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bookmark_border"Sozial ist ....

wenn man unbe­darf­te Men­schen im Inter­net abzockt?"

Der Wider­sinn des Begrif­fes "Sozia­le Netz­wer­ke" wur­de mir gera­de noch­mal bewußt als ich in einem ande­ren Web­log zu einem Bei­trag Stel­lung nahm.

Ein "Sozia­les Netz" ist nur für die Betrei­ber "sozi­al" - wenn man die Mög­lich­keit schnell gro­ße Sum­men Gel­des zu schef­feln als 'sozi­al' bezeich­nen kann. Es wird - wie­der ein­mal - die Unfä­hig­keit der brei­ten Mas­se wenig nach­den­ken­der Com­pu­ter­nut­zer zum Vor­teil der Anbie­ter sol­cher Netz­wer­ke mißbraucht.

"Freun­de" kön­nen nicht vir­tu­ell sein. Es gibt kei­ne Elek­tro­nik dafür. Freun­de müs­sen real gewon­nen - und gepflegt - wer­den. Die Fik­ti­on der 'fol­lower' sei mit 'Freund' aus­tausch­bar ist genau das: Eine Fiktion!

Was mich wun­dert ist die völ­li­ge Hin­ga­be selbst intel­li­gen­ter Men­schen an sol­che "sozia­len Net­ze" - alle Hem­mun­gen wer­den abge­legt, alle Vor­sicht ist ver­ges­sen, es scheint eine gren­zen­lo­se Naï­vi­tät um sich zu greifen.

Ein­zig eine Begrün­dung für die­ses unlo­gi­sche und manch­mal nicht nur sorg­lo­se, son­dern schon fahr­läs­si­ge Ver­hal­ten fällt mir ein:

Die Hem­mung mit rich­ti­gen Men­schen im rich­ti­gen Leben rich­ti­gen Kon­takt zu haben, aus Furcht

  • .. zu ver­sa­gen - in einer Gesell­schaft in der man nicht versagt? 
  • .. vor Krank­hei­ten - die man nur durch per­sön­li­chen Kon­takt bekommt?
  • .. Ent­lar­vung - weil man bei der Selbst­dar­stel­lung ein wenig geflun­kert oder über­trie­ben hat?

bookmark_borderAm 11.11.2004 ....

schrieb ich fol­gen­des Gedicht, das aktu­el­ler ist als je zuvor:

TITLE: № 0154: teufels-kreis

vom geld
das - wer arbei­tet - erhält
geht was ab
- und nicht zu knapp!

zuerst die steuer
- viel zu teuer,
dann krankenkasse
- auch ‘ne masse

soli immer noch,
stopft man­ches (frem­de) loch,
arbeitsagentur
- ver­schwen­dung pur

ren­ten­ver­si­che­rung
- kommt kei­ner drum rum
was bleibt ist wenig
reicht nicht für ewig

nie­mand kann kaufen
zum haa­re raufen!
ist’s net­to klein
muß spa­ren sein

zuwe­nig konsum
bringt fir­men um
massenweise
- trotz klei­ner preise!

leu­te entlassen
- vor­stän­de prassen
noch weni­ger geld
- abgestellt

vie­le kleine
sind alleine
wer­den betreut
ganz­tags heut’

noten schlecht
jeder job ist recht
bringt weni­ger geld
oft abgestellt

zah­len weni­ger ein
staat nimmt nichts ein
alles gekürzt
weni­ge gestützt

armut zieht ein
für groß und klein
ande­re zahlen
(erst nach den wahlen)

die sta­bi­li­tät
nun flö­ten geht
steu­ern herauf
jeder zahlt d’rauf

wenig ver­füg­bar
geht weg - na klar!
nichts auf der kante,
man borgt von der tante

wenn sie noch hat
sonst fragt man den staat
der hat’s nicht mehr
holts von uns her

abga­ben rauf
der alte lauf
noch weni­ger da
als ’s anfangs schon war …

bookmark_border№ 0286: generationen

die jah­re wer­den oft zur last
die du bis jetzt durch­schrit­ten hast
bewußt wird das - ich will nicht klagen
immer an besond­ren tagen:
an die­sen tagen spricht man viel
von dem was ist - und was man will
was bes­ser und was schlech­ter ist
was gut zu tun, zu las­sen ist.
allein: der unter­schied im denken
wird das ver­ständ­nis oft beschränken!
die jah­re sind - das merkt man meist
wich­tig für das nur, was man weiß!
wer sie nicht auf­zu­wei­sen hat
ist den bezug dar­auf bald satt.
drum mer­ke, mensch, in dem bestreben
was mit­zu­ge­ben für das leben
an jene , die dir nahe sind
nicht dei­ne frau, aber dein kind,
beschrän­ke dich in klu­ger weise:
zeig' auf wohin sie geht, die reise,
laß ihnen raum, selbst zu bestimmen
sonst sind für immer sie von hinnen!

