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bookmark_borderUrsachenforschung ....

Es wird viel geschrie­ben über die Arbeits­lo­sig­keit in Spa­ni­en und deren Ursa­chen. Ich bin nun kein Sozi­al­wis­sen­schaft­ler, son­dern Bio­lo­ge und wir haben auch Unter­su­chungs­ge­gen­stän­de deren Lebens­äu­ße­run­gen, Lebens­funk­tio­nen und Inter­ak­tio­nen stu­diert wer­den. Inso­weit füh­le ich mich 'auto­ri­siert' zumin­dest ein Schlag­licht auf die Ver­hält­nis­se zu wer­fen und die Fra­ge nach dem "War­um?" zu stellen.

Die 'her­ren­lo­sen Kin­der' in Spa­ni­en fal­len zunächst ein­mal nicht unbe­dingt auf, sind sie doch den über­wie­gen­den Teil des Tages in der Schu­le. Am Wochen­en­de und im Urlaub wird aller­dings das gan­ze Aus­maß der Unzu­läng­lich­kei­ten sichtbar:
Spa­ni­sche Kin­der sind arme, ver­wahr­lo­ste, unbe­auf­sich­tig­te und abge­scho­be­ne Kin­der - anders als bei uns, wo sich Eltern dar­auf freu­en mit ihren Kin­dern ein paar Stun­den, ein paar Tage gemein­sam zu ver­brin­gen, tei­len sich hier Eltern und Kin­der in ver­schie­de­ne Grup­pen und jede Grup­pe lebt so vor sich hin - unter­bro­chen ledig­lich bei Fami­li­en­fei­ern, oder zu den Mahl­zei­ten, vor deren Beginn dann lang­ge­zo­ge­ne Schreie die Kind­lein her­bei­brin­gen sollen.
"Aaal­va­rooooo!" tönt es dann z.B. quer über die 'Pla­za' oder ent­lang der 'Cal­le'. Von dem so her­bei­zi­tier­ten aller­dings kei­ne Spur - und da sei­ne Mut­ter (oder Eltern) nicht weiß wo er ist und ihn des­we­gen dort nicht abho­len könn­te ver­legt sie sich auf wei­te­re Rufe. Die ver­hal­len, wie die Vori­gen, ergebnislos.
Ein "Iiiii­vaaaaaa­an!" reagier­te, an sich schon eine Beson­der­heit, dann doch noch - ich habe mit­ge­zählt - auf den elf­ten (!) Ruf sei­ner Mutter.

Wenn die Kin­der klein und nied­lich sind dür­fen sie ALLES. Sie wer­den wie die Baby­pup­pen mei­ner Schwe­stern in nied­li­che rosa Kleid­chen oder bläu­li­che Jäck­chen gesteckt und über­all her­um­ge­zeigt, dabei ange­sta­chelt das and­res­sier­te Ver­hal­ten zu zei­gen, von dem ihre Eltern glau­ben es sei von Vor­teil für die Zukunft des Nachwuchses.

Das "alles dür­fen" schlägt dann spä­ter um. Weil die Kin­der her­um­kas­pern wie sie es frü­her gelernt und getan haben. Wenn sie aber älter gewor­den sind fin­det es nie­mand mehr nied­lich, da wird es eher zur Plage.
So schlägt es nach­fol­gend in völ­li­ge Ver­wahr­lo­sung und Frech­heit (auch den Eltern gegen­über) um. Die wol­len dann lie­ber die Kin­der weit weg haben, sonst gibt es für sie nur Dis­kus­sio­nen, Strei­te­rei­en und bestimmt kei­ne Ruhe. Doch die wol­len sie haben, die spa­ni­schen Eltern, denn sie lie­ben es mit ihren Ver­wand­ten und Freun­den in fröh­li­cher Run­de laut­stark zu dis­ku­tie­ren, zu schwa­dro­nie­ren und zu scher­zen. Die Män­ner las­sen klei­ne Anzüg­lich­kei­ten los und die ver­sam­mel­te Damen­welt kichert hin­ter ihren Fächern fei­xend dar­über. Da pas­sen frei­lich kei­ne klei­nen Kin­der dazu, vor allem nicht, wenn sie Auf­merk­sam­keit haben wol­len. Sie wer­den ver­scheucht, mit Geld, Eis, Süßig­kei­ten besto­chen eine Wei­le Ruhe zu geben und igno­riert - ihre Bedeu­tungs­lo­sig­keit steht in umge­kehr­tem Ver­hält­nis zu dem viel­be­schwo­re­nen medi­ter­ra­nen Sip­pen­zu­sam­men­halt und zu der Auf­merk­sam­keit die sie frü­her hatten.

Das Ergeb­nis sind Van­da­lis­mus, Über­grif­fe, zügel­lo­ses Trin­ken im Teen­ager­al­ter .... die spä­te Rache, gebo­ren aus dem Allein­ge­las­sen­sein und der Vernachlässigung.

Ver­murk­ster Anfang - schlimm­ste Ergeb­nis­se, das erin­nert mich sehr an miß­ra­te­ne Ver­su­che der Hundeerziehung:
Was bei einem Jung­hund noch 'nied­lich' ist, z.B. wenn er mit sei­nen klei­nen Pfo­ten einen Schuh packt und an ihm her­um­zu­na­gen ver­sucht, wird spä­ter zu einem Rie­sen­pro­blem wenn er sich ein paar teu­re Leder­schu­he für mehr als zwei­hun­dert Euro als 'Kau­kno­chen' vornimmt.

