"Für Sie Gaming tun wir Alles ...!"

Was es zu kau­fen gibt ....
Vor allem: Was die "Game­rin" oder der "Gamer" so braucht.

"Arbeits­platz"
Razers Pro­ject Sophia soll Arbeits­platz und Gaming-Rig zusam­men sein
"Atem­schutz"
Die Atem­mas­ke Zephyr von Razer hat einen Nachteil
"Fühl-Weste"
Hap­ti­sche Weste macht Com­pu­ter­spie­le fühlbar
"Wackel­stuhl"
Razers neu­er Gaming-Stuhl bewegt uns
 
Bei der Weste bin ich mir nicht so sicher:
Gibt es da eine Aus­füh­rung für Frauen?
Oder müs­sen die ihre Brust irgend­wie reinquetschen?
Oder geht das Unter­neh­men davon aus Game­rin­nen hät­ten kei­nen Busen?
Fra­gen über Fragen!
(Die wir nicht stel­len wür­den, gäbe es kei­ne sol­chen höchst über­flüs­si­gen Spiele)

 

Kommentare

  1. Hm... Bei dem Tisch wird zwar erwähnt, dass da auch Kom­po­nen­ten ein- und aus­tausch­bar sein sol­len, wegen der Mikro-Bau­wei­se habe ich aber trotz­dem den Ein­druck, als wenn dabei jede Men­ge unnö­ti­ger Elek­tro­schrott ent­ste­hen könn­te... (Weil die her­kömm­li­chen PC-Tei­le nun ein­mal nicht auf die­sen Form­fak­tor gebaut werden.)
    - Ins­ge­samt eher ein Ding "wir machen Träu­me aus Sci­Fi-Fil­men war".

    Die Mas­ke kann man als Ver­such anse­hen, auf die zu erwar­ten­de noch lang bestehen­de Mas­ken­pflicht rund um den Glo­bus zu reagie­ren und dabei ein biss­chen Rück­sicht auch auf ande­re Pro­ble­ma­ti­ken aus­zu­pro­bie­ren, wie man das lösen kann (sie­he Aspekt "Lip­pen­le­sen").
    - Ins­ge­samt: Teu­res Experimentierfeld.
    Und wenn es um das zu lei­se und undeut­li­che Spre­chen geht, eigent­lich gibt es da von mili­tä­ri­scher Sei­te schon lang eine Lösung: Die Funk­ge­rä­te, die mit Kehl­kopf­mi­kro­phon funk­tio­nie­ren, die man sich nur an den Kehl­kopf drücken muss, um 'rein­spre­chen zu kön­nen. - Wäre voll­kom­men unab­hän­gig von der Mund­par­tie und wür­de auch funk­tio­nie­ren. Prin­zip ist schon lang bekannt.

    Bei der Weste den­ke ich mir "na, hof­fent­lich machen sie dann auch mal Ernst und man spürt nicht nur, wie bei der Ein­füh­rung von Sonys Duals­hock-Con­trol­ler von der PS1 zur PS2, so ein leich­tes Vibrie­ren oder "Zie­hen", son­dern wie schmerz­haft das intern ist, wenn man die Loch­zan­ge zu spü­ren bekom­men hat, einen Durch­schuss erlit­ten hat".
    Denn irgend­wie kann man erah­nen, dass nur das dabei her­aus­kom­men wird.
    - Dadurch gewöhnt man sich zwar dar­an, dass Tref­fer am Kör­per zu mer­ken sind, so lang das aber nur wie ein über­di­men­sio­na­ler Mücken­stich auf der Haut ist, bewirkt das beim Hirn des Durch­schnitts­ga­mer nur eines: Eine Kugel abzu­krie­gen fühlt sich doch gar nicht so schlimm an.
    Umsonst üben Poli­zei und Mili­tär nach wie vor nicht real, wenn auch mit nicht-töd­li­cher Muni­ti­on, und nicht so. - Weil man dabei näm­lich auch ein biss­chen die dau­er­haf­ten Schmer­zen am Kör­per durch eine Ver­let­zung spürt, was im rea­len Ein­satz näm­lich der Fall wäre. 'Ne Kugel, die die im Fleisch sitzt, ist eine Kugel, die im Fleisch sitzt - bis sie ein freund­li­cher Arzt dar­aus entfernt.

