Einkauf mit "Murphy" ....

Ich habe an man­chen Tagen mehr­fach Ver­wen­dung für die Mur­phy-Zita­te - und nut­ze sie auch, heu­te, nein, eigent­lich gestern, also Sonn­abend, beim Ein­kau­fen gera­de wieder ...:

Erst kommt zu dem einen Wagen vor mir ein zwei­ter Wagen hin­zu - der Ehe­mann hat den zwei­ten Wagen fast so voll wie sei­ne Frau ihren, also 'rich­tig' voll, bis oben zum Rand (!) - "Hal­lo, ach, las­sen Sie mich 'mal durch zu mei­ner Frau ...." und ich hat­te gedacht "nur ein Wagen vor Dir, das geht schnell ...."
Pustekuchen!
Zu allem Über­fluß waren auch noch 'emp­find­li­che' Deko-Arti­kel dabei, die wur­den gaaa­anz vor­sich­tig aufs Band gelegt und die Kas­sie­re­rin war auch so behut­sam wie nie .... alles in allem waren an der zwei­ten Kas­se schon mehr­fach so vie­le Leu­te durch ....

Da konn­te ich mir nicht ver­knei­fen zu dem (natür­lich mit Geld­kar­te - dau­ert ja auch nur wenig län­ger - zah­len­den) Ehe­mann zu sagen:
"Mur­phy hat wie­der zugeschlagen
- Immer an der Kas­se, an der Du stehst dau­ert es am längsten ...." 

Gut, daß es Mur­phy gibt, sonst wäre ich schon manch­mal etwas deut­li­cher, viel­leicht auch lau­ter und unfreund­li­cher geworden
- und das ist ja eher 'kon­tra­pro­duk­tiv' ....

Es war wahr­haf­tig ein "Rie­sen­ein­kauf" - der Typ hat €138,20 bezahlt .... ach ja, hat­te ich ganz ver­ges­sen, "Treue­punk­te" - er, etwas spitz, weil sie ihn nicht gefragt hat­te, zur Ver­käu­fe­rin: "Wir sam­meln die Treuepunkte!"

Das hat den Vor­gang noch etwas län­ger gestaltet.
Aber ich hab' mir die Gesich­ter gemerkt - hin­ter denen stell' ich mich bestimmt nicht mehr an ....

Veröffentlicht in Leben

Kommentare

    1. *lol* Ich muß­te herz­lich lachen, denn den Gedan­ken hat­te ich auch schon:
      Ich stel­le mir die Bei­den nun mit meh­re­ren Pake­ten Pfan­nen und Töp­fen jon­glie­rend vor .... das wäre ein Spaß, dann neben ihnen eine Tüte zer­knal­len zu lassen ...!

    2. Da steckt .... sehr genaue Beob­ach­tung dahin­ter .... ja, so ähn­lich könn­te der Dia­log gewe­sen sein .... 

      Eines muß man den Mar­ke­ting­leu­ten ja lassen: 
      Sie fan­gen mit die­ser Masche immer wie­der ein paar neue Kun­den ein - und als Neben­ef­fekt gewin­nen sie noch 'gute' Adres­sen, denn die sol­len auf den Ein­lös­kar­ten ange­ge­ben wer­den - anson­sten kosten sol­che 'hei­ßen' Adres­sen den Wer­ben­den eine Men­ge Geld ....

    3. Ich hat­te vor ein paar Mona­ten die Mög­lich­keit, ein wenig in den Bereich Marketing/Werbung/Verkauf rein­zu­schnup­pern. Mit die­ser Masche (Treue­punk­te, Stamm­kun­den­ra­bat­te, ganz beson­ders Club­kar­ten u. ä.) wer­den Rie­sen­sum­men umge­setzt, ganz im Hin­ter­grund, die wenig­sten bekom­men über­haupt etwas davon mit. Die Rabat­te und Ver­gün­sti­gun­gen die man als Kun­de damit hat, sind Pea­nuts im Ver­gleich zu dem, was Fir­men damit verdienen. 

