Ausgleichende "Gerechtigkeit"?

Das System von Steu­ern und Abga­ben ist sehr fein aus­ta­riert. Es sorgt dafür, daß unab­hän­gig vom tat­säch­li­chen Ein­kom­men in der soge­nann­ten "Mit­tel­schicht" eine Annä­he­rung aller Ein­kom­men - gleich aus wel­cher Quel­le - statt­fin­det. Zwi­schen €2.500,- und €4.500,- / Monat schrumpft die Brut­to-Dif­fe­renz durch Steu­er, Soli, RV, AlV, KV und Frei­be­trä­ge die pro­zen­tu­al gestaf­felt sind auf eine Dif­fe­renz von durch­schnitt­lich €250,- zwi­schen den ein­zel­nen Stu­fen. Was bei Ledi­gen weg­ge­nom­men wird bekom­men Ver­hei­ra­te­te, mit Kin­dern schrumpft der Dif­fe­renz­be­trag bzw. Bezie­her nied­ri­ge­rer Ein­kom­men kön­nen so einen höhe­ren Betrag net­to erhal­ten als ein "Höher­ver­die­ner". Rech­net man die Sub­ven­tio­nen hin­zu, ver­schiebt sich das Bild noch wei­ter. Von Allen bedie­nen sich die Poli­ti­ker, und wenn sie nicht wie­der gewählt wer­den gibt es noch lukra­ti­ve Pöst­chen in den Verwaltungen ....

Das Ergeb­nis ist also eine Nivel­lie­rung der tat­säch­li­chen Ein­kom­men auf etwa die glei­che Stufe.

Wozu, fragt sich da man­cher Arbeit­neh­mer, soll ich mich anstren­gen und mich fort­bil­den, wenn dann doch nichts für mich übrig bleibt? So kommt es zu einer Sta­gna­ti­on - und das Ergeb­nis kön­nen wir allent­hal­ben beobachten ....

Kommentare

  1. Also viel­leicht geän­der­te Steu­er­sät­ze wie die von den Frei­de­mo­kra­ten gefor­der­ten? Ent­spre­chen die­se nicht dem eng­li­schen System? Dort gibt es einen Ein­gangs­steu­er­satz bis zu einem Ein­kom­men von (nicht fest­na­geln!) 28.000 GBP, jedes ver­dien­te Pfund dar­über(!) wird höher versteuert.

    Hier in D kann es dage­gen pas­sie­ren, dass man bei einer Gehalts­er­hö­hung um 1 Euro plötz­lich eini­ge zig Euro net­to weni­ger hat.

    Ich habe nur die Befürch­tung, dass die Libe­ra­len ihren (Steuer-)Dreisatz auf die Basis stel­len: 15 Pro­zent für Unter­neh­mer, 25 Pro­zent für lei­ten­de Ange­stell­te und 35 Pro­zent für den Rest. Damit lässt sich vor­treff­lich ein Staat sanieren!

    1. Das beste System .... wäre 

      • ein Steu­er­satz für ALLE, (15% von 1000 = 150 / 15% von 5000 = 750) 
      • Abschaf­fung sämt­li­cher Abschrei­bun­gen und 
      • Bezah­lung staat­li­cher Lei­stun­gen von Fall zu Fall, d.h. wenn ich eine Anmel­dung (Wohn­ort) mache kostet das eben ein­ma­lig € 10.- statt jeden Monat per Steu­ern € 1.- - was von Leu­ten, die 20 Jah­re nicht umzie­hen sicher als unge­recht emp­fun­den wird.

      Das Prin­zip muß sein: 

      • Kosten­decken­de Gebüh­ren - dafür run­ter mit den Steuern; 
      • Kei­ne Umver­tei­lung von Gel­dern via Steu­ern, was der Wohl­tä­tig­keit zufließt kön­nen die Men­schen selbst direkt sehr viel bes­ser erle­di­gen als irgend­wel­che Ämter; zurück­schrau­ben der staat­li­chen Ein­mi­schung, denn jede "Ver­wal­tung" kostet dop­pelt und dreifach! 
      • Unternehmensgewinne/Einkünfte die hier gemacht wer­den auch hier besteuern; 
      • Wer in D wohnt zahlt auch hier Steu­ern - sonst kann sie/er woan­ders sei­nen Wohn­sitz nehmen ....

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