che Ver­hal­tens­wei­sen heu­te schon auf die Ner­ven, da brau­che ich kei­ne Blöd­män­ner die nicht kapie­ren, dass die lau­ten Umge­bungs­ge­räu­sche die Sprach­er­ken­nung irritieren.

    Alle Kon­zer­ne haben ihre Atti­tü­den. In den 80er Jah­ren war es die böse IBM, wo wir jun­ge Com­pu­ter­fans uns gefreut haben, dass es denen schlecht ging und die mal eben auf einen Schlag 10.000nde von Ange­stell­ten ent­las­sen haben (dass die Ange­stell­ten auch unse­re Väter sein könn­ten, so weit haben wir damals ja nicht gedacht, dumm wie wir waren). Micro­soft waren spä­ter erst die Coo­len, irgend­wann die Bösen. Apple war auch mal cool, Ende der 70er und in den 80er Jah­ren, dann ziem­lich weg vom Fen­ster und fast plei­te und erst Halb­gott Ste­ve Jobs zog den Kar­ren aus dem Dreck (wobei der pri­vat ja auch nicht der toll­ste Mensch der Welt gewe­sen sein soll). Wobei die eli­tä­ren Zei­ten von Apple irgend­wie auch vor­bei sind, nach­dem jeder Han­sel sich einen ange­bis­se­nen Apfel gekauft hat. So man­cher Apfel-Auf­kle­ber ist mitt­ler­wei­le vom Auto ent­fernt wor­den. Und Goog­le ist ja auch so eine eige­ne Geschich­te. Erst cool, dann Daten­kra­ke, wobei vie­le das irgend­wie gar nicht kapie­ren und denen immer noch alles anver­trau­en. Dabei gibt es nichts umsonst, bezah­len muss man immer und wenn es mit per­sön­li­chen Daten ist. Das mer­ken die Leu­te dann erst, wenn ihre Kre­dit­wür­dig­keit aus unbe­kann­ten Grün­den gesun­ken ist. 

    Mit Linux habe ich mich ein wenig beschäf­tigt, aber irgend­wie konn­te mich das für pri­va­te Zwecke nie rei­zen. Aller­dings hat­te ich auch kaum Pro­ble­me mit mei­nen Win­dows-Rech­nern und ich habe fast jedes Betriebs­sy­stem von denen gehabt.

    1. Nun, Micro­soft ist in mei­nen Augen nicht bes­ser als Goog­le - mit dem klei­nen Unter­schied, dass sie sich ihre halb­fer­ti­gen Dien­ste teu­er bezah­len las­sen. Der Kun­de wird zum ß-Tester degra­diert und es ist eine Unmög­lich­keit nicht Herr sei­nes eige­nen Com­pu­ters zu sein weil Micro­soft den Nut­zer gene­rell für zu blö­de hält und des­we­gen bevor­mun­det .... von den Akti­vi­tä­ten im Hin­ter­grund die als 'updates' getarnt sind ganz zu schweigen.

      Linux habe ich weil dort nichts auf den Com­pu­ter kommt was ich nicht vor­her prü­fen kann. Seit ich das nut­ze hat­te ich auch noch nie Pro­ble­me mit schäd­li­cher Software.

      IBM ist aus mei­ner Sicht an sei­ner über­heb­li­chen Ableh­nung des Fort­schritts 'gestor­ben' - die haben schlicht die Ent­wick­lung weg von den Groß­rech­nern ver­schla­fen, wohl auch weil sie sich für die­se 'Nie­de­run­gen' zu vor­nehm und wis­send hiel­ten - und nicht genug 'pro­fit' erwar­tet wur­de. Ein Bekann­ter aus NY (Staat) hat bei denen gear­bei­tet und sieht es ähn­lich, im Rück­blick, denn als er dort noch arbei­te­te sah das anders aus. 

      Ich ver­glei­che das gern mit einem Com­pu­ter­händ­ler in Mün­ster der mir Anfang der neun­zi­ger Jah­re sagte:
      Wir ver­kau­fen nur Lösun­gen bei denen min­de­stens fünf Maschi­nen ver­bun­den sind.
      Drei Jah­re spä­ter war er weg - der klei­ne Händ­ler, der mir die benö­tig­te Aus­stat­tung lie­fer­te ist heu­te noch aktiv & macht gute Geschäfte ....

  10. Der Groß­teil der Kun­den ist ja auch zu blö­de, wir wol­len doch mal ehr­lich sein. Konn­te den Video­re­kor­der nicht pro­gram­mie­ren, aber am PC waren sie die Mei­ster. Ha ha.

    Das Pro­blem von Micro­soft war, dass das System auf einer Viel­zahl völ­lig unter­schied­lich zusam­men­ge­bau­ter Rech­ner lau­fen soll. Das Pro­blem hat Linux auch, nur da sind die Nut­zer in der Regel eher so drauf, dass sie Pro­ble­me mit Trei­bern akzep­tie­ren. Bei Micro­soft war aber Otto Nor­mal­ver­brau­cher die Ziel­grup­pe und daher gab es dort viel mehr Pro­ble­me. Sehe ich doch in mei­ner Fami­lie. Ich habe nie Pro­ble­me mit mei­nen Rech­nern, die set­ze ich ein­mal auf und dann lau­fen die jah­re­lang. Bei mei­nem Herrn Vater sieht das ganz anders aus, der instal­liert Tod und Teu­fel auf sei­nem Rech­ner, irgend­wel­che Sachen run­ter­ge­la­den aus dem Inter­net, ein­fach immer nur "Ja" geklickt und irgend­wann wun­dert er sich, war­um da so komi­sche Sachen auf sei­nem Rech­ner passieren. 

    Denn gegen die... Unbe­darft­heit man­cher Anwen­der ist kein Kraut gewachsen.

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