Bekanntmachung

Wer­tes Publikum!
Zu unse­rem aller­größ­ten Bedau­ern kön­nen wir Ihnen, lie­be Anwe­sen­de, den Inhalt der Bekannt­ma­chung nicht mit­tei­len, nicht etwa weil wir ihnen die­sen vor­ent­hal­ten wol­len, son­dern weil wir ihn nicht lesen kön­nen. Wie Sie sehen, steht das, was als Bekannt­ma­chung vor­ge­le­sen wer­den soll - und mitt­ler­wei­le wohl schon meh­rererorts vor­ge­le­sen ist - auf der Sei­te des Pla­ka­tes, das der Orts­bo­te in sei­ner Hand hält, die vom Zuse­her abge­wandt, und daher nicht zu lesen ist.
Wäre bei­spiels­wei­se die Son­ne im Rücken des Boten, so hät­te even­tu­ell die Nach­richt durch das Blatt hin­durch - aller­dings spie­gel­ver­kehrt, aber doch les­bar - als Schat­ten auf der Rück­sei­te des Blat­tes erkenn­bar sein kön­nen. Da es durch­gän­gig bewölkt war fiel daselbst die­se Mög­lich­keit weg und wir müs­sen Sie über den Inhalt der­zeit noch im Unkla­ren lassen.
Sei­en Sie jedoch ver­si­chert, dass wir Alles dar­an set­zen wer­den, ihnen den amt­li­cher­seits für wich­tig gehal­te­nen Text - wes­we­gen er dem Boten zwecks Ver­le­sung im öffent­li­chen Raum aus­ge­hän­digt wur­de - unver­züg­lich bekannt zu machen, sobald wir den nun­meh­ri­gen Auf­ent­halt des Orts­bo­ten aus­ge­macht und ihm bedeu­tet haben, das Papier so umzu­dre­hen, dass wir die Bot­schaft abschrei­ben kön­nen. Wir bit­ten den Ver­zug bei der Inkennt­nis­set­zung des durch die Orts­vor­ste­her­schaft ver­fass­ten Tex­tes höf­lichst und unter­tä­nigst zu entschuldigen.

 

Kommentare

  1. Die Bekannt­ma­chung kann man sehr wohl lesen, auch wenn sie nicht mal der Bote lesen kann, weil sie mit einer haus­halts­na­hen Geheim­schrift geschrie­ben wur­de und zwar mit Zitro­nen­saft. Es bedarf nur einer Ker­ze und das Geschrie­be­ne wird sicht­bar – kurz vorm Abfackeln auch auf der Rück­sei­te. Hier habe ich es sicht­bar gemacht: http://dasgruselkabinett.de/wp-content/uploads/2020/07/lorem-ipsum.jpg
    (Da war aber lei­der wie­der ein­mal ein Gra­fi­ker nicht ganz bei der Sache. Kein Wun­der bei dem Job.)

    1. *Mon­ster­dank*, Frau Ara­xe, um mit der von Ihnen gene­rier­ten Dan­kes­for­mel zu glän­zen, für die akri­bi­sche Erfor­schung und Dar­stel­lung die­ses Schrift­phä­no­mens, das die bis­he­ri­ge Eröff­nung des amt­li­cher­seits befoh­le­nen Umstan­des noch immer nicht dem war­ten­den Publi­kum bekannt gemacht hat - weil die Infor­ma­ti­on uner­reich­bar schien .... nun zeich­net sich am Hori­zont dank ihrer Ein­las­sun­gen und For­schun­gen end­lich eine Rich­tung ab, in der wei­ter gear­bei­tet wer­den kann um zu einem all­seits befrie­di­gen­den Ergeb­nis zu gelangen ....

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