    Sich selbst bewe­gen­de Stüh­le... Hm, eigent­lich war es doch mal so, dass man gera­de das Still­sit­zen beim Spie­len zum Ent­span­nen gewollt hat, oder nicht?
    Hal­te ich irgend­wo nichts von. Jeden­falls nicht zu Ver­gnü­gungs­zwecken. (Trai­ning von Ein­hei­ten oder in der Medi­zin wäre etwas anderes.)
    Irgend­wo muss auch Spiel mal Spiel blei­ben dür­fen - und nicht Matrix werden.

    Gene­rell will ich noch anmer­ken, dass, wenn man Spie­len auch zu die­ser Art sen­so­mo­to­ri­schen Anstren­gung für den Kör­per aus­baut, bei der gleich­blei­ben­den Kom­ple­xi­tät der Spie­le selbst in ihren Inhal­ten, wird der Scheiß auf die Dau­er auch für den Kör­per und ins­be­son­de­re auch das Hirn anstren­gend. Das noch nach der Arbeit, nach­dem man schon kaputt ist und eigent­lich abschal­ten müss­te... Also, man kann sich auch selbst mut­wil­lig in den kör­per­li­chen Bur­nout, in die kör­per­li­che Tota­ler­schöp­fung katapultieren.

    Des wei­te­ren... was mir ein­mal lieb wäre: Ent­wick­lun­gen für ver­schie­de­ne Behinderungen.
    Es gibt z. B. Key­boards, die zwar für Leu­te gedacht sind, die nicht mehr ganz so gut sehen kön­nen, oder "Mäu­se", die mehr wie ein Joy­stick zum grei­fen gehen (für Greif­pro­ble­me, den­ke ich), aber es gibt z. B. kein Key­board außer­halb des Stan­dards, was mal etwas grö­ße­re Tasten hat, weil man wohl Geschick­lich­keits­pro­ble­me hat und die Stan­dard­ta­sten ein wenig zu klein sind.
    Touch­mo­ni­to­re hal­fen dabei auch nur begrenzt, weil wenn ich schon Pro­ble­me habe, so etwas mit dem Fin­ger zu tref­fen, dann ist das auf einem Touch­mo­ni­tor wohl kaum anders.
    Grob­mo­to­ri­sche­res Design könn­te da eher hel­fen, ähn­lich wie bei den Rent­ner­fern­be­die­nun­gen und -tele­fo­nen, die auch mit grö­ße­ren Tasten kon­zi­piert sind für bes­se­res Greifen.
    - Und bit­te kom­me man auch nicht dau­ernd mit Sprach­steue­rung, damit kann man auch nicht alles lösen. Zudem muss eine Anwen­dung oder ein PC dar­auf wie­der­um dar­auf pro­gram­miert sein bzw. Hilfs­mit­tel anbie­ten, das zu können.
    Schlie­ße ich nur irgend­ein Gerät zum Bedie­nen an, was funk­tio­nell bes­ser auf die eige­nen Han­di­caps ange­passt ist, braucht man das alles nicht und es geht viel ein­fa­cher. (Neben­bei ange­merkt: Wer schon grö­ße­re Pro­ble­me in der Fein­mo­to­rik hat, ja, da erwar­te man ganz selbst­ver­ständ­lich, dass der­je­ni­ge auch noch eine sau­be­re und kla­re Spra­che hat, um etwas über Sprach­steue­rung zu bedienen...)

    ...Nun ja, genug der Kri­tik für heute.

    1. All die­se 'gad­gets' sind aus mei­ner Sicht über­flüs­sig, selbst unter dem Aspekt, dass ech­ten 'gamern' wohl für eine sol­che Staf­fa­ge jeder Preis noch mach­bar vor­kommt, die Apple-Fans zah­len schon seit Jah­ren für ihren Wahn etwas Bes­se­res zu bekom­men .... ins­be­son­de­re die­se Fühl-Weste - du weist dar­auf hin - ist ein Witz, denn wenn schon ein Teil der Wucht auf­ge­bracht wür­de die ein Schuß auf den Tor­so ver­ur­sacht, dann bestün­de die Gefahr eines Schocks oder min­de­stens einer so hef­ti­gen Bewe­gung, dass der gamer aus dem Ses­sel flö­ge - ganz ohne Motion-Stuhl!

      Was die Erschöp­fung angeht ver­mu­te ich eher sol­che Men­schen als exzes­si­ve Spie­ler die einen ein­tö­ni­gen Job haben und irgend­wie ihrem Leben 'pep' ver­pas­sen wol­len. Das scheint min­de­stens nach dei­ner Beschrei­bung eine Möglick­eit zu sein. Selbst habe ich frü­her 'mal die­sen 'Leisu­re Suit Lar­ry' pro­biert, aber das wur­de schnell lang­wei­lig, weil sich nichts rich­tig tat und vie­le Sze­nen sich wie­der­hol­ten, zu umständ­lich und lang­wie­rig. Des­we­gen habe ich so um'89-'90 damit aufgehört.