      Adres­sen sind viel Geld wert. Je genau­er und aus­führ­li­cher, desto mehr. Adres­sen mit Tele­fon­num­mer sind gut, Adres­sen mit Tele­fon­num­mer und Geburts­da­tum sind noch bes­ser (und teu­rer). Wenn man bedenkt, was auf Gewinn­spiel­kar­ten, für Club­kar­ten usw. alles ange­ge­ben wer­den muss, kann man sich leicht vor­stel­len, wie­viel ein Kun­de wirk­lich "wert" ist...

    4. Das unter­stützt .... dan­kens­wer­ter­wei­se die Aus­sa­gen, die bis­her gemacht wur­den - jetzt fra­ge ich mich wirk­lich, ob nur 'Nicht-Blog­ger' auf den Schmu hereinfallen ...? 

      Wenn wir erst die "Per­so­nen­ken­nung zu Steu­er­zwecken" haben wer­den, ist es noch leich­ter, die Daten aus allen mög­li­chen Berei­chen zuzu­ord­nen: Kon­to, Tele­fon­ver­bin­dun­gen, Mit­glied­schaf­ten, Lese­ge­wohn­hei­ten, Urlaub, Ein­kaufs­ver­hal­ten, Auto, Ver­si­che­run­gen, Kre­di­te & Hypo­the­ken, Inter­net­sur­fen, Blog­gen etc. - glä­ser­ner als glä­sern geht es wirk­lich nicht mehr ...! 

      Dann braucht man nur noch den ein­ge­pflanz­ten Chip - und schon geht alles auto­ma­tisch - oder auch nicht. 

      Ich mag mir nicht vor­stel­len, was pas­siert, wenn all die­se Daten in unbe­rech­tig­te Hän­de fallen ....

    5. Nein, nicht nur "Nicht-Blog­ger". Vie­len ist es gar nicht bewusst wie weit ihre Daten rum­ge­hen kön­nen, wenn sie bei einem Gewinn­spiel mit­ma­chen oder eine Mem­ber-Card anfor­dern. "Was soll schon sein, mei­ne Adres­se ist ja auch im Tele­fon­buch zu fin­den" - ja, aber von dort darf sie nicht ver­wen­det wer­den. Die­se Glä­sern­heit ist schon viel inten­si­ver da als man glaubt, mit jeder Super­markt-Kar­te kann man z. B. das Kauf­ver­hal­ten des Kun­den auslesen.

    6. Wäh­rend mei­ner U.S.A.-Zeit .... hat­te ich ja nur zwei Vor­le­sun­gen a (je) 2 Stun­den pro Woche - viel freie Zeit also, um zu lesen und den Hin­ter­grund des U.S.-Marketings näher zu erfor­schen .... dabei bin ich auf sol­che Vor­schlä­ge für Markt­teil­neh­mer gesto­ßen .... beson­ders taten sich die Kre­dit­kar­ten­ge­sell­schaf­ten hervor: 
      Sie boten "Stan­dard- und Indi­vi­du­al­da­ten" - regio­nal auf­ge­drö­selt - für Gewer­be­trei­ben­de an .... alle aus den Kun­den­da­ten 'anony­mi­siert' .... das war das, was öffent­lich ange­bo­ten wur­de .... von einem Kol­le­gen der 'accoun­ting' unter­rich­te­te erfuhr ich, daß Indi­vi­du­al­da­ten 'unterm Laden­tisch' ange­bo­ten wur­den - mich wun­dert heu­te hin­sicht­lich die­ser Machen­schaf­ten (fast) nichts mehr ...!

  1. und ja, man kauft wirk­lich eine men­ge müll, den man gar nicht braucht, nur weil man aus irgend­ei­nem grund rabatt bekommt (treue­punk­te etc.), oder man kauf­ts ein­fach nur, weil "ange­bot" drü­ber­steht. da kann das dann mehr kosten als beim händ­ler 1gasse wei­ter - es ist ein ange­bot, man kauft und aus. weil ange­bo­te sind immer bil­lig und man muss ja zuschla­gen bevor nichts mehr da ist...

    mani­pu­la­ti­on über­all. die mei­sten mer­kens nicht ein­mal. und wir händ­ler freu­en uns :D

    und wenn sie jetzt die­se dvd für nur 899,- bestel­len, bekom­men sie nicht nur die­se dvd, nein - sie bekom­men auch die­sen dvd-play­er dazu. GRATIS! und die ersten 100 anru­fer bekom­men auch die­sen fern­se­her dazu. GESCHENKT und wenn sie noch heu­te anrufen....

