Es gibt genügend Beispiele aus den verschiedenen Phasen unseres Landes, in denen es mit Schmähgedichten anfing. Für die natürlich immer eine Erklärung parat war - "Satire", "harmloser Unfug", "ist nicht so gemeint", "keine böse Absicht" - oder ähnlich waren die Begründungen.
Nur: Damit wurde Stimmung erzeugt.
Weil nämlich die Masse der Leser den von Ihnen so gelobten "feinen Unterschied" überhaupt nicht verstanden hat - und deswegen lediglich das Vorurteil sah und verinnerlichte ....
Was der Rezensent schrieb ist eine Gefälligkeit für den Autor - klar, wer würde sich schon an einen Chefredakteur herantrauen .... aber genau da beginnt es, da gilt es den Anfängen zu wehren!
Ich gebe 'mal ein Beispiel, das Sie vielleicht besser verstehen - wenn Sie denn überhaupt noch einem vernünftigen Argument zugänglich sind:
Kinderpornographie fängt auch mit ganz harmlosen Bildern von Kindern an - nur bleibt es nicht dabei, nach und nach werden die Aufnahmen gezielter ....
So ist es auch mit dem Rassismus:
Anfangs sind es doch nur ein paar humorvoll geschriebene Zeilen - aber das dicke Ende, die Verunglimpfung, das Verächtlichmachen folgen rasch, siehe "Stürmer" im Dritten Reich!
- Ich habe Vorurteile, eine Menge. Vor allem gegen "Rassisten", "Berufsmütter", "Gutmenschen" etc. ....
- Ich bin bestimmt nicht in allen Aussagen "politisch korrekt" ....
- Diese Art von Logik entbehrt jeder Logik:
Wer sich für politisch korrekt hält, hält sich auch für einen "besseren Menschen"?
Nun, da ich ja weder ohne Vorurteile, noch "politisch korrekt" bin, steht ja wohl fest, daß ich mich nicht für einen besseren Menschen halte .... wobei auch hier zu fragen wäre:
"Besser" als wer oder was?
Besser als ein Säufer im tiefen Süden bestimmt!
Ich empfehle Ihnen, Frau bz, dieses Gedicht zu lesen - völlig gratis, auch voll von Vorurteilen, wenn auch keinen rassistischen - aber wen wundert das - es ist von mir .... und dann hoffe ich für Sie, daß es Ihnen nicht so geht ....
