Soliloquy oder Soliloquium* ....

oder:
Gespräch mit sich selbst, nicht gleich Monolog!
Ich bin immer wie­der erstaunt dar­über, wie viel es auch im fort­ge­schrit­te­nen Alter noch zu ent­decken und zu ler­nen gibt ....


* "Eine prä­zi­se Bestim­mung des Mono­log ist schwie­rig, da sie nach ver­schie­de­nen Kri­te­ri­en her­aus­ge­ar­bei­tet wer­den kann. Nach einem situa­ti­ven Kri­te­ri­um bei­spiels­wei­se, in dem die Ein­sam­keit des Spre­chers, der sei­ne Replik als Selbst­ge­spräch an kein Gegen­über auf der Büh­ne rich­tet, wären län­ge­re Boten­be­rich­te oder eine gro­ße Rede kei­ne Mono­log, da sie ja an Figu­ren auf der Büh­ne oder an das Publi­kum gerich­tet sind. Nach einem struk­tu­rel­len Kri­te­ri­um, das den Umfang und den in sich geschlos­se­nen Zusam­men­hang einer Replik berück­sich­tigt, wür­de es sich bei die­sen jedoch um Mono­lo­ge han­deln, da sie in sich geschlos­se­ne Solo-Reden grö­ße­ren Umfangs sind (Pfi­ster, 1977). In die­sem Kon­text wird der begriff­li­che Unter­schied der angel­säch­si­schen Fach­ter­mi­no­lo­gie zwi­schen "Soli­lo­quy" und Mono­log beson­ders einleuchtend:
"Der Mono­log unter­schei­det sich vom Dia­log durch sei­ne Län­ge und rela­ti­ve Voll­stän­dig­keit und vom Soli­lo­quy durch die Tat­sa­che, daß er sich an jeman­den wen­det. Das Soli­lo­qui­um wird von einer Per­son gespro­chen, die allein ist oder so tut, als ob sie allein wäre. Es ist eine Art, mit sich selbst zu spre­chen..." (Dic­tion­a­ry of World Lite­ra­tu­re, S. 272)."
[zitiert aus "Thea­ter­be­grif­fe"; Abs.: "Mono­log"]

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