.... mehr Gedich­te

bookmark_borderIrgendwie ....

paßt mein Schlaf­rhyth­mus nicht zu den Ein­kaufs- und Öffnungszeiten.
Immer wenn ich irgend­et­was erle­di­gen will sind Post, Behör­den und die klei­ne­ren Läden geschlossen ....

Der Hand­schuh.

Erzäh­lung.

Vor sei­nem Löwengarten,
Das Kampf­spiel zu erwarten,
Saß König Franz,
Und um ihn die Gro­ßen der Krone,
Und rings auf hohem Balkone
Die Damen in schö­nem Kranz.

Und wie er winkt mit dem Finger,
Auf­thut sich der wei­te Zwinger,
Und hin­ein mit bedäch­ti­gem Schritt
Ein Löwe tritt,
Und sieht sich stumm
Rings um,
Mit lan­gem Gähnen,
Und schüt­telt die Mähnen,
Und streckt die Glieder,
Und legt sich nieder.

Und der König winkt wieder,
Da öff­net sich behend
Ein zwei­tes Thor,
Dar­aus rennt
Mit wil­dem Sprunge
Ein Tiger hervor,
Wie der den Löwen erschaut
Brüllt er laut,
Schlägt mit dem Schweif
Einen furcht­ba­ren Reif,
Und recket die Zunge,
Und im Krei­se scheu
Umgeht er den Leu
Grim­mig schnurrend,
Drauf streckt er sich murrend
Zur Sei­te nieder.

Und der König winkt wieder,
Da speit das dop­pelt geöff­ne­te Haus
Zwey Leo­par­den auf ein­mal aus,
Die stür­zen mit mut­hi­ger Kampfbegier
Auf das Tigerthier,
Das pakt sie mit sei­nen grim­mi­gen Tatzen,
Und der Leu mit Gebrüll
Rich­tet sich auf, da wirds still,
Und her­um im Kreis,
Von Mord­sucht heiß,
Lagern sich die greu­li­chen Katzen.

Da fällt von des Alt­ans Rand
Ein Hand­schuh von schö­ner Hand
Zwi­schen den Tiger und den Leu’n
Mit­ten hinein.
Und zu Rit­ter Del­or­ges spot­ten­der Weis’
Wen­det sich Fräu­lein Kunigund:
„Herr Rit­ter ist eure Lieb so heiß
Wie ihr mirs schwört zu jeder Stund,
Ey so hebt mir den Hand­schuh auf“
.

Und der Rit­ter in schnel­lem Lauf
Steigt hin­ab in den furcht­barn Zwinger
Mit festem Schritte,
Und aus der Unge­heu­er Mitte
Nimmt er den Hand­schuh mit keckem Finger.
Und mit Erstau­nen und mit Grauen
Sehens die Rit­ter und Edelfrauen,
Und gelas­sen bringt er den Hand­schuh zurück,
Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
Aber mit zärt­li­chem Liebesblick –
Er ver­heißt ihm sein nahes Glück –
Emp­fängt ihn Fräu­lein Kunigunde.
Und der Rit­ter sich tief ver­beu­gend, spricht: 

Den Dank, Dame, begehr ich nicht,
Und ver­läßt sie zur sel­ben Stunde. 

FRIEDRICH SCHILLER.

bookmark_borderAlles nur geträumt ..!?

Ich träu­me wahr­schein­lich genau­so­viel wie ande­re Men­schen - nur behal­te ich sel­te­ner was ich geträumt habe ....

Heu­te wach­te ich auf und erin­ner­te mich:
Ein lang­jäh­ri­ger Bekann­ter war mir im Traum begeg­net - er saß in einem Roll­stuhl, gescho­ben von sei­ner (um zwan­zig Jah­re jün­ge­ren) Frau. Die sah zwar blü­hend aus, war aber von ihrer 'Rol­le' offen­bar genervt. Wohin­ge­gen er guter Din­ge zu sein schien ....

Schon ver­rückt, was man sich da so zusammenträumt.