Wie bei SebiMeyer.com zu lesen ist, tauscht Gates seine Depots in Euro um - verlassen jetzt die Ratten das sinkende Schiff?
[Ein Freund aus USA schrieb mir vergangene Woche: Benzin kostet jetzt pro Gallone (ca. 3,6 Ltr.) US$ 3.oo, Ende 1999 waren es US$ o.68, 2002 lag der Preis bei US$ 1.21 - Der Gaspreis für die Heizung wurde von (2002) US$ 87.oo auf (2005) US$198.oo erhöht .... ]

Na, der Euro wird einfach weiter steigen gegenüber dem Dollar, soweit ich das mitgekriegt habe, und das (bzw. dessen Ursachen) kann man in einem gewissen Sinne als sinkendes Schiff betrachten. Ob das Schiff nur in einem Wellental verschwindet oder ganz sinkt, bleibe dahingestellt. B.G. jedenfalls handelt wohl nicht anders als im Moment gerade ökonomisch rational, wenn man dies mit der Steigerung persönlichen Gewinns gleichsetzt.
Und der Benzinpreis wird und soll weiter steigen, auch das ist Ökonomie, denn das Öl wird knapper und knapper. Zugleich wird das der Wirtschaft grosse Schmerzen verursachen, die hoffentlich genügend Anreize zur Auffindung alternativer Energien freisetzen. Einfach wird's nicht.
[Edit: "Ratte" finde ich dann im wörtlichen Sinne auf die angesprochene Person übertragen doch ein wenig ordinär. Aber, Herr wvs, nicht dass ich jetzt sagen möchte, dass Sie das suggerieren wollten. Es fiel mir nur so auf. Vielleicht deswegen. Und jetzt lass ich das auch wieder mit den Selbstzitaten.]
Ich fange 'mal von hinten an .... Der Ausspruch "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff" bezieht sich eben nicht auf Menschen, sondern stellt ein Bild, eine Metapher dar - aber wem erzähle ich das .... es ist nicht als diskriminierende Äußerung gegenüber Personen gemeint.
Ich habe noch Zeiten erlebt, als ein US$ 4,12 DM entsprach. Dann änderte sich der Wert um Mitte '98 auf 1 US$ = 2,34 DM zu fallen .... und ja, ich bin da ihrer Meinung: Wir werden eine weitere Veränderung zu unseren Gunsten sehen, schon alleine wegen des riesigen Staatsdefizits in USA.
Was die alternativen Energieen angeht bin ich überzeugt, daß wir schon viel weiter wären - wenn nicht von Seiten der an den Autofirmen beteiligten Ölförderer die modernere, ölunabhängige Technik in den Schubladen gehalten würde. An den Universitäten ist man schon lange so weit, nur der Praxisübergang wird heftig blockiert: Es geht um sehr viel Geld - und sehr viel Macht!
Hui, wo nur soll ich jetzt anfangen :-) ?
Eben, ich weiss, dass Sie die Ratten von den Menschen unterscheiden. Sind übrigens ursüss.
Ich weiss nicht, ob das zu unseren (bzw. aus meiner Sicht auch: zu europäischen) Gunsten ist, wenn der Dollar absackt. Ich bin schwach in diesen Dingen, aber krasse Veränderungen bei den Währungen sind, glaube ich, in keine Richtung wünschenswert.
Und beim letzten Punkt sind wir uns sehr einig. Diese Macht (die ich nicht in einem verschwörungstheoretischen Sinne als bewusst verstehe) wird hoffentlich früh genug merken, dass sie sich nur erhalten kann, wenn sie neue Quellen erschliesst.
Es soll ja .... viele Nager-Freunde geben: Daß Sie aber dazugehören wäre das Letzte gewesen, was ich vermutet hätte [sie, die Ratten, sind im übrigen sehr viel besser als ihr Ruf ....].
In der Tat, solche Schwankungen einer Leitwährung sind ungünstig - für Alle! Bräche die US-Währung zusammen, so bekämen wir das hier auch zu spüren ....
Hoffen Sie da wirklich auf Vernunft? Ich bin in diesem Punkt eher pessimistisch ....
Oh ja, ich finde Ratten wirklich süss und bin gespannt zu hören (wenn Sie das sagen können), woraus Sie darauf schlossen, dass dem eher nicht so sei...
Ich hoffe nicht unbedingt auf Vernunft im höheren, humanistischen Sinne, sondern bloss auf die Gesetze der Maschinerie, die uns durch alldies reitet. Es wird irgendwann eben ökonomisch attraktiv sein, andere Energien anbieten zu können, und dann schwappt's über. Wie hart und ruppig der Übergang wird, bleibt natürlich offen.
Die Einschätzung .... erfolgt eher aus einem "Bauch-Gefühl" - obwohl durchaus durch sachliche Gründe untermauert:
Ich kann mir Sie eben nicht im Gothic- oder Heavy-Metal-Look vorstellen, nicht nach der Lektüre Ihrer einfühlsamen, von genauer, ja sezierender Beobachtung geprägten Essays .... und da passen Ratten einfach nicht in mein (Kopf-)Bild.
Das hatte ich vermutet, doch ich liess es vorsichtshalber bleiben, es zu erwähnen, dass Sie mich nicht als Punk mit Ratte auf der Schulter sehen. Unterschätzen wir diese Leute nicht, aber tatsächlich sind ihre Texte meist von sehr eigenem Stil. Ich hörte gerne und höre auch heute noch oft Punk, konnte mich aber kleidungs- und lebensmässig nie ganz dazu bekennen und kehrte nach halbem Weg um. Heute bin ich in allerlei Ausformungen unauffällig gekleidet. Ich finde, das passt eher. Aber Ratten als Haustiere müssten eben einmal aus ihrer (aus bürgerlicher Sicht) Schmuddelecke geholt werden, die sind nicht mit bestimmten Milieus zwingend verbunden.
[Edit: Danke einmal mehr, Herr wvs.]
Als erklärter Freund .... klassischer Musik - besonders angetan von Horn- bzw. Harfenklängen - habe ich keinerlei Bezug zu Punk oder HM .... dies nicht zu mögen bedeutet allerdings - für mich - keine Abwertung im bürgerlichen Sinne! Es ist nur nicht meine Art durch die Welt zu gehen ....
Ratten sind äußerst intelligente, gesellige und lernfähige Tiere:
Ich kann versichern, daß ich sie auch für wertvoll halte - aber nicht als Haustier, denn sie folgen zwar den Menschen um Nahrung zu bekommen, sind jedoch viel weniger "domestiziert" - und "wilde" Tiere gehören aus meiner Sicht nun 'mal in die Wildnis ....
ja, Klänge sind selbstverständlich Geschmackssache. Manche mögen's hart und laut, andere wohlklingend und sanft, und andere wiederum alles nebeneinander. Nun - danke fürs Gespräch, und gute Nacht! [Falls Sie noch länger wachbleiben möchten, meine Kaffeemaschine ist noch an.]
Nein, .... danke, ich habe einen langen Tag hinter mir - es wird auch für mich Zeit .... Gute Nacht!