      Die Über­tra­gung auf Hilfs­mit­tel für Behin­der­te ist tat­säch­lich eine wün­schens­wer­te Appli­ka­ti­on. Wenn ich sehe wie mei­ne Frau sich quält - sie hat ja nur noch 2% Rest­seh­fä­hig­keit - bin ich immer ver­blüfft, dass für die vie­len Men­schen wie sie nicht längst ein beque­mes tool ent­wickelt wur­de, dass Spra­che in Text ver­wan­delt - und da es das umge­kehrt gibt kann es doch nicht so schwer sein es umzu­dre­hen. selbst wenn es teu­rer wäre wür­de sie es sehr begrü­ßen, denn das Blin­den­geld ist ja ein 'Nach­teils­aus­gleich', der die Teil­ha­be ohne Ein­schrän­kun­gen ermög­li­chen soll.
      Also: In die­sem Fall bin dafür etwas wei­ter zu ent­wickeln, nur bezweif­le ich, dass es in der gamer-Sze­ne Ein­gang und Anwen­der fin­den wird.
      Hin­ge­gen ist es bei all­ge­mei­ner Über­tra­gungs­stö­rung im Ner­ven­sy­stem bestimmt kor­rekt anzu­neh­men, dass dann eine sol­che Mög­lich­keit per Spra­che zu steu­ern nicht die opti­ma­le Wahl wäre. Da könn­te höch­stens etwas hel­fen, das nach und nach fein ein­steu­ert was sich durch Krank­heit ver­schlech­tert hat.

      1. Es ist ja soweit in den Tex­ten zu erken­nen, dass es sich dabei aktu­ell um "Pro­jek­te in der Ent­wick­lung" han­delt, die zunächst ein­mal auf irgend­ei­ner Mes­se vor­ge­stellt wer­den oder wurden.
        Wie viel, was man auf sol­chen sieht, bleibt bei die­sem Pro­to­typ? (Bei vie­lem ist es bes­ser, weil es zu der Katergo­rie "Din­ge, die die Welt nicht braucht" gehört.)

        Ein biss­chen erin­nert einen das gezeig­te an den Hype um 3D-Fern­se­hen, der inzwi­schen schon wie­der abge­klun­gen ist. War­um setzt sich so etwas nicht durch?
        Für den Durch­schnitts­kon­su­men­ten tech­nisch zu auf­wän­dig, ver­braucht evtl. zu viel Strom, und es ist prak­tisch unge­eig­net, wenn man ein gewöhn­li­ches Leben mit Arbeit und evtl sogar noch Fami­lie führt.
        Man hat mit solch einem Lebens­stil näm­lich schon mit genü­gend Din­gen zu tun, die einen alle­samt for­dern. Soll­te man dann noch, wenn man nur ein biss­chen Spielen/Zocken will, noch mal so eine ähn­li­che gei­sti­ge und kör­per­li­che Bela­stung mit­ma­chen müs­sen, ist man nach nur weni­ger Zeit voll­kom­men erschöpft.
        Als Ein­zel­an­wen­dung ist die­ses tech­ni­sche Equip­ment damit völ­lig unge­eig­net. - Als Grup­pen­sa­che, also, dass man wie in einer Spiel­hal­le gemein­sam zocken geht, da wäre das noch vor­stell­bar, weil man das Sze­na­rio bewusst auf­sucht, um mal was erle­ben zu wol­len. (Da stän­de aller­dings der Sache ent­ge­gen - wer braucht hier schon Shoo­ter als Vir­tu­al Rea­li­ty, wenn man auch auf einen ech­ten Air­sof­t/­Paint­ball-Spiel­platz gehen kann? Ist doch viel bes­ser. - Wür­de sich also wie­der­um auch nicht für alle Arten von Spie­le lohnen.)

