Bemerkungen zum Bewußtsein (II)

Ein inter­es­san­tes Wort: "Bewußt­sein".
Um Bewußt­sein zu haben, muß man "sein", ohne geht es nicht.
Men­schen wis­sen - meist - um ihr "Selbst", erken­nen sich als Person.
"Bewußt" bedeu­tet aber auch, zu gestal­ten, sich zu bewäh­ren, Teil zu haben, mitzutun.
Wenn das nicht vor­liegt, regiert das Unter­be­wuß­te den Menschen.
Bekommt Über­hand, setzt sich durch.
Unter­be­wuß­tes ist das Ani­ma­li­sche*, Auto­ma­ti­sche* in uns.
Nur das Über­le­ben zählt!

Man­chen Men­schen scheint das Bewußt­sein abhan­den gekom­men zu sein ....

* edit:
Mit die­sen Begrif­fen mei­ne ich nicht Auto­ma­tis­men im Sin­ne von phy­sio­lo­gi­scher Steue­rung [Atmung, Ver­dau­ung, etc.] son­dern Trie­be, Bedürf­nis­se, Obses­sio­nen - also eher psy­chi­sche Automatismen ....

Kommentare

  1. glau­ben Sie? Ich den­ke, vie­le agie­ren bei vol­lem Bewusst­sein ... ähm... eben irgend­wie, unangemessen?
    Sie soll­ten mal das Unbe­wuss­te dem Unter­be­wuss­ten gegen­über­stel­len. Wenn ich etwas unbe­wusst tue, dann tu ich etwas, ohne mir des­sen bewusst zu sein.
    Unter­be­wusst tue ich nichts, son­dern las­se tun. Träu­men zum Bei­spiel, das macht das Hirn ganz von allein.
    Das Ani­ma­li­sche wür­de ich wie­der­um anders­wo ein­ord­nen, eben­so das Auto­ma­ti­sche, Reflex­be­ding­te. Ich glau­be näm­lich, dass da das Stamm­hirn dafür ver­ant­wort­lich ist.
    Aber sor­ry, dass ich mich da so einmische. ;-)

    1. Sofern man das Gehirn .... rein ana­to­misch betrach­tet, ist es sicher rich­tig, daß der Hirn­stamm die Auto­ma­tie­zen­tren ent­hält und basa­le Vor­gän­ge wie Atmung, Herz­fre­quenz und Stoff­wech­sel steu­ert. Auch das Schlaf-Wach-Zen­trum fin­det sich dort. Träu­me wer­den aller­dings andern­orts generiert!

      Wenn man sich das Gehirn als Zwie­bel vor­stellt, liegt der Hirn­stamm im Inne­ren, bil­det den Kern. Nun fol­gen die wei­te­ren Schich­ten, die sowohl nach innen wie nach außen Ver­bin­dun­gen geknüpft haben. 

      Die Begrif­fe Unter­be­wußt­sein und Bewußt­sein hin­ge­gen beschrei­ben Lei­stun­gen des Gehirns, deren ana­to­mi­sche Zuord­nung nicht gewiss ist. Wir kön­nen am Men­schen eben nicht for­schen wie an Tieren ....

      Wor­auf ich mich also bezog, war ledig­lich die Lei­stung, nicht die Anatomie. 
      Beispiel:
      unbe­wußt = Auto­ma­tis­mus; unterbewußt = Leistung.

    2. ich sag so, ein hob­by, auto­di­dak­tisch erwor­be­nes wis­sen (hof­fent­lich hab ichs rich­tig geschrie­ben, herr phan­tol gibt mir sonst schlech­te zensuren :-)

  2. Ver­misst. Vor Jah­ren erschien ein Buch hier in der Schweiz, in dem jemand die Schrei­ben eines Man­nes gesam­melt hat­te, die die­ser an Ämter geschrie­ben hat­te und zwar über lan­ge Zeiträume.

    Auch die Ant­wor­ten der Ämter sam­mel­te man in die­ses Buch hinein.

    Es ist ein köst­li­ches Buch. Habe lei­der ver­ges­sen wie es heisst.

    Der Mann schrieb, er habe dann und dann (prä­zi­se mit Uhr­zeit) dort und dort sein Gedächt­nis ver­lo­ren. Wie er es wie­der­fin­den kön­ne. Wie nur?

    Das Amt (1) schrieb zurück und bedau­er­te den Vor­fall. Und ver­wies auf das Amt 2. Dann ging das wei­ter und die Brie­fe gin­gen hin und her.

    Ein Amt jag­te das andere.

    Der Mann schrieb zwi­schen "Eigent­lich alles ok bei mir und wahr­scheinlch leich­tem Anfall von etwas Ver­rückt­sein (aber lusti­gem)" wei­ter und weiter
    und fand neue Themen.

    Er beschäf­tig­te vie­le Beamte :-)

    Ihm war eini­ges "abhan­den" gekom­men und die Behör­den schick­ten ihn wirk­lich von Pon­ti­us zu Pilatus.

    Man nahm ihn ernst. Und doch nicht?

    1. Wenn ich recht erinn­ne­re .... heißt das Buch "Sehr geehr­ter Herr Mag­gi" und stammt von Jür­gen Spen­zin­ger (Knau­er)

      PS:
      Sie woll­ten doch zu die­ser Zeit eigent­lich "Sal­sa" tan­zen? Was machen Sie dann noch hier?

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