Vor einiger Zeit hatte ich hier zum "Duzen" Stellung genommen.
Sehr kontroverse Diskussion!
Nun fand ich in der Zeitung "aktiv" einige Kommentare:
Aktuell wurde das Thema erneut - sehr kontrovers - diskutiert ....
nichts ist so, wie es zu sein scheint ....
Vor einiger Zeit hatte ich hier zum "Duzen" Stellung genommen.
Sehr kontroverse Diskussion!
Nun fand ich in der Zeitung "aktiv" einige Kommentare:
Aktuell wurde das Thema erneut - sehr kontrovers - diskutiert ....

Mit dem "Sie" anfangen und dann irgendwann, mit zunehmender Vertrautheit, zum "Du" übergehen, um dieses bringt sich der, der gleich mit dem "Du" anfängt.
Da kann ich nur beipflichten .... denn plumpe Vertrautheit von Anfang an, wenn man das Gegenüber noch nicht kennt, ist auch ein Zeichen von mangelnder Urteilsfähigkeit ....
* edit *
Wo wir gerade dabei sind:
Ich finde Ihre Texte gut zu lesen und aufschlußreich, was mir nicht gefällt sind einige - nach meinem Empfinden unnötige - "Kraftausdrücke" ....
Die Kraftausdrücke sind dramaturgisch unerlässlich, ausserdem fliessen sie vom Kopf in die Finger - ich denke nicht geblümt, warum soll ich dann geblümt schreiben?
Dramaturgie .... hin oder her, bestimmte Begriffe wecken bestimmte Emotionen - und Vorurteile!
Neu ist für mich der Begriff "geblümt". Steht das für "gestelzt", "geschraubt", "holprig", "wirklichkeitsfremd"?
Mit Vorurteilen komme ich gut klar, reine Gewohnheitssache, und "geblümt" steht dafür, dass ich "H*re" denke und nicht "gelegentliche Liebesdienerin", gleiches gilt für das F-Wort.
Aha! und "Danke" für das "*"chen .... wahrscheinlich wäre ich beim ausgeschriebenen Wort rot angelaufen .... ;-)
Das wiederum glaube ich nicht so ganz, fand es aber unpassend, Ihr Territorium mit meinen Kraftausdrücken zu versehen.... :)
Soviel .... Rücksichtnahme ist hier (twoday) sonst nahezu unbekannt .... Danke!
Ich begreife die Befuerchtungen die geaeußert werden nicht ganz. Ich glaube fast, hier wird das Wort "Vertrautheit" falsch interpretiert. Im Alter festigen sich leider die Waende des eigenen Weltbildes, daher benutzt man die kuenstliche Barriere des "Sies" oefter. Kuenstliche Barriere deshalb, weil das was ich dir/Ihnen letzendlich sage aendert sich inhaltlich nicht...
Sie scheinen zu vergessen; Inhalte und Handlungen schaffen Vertrauen, nicht erlernte Benimmregeln.
Junge Menschen beschnuppern sich noch gerne; ich hoffe ich verlerne das nicht und Ihnen wuensche ich mehr Freude im Umgang mit fremden Menschen egal ob mit einem "Sie" oder "Du".
Ja, das ist so eine Sache mit dem "Begreifen" .... Vertrautheit, die zum "Du" führt hat mit dem Alter nichts zu tun. Ich halte das schon so seit ich denken kann, mit Ausnahme der Schulzeit, denn da war eben diese Vertrautheit da: Man kannte sich in- und auswendig, d.h. innerhalb und außerhalb der Schule, alle Schwächen und Stärken lagen offen.
Weiter bin ich sicher, daß mit zunehmender Vertrautheit auch die Qualität einer Freundschaft Veränderungen erfährt: Dinge, die ich einem mir nahen Menschen anvertraue haben eine andere Tiefe - ich offenbare solche Gedanken, Gefühle und Erlebnisse, die mich verletzbar machen nur jemandem, von dem ich weiß, daß er sie nicht gegen mich verwenden wird. Auch dann, wenn die Freundschaft/Beziehung aus irgendwelchen Gründen nicht mehr so nah, tief, eng ist wie zuvor.
Das hat - aus meiner Sicht - natürlich auch etwas mit Inhalten und Handlungen zu tun - mehr aber mit "Prüfung", denn Vertrauen wächst aus der Erkenntnis, dieses Gegenüber zu kennen, Reaktionen einschätzen zu können.
Es klingt die Sorge an, ich könnte mir möglicherweise die Freude neue Freunde zu gewinnen durch den Abstand, auf dem ich anfangs immer bestehe, verbauen. Das Gegenteil ist richtig! Gerade eine plumpe Vertraulichkeit, ausgedrückt durch das vorschnelle "Du" stößt solche Menschen ab, die tiefer blicken wollen, bevor sie sich weiter öffnen.
Fazit:
Für mich disqualifiziert sich Jede/-r, die/der diese Grenze nicht akzeptiert. Solche Menschen halte ich für oberflächlich - und deswegen mag ich es nicht.
Nur zur Klarstellung:
Wenn das hier passiert, mich also hier jemand "duzt", habe ich damit kein großes Problem. Es besteht durch das Medium genügend Distanz. Was ich oben ausgeführt habe gilt für mein "wirkliches" Leben, das sich nur bedingt mit dem hier Offenbarten überschneidet ....
Zuletzt:
Es stünde uns Deutschen gut an, mehr "Benimm" zu zeigen! Flapsige Sprache, Respektlosigkeit und schlaffe Haltung zeugen nicht gerade von Anspruch - weder an sich selbst noch an andere!