        Bei den 3D-Fil­men und -Fern­se­hern gab es die­ses Pro­blem der gei­sti­gen Anstren­gung näm­lich auch schon. - Mal abge­se­hen noch davon, dass Bril­len­trä­ger hier gene­rell auch schon im Nach­teil waren, weil man sich ja defac­to noch eine 3D-Bril­le zum sehen auf­set­zen musste.
        Einen Film in 3D zu schau­en ist für den Ver­stand wesent­lich anstren­gen­der, als ein­fach nur auf sich ein­di­men­sio­nal bewe­gen­de Bil­der zu schauen.
        Außer als "Spie­le­rei" für den geneig­ten Fan der Gesamt­dis­zi­plin ist das also dau­er­haft nichts.
        Und genau dar­um ver­schwin­det 3D immer wie­der in die Ver­sen­kung, aus der man es geholt hat (tech­ni­sche Umset­zun­gen hat man ja im Ver­lau­fe der Zeit schon mehr­mals versucht).

        Aber, gut... Ich mache da eine Ein­schrän­kung: Was heu­te so als "Zocken" gilt, davon bin ich kein Fan. Ist zudem auch ein sehr schnelllebi­ges und sehr kost­spie­li­ges Hob­by (gut, wel­ches ist das nicht?).
        Ich bevor­zu­ge z. B. jeder­zeit die klo­bi­gen alten "Tank Con­trols", die wun­der­bar mit dem Key­board zu spie­len gehen und ein­fach gestal­tet sind, anstel­le des Zustan­des, wo bei jedem Spiel die Steue­rung wie Rake­ten­wis­sen­schaft ist.
        Viel­leicht fal­le ich damit schon in die Kate­go­rie "Opa" für das Seg­ment - und kann nicht mehr unbe­dingt bei aktu­el­len Ent­wick­lun­gen mit­re­den. (*zuckt mit den Achseln*)

        Ja, das The­ma "Behin­de­run­gen" beim Com­pu­ter sind, auch wenn es schon so ein oder ande­res gibt, nach wie vor eigent­lich ein sehr igno­rier­tes Feld. Vor allen Din­gen, dass auch mal sehr geziel­te Din­ge ent­wickelt werden.

        1. Für Seh­be­hin­de­rung gibt es eini­ge Hilfs­mit­tel - die Crux ist nur, was dafür an Prei­sen berech­net wird! Da es für der­glei­chen Hilfs­mit­tel Bei­hil­fen / Zuzah­lun­gen gibt schie­ßen der­ar­ti­ge Arti­kel rake­ten­gleich nach oben: Wo staat­li­che - oder Kran­ken­kas­sen zah­len wird es mei­stens dop­pelt bis drei­fach so teu­er. Dem könn­te leicht gesetz­ge­be­risch begeg­net wer­den. Wegen der mini­ma­len Bedeu­tung der Gesamt­be­trä­ge unter Ein­be­zie­hung des Volu­mens des Gesund­heits­bud­gets ins­ge­samt besteht aller­ding offen­bar kein Interesse.

          Die Soft­ware die mei­ne Frau benutzt kostet so um die 800 € und wird bezu­schusst. Sie kann bis zu 12-fach den Bild­schirm ver­grö­ßern, nor­ma­ler­wei­se stellt sie auf 4- bis 5-fach ein. Bei 12-fach sind etwa vier bis fünf Buch­sta­ben oder Bild­tei­le zu sehen, die in Gedan­ken(!) von der seh­ein­ge­schränk­ten Per­son zusam­men­ge­setzt wer­den müs­sen - eine Spit­zen­lei­stung. Ich selbst kom­me damit nicht zurecht, weil ich nie genau ein­schät­zen kann WO auf dem Bild­schirm ich gera­de bin. Wir Nor­mal­sich­ti­gen sehen eben völ­lig anders ....

          Was die­se kom­plet­te Sze­ne angeht die unter "Com­pu­ter­spie­le" läuft ist mir zwar das Volu­men bekannt und erschreckt mich jedes Mal wie­der (ins­be­son­de­re) das ste­ti­ge Wachs­tum weit über den Stei­ge­run­gen ande­rer Wirt­schafts­be­rei­che. Was man so an 'out­fit' braucht ist in ande­ren Hob­bies bestimmt nicht weni­ger auf­wän­dig - nur sel­ten mehr­fach ver­wend­bar auch für Alltagszwecke.

