Wie uns die Anderen sehen ....

In Ger­ma­ny, Inter­net users and civil liber­ties groups are fight­ing pro­po­sed legis­la­ti­on man­da­ting a natio­nal cen­sor­ship system. The Bun­des­tag votes today on a bill aut­ho­ri­zing Ger­man poli­ce to estab­lish and main­tain a list of Web sites that Inter­net ser­vice pro­vi­ders would be requi­red to block. In a peti­ti­on against the bill, Ger­man civil liber­ties groups call it "untrans­pa­rent and uncon­troll­ab­le, sin­ce the 'block lists' can­not be inspec­ted, nor are the cri­te­ria for put­ting a Web site on the list pro­per­ly defi­ned." The­se con­cerns aren't unfoun­ded: Some Ger­man poli­ti­ci­ans have alrea­dy sug­ge­sted exten­ding the block list to Isla­mist Web sites, video games and gamb­ling Web sites, while book publishers have sug­ge­sted it would also be nice to block file-sharing sites too .. if tech­ni­cal cen­sor­ship systems are to be put in place, they must be suf­fi­ci­ent­ly trans­pa­rent and accoun­ta­ble so that they do not beco­me opa­que exten­si­ons of incum­bent power -- or get hijacked by poli­ti­cal­ly influ­en­ti­al inte­rest groups without the public kno­wing exact­ly what is going on .. "

[Zitat: Wall­Street­Jour­nal]
 
Nichts von alle­dem (Trans­pa­renz, Ver­ant­wort­lich­keit, Kri­te­ri­en für eine Sper­re) ent­hält das “Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz” (ZugEr­schwG) - es ist ein Gesetz das ZENSUR ermög­li­chen soll. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 

Veröffentlicht in Leben

Kommentare

  1. Scha­de nur, dass in öffent­li­chen Dis­kus­sio­nen die Geg­ner gegen das Gesetz immer nur mit des­sen tech­ni­scher Unzu­läng­lich­keit argu­men­tie­ren anstatt auf die Kon­se­quen­zen für Trans­pa­renz und Regie­rungs­ver­ant­wor­tung einzugehen...

  2. Mei­ne Ver­mu­tung dazu ist, daß man nicht 'schla­fen­de Hun­de' wecken möch­te indem man es ihnen mit viel Getö­se um die Ohren schlägt:
    Daß der Pro­test gegen das KiPo-Gesetz in die­ser Form zustan­de kam ist ja bestimmt auch ein Ver­dienst eines frei­en Inter­nets ohne jede Ein­schrän­kung (von bestehen­den Geset­zen ein­mal abge­se­hen, aber die muß ja sowie­so Jeder einhalten!)

    Eini­ge Poli­ti­ker haben wohl erkannt, daß ihre Machen­schaf­ten durch die brei­te­re, unge­fil­ter­te Infor­ma­ti­ons­ver­brei­tung schnell und effek­tiv auf­ge­deckt wer­den kön­nen - nicht zuletzt des­we­gen gibt es ja die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung: Die wird doch bestimmt schon jetzt dazu genutzt 'traf­fic' zu kon­trol­lie­ren und Häu­fun­gen im Daten­fluß aus­ma­chen zu könn­nen - weil man so Hin­wei­se für zu sper­ren­den Infor­ma­ti­ons­aus­tausch gewinnt! Der Name ist für der­glei­chen Maß­nah­men nicht so bedeut­sam. Allein die Tat­sa­che, daß es mög­li­cher­wei­se eini­ge Weni­ge in der Poli­tik erkannt haben reicht um es als Gefähr­dung der eige­nen Macht anzu­se­hen und im Hin­ter­grund Struk­tu­ren zu schaf­fen, die (irgend­wann) in Gebrauch genom­men wer­den - spä­te­stens dann, wenn die 'Oppo­si­ti­on' gegen das soge­nann­te 'bür­ger­li­che Lager' zu groß zu wer­den droht ....

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