Bemerkungen zu Emotio & Ratio [frei: Herz & Verstand]

Stän­dig müs­sen wir Ent­schei­dun­gen treffen.
Doch wie kom­men die­se Ent­schei­dun­gen zustande?

Etwa 85% der Bevöl­ke­rung ent­schei­den "aus dem Bauch", mit Herz.
Die rest­li­chen 15% der Bevöl­ke­rung ent­schei­den "ratio­nal", mit Verstand.

Da wun­dert es mich nicht, daß es so schlecht um unser Land bestellt ist!

* edit *
sie­he hier­zu auch: die­sen Bei­trag und die­sen Quiz

Kommentare

  1. bauch oder ratio ist es nicht oft so, dass man mit dem ver­stand zwar weit kommt, dann aber letzt­lich bei allem für und wie­der doch auf sein gefühl hören muss, weil alle argu­men­te für und wie­der sich auf­wie­gen? oder wird nicht soagr bereits die gewich­tung der ein­zel­nen argu­men­te für oder gegen eine ent­schei­dung vom gefühl geleitet?

    sicher­lich gibt es fäl­le, in denen ganz mit dem ver­stand ent­schie­den wer­den kann. aber in allen schwie­ri­gen fäl­len ist der bauch auch nicht zu verachten.

    ich den­ke, dass ein gutes oder schlech­tes gefühl oft­mals ein guter rat­ge­ber sein kann. denn unter­be­wusst ver­ar­bei­tet man sehr vie­le infor­ma­tio­nen, die in der sum­me dann zu einem 'gefühl' führen.

    nicht zuletzt machen gefüh­le das mensch­li­che zusam­men­le­ben lebens­wert und eben 'mensch­lich'. anson­sten kann man auch com­pu­ter ent­schei­den lassen.

    zum abschluss möch­te ich noch bemer­ken, dass ich selbst ein extrem ratio­nell ent­schei­den­der mensh bin - oft­mals viel zu sehr.

    1. Es ist nach außen sicht­bar .... wenn man dazu neigt, mit Über­le­gung zu reagie­ren - anstatt aus dem Bauch her­aus zu re-agie­ren! Ja, es gibt auch Momen­te, in denen ich rein nach Gefühl vor­ge­he. Aber eher selten.

      Men­schen, denen Über­le­gun­gen fremd sind, die ein­fach "han­deln", fas­sen es bedau­er­li­cher­wei­se als "gefühls­kalt", "hoch­nä­sig" oder "abwei­send" auf, wenn man anders reagiert, als sie es tun wür­den. In sol­chen Fäl­len hilft nichts außer erklä­ren, erklä­ren, erklä­ren - und manch­mal wird man verstanden.

      Ich wäre gern manch­mal "gefühls­be­ton­ter". Aber man kann sich nicht ver­dre­hen, dann wird nur Krampf dar­aus. Bes­ser ver­stan­des­be­tont und authen­tisch als gezwun­gen gefühlsbetont ....

  2. Viel­leicht etwas "Off Topic" Aber heut­zu­ta­ge wird wohl mehr auf Bauch- als auf Ver­stand­ent­schei­dun­gen Wert gelegt. Aus eige­ner Erfah­rung (die mich eine ereich­te Posi­ti­on bei mei­ner Ex-Fir­ma koste­te) kann ich nur sagen, dass man gera­de im Berufs­le­ben lie­ber die Leu­te hat, die auf Anfra­gen jeg­li­cher Art aus dem Bauch her­aus mit "Kein Pro­blem" ant­wor­ten, als Leu­te wie mich, die erst mal sagen "Ich muss das vor­ab prü­fen, ob es funktioniert." 
    Ich habe schon oft erlebt, dass sich in ver­meint­lich ein­fa­chen Auf­trä­gen doch fie­se Fall­stricke ver­bar­gen. Und mir mit mei­nen Kopf­ent­schei­dun­gen Ter­min­drücke verhindert.

    Aber schließ­lich wur­de mei­nem "Kein Problem"-Kollege mein Ver­ant­wor­tungs­be­reich über­tra­gen. Wir konn­ten uns dann sei­ne Flü­che anhö­ren, als die "pro­blem­lo­se Lösun­gen" doch nicht so ein­fach waren, wie er sie ange­prie­sen hatte.

    Ich stim­me der Aus­sa­ge hier­mit voll­stän­dig zu!