          Ob sich etwas durch­setzt bestimmt wohl gene­rell die Bereit­schaft der poten­zi­el­len Nut­zer dafür eine Sum­me X zu zah­len - da könn­te eine Mes­se eine gute Quel­le für Infor­ma­tio­nen sein wenn gezielt gefragt wird was der Kon­su­ment denn so schätzt was das 'gad­get' kosten wird .... aus den Ant­wor­ten lässt sich etwa die Grö­ßen­ord­nung erken­nen. Weiß man dann noch wie hoch die Pro­duk­ti­ons­ko­sten und die Amor­ti­sa­ti­on der Ent­wick­lungs­ko­sten waren hat man eine nähe­rungs­wei­se Vor­stel­lung ob es sich lohnt das wirk­lich in Pro­duk­ti­on gehen zu las­sen. Heu­te wird zudem oft der Weg des 'crowd fun­ding' gewählt, ein bes­se­res Baro­me­ter für die Erfolgsaussichten.

        2. Eiei­ei... Einer­seits die tech­ni­sche Umset­zung, und dann auch noch der Preis.

          Eigent­lich wür­de man ja sagen, dass viel­mehr aus der Ent­wick­lung gezielt für die Bedürf­nis­se von Behin­der­ten die neu­en Spiel­zeu­ge für das Publi­kum erwächst, was nur unter­hal­ten wer­den will - aber hier scheint es wohl so, dass die Sache eher umge­kehrt aussieht.
          Der Enter­tain­ment-Sek­tor macht mitt­ler­wei­le den Löwen­teil aus, und der Rest bleibt auf der Strecke.
          Eigent­lich trau­rig, und irgend­wie auch bescheu­ert, oder?

          Das stimmt; mitt­ler­wei­le erschreckt einen das Aus­maß, was inzwi­schen um das Zocken an Geld und Rei­bach gemacht wird.
          Aller­dings, seit dem auch das gro­ße Geld dar­in so sehr invol­viert ist, seit dem sinkt auch die Qua­li­tät der kom­mer­zi­ell-pro­du­zier­ten Spiele.
          Einer­seits in Hand­lung, dann in der Umset­zung, und im Ver­gleich zu frü­her hat man zwar jetzt vie­les in 3D, aber dafür ist das ein neon­far­be­ner Pixel­matsch, wo man Essen­ti­el­les von Unwich­ti­gem nicht unner­schei­den kann, weil alles gleich­bunt gestal­tet ist. Mei­ne Sicht dar­auf jeden­falls! (Beim 3D liegt es auch teil­wei­se an der Soft­ware­sei­te, mit der das 3D-Model­lie­ren geschieht, den­ke ich. Bei den Fil­men ist es näm­lich so; die Spie­le­bran­che dürf­te also das sel­be Pro­blem haben.)

        3. Inter­es­san­te Beob­ach­tung, das immer wenn Kapi­tal irgend­wo rein­ge­pumpt wird die Qua­li­tät so sehr lei­det, dass nach eini­ger Zeit alles zusam­men­bricht weil sich die Stamm­nut­zer ver­schau­kelt vor­kom­men. Die Erfin­der sind noch mit 'Herz­blut' dabei - die spä­ter die sto­ry wei­ter spin­nen müs­sen lie­fern, und das senkt Begei­ste­rung & Niveau.
          Ein Fazit was ich hier mit­neh­me ist: Gut, dass ich mich da recht­zei­tig abge­setzt und nicht wei­ter 'gespielt' habe.

          PS
          Es gab 'mal einen Bild­schirm­scho­ner des­sen Ideen waren schier endlos:
          Ein Mann wohn­te als Schiff­brü­chi­ger auf einer Insel, ganz allein .... und dann kamen aus dem Nichts Kla­mot­ten, Uten­si­li­en usw., die hol­te er hin­ter dem ein­zi­gen Baum, einer Pal­me, her­vor. Das war wirk­lich gut gemach­te Unter­hal­tung - und ich gebe zu manch­mal mehr als eine hal­be Stun­de lang trotz wich­ti­ger Ter­mi­ne dem Trei­ben und den Bege­nun­gen die­ses Männ­chens zuge­se­hen zu haben ....

