In den USA meh­ren sich die Fälle in denen Dienst­lei­ster und Hand­werks­be­triebe Kun­den nicht bedie­nen oder abwei­sen weil sie mit deren Lebens­weise oder sexu­el­ler Ori­en­tie­rung nicht zurecht kom­men - der Stan­dard­satz lau­tet dann " .. aus reli­giö­sen Grün­den muß ich es ableh­nen sol­che Kun­den zu bedie­nen .. "

Das bekommt viel Applaus von den recht­sten­die­ren­den Reli­gio­ten aus dem Bible Belt, dem ehe­ma­li­gen Kon­för­de­rier­ten­ge­biet im Süd­osten bis mitt­le­ren Westen. Die Regie­rung Trump besteht wie bekannt über­wie­gend aus Mit­glie­dern von Sek­ten pro­te­stan­ti­schen Ursprun­ges, die hin­ter sol­chem Ver­hal­ten ste­hen und es bil­li­gen, ja noch durch anste­hende Gesetz­ge­bung for­cie­ren wol­len.

Gerade diese ver­bohr­ten Chri­sten fal­len in den letz­ten Tagen durch eine gewisse Wei­ner­lich­keit und Empö­rung auf weil es einige Unter­neh­men gewagt haben ihnen nun den Ser­vice zu ver­wei­gen. Weil sie der Regie­rung Trump ange­hö­ren. Sie erle­ben nun am eige­nen Leibe was es heißt wegen sei­ner Über­zeu­gung dis­kri­mi­niert zu wer­den, gerade sie, die zusätz­lich zu reli­giö­sen Ent­schul­di­gun­gen für Dis­kri­mi­nie­rung gern auch Her­kunft (Lati­nos) und Haut­farbe (Schwarze) her­an­zie­hen.

An die­sem Hin und Her kann man erken­nen, wel­che Kreise die­ses ras­si­stisch-rechts­ra­di­kale Gedan­ken­ge­bäude der Repu­bli­ka­ner ins­ge­samt und der Regie­rung Trump im Beson­de­ren anspricht und ermu­tigt. Das, ver­mischt mit einer unfaß­bar ver­blen­de­ten Masse an Reli­giö­sen, ist eine Ideo­lo­gie, die den Ras­sis­mus des Drit­ten Rei­ches noch über­trifft.

Vor die­sem Hin­ter­grund ist es beson­ders wich­tig hier bei uns jede auf­kei­mende (Rechts-) Radi­ka­li­sie­rung die auf Rasse, Her­kunft oder Reli­gion basiert ener­gisch zu bekämp­fen und gar nicht erst stär­ker wer­den zu las­sen.

Wobei ich noch beto­nen möchte, dass Rel­gion in kei­ner Weise die Staats­füh­rung in irgend­ei­ner Art bestim­men kön­nen sollte - wir sind da schon auf einem guten Weg der Tren­nung von Kir­chen und Staat, aber noch nicht weit genug, wie immer wie­der gerade aus Bay­ern stam­mende katho­li­sche und aus Baden-Würt­tem­berg stam­mende evan­ge­li­sche Poli­ti­ker bewei­sen.