Ich sit­ze im War­te­be­reich eines Kos­me­tik- und Körperpflegeinstitutes.
Gleich gegen­über der Rezeption.
Ein älte­rer Herr betritt das Foy­er und geht auf die (lee­re) Rezep­ti­on zu.

Aus einem Zim­mer neben der Rezep­ti­on ruft eine Frau­en­stim­me, sie fragt:
Haben sie einen Termin?

Er ant­wor­tet:
Nein, ich habe kein Han­dy dabei.

Sie kommt aus dem Zim­mer her­aus, wie­der­holt, das Wort TERMIN etwas lau­ter als zuvor:
Für wann haben Sie einen TERMIN, und bei Susan­ne oder Anja?

Er ant­wor­tet:
Nein, da geh' ich nicht mehr hin. Des­we­gen bin ich ja hier.

Sie, jetzt schon etwas ungeduldig:
Kom­men Sie mal' näher ich schreib es Ihnen auf!

Er:
Das haben wir doch schon letz­tes Mal alles aufgeschrieben.
In den Com­pu­ter, suchen Sie dort .... ich hei­ße Fischer.

Sie:
Ach, Herr Fischer, haben Sie nicht vor einer Stun­de ange­ru­fen um ihren Ter­min abzusagen?

Er:
Es geht um mei­nen Ter­min bei einer von ihren Mit­ar­bei­te­rin­nen, Anja, ich will aber auch nicht zu der ande­ren, zu Susanne.

Sie:
Wir pla­nen die Ter­mi­ne langfristig.
Dann kön­nen Sie erst im Juli wie­der kom­men, zu Gerlinde.
Ach nein, geht ja nicht dann haben wir Urlaub.

Er:
Ich fah­re nicht in Urlaub, Juli ist gut.
Nur nicht am Sieb­ten, da hat mei­ne Frau Geburtstag.

Sie:
Ich muß jetzt wie­der zu mei­ner Kundin.
Rufen Sie doch bit­te Anfang Juli noch­mal an.

[dreht sich um und läuft weg]. 

Herr Fischer [steht noch eine Wei­le da und] mur­melt schließ­lich im Weggehen:
Na sowas, DEN Weg hät­te ich mir spa­ren kön­nen ... alle wol­len immer nur telefonieren ...