        4. Für mich ist da so ca. bei der PS2-Ära die Gren­ze. (Also, zwi­schen Anfang und Mit­te des ersten Jahr­zehnts nach 2000. Die PS3 kam 2006 her­aus, wenn sich mein Gehirn nicht falsch erinnert.)
          Man fin­det dar­in noch genug gute Spie­le, auch wel­che, die einen dem Inhalt nach inter­es­sie­ren, wo auch teil­wei­se sehr gute musi­ka­li­sche Unter­ma­lun­gen vor­han­den sind, die für sich allein ste­hen kön­nen - was einen aber ab der Ära stört (das hat­te ich bestimmt irgend­wo schon mehr als ein Mal erwähnt), ist, dass die Spie­le in ihrer Län­ge schon etwas zu sehr aus­ge­walzt wur­den (für Leu­te, die auch neben dem Spie­len noch ein Leben haben), und dass Steue­rung all­mäh­lich zur Rake­ten­wis­sen­schaft wurde.
          Wohl­ge­merkt, es trifft da noch nicht auf alle Titel zu, des­we­gen fin­det man auch gute dazwi­schen. Aber ab der PS3-/Xbox360-Ära... Da wur­de das Stan­dard, nach 3 Std. Spie­len nicht viel erreicht zu haben und auch am PC kaum noch ohne Con­trol­ler spie­len zu kön­nen (was ich als äußerst dumm emp­fin­de, weil zum PC gehört ein­fach das Key­board dazu - war­um spiel ich auf dem PC, wenn ich doch die­sel­be Aus­rü­stung wie auf der Kon­so­le brauche?).
          Des­we­gen ist mir das ab da nichts mehr. Nicht mal in der Emulation.
          Wenn, dann - lie­ber ande­ren beim Spie­len zuschau­en von Mate­ri­al aus der Ära (ist der kür­ze­ste Weg).

        5. Von 1999 bis 2002 war ich in USA, schon des­we­gen habe ich nicht mit­be­kom­men was hier in "D" der­weil lief. Schon gar nicht hin­sicht­lich Unterhaltung. 

          Wohl aber lern­te ich da wie weit uns die Ame­ri­ka­ner vor­aus waren was die Ver­sor­gung mit Inter­net und öffent­li­chem Zugang dazu anging. Ich habe - weil man in USA erst ernst genom­men wird wenn man etwas Zeit für wohltätige/soziale Zwecke ein­setzt - ehren­amt­lich ein "Sci­ence Cen­ter" gelei­tet. Das war nicht viel Auf­wand weil es gut lief und stän­dig Betrieb war, der Spen­den brach­te, aber sehr auf­schluss­reich was die För­de­rung von Inter­es­sen der klei­nen Kin­der anging. Für Kin­der­gar­ten- bis Ele­men­ta­ry-Kin­der waren Expo­na­te zum mit­ma­chen da, für die Älte­ren gan­ze Seri­en von Ver­su­chen .... alle durch Frei­wil­li­ge geplant, gebaut und unter­hal­ten. Da kön­nen wir hier nur nei­disch rüber­schau­en. Hier geht das nur indem Insti­tu­tio­nen sich 'offi­zi­ell' des­sen anneh­men. Der Unter­schied zwi­schen "Doers & Thin­kers" ist nie so deut­lich wie in so einem Feld.
          Da hat­te ich - wie du erken­nen kannst, zusam­men mit dem Lehr­auf­trag wenig Zeit mich um das in "D" zu küm­mern, was nicht unmit­tel­bar mit Fami­lie und deren Belan­gen zu tun hatte.

        6. Bemer­ke ich beim The­ma Com­pu­ter auch - dass da USA und hier einen deut­li­chen Unter­schied aufwiesen.
          Ein biss­chen erkennt man das in Fil­men aus der Ära der 80er und der 90er.
          Wo hier zu dem Zeit­punkt Com­pu­ter noch längst nicht so ver­brei­tet waren und es eher noch den Ruf von "Fre­ak­wa­re" hat­te, hat­te im Prin­zip jede Uni­bi­blio­thek in den USA bereits eine Hand voll Com­pu­ter, um das Inter­net der Uni­ver­si­tä­ten (was ja noch so ein Vor­läu­fer des heu­ti­gen Inter­nets war) zu nutzen.
          Also, da ist ein sehr deut­li­cher Unter­schied in dem Punkt zu merken.

          Inwie­weit dann hier­zu­lan­de auch noch ein Unter­schied zwi­schen Ost und West vor­lag (auch wegen dem Wohl­stands­ge­fäl­le; und Com­pu­ter waren ein­mal auch uto­pisch teu­er), wür­de ich an der Sache auch noch mal zur Dis­po­si­ti­on stellen.

          (Wenn ich es recht beden­ke - ich glau­be, zu der Zeit, wo ich kör­per­lich in dem ent­spre­chen­den Alter war, um dafür emp­fäng­lich zu sein, da gab es hier mehr Kon­so­len­spie­ler, die wuss­ten, was eine Play­sta­ti­on ist und was ein Game­boy ist, als Leu­te, die wirk­lich ernst­haft mit dem PC gespielt haben, geschwei­ge­denn mit ihm gescheit arbei­ten konnten.)

