bookmark_borderBreitner vs. Katze ....

Jüngst soll Paul Breit­ner - als "Grant­ler" eta­bliert - bei M. Lanz die plau­dern­de Danie­la Kat­zen­ber­ger in übler Wei­se nie­der­ge­macht haben. Die nach­fol­gen­de Empö­rung war abzu­se­hen und - wie ich mir vor­stel­len kann - durch­aus gewollt.

Machen wir uns doch nichts vor: In den Redak­tio­nen der Talk­shows sit­zen nicht nur Dumm­köp­fe, son­dern gewief­te Mar­ke­ting­spe­zia­li­sten. Und wenn nicht in den Redak­tio­nen, dann sit­zen sie eben anders­wo in den Sen­dern. Es gibt sie jedenfalls.

Wenn dann die Kur­ve der Zuse­her sich nach unten neigt und abzu­se­hen ist, daß der Zuse­her­schwund die Ein­nah­men für Wer­bung beein­träch­ti­gen könn­te, dann braucht man einen 'boo­ster' .... was wäre bes­ser zu die­sem Zweck geeig­net als eine voll­bu­si­ge Blon­di­ne die von einem altern­den Grant­ler ange­gan­gen wird?

[Pssst, nicht weitersagen!
Sofern all das Vor­ste­hen­de nicht gilt hät­te ich noch eine pikan­te Variante:
Paul Breit­ner mag Danie­la Kat­zen­ber­ger und er weiß, daß er bei ihr kein Gehör fin­den wür­de. Da insze­niert er einen Streit um her­nach die Mög­lich­keit zu haben sich mit ihr zu tref­fen um sich zu ent­schul­di­gen - das kann sie nicht ableh­nen, egal wie sie zu ihm steht. Schon hat er erreicht was er anders nicht hät­te errei­chen können.]

Egal wie es tat­säch­lich 'gelau­fen' ist und wel­che der Vari­an­ten zutrifft (oder auch nicht):
M. Lanz und sei­ne Show sind im Gespräch, haben Auf­merk­sam­keit, und Vie­le wer­den wie­der ein­schal­ten um dabei zu sein wenn es bei Lanz 'Zoff' gibt. Kat­zen­ber­ger und Breit­ner haben Publi­ci­ty, sind dar­um bestimmt auch nicht trau­rig.

Der­weil sit­zen die unbe­darf­ten Tröp­fe vor der Flim­mer­ki­ste und echauf­fie­ren sich über die eine oder ande­re Sei­te, nicht ahnend, daß in Wahr­heit sie selbst die Opfer geschickt pla­zier­ten Medi­en­mar­ke­tings wurden ....

bookmark_borderOpfer als Täter ...

Es gibt Men­schen die stets die Schuld für ihre Miß­ge­schicke und/oder andau­ern­de Beein­träch­ti­gun­gen auf Ande­re pro­ji­zie­ren - so, als ob sie selbst kei­ner­lei Anteil an dem hät­ten was ihnen so widerfährt.

Die­se beson­de­re Art sich von Unge­mach und Krank­heit zu distan­zie­ren - und sich auch noch dar­über zu beschwe­ren wenn Drit­te nicht sofort zu hel­fen in der Lage sind - ist wei­ter ver­brei­tet als man denkt. Besag­te Indi­vi­du­en machen sich Güt­mü­tig­keit und Hilfs­be­reit­schaft zunut­ze, erwar­ten umge­hen­de Auf­merk­sam­keit, im Fal­le von gesund­heit­li­cher Stö­rung min­de­stens 'Wun­der­hei­lung' ....

Dank aller­dings kön­nen die Hel­fer in den wenig­sten Fäl­len erwar­ten. Im Gegen­teil. Wenn es nicht gelingt die Fol­gen zu besei­ti­gen wer­den letzt­end­lich noch sie dafür ver­ant­wort­lich gemacht.

bookmark_borderFeindbilder


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Wenn Unwis­sen­heit, Neid und Hass zusam­men­kom­men sind sie 'schlech­te Bera­ter', denn das, was dar­aus her­vor­geht sagt mehr über die Autorin als über den behan­del­ten Inhalt aus.

