Über Eingriffe ....

Unter­ti­tel
"Bemer­kun­gen zu Ver­än­de­run­gen der Per­sön­lich­keit durch Chirurgie"

Halt!
Der Unter­ti­tel ist eigent­lich das Gegen­teil des­sen, was ich hier­zu sagen will: Es gibt eine sol­che "Ver­än­de­rung der Per­sön­lich­keit" nicht - am wenig­sten durch Chir­ur­gie, 'mal abge­se­hen von Lobo|tomie* oder An|en|ze|pha|lie** ....

Das "Heil" in einer Ope­ra­ti­on zu suchen, sich also chir­ur­gisch "schön" machen zu las­sen ist der schlimm­ste Aus­wuchs unse­rer Zeit. Sol­cher­ma­ßen ver­un­stal­te­te Men­schen ent­wickeln Obses­sio­nen, sind psy­chisch gestört - das allein soll­te schon eine Kon­tra­in­di­ka­ti­on für eine Ope­ra­ti­on sein!

Lei­der gibt es genug gewis­sen- und skru­pel­lo­se Medi­zi­ner, die sich damit eine Vil­la am Stadt­park und ein Cha­let in den Ber­gen ver­die­nen - dar­über soll­ten die poten­ti­el­len "Opfer" ein­mal nachdenken ....

* Lobo|tomie
op. Durch­tren­nung der Stirn­hirn-Tha­la­mus-Ver­bin­dung, v.a. zur Schmerz­aus­schal­tung; ersetzt durch Ste­reo­ta­xie. / ROCHE Lexi­kon Medizin
** An|en|ze|pha|lie
ange­bo­re­nes voll­stän­di­ges oder weit­ge­hen­des Feh­len der Groß­hirn­he­mi­sphä­ren, der Neu­ro­hy­po­phy­se u. des Zwi­schen­hirns sowie des Schä­del­da­ches. / ROCHE Lexi­kon Medizin

Kommentare

  1. Hmmm, ich weiss nicht, es gibt da schon den einen oder ande­ren Grund für einen ästhe­ti­schen ope­ra­ti­ven Ein­griff, sicher nicht die etwas zu lan­ge oder zu kur­ze Nase, die etwas zu klei­nen Brü­ste oder die Fett­pöl­ster­chen an den Hüf­ten, aber eine mas­si­ve Haken­na­se kann für Betrof­fe­ne wirk­lich Leid bedeu­ten und eine OP den Auf­bau von Selbst­be­wusst­sein unterstützen.

    1. Dann kannst du dich glück­lich schät­zen, mit einem ganz "nor­ma­len" Kör­per und einem ganz "nor­ma­len" Gesicht bedacht wor­den zu sein.

    2. Jedem bedeu­tet Glück etwas ande­res und das ist auch gut so, sonst wür­den wir alle dem­sel­ben nach­ja­gen und die mei­sten von uns leer ausgehen. :)

    3. @ black­box & @ eclip­se Es freut mich, daß wie­der "Frie­de" ein­ge­kehrt ist 
      - Dan­ke, lie­be Diskutantinnen (?)

      Zur Fra­ge:
      Sind klei­ne­re Eingriffe 
      entschuldbar / 
      wünschenswert / 
      weni­ger zu verurteilen?

      Ich mei­ne:
      Kein Ein­griff ist nötig, es sei denn, es liegt eine medi­zi­ni­sche Indi­ka­ti­on vor (nach Unfäl­len, bei Krebs, nach Ver­bren­nung etc.)
      Hier soll­te m.E. ein sehr stren­ger Maß­stab herrschen.
      Nur weil etwas "mach­bar" ist, heißt das noch lan­ge nicht, daß man es auch "machen" sollte!

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