        7. Neben dem Unter­schied zwi­schen USA und hier gab es frag­los den Unter­schied in der Tech­no­lo­gie zwi­schen DDR un BRD, dazu habe ich eine sehr aus­führ­li­che Arbeit gefun­den → https://zeithistorische-forschungen.de/sites/default/files/medien/material/2012-2/Naumann_1997.pdf
          Der Dreh- und Angel­punkt scheint der Mau­er­bau ('61) gewe­sen zu sein, nach des­sen Fer­tig­stel­lung die Aus­tausch­mög­lich­kei­ten abrupt unter­bro­chen wur­den .... wen wun­dert das heu­te noch? Ein wei­te­rer lesens­wer­ter Arti­kel - natür­lich mit etwas 'rei­ße­ri­scher' Schlag­zei­le ist die­ser → https://www.deutschlandfunkkultur.de/computerfreaks-in-der-ddr-ein-commodore-64-kostete-ein-100.html

        8. Ich mein­te das jetzt mehr auf mei­ne Nach-Wen­de-Erfah­run­gen bezo­gen (ande­re habe ich ja nicht), aber der Unter­schied bei den Ent­wick­lun­gen, wür­de ich sagen, ist auch dort noch zu mer­ken gewesen.

          Com­pu­ter­tech­nik ist auch so ein Ding, was im Osten stark dadurch gehemmt war, dass Märk­te sich der DDR gegen­über ver­schlos­sen haben und auf ein Bün­del Schei­ne von sei­nem Geld gesagt haben "Hören sie mal, wenn sie etwas kau­fen wol­len, dann brin­gen sie doch erst mal GELD mit!".
          Dass um den 1MBit-Chip so ein Dra­ma gemacht wur­de wäh­rend er tech­nisch schon längst ver­al­tet war gegen­über dem Bran­chen­durch­schnitt - dabei wird stets auch ver­ges­sen zu erwäh­nen, wenn man kei­nen Zugang zu den welt­wei­ten Märk­ten hat, kei­ne Lizen­zen bekommt, um basie­rend auf Din­gen zu arbei­ten, die ande­re schon erfun­den haben, dann muss man alles noch mal von Grund auf allein mit eige­nem Prin­zip neu erfin­den. Das wirft im Stand der Tech­nik unheim­lich zurück, und zudem dau­ert es lang bis man auf den ersten rich­ti­gen grü­nen Zweig kommt. (Was meint man, war­um in Nord­ko­rea kein breit­flä­chi­ges Inter­net exi­stiert. Es hat nicht nur die Grün­de von staat­li­cher Kon­trol­le über den Infor­ma­ti­ons­fluss, son­dern liegt schlicht­weg an der tech­ni­schen Umset­zung, zu der man mit den gege­be­nen Bedin­gun­gen nicht fähig wäre. - Wenn man mal was hört, wird in NK z. B. wohl viel mit raub­ko­pier­tem Win­dows XP auf den Rech­nern gearbeitet.)

          Was durch­aus, als Teil­ge­biet der Infor­ma­tik ver­folgt wur­de, soweit ich weiß, war Auto­ma­ten­tech­nik. Weil das in der Pro­duk­ti­on immer mehr eine Rol­le spiel­te (auch in der DDR woll­te man kör­per­li­che schwe­re Arbeit für die Aus­üben­den leich­ter machen) - und man gewiss auch dar­auf hin­ar­bei­ten muss­te, dass man nicht ewig noch mit den Pro­duk­ti­ons­an­la­gen aus der Vor­kriegs­zeit wei­ter­ma­chen kann.

          Des­we­gen gab es letzt­lich dann doch irgend­wann Robo­tron und ab den 80ern lang­sam so etwas wie einen schlei­chen­den Ein­zug der Com­pu­ter­tech­nik... (Bei­spiel KC-85).