Halb­wis­sen bleibt eben Halb­wis­sen, egal wie vehe­ment und mit wel­chen Phra­sen es vor­ge­tra­gen wird. Ein Blick in das geschmäh­te WIKIPEDIA könn­te manch­mal zu einer brei­te­ren Infor­ma­ti­ons­ba­sis füh­ren - obwohl 'Bil­dung' dadurch noch immer nicht erreicht wird ....

*edit*
Daß Sie, Frau Pia, in Wien - als Frau - ihrem Fuß- und Kör­per­pfle­ge-Busi­ness nach­ge­hen kön­nen haben sie dem Adel* zu ver­dan­ken, der Wien gegen die aus dem Süd­osten kom­men­den Hor­den erfolg­reich ver­tei­digt hat.

* (und - so ungern ich es schrei­be - der katho­li­schen Kirche)

bookmark_borderZielvorstellung ....

Ein Leben lang wer­den ame­ri­ka­ni­sche Mäd­chen auf den Moment "gedrillt" - den Moment in dem sie von einem Ver­eh­rer gebe­ten wer­den ihn zu hei­ra­ten. Die Wahl ist vor­der­grün­dig von Zunei­gung und Ver­ständ­nis für­ein­an­der bestimmt. Dafür, daß die äuße­ren Umstän­de beim poten­ti­el­len Bräu­ti­gam 'stim­men' sor­gen schon - im Hin­ter­grund steu­ernd - die Eltern der zukünf­ti­gen Braut.
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Aber wehe der Kan­di­dat kommt mit einem zu klei­nen "Stein­chen"* zum Tref­fen bei dem er um 'ihre' Hand anhält ...! Da kann es ihm pas­sie­ren, daß die 'gro­ße Lie­be' schlag­ar­tig verpufft.

Der Druck auf die hei­rats­wil­li­gen Jung­män­ner ist enorm und vie­le, beson­ders aus ein­kom­mens­schwa­chen Schich­ten, ver­schul­den sich auf Jah­re. Sie sind manch­mal schon wie­der geschie­den bevor der Ver­lo­bungs­dia­mant kom­plett abbe­zahlt ist.

Nun hör­te ich in mei­ner Fami­lie die­ser 'Trend' sei mitt­ler­wei­le auch bei uns ange­kom­men: Sehr bedauerlich.


* Ganz neben­bei ein gutes Bei­spiel für den Effekt von jahr­zehn­te­lan­gem Ein­pau­ken von Marketingparolen:
Da hat vor allem DeBeers den U.S.-Markt 'auf­ge­schlos­sen und pro­fi­tiert nun davon ....

bookmark_borderPerversion

Die EU ist mitt­ler­wei­le zur Per­ver­si­on des­sen gewor­den als was sie ein­mal begrün­det wur­de. Unser Leben, Lebens­qua­li­tät, Dient­lei­stun­gen und Pro­duk­te soll­ten siche­rer, gün­sti­ger und nach­hal­ti­ger wer­den. Das Gegen­teil ist der Fall.

Wenn natio­na­le Gesetz­ge­bung nicht mög­lich ist weil es hef­tig­ste Gegen­re­ak­tio­nen gegen die­ses Vor­ha­ben gibt schiebt die Regie­rung ihre Initia­ti­ve auf die euro­päi­sche Ebe­ne und setzt dort - ohne nen­nens­wer­ten Wider­stand weil kaum öffent­li­che Kon­trol­le statt­fin­det - ihre Geset­ze durch.

Wenn im Inland ein Man­gel fest­ge­stellt wird zucken die ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­ker mit den Schul­tern und ver­wei­sen dar­auf, daß das einer Rege­lung der EU bedür­fe und des­we­gen - sehr bedau­er­lich, natür­lich - kei­ne Hand­lungs­op­tio­nen vor­han­den sei­en. Es sei denn, man wäre in der Lage einen EU-wei­ten Kon­sens herzustellen.

Kom­men Vor­schlä­ge die eine Situa­ti­on zu ver­bes­sern suchen läuft ein ver­gleich­ba­res Pro­ce­de­re ab:
Es müß­ten wegen des Bin­nen­mark­tes erst die EU-Gre­mi­en zum Han­deln gebracht wer­den - und die­se Initi­ai­ven ver­lau­fen dann im Sande.

