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Einer der ver­derb­lich­sten Euphe­mis­men im poli­ti­schen Umgang.

Die Flos­kel klingt so bedacht, aus­glei­chend, ver­nünf­tig. Doch was sie aus­löst ist nicht ver­nünf­tig. Sie zielt dar­auf, die Zutei­lung von Schuld und die Dia­gno­se von Pro­ble­men zu ver­hin­dern.

Wir beob­ach­ten das seit Jah­ren (nicht nur) in der deut­schen Poli­tik.

Bei­de Sei­ten
kön­nen nicht Recht haben.
den­ken nie gleich über die glei­che Sache.
haben immer einen ganz bestimm­ten Vor­teil für sich im Auge.

So, wie bei­de Sei­ten etwas regeln, muss es nicht die beste Lösung sein - und doch wird uns der Mehr­heits­be­schluss immer als eine sol­che *opti­ma­le*, gar *alter­na­tiv­lo­se* Lösung prä­sen­tiert. Was die Mehr­heit bestimmt ist mei­stens nicht die sach­lich beste Lösung. Es ist ein Beweis von Macht. Bil­li­gen­falls ein Sieg der Mani­pu­la­ti­on.

Frü­her sieg­te wer die bes­se­ren Bogen­schüt­zen und die am wei­te­sten rei­chen­de Kano­ne hat­te. Heu­te sie­gen Mehr­hei­ten. Bei­des ist gleich *unver­nünf­tig*.
Sie­he Bre­x­it!

Wir müs­sen - ins­be­son­de­re wenn wir die Situa­ti­on des Welt­kli­mas betrach­ten - erst­mals dahin kom­men, wozu wir als Men­schen fähig sind:

Unse­ren Geist, Ver­stand, die Erkennt­nis­se und Erfah­run­gen so bün­deln, dass ein *ratio­nal* best­be­grün­de­tes Ergeb­nis her­aus­kommt.


Dies­mal muss es gelin­gen der ande­ren Sei­te,
der Ver­nunft, und nicht der Mehr­heit,
den "Sieg", den Vor­zug zu geben.