Absurdistan ist überall .... (Teil II)

In der ersten Fol­ge gab es nur ein Zitat, hier nun mehrere:

  • " .. Bin ich dann mit 30 son Ver­ven­ter .. " Hä?
  • - Blog­ger schreibt: "Histe­rie"
    - Goog­le fragt: Mein­ten Sie "Histo­ry"
    - kor­rekt ist: "Hyste­rie"
  • " .. weckt den Jag­tin­stikt die­ser Kreaturen .. "
  • Eng­lisch wird's auch nicht besser:
    " .. style and even the contents."
    ["con­tent" gibts nur im Singular!]
  • " .. Harm­lo­ser wei­ße hat jeder .. mit Put­zen angefangen .. "

Kommentare

  1. dazu passt doch aus der heu­ti­gen pres­se (öst.) ... über popu­lär­wis­sen­schaft­li­che artikel:
    "ich bin nicht gegen ver­ein­fa­chung, aber gegen sim­pli­fi­zie­rung " ... aus dem mun­de des her­aus­ge­bers von "natu­re". bin mir aller­dings bis jetzt nicht sicher, ob er viel­leicht den repor­ter auf den arm neh­men wollte ...

    1. Her­kunft und Wortbedeutung
      " .. Er schlägt daher vor, fol­gen­de (sozio­lo­gi­sche) Kri­te­ri­en zu ver­wen­den: Spre­cher, Rezi­pi­ent, Situa­ti­on, Sach­be­zug, Kon­text, Stil­fär­bung und Bedeu­tung (im Ver­hält­nis zu den ande­ren Wör­tern des­sel­ben Wort­felds). Bsp.: Im Vor­wort zu Cose­riu: Ein­füh­rung in die all­ge­mei­ne Sprach­wis­sen­schaft (ähn­li­che Ent­ste­hungs­ge­schich­te wie der Cours de lin­gu­istique géné­ra­le) betont der Redak­tor, dass das Buch eine Ver­ein­fa­chung, aber kei­ne Sim­pli­fi­zie­rung dar­stellt. Sim­pli­fi­zie­rung wird abwer­tend gebraucht, was der lat. Her­kunft des Wor­tes - Latein gilt eher als Pre­sti­ge­spra­che - ent­ge­gen­steht. Mög­li­cher­wei­se resul­tiert das nega­ti­ve Kon­no­tat aus dem gebräuch­li­chen, laut­lich und inhalt­lich ver­wand­ten Wort sim­pel. Ent­schei­dend ist, dass der Unter­schied im Bereich der Konnotation(en) liegt, und dass prak­tisch alle Kri­te­ri­en, die Polenz for­mu­liert, Rele­vanz besit­zen. Der sozio­lo­gi­sche Fremd­wort­be­griff von Polenz erscheint somit wesent­lich brauch­ba­rer als die dia­chro­ne Typo­lo­gie nach Betz. .. "
      Nach Lek­tü­re die­ses kur­zen Abschnit­tes hal­te ich die Aus­sa­ge, die Sie anfüh­ren, nicht für eine iro­ni­sche Anmer­kung. Viel­mehr scheint es sich um eine Rich­tig­stel­lung der Begriff­lich­kei­ten zu handeln ....

    2. jetzt bin ich beein­druckt der abwer­ten­de gebrauch von sim­pli­fi­ze­rung war mir nicht bekannt, ich habe die bei­den wor­te bis jetzt für syn­ony­me gehal­ten. wenig­stens habe ich wahr­schein­lich noch nie­man­den damit belei­digt, da ich fremd­wor­te eher spar­sam einsetze ...
      zusatz: und jetzt haben sie mich noch dazu gebracht, dar­über nach­zu­den­ken, ob es in obi­gem satz fremd­wör­ter hei­ßen müss­te. aber ich gehe davon aus, dass ich mei­stens doch zusam­men­hän­gend formuliere;-)

    3. ich kenn aber so ganz sen­si­ble men­schen, das wird irgend­wann ein eige­ner bei­trag über beleidigungen/beleidigte ... und jetzt wid­me ich mei­ner neue­sten sucht = sudo­kus, wor­aus ich ja auch schon wie­der einen bei­trag machen könnte ...

    4. Wenn Sie über .... "Belei­di­gung" und "belei­digt sein" schrei­ben, soll­ten Sie auch an den Aspekt den­ken, daß aus­ge­rech­net sol­che Men­schen über­haupt kein Pro­blem damit haben Ande­re mit ätzen­der Schär­fe anzu­ge­hen und die schlimm­sten Belei­di­gun­gen aus­zu­spre­chen, deren man selbst kaum fähig wäre ....

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