War es das, was wir bei der Grün­dung der EU ver­spro­chen bekamen?
Ist es das, was wir auf Dau­er dul­den wollen?

bookmark_border"fake body"

Man­che "Inve­sti­ti­on" in das eige­ne Aus­se­hen - sofern man denn mit dem natür­lich Vor­han­de­nen unzu­frie­den ist - wird ver­heim­licht. Klar, wo ein wenig 'nach­ge­hol­fen' wur­de muß es nicht an die gro­ße Glocke gehängt wer­den. Es soll ja so getan wer­den als ob es schon immer so gewe­sen sei .... natür­lich eben.
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Ande­re "Inve­sti­tio­nen" schei­nen eher zwei­fel­haft - sieht man ihnen doch die Künst­lich­keit an:
Oft gera­de wegen des Feh­lens jeg­li­cher Feh­ler, einer über­na­tür­li­chen Makel­lo­sig­keit, völ­lig ver­schie­den von 'natür­li­chem' Aus­se­hen, dem eine gewis­se Asy­m­e­trie eigen ist.

Lohnt sich so etwas für die 'Trä­ge­rin'?
Ein­mal Play­boy - und dann?

Wo nur "Kör­per" signa­li­siert wird - sie­he Abbil­dung - wird kaum "Geist" erwar­tet. Wun­dert da noch jeman­den die Asso­zia­ti­on "blond-dumm"?

bookmark_border"busybody"

Im eng­li­schen Sprach­raum gibt es den tref­fen­den Begriff "busy­bo­dy" - er beschreibt die­se eigen­tüm­li­che Art von demon­stra­ti­ver Geschäf­tig­keit die eigent­lich gark­ei­ne wirk­li­che Beschäf­ti­gung ist ....

Die­ses meist ziel­lo­se hin-und-her täuscht dem zufäl­li­gen Betrach­ter wich­ti­ge Akti­vi­tä­ten vor und ist doch nur eine Art Schau­spiel, schlecht und höl­zern, in dem Gesten, Bewe­gun­gen und sogar Gespro­che­nes selt­sam über­be­tont und nur für das ver­meint­li­che (oder tat­säch­li­che?) Publi­kum auf­ge­führt werden.

Gespiel­te Bedeut­sam­keit wo es grund­sätz­lich schon - und wahr­schein­lich schon immer - an Bedeu­tung fehlt.

Eine Vari­an­te von Potjomkin.
Ach­ten Sie mal darauf.
Wenn man genau­er hin­sieht sieht man es häu­fi­ger als zunächst angenommen.

bookmark_borderUrsachenforschung ....

Es wird viel geschrie­ben über die Arbeits­lo­sig­keit in Spa­ni­en und deren Ursa­chen. Ich bin nun kein Sozi­al­wis­sen­schaft­ler, son­dern Bio­lo­ge und wir haben auch Unter­su­chungs­ge­gen­stän­de deren Lebens­äu­ße­run­gen, Lebens­funk­tio­nen und Inter­ak­tio­nen stu­diert wer­den. Inso­weit füh­le ich mich 'auto­ri­siert' zumin­dest ein Schlag­licht auf die Ver­hält­nis­se zu wer­fen und die Fra­ge nach dem "War­um?" zu stellen.

Die 'her­ren­lo­sen Kin­der' in Spa­ni­en fal­len zunächst ein­mal nicht unbe­dingt auf, sind sie doch den über­wie­gen­den Teil des Tages in der Schu­le. Am Wochen­en­de und im Urlaub wird aller­dings das gan­ze Aus­maß der Unzu­läng­lich­kei­ten sichtbar:
Spa­ni­sche Kin­der sind arme, ver­wahr­lo­ste, unbe­auf­sich­tig­te und abge­scho­be­ne Kin­der - anders als bei uns, wo sich Eltern dar­auf freu­en mit ihren Kin­dern ein paar Stun­den, ein paar Tage gemein­sam zu ver­brin­gen, tei­len sich hier Eltern und Kin­der in ver­schie­de­ne Grup­pen und jede Grup­pe lebt so vor sich hin - unter­bro­chen ledig­lich bei Fami­li­en­fei­ern, oder zu den Mahl­zei­ten, vor deren Beginn dann lang­ge­zo­ge­ne Schreie die Kind­lein her­bei­brin­gen sollen.
"Aaal­va­rooooo!" tönt es dann z.B. quer über die 'Pla­za' oder ent­lang der 'Cal­le'. Von dem so her­bei­zi­tier­ten aller­dings kei­ne Spur - und da sei­ne Mut­ter (oder Eltern) nicht weiß wo er ist und ihn des­we­gen dort nicht abho­len könn­te ver­legt sie sich auf wei­te­re Rufe. Die ver­hal­len, wie die Vori­gen, ergebnislos.
Ein "Iiiii­vaaaaaa­an!" reagier­te, an sich schon eine Beson­der­heit, dann doch noch - ich habe mit­ge­zählt - auf den elf­ten (!) Ruf sei­ner Mutter.