Wenn man sich umsieht muß man erschrecken:
Wohin man schaut Disziplinlosigkeit, Frechheit, Gedankenlosigkeit und mangelhafte Manieren - ein Ergebnis der These, "man muß alles ganz locker sehen" ....
Selbstverstaendlich stimme ich Ihnen zu; mit zunehmender Vertrautheit erlangen Freundschaften ganz klar andere Dimensionen. Ebenfalls als oberflaechlich erkenne ich jene, die Eigenarten anderer Menschen nicht aktzeptieren. Soweit sprechen wir die selbe Sprache. Allerdings den Menschen die vorschnell duzen eine niedere Urteilskraft zuzusprechen halte ich fuer leicht allgemein (verbluemt fuer oberflaechlich).
Meine begriffliche Huerde habe ich bei Aussagen von Ihnen und Herrn Blackbox die ein "Du" als eine Vertrauenstufe sehen. Irrtum nicht ausgeschloßen empfinde ich als wuerde ein uebereiltes "Du" Sie in die Gefuehlslage eines Beraubten versetzen, was schade ist und Wege verbaut. Meines Erachtens gibt mit einem "Du" kein Vertrauen zu stehlen.
Wie bereits geschrieben setze ich Inhalte vor Benimmregeln (was nicht heißen soll ich gebrauche keine) und diese angesprochenen Inhalte hoeren sich mit einem "Du" nicht anders an als mit einem "Sie". Sie stimmen mir sicher zu, dass Sie in Ihren Gespraechen keine gaenzlich andere Inhalte an den Tag nur weil Sie jemanden siezen.
Ich muss zuviele Annahmen machen um sicherzugehen sie richtig verstanden zu haben bei ihren weiteren Aussagen. Warum werfen Sie die Deutschen in den Topf der Etiquette-armen. Einen Poebel (poebelnde Menschen) gab es und wird es immer geben. Wenn ich gezwungen einen Topf aussuchen muesste, dann wuerde ich die Deutschen eher in den Topf der Etiquette-Fetischisten werfen, deren Auswuechse bis in die Buerokratie des Landes zu spueren sind.
Aber; letztlich muss man alles locker sehen, da haben Sie wieder vollkommen Recht ;-)
Lassen Sie mich .... so anfangen:
Mein Urteil, wer unterschiedslos und bedenkenlos "duzt" disqualifiziert sich für mich, halte ich aufrecht. Bestimmt tut man so einigen Menschen Unrecht - aber wo ist schon Gerechtigkeit in dieser Welt?
Wenn es stimmt, daß ich das "Du" nur gebrauche, wenn ich mich öffnen will, dann kann mich der dergleichen in Kenntnis befindliche Mensch auch verletzen - daher die "strenge(-re)" Auswahl!
Keine Zustimmung in Hinsicht auf Inhalte. Wer von mir geduzt wird erfährt ganz andere Dinge als der, auf den das nicht zutrifft, s.o.!
Alter Hut: Es sagt sich leichter "Du Kasper" als "Sie Kasper" ....
weiter: Benimmregeln. Sollten zutreffen, egal ob "Du" odr "Sie" - gutes Benehmen ist unteilbar!
Benehmen ist nicht angeboren. Benehmen lernt man. Meine Aussage soll andeuten, daß ich der Meinung bin, zu wenige Menschen lernen heute noch von früher Kindheit an was es heißt, sich gesittet zu benehmen. Kein Vorbild bei den Eltern - da helfen auch "Benimm-Kurse" für angehende Manager nichts!
Altes (deutsches) Sprichwort:
"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!"
Gutes Benehmen fängt für mich übrigens auch schon bei vernünftiger Sprache an. Eingestreute Anglizismen heißen für mich:
Der Mensch ist ungebildet, da ihm der Wortschatz in der eigenen Sprache fehlt muß er sich mit "Floskeln" behelfen .... schaue Sie doch einmal in die Weblogs hier, es wimmelt nur so von Fremdsprachlichem. Und meist kann man aus dem Zusammenhang erkennen, daß die SchreiberInnen nicht einmal den Wortsinn der gebrauchten Begriffe kennen ....
(Kleine Anekdote am Rande:
Da erklärte mir jüngst in einem Beitrag ein Schreiber die Bedeutung des Wortes "Ateist" (sic!) - er wußte nicht, daß das "Atheist" geschrieben wird.
Mein Umkehrschluß:
Er hat vom griechischem Wortstamm keine Ahnung!)
So geht's. Herr Twoblog:
"Sie haben aber einen interessanten Blog, Herr Panthol!"
Herr Panthol:
"Du, Twoblog, Dein Blog gefällt mir aber wirklich auch!"
Wo .... haben Sie das bei mir an anderer Stelle schon einmal gelesen?
Solche Anmerkungen mache ich nicht häufig - eher das Gegenteil.
Deswegen tauche ich auch seltener in den Link-Listen auf ....
Bei Ihnen finde ich gut:
Die Idee, mehr als 100 Kommentare herauszufordern ....
hoch gepokert und gewonnen! Alle Achtung!
* nachsatz *
Müßte es nicht heißen: " .. ein interessantes Blog .. "
* nachsatz 2 *
Wie HIER zu lesen ist, halte ich es nicht so mit dem "Du" wie viele andere Weblogger, deswegen hätte mein Satz wohl eher
"Sie, Herr (?) twoblog, Ihr Blog gefällt mir!"
gelautet ....