    1. @ kep­kez­kem Aber wie wei­ter oben ja schon angedeutet:
      Wer sol­che "Son­der­an­ge­bo­te" ohne Ver­gleich mit­nimmt und nicht wei­ter nach­denkt hat es wahr­schein­lich nicht nötig jeden Cent umzu­dre­hen - manch­mal ist es wohl auch eine "Kaufstim­mung", die Men­schen zugrei­fen läßt .... dafür gibt es vie­le Gründe. 

      Mit dem Kauf ist bei Vie­len schon das Bedürf­nis befrie­digt, danach kommt Kat­zen­jam­mer - und der Wunsch auf etwas Neues .... 
      die Spi­ra­le dreht sich,
      der Pro­du­zent verdient,
      der Händ­ler verdient, 
      das Geld arbeitet, 
      der Staat verdient, 
      - und ALLE sind zufrieden ....
      Ja, wirk­lich, denn auch die Käu­fe­rin / der Käu­fer pro­fi­tiert davon:
      Wenn Vie­le kau­fen hat auch sie/er Arbeit ....

  2. Über die Treue­punk­te Ein­mal wäre ich ja fast hin­ein­ge­fal­len. Beim Inter­spar gab es ein Ess­be­steck von WMF gegen Treue­punk­te. Ich hat­te gera­de einen Groß­ein­kauf hin­ter mir und fing schon zu spe­ku­lie­ren an, ob sich mit nor­ma­len Ein­käu­fen die Punk­te­an­zahl aus­ge­hen wür­de, bis der End­zeit­punkt der Treue­ak­ti­on gekom­men wäre.
    Da aller­dings im glei­chen Shop­ping-Cen­ter auch WMF-Geschäft war, konn­te ich mir die Prei­se bzw. die Erspar­nis gleich aus­rech­nen. Es waren 6%, wobei man noch mit den Umwegko­sten viel­leicht nur auf 5,5% käme.
    Da aller­dings den Inter­spar, den ich sei­nes Flei­sches wegen schät­ze, sonst abso­lut nicht immer der Bil­lig­ste ist, wür­de ein Treue­punk­te­ein­kauf in Wirk­lich­keit viel­leicht maxi­mal 2-3% brin­gen, je nach dem, wie sehr man sei­nen Ein­kauf zwi­schen Bil­la, Spar und Ziel­punkt zeit­ge­recht aufteilt.
    Fazit: eine ech­te Kei­le­rei und Ross­täu­sche­rei. Alles ande­re als ein Geschenk, wie es die Wer­be­trom­mel glau­ben machen will.
    Seit­her sehe ich Leu­te, die mit Treue­punk­ten han­tie­ren, etwas mit­lei­dig an.
    Etwas ande­res ist es, wenn man die Treue­punk­te in bar zurück­ver­gü­tet bekommt, was ja auch manch­mal der Fall ist. Dann bewun­de­re ich die­sel­ben Leu­te ob ihrer Sorgfalt.
    Was das Besteck angeht, so bekam man das im Out­let-Shop in Parn­dorf um 40% billiger.
    Aber so etwas darf ich nicht allein kau­fen. Da kol­li­die­re ich immer mit dem Geschmack von Frau Columbo:)

    1. Die Treue­punk­te von heu­te .... hie­ßen frü­her "Rabatt­mar­ken" - dar­auf war der ech­te %-Wert ange­ge­ben, den man erstat­tet bekam - und zwar in bar! 

      Wie schon angedeutet:
      Bös­ar­ti­ge Aus­nut­zung der man­gel­haf­ten Kennt­nis­se des durch­schnitt­li­chen Käu­fers - natür­lich auch der Käuferin!

      Hin­sicht­lich des "Allein­ein­kaufs" geht es mir auch so: Die Heim­ver­schö­ne­rung ist Sache der Hausfrau!

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