Wenn die Kin­der klein und nied­lich sind dür­fen sie ALLES. Sie wer­den wie die Baby­pup­pen mei­ner Schwe­stern in nied­li­che rosa Kleid­chen oder bläu­li­che Jäck­chen gesteckt und über­all her­um­ge­zeigt, dabei ange­sta­chelt das and­res­sier­te Ver­hal­ten zu zei­gen, von dem ihre Eltern glau­ben es sei von Vor­teil für die Zukunft des Nachwuchses.

Das "alles dür­fen" schlägt dann spä­ter um. Weil die Kin­der her­um­kas­pern wie sie es frü­her gelernt und getan haben. Wenn sie aber älter gewor­den sind fin­det es nie­mand mehr nied­lich, da wird es eher zur Plage.
So schlägt es nach­fol­gend in völ­li­ge Ver­wahr­lo­sung und Frech­heit (auch den Eltern gegen­über) um. Die wol­len dann lie­ber die Kin­der weit weg haben, sonst gibt es für sie nur Dis­kus­sio­nen, Strei­te­rei­en und bestimmt kei­ne Ruhe. Doch die wol­len sie haben, die spa­ni­schen Eltern, denn sie lie­ben es mit ihren Ver­wand­ten und Freun­den in fröh­li­cher Run­de laut­stark zu dis­ku­tie­ren, zu schwa­dro­nie­ren und zu scher­zen. Die Män­ner las­sen klei­ne Anzüg­lich­kei­ten los und die ver­sam­mel­te Damen­welt kichert hin­ter ihren Fächern fei­xend dar­über. Da pas­sen frei­lich kei­ne klei­nen Kin­der dazu, vor allem nicht, wenn sie Auf­merk­sam­keit haben wol­len. Sie wer­den ver­scheucht, mit Geld, Eis, Süßig­kei­ten besto­chen eine Wei­le Ruhe zu geben und igno­riert - ihre Bedeu­tungs­lo­sig­keit steht in umge­kehr­tem Ver­hält­nis zu dem viel­be­schwo­re­nen medi­ter­ra­nen Sip­pen­zu­sam­men­halt und zu der Auf­merk­sam­keit die sie frü­her hatten.

Das Ergeb­nis sind Van­da­lis­mus, Über­grif­fe, zügel­lo­ses Trin­ken im Teen­ager­al­ter .... die spä­te Rache, gebo­ren aus dem Allein­ge­las­sen­sein und der Vernachlässigung.

Ver­murk­ster Anfang - schlimm­ste Ergeb­nis­se, das erin­nert mich sehr an miß­ra­te­ne Ver­su­che der Hundeerziehung:
Was bei einem Jung­hund noch 'nied­lich' ist, z.B. wenn er mit sei­nen klei­nen Pfo­ten einen Schuh packt und an ihm her­um­zu­na­gen ver­sucht, wird spä­ter zu einem Rie­sen­pro­blem wenn er sich ein paar teu­re Leder­schu­he für mehr als zwei­hun­dert Euro als 'Kau­kno­chen' vornimmt.

Hier offen­bart sich dem­nach der Grund für ein gene­rel­les Pro­blem der Art wie spa­ni­sche Kin­der (auch por­tu­gie­si­sche, da hat­te ich vie­le Beob­ach­tungs­ge­le­gen­hei­ten) erzo­gen werden.

Anstatt intel­lek­tu­el­le Lei­stung in den Vor­der­grund zu stel­len wird den Jun­gen eine Macho-Rol­le einstudiert:
Fuß­ball, For­mel I, Kampf­spie­le, Prot­zen mit den aktu­el­len 'gad­gets' und der Aus­beu­lung ihrer Hose (nicht erfun­den, selbst beoachtet!).