    1. Schon "on tar­get", Herr Patho­lo­ge, .... ich ken­ne sol­che Typen - sie waren mir seit jeher ein Greuel. 
      Die­ser Schein­op­ti­mis­mus stinkt!
      Vor allem, wenn, wie Sie schil­dern, nach­her ande­re Men­schen die Sup­pe aus­löf­feln müssen.

      Was ich aller­dings immer gesagt habe (Hin­weis für mei­ne Kunden):
      Es geht Alles, es ist nur eine Fra­ge des Prei­ses und der Dau­er!

      Ter­min­druck ver­mei­de ich (per­sön­lich) dadurch, daß ich mir nichts auf­drücken lasse: 
      Wann ich wo bin bestim­me ich selbst! 
      Wenn man das kon­se­quent durch­hält, ler­nen es auch Jene, die es - immer und immer wie­der - zu durch­kreu­zen versuchen ....

    2. Wann ich wo bin, bestim­me ich selbst? In einem Unter­neh­men ist dies schwie­rig durch­zu­set­zen, spe­zi­ell, wenn man am Ball blei­ben will. Die alte Krux zwi­schen Erhal­tung der erreich­ten Posi­ti­on (schon ein wenig buckeln) und kon­se­quen­ter Ver­fol­gung sei­nes eige­nen Tempos. 
      Meist wird der feh­ler­freie Weg gedul­det, der etwas län­ger dau­ert. Aller­dings auf Kosten der Beliebt­heit. Dann ist man immer der que­ru­lan­te Kol­le­ge, der unfle­xi­bel und allen Neue­run­gen gegen­über unauf­ge­schlos­sen ist.

      Aber man ist den Que­ru­lan­ten ja los gewor­den. Und die Fir­ma selbst hat das Gan­ze nur um 9 Mona­te über­lebt. Der Preis des "Alles ist mög­lich". Oder doch nicht?

    3. Da packe ich 'mal .... in mein "Unter­neh­mens­be­ra­tungs­kist­chen:
      Wenn ein Unter­neh­men sorg­fäl­tig abwä­gen­de Mit­ar­bei­ter, die auch 'mal "quer" den­ken, nicht schätzt, ist es sowie­so zum Unter­gang verurteilt!

      Das Pro­blem der mei­sten Unter­neh­men ist doch, daß man zu vie­le "Ja-Sager" und zu weni­ge "Den­ker" hat .... und warum?

      Weil durch Assess­ments oder ähn­li­che Maß­nah­men "strom­li­ni­en­för­mi­ge" Men­schen - wohl meist mit hohem Intel­lekt - aus­sor­tiert wer­den. Nur kön­nen sie manch­mal eben mit der Wirk­lich­keit nichts anfangen ....

  3. Wenn das Herz Ver­stand hät­te, wäre es tot. (Paul Valéry)

    Dies habe ich noch in einem Blog gelesen:

    In einem Zwie­spalt zwi­schen dem Her­zen und dem Ver­stand - fol­ge dem Her­zen. (Vive­ka­na­da)

    kann es ein­fach nicht glau­ben, dass die Ent­schei­dun­gen mit Herz schuld dar­an sein soll­ten, daß es so schlecht um unser Land bestellt ist!

    1. Was durch "Herz" & "Ver­stand" .... bei­spiel­haft aus­ge­drückt wer­den soll ist der bestän­di­ge Kampf um den "rich­ti­gen" Weg. 
      Selbst­ver­ständ­lich sind vie­le unse­rer per­sön­li­chen Ent­schei­dun­gen, die nur uns selbst oder unse­ren unmit­tel­ba­ren Umkreis betref­fen, gefühlsbestimmt. 
      All­ge­mein gül­ti­ge Ent­schei­dun­gen, z.B. in Regie­rung und Unter­neh­men, soll­ten dage­gen ratio­nal, also bar jeden Gefühls getrof­fen werden:
      Hier hel­fen Ent­schei­dungs­bäu­me, die alle mög­li­chen Hand­lungs­strän­ge beschrei­ben. Dann, nach Abwä­gung der posi­ti­ven bzw. nega­ti­ven Fol­gen der jewei­li­gen Schrit­te, ent­schei­det man nach objek­ti­ven Kriterien.
      Soweit die Theorie.
      Prak­tisch wis­sen wir aber, daß vie­le poli­ti­sche ~ und Unter­neh­mens­ent­schei­dun­gen auch nach erwei­ter­ten Kri­te­ri­en wie Mei­nungs­um­fra­gen, Einluß von Inter­es­sen­grup­pen, Wahl­ter­mi­nen etc. ent­schie­den werden.
      Das ist das "wirk­li­che" Leben - weit ab von dem, was wün­schens­wert wäre ....

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