          ...Ich hat­te die The­se aus­gangs allein des­we­gen gemacht, weil an ande­ren Stel­len auch ein biss­chen der Ein­druck ent­stand, dass da was erst im Lau­fe der Zeit nachzog.
          Zum Bei­spiel dau­er­te es auch etwas, bis Leu­te in der Heim­un­ter­hal­tung CD-Play­er hat­ten (die 90er waren ein­fach eine Zeit, in der die Polen-Kasett­ten lang den Markt regiert haben...), oder bis auch wirk­lich jeder Haus­halt ein Fest­netz­te­le­fon hatte.
          Davor hat­ten das vor­ran­gig Betrie­be und wich­ti­ge Leu­te in der Stadt - dar­un­ter aller­dings auch Leh­rer. Weiß man, wenn man ein Tele­fon­buch aus den frü­hen 90er-Jah­ren schon mal gese­hen hat, wo es die Betrie­be alle noch gab und dem­zu­fol­ge deren Num­mern alle in die­sem Buch ver­merkt waren. Vor­ran­gig hat­ten geschäft­lich und ver­wal­tungs­tech­nisch wich­ti­ge Leu­te zu der Zeit eine ver­ge­be­ne Num­mer, weni­ger rei­ne Pri­vat­per­so­nen - das mit den Leh­rern wie­der­um weiß ich durch ein­fa­ches Aus­pro­bie­ren "ein­fach mal einen Namen suchen, den man kennt, von dem man weiß, dass der zu der Zeit akti­ver Leh­rer war".
          Wenn man da dann unter dem Namen fün­dig wird, kann man sich sei­nen Teil den­ken, war­um die zu der Zeit wohl schon ein Tele­fon hat­ten... Berufsbedingt.

        9. Bei Fach­leu­ten herrsch­te - das darf man wohl nach den Quel­len behaup­ten - kei­ne Berüh­rungs­angst oder gar Aus­schluss­men­ta­li­tät. Sol­che Über­le­gun­gen wäre sehr unty­pisch für Natur­wis­sen­schaft­ler. Was bestim­mend war sind öko­no­mi­sche Hür­den, Boy­kott wäh­rend des 'Kal­ten Krie­ges' und aus­ge­üb­ter Druck als Mit­tel zur Errei­chung von Zie­len, die von west­li­chen Bünd­nis­sen ver­folgt wur­den - man braucht sich nur die der­zei­ti­ge Situa­ti­on NATO-EU-Russ­land anzu­se­hen um das ana­log zu studieren.

          Wel­che Ent­wick­lung tat­säch­lich die Nut­zung vor­an­ge­trie­ben hat und wel­che Mög­lich­kei­ten vom DDR System nicht zuge­las­sen wur­den um Infor­ma­ti­ons­fluss zu begren­zen ver­mag wohl nur jemand zu sagen der mit betei­ligt war.
          Mei­ne The­se ist da eher:
          Die grei­sen Her­ren des Polit­bü­ros konn­ten sich unter der Tech­nik nichts vor­stel­len, es über­stieg ihr Niveau, und weil es so war wur­de es abge­lehnt. Weil man es konn­te, nicht weil man es fürch­te­te oder gar verstand.

        10. Ja, der begrenz­te Hori­zont der grau­en Emmi­nenz an den Schalt­he­beln der Macht wird auch noch eini­ges dazu­ge­tan haben... Wie es mit so einem Zustand aus­sieht, das kann man ja sogar in der Gegen­wart ganz gut beob­ach­ten. Stets nett aus­ge­drückt in dem stell­ver­tre­ten­den Begriff "Inter­net­aus­drucker".

          Nein, aber im Ernst gespro­chen: Gegen zu viel poten­ti­ell fern­steu­er­ba­re Tech­nik hat­te man was, weil, unter so einem Spio­na­ge­kö­nig wie Miel­ke, erkannt wur­de, dass man das auch für ganz ande­re Zwecke benut­zen konn­te. Und Sabo­ta­ge fürch­te­te sein Mini­ste­ri­um ja an jeder Ecke (soweit man hört, lei­der auch nicht ganz unberechtigt...).
          Betrach­tet man den Punkt der heu­ti­gen Cyber­si­cher­heit, kann man die Para­noia auch nicht ganz von der Hand wei­sen. - Das soll kei­ne Ver­tei­di­gung der Sache sein, dürf­te aber mit einen gro­ßen Grund dar­stel­len, war­um man das mit der Com­pu­ter­tech­nik nicht in die­sem Maße geför­dert hat.
          Neben dem Punkt, wenn man von Grei­sen regiert wird, die lang­sam ihre Ver­ständ­nis­pro­ble­me mit der Gegen­wart haben und eigent­lich dort nicht mehr hingehörten.

        11. Heu­te ist 'Para­noia' durch­aus ange­bracht, min­de­stens seit bekannt ist wel­che Zugrif­fe auf die wesent­li­chen Daten­au­to­bahn­kno­ten die US und ande­re Geheim­dien­ste hat­ten - und sicher noch haben - nur noch geheimer!

          Weil die neue Regie­rung nicht so grei­sen­haft ist habe ich Hoffnung ....

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