Die Mäd­chen wer­den auf ihre Rol­le als Mut­ter und Sex­ob­jekt getrimmt:
Ober­tei­le für Biki­nis bei nicht vor­han­de­ner Brust, farb­li­che Abstim­mung auf 'girlie'-rosa und son­sti­ge Bon­bon­far­ben (schlimm­ste geschmack­li­che Ent­glei­sun­gen), Pup­pen­wa­gen und wei­te­res 'mäd­chen­ty­pi­sches' Spiel­zeug, aus­ufern­de Haar­pfle­ge, Schmink­sets - und sie 'dür­fen' den Müt­tern dabei hel­fen die Haus­ar­bei­ten zu erle­di­gen wäh­rend der Papa ruht und der Bru­der sich bei einem Video­spiel entspannt ....

Ein­gangs hat­te ich erwähnt nach wem (bei­spiel­haft) Müt­ter rufen - es mag den geneig­ten Lesen­den nicht auf­ge­fal­len sein, aber die Namen waren mit Bedacht gewählt:
Jun­gen wer­den geru­fen - Mäd­chen ver­dum­men im Hau­se vor sich hin!

Mitt­ler­wei­le wun­dert es mich nicht mehr wenn ich die Zah­len für Jugend­ar­beits­lo­sig­keit höre. Das hat sei­nen Grund. Nicht nur in der gene­rel­len wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge Spa­ni­ens durch den Zusam­men­bruch der völ­lig über­hitz­ten Bau­tä­tig­keit. Son­dern ins­be­son­de­re weil die Kna­ben dumm & faul & auf­säs­sig sind, zwar Alles haben aber nichts dafür tun wol­len. Die­se Beschrei­bung stellt eine Zusam­men­fas­sung aus meh­re­ren (pri­va­ten) Gesprä­chen mit Arbeit­ge­bern dar die sich zur Lage der Per­so­nal­be­schaf­fung äußer­ten, bzw. beklag­ten, es gäbe nicht genü­gend qua­li­fi­zier­te jun­ge Leu­te jen­seits der Putz- und Verkaufsarbeitsebene.

Die Mäd­chen wie­der­um wer­den 'künst­lich' dumm gehal­ten, indem man ihnen Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten vor­ent­hält "weil sie ja doch früh hei­ra­ten" - das Hei­rats­al­ter in Spa­ni­en ist 14 (!) Jah­re und eine Initia­ti­ve es auf 16 her­auf­zu­set­zen wur­de abge­schmet­tert. Das ist im EU-Ver­gleich das 'jüng­ste' lega­le Heiratsalter.

Die schma­le Ober­schicht, die den über­wie­gen­den Teil der Groß­be­trie­be auch in der Land­wirt­schaft hält, die Schlüs­sel­funk­tio­nen in Poli­tik, Wirt­schaft und Ban­ken­we­sen besetzt, die­se 'Erb­hö­fe' inner­halb der eige­nen Clans wei­ter­ver­erbt und die dem ver­stor­be­nen Gene­ral Fran­co noch immer hin­ter­her­trau­ert ist dage­gen ganz anders aufgestellt:

Sie erzieht ihre Kin­der zu Lei­stung, schickt sie zu Pri­vat­schu­len und bil­det sie umfas­send, inclu­si­ve der heu­te uner­läß­li­chen Fremd­spra­chen aus, wäh­rend im öffent­li­chen Schul­sy­stem ledig­lich ein paar Kin­der­gar­ten­rei­me als 'eng­li­sche Sprach­aus­bil­dung' ange­bo­ten wer­den. Jede ernst­haf­te Sprach­aus­bil­dung ist pri­vat und wegen der Kosten neh­men dies nur sehr weni­ge vor­aus­schau­en­de Eltern auf sich.

Ins­ge­samt also eine nie­der­schmet­tern­de Bilanz. Die Hoff­nung, das Land kön­ne die­se extre­men Bil­dungs- und Ver­hal­tens­de­fi­zi­te sei­ner Jugend in abseh­ba­rer Zeit über­win­den, ist blau­äu­gig, naïv und nutz­los. Vor die­sem Hin­ter­grund ist auch klar, daß es kei­ne wirt­schaft­li­che Erho­lung geben wird und alles Geld der Welt - zunächst natür­lich erst­mal das der bür­gen­den EU-Län­der - ohne Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on ver­sickern wird. Oder in die Taschen derer fließt, die anders sind als die hier über­wie­gend betrach­te­te spa­ni­sche 'Mas­se':
Die der "Ober­schicht", die zuvor ange­spro­chen wurde.

Da sich sol­che Erzie­hungs­de­fi­zi­te über vie­le Jahr­zehn­te hin­ge­zo­gen haben ist natür­lich nicht mit einer raschen Bes­se­rung der Zustän­de zu rech­nen - hier müß­te aus mei­ner Sicht ein wesent­li­cher Umden­kungs­pro­zeß in Gang gesetzt wer­den. Dafür aber sehe ich weder Initia­ti­ven noch Moti­va­ti­on brei­ter Schich­ten. Scha­de, wo Spa­ni­en doch so ein schö­nes Land mit so vie­len Mög­lich­kei­ten ist.

bookmark_borderSo, so ...!

Es gibt Befun­de der Wis­sen­schaft da mer­ke ich auf und denke:
Hab' ich es nicht schon immer behaup­tet - nur hat­te ich bis­her kei­nen Beweis für die­se Annahme.
Einen sol­chen "Aha"-Moment brach­te mir die Lek­tü­re eines Bei­tra­ges bei "tele­po­lis" (Quel­len­an­ga­be ganz unten).

 


grund-fuer-fettleibigkeit

 



Es geht also doch ums Essen, nicht um die Bewe­gung. Da lag ich schon ganz rich­tig wenn ich die armen Jog­ger ansah und mir vor­stell­te, was die­se Bewe­gung auf unge­eig­ne­tem Unter­grund mit ihren Gelen­ken so anstel­len wür­de .... jeden­falls ist es wohl - in Sum­me - eher mehr Scha­den als Nutzen ....


[Quel­le: Die sit­zen­de Lebens­wei­se macht uns nicht dick]

bookmark_border1966

** flash­back (III) **

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!


Im Jahr 1966, nach dem Abitur, bin ich aus der Kir­che aus­ge­tre­ten. Ich gebe zu: Ich war zu fei­ge es vor­her zu tun, denn der Ein­fluß von "Kir­che" (bei­de gro­ßen Kon­fes­sio­nen) auf die Schu­le und die dort Arbei­ten­den war in jenen Jah­ren noch beträcht­lich. Es zeich­ne­ten sich zwar Ver­än­de­run­gen ab, aber die spiel­ten sich eher in Bal­lungs­zen­tren ab - nicht in der 'Pro­vinz' in der ich zu die­ser Zeit wohn­te. Man mag es kaum glau­ben, aber Sylt war zu die­ser Zeit noch Provinz ....

Der Grund dafür ist seit Jah­ren schon vor­han­den gewe­sen - und ich hat­te, zunächst noch durch­aus enga­giert in der "Jun­gen Gemein­de", wei­ter über vie­le Jah­re Bei­spie­le dafür gese­hen, daß die Insti­tu­ti­on Kir­che ".. krank an Haupt und Glie­dern .." ist. Pfar­rer die gleich meh­re­re Freun­din­nen hat­ten, Dia­ko­ne, die sich an Spen­den (Bar­geld und Natu­ra­li­en) berei­cher­ten, Vor­stän­de, die sich an Kin­dern ver­grif­fen ... die gan­ze Palet­te des­sen, was erst in den letz­ten Jah­ren so rich­tig nach oben kam.

Über die vie­len Jah­re habe ich seit­dem nach Bei­spie­len gesucht in denen wenig­stens das Wir­ken der Kirche(-n) zugun­sten von Men­schen deut­lich wür­de - Fehl­an­zei­ge, alles was pas­siert dient, bei genaue­rem Hin­se­hen, letzt­lich nur dem Erhalt der Pfrün­de für Jene, die die Reprä­sen­tan­ten der Reli­gio­nen sind.

Inso­weit habe ich mei­nen Ent­schluß nie bereut.


[Quel­le: Bibel; (1. Johan­nes 2,1-6)]