Hier offen­bart sich dem­nach der Grund für ein gene­rel­les Pro­blem der Art wie spa­ni­sche Kin­der (auch por­tu­gie­si­sche, da hat­te ich vie­le Beob­ach­tungs­ge­le­gen­hei­ten) erzo­gen werden.

Anstatt intel­lek­tu­el­le Lei­stung in den Vor­der­grund zu stel­len wird den Jun­gen eine Macho-Rol­le einstudiert:
Fuß­ball, For­mel I, Kampf­spie­le, Prot­zen mit den aktu­el­len 'gad­gets' und der Aus­beu­lung ihrer Hose (nicht erfun­den, selbst beoachtet!).

Die Mäd­chen wer­den auf ihre Rol­le als Mut­ter und Sex­ob­jekt getrimmt:
Ober­tei­le für Biki­nis bei nicht vor­han­de­ner Brust, farb­li­che Abstim­mung auf 'girlie'-rosa und son­sti­ge Bon­bon­far­ben (schlimm­ste geschmack­li­che Ent­glei­sun­gen), Pup­pen­wa­gen und wei­te­res 'mäd­chen­ty­pi­sches' Spiel­zeug, aus­ufern­de Haar­pfle­ge, Schmink­sets - und sie 'dür­fen' den Müt­tern dabei hel­fen die Haus­ar­bei­ten zu erle­di­gen wäh­rend der Papa ruht und der Bru­der sich bei einem Video­spiel entspannt ....

Ein­gangs hat­te ich erwähnt nach wem (bei­spiel­haft) Müt­ter rufen - es mag den geneig­ten Lesen­den nicht auf­ge­fal­len sein, aber die Namen waren mit Bedacht gewählt:
Jun­gen wer­den geru­fen - Mäd­chen ver­dum­men im Hau­se vor sich hin!

Mitt­ler­wei­le wun­dert es mich nicht mehr wenn ich die Zah­len für Jugend­ar­beits­lo­sig­keit höre. Das hat sei­nen Grund. Nicht nur in der gene­rel­len wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge Spa­ni­ens durch den Zusam­men­bruch der völ­lig über­hitz­ten Bau­tä­tig­keit. Son­dern ins­be­son­de­re weil die Kna­ben dumm & faul & auf­säs­sig sind, zwar Alles haben aber nichts dafür tun wol­len. Die­se Beschrei­bung stellt eine Zusam­men­fas­sung aus meh­re­ren (pri­va­ten) Gesprä­chen mit Arbeit­ge­bern dar die sich zur Lage der Per­so­nal­be­schaf­fung äußer­ten, bzw. beklag­ten, es gäbe nicht genü­gend qua­li­fi­zier­te jun­ge Leu­te jen­seits der Putz- und Verkaufsarbeitsebene.

Die Mäd­chen wie­der­um wer­den 'künst­lich' dumm gehal­ten, indem man ihnen Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten vor­ent­hält "weil sie ja doch früh hei­ra­ten" - das Hei­rats­al­ter in Spa­ni­en ist 14 (!) Jah­re und eine Initia­ti­ve es auf 16 her­auf­zu­set­zen wur­de abge­schmet­tert. Das ist im EU-Ver­gleich das 'jüng­ste' lega­le Heiratsalter.

Die schma­le Ober­schicht, die den über­wie­gen­den Teil der Groß­be­trie­be auch in der Land­wirt­schaft hält, die Schlüs­sel­funk­tio­nen in Poli­tik, Wirt­schaft und Ban­ken­we­sen besetzt, die­se 'Erb­hö­fe' inner­halb der eige­nen Clans wei­ter­ver­erbt und die dem ver­stor­be­nen Gene­ral Fran­co noch immer hin­ter­her­trau­ert ist dage­gen ganz anders aufgestellt:

Sie erzieht ihre Kin­der zu Lei­stung, schickt sie zu Pri­vat­schu­len und bil­det sie umfas­send, inclu­si­ve der heu­te uner­läß­li­chen Fremd­spra­chen aus, wäh­rend im öffent­li­chen Schul­sy­stem ledig­lich ein paar Kin­der­gar­ten­rei­me als 'eng­li­sche Sprach­aus­bil­dung' ange­bo­ten wer­den. Jede ernst­haf­te Sprach­aus­bil­dung ist pri­vat und wegen der Kosten neh­men dies nur sehr weni­ge vor­aus­schau­en­de Eltern auf sich.

Ins­ge­samt also eine nie­der­schmet­tern­de Bilanz. Die Hoff­nung, das Land kön­ne die­se extre­men Bil­dungs- und Ver­hal­tens­de­fi­zi­te sei­ner Jugend in abseh­ba­rer Zeit über­win­den, ist blau­äu­gig, naïv und nutz­los. Vor die­sem Hin­ter­grund ist auch klar, daß es kei­ne wirt­schaft­li­che Erho­lung geben wird und alles Geld der Welt - zunächst natür­lich erst­mal das der bür­gen­den EU-Län­der - ohne Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on ver­sickern wird. Oder in die Taschen derer fließt, die anders sind als die hier über­wie­gend betrach­te­te spa­ni­sche 'Mas­se':
Die der "Ober­schicht", die zuvor ange­spro­chen wurde.

Da sich sol­che Erzie­hungs­de­fi­zi­te über vie­le Jahr­zehn­te hin­ge­zo­gen haben ist natür­lich nicht mit einer raschen Bes­se­rung der Zustän­de zu rech­nen - hier müß­te aus mei­ner Sicht ein wesent­li­cher Umden­kungs­pro­zeß in Gang gesetzt wer­den. Dafür aber sehe ich weder Initia­ti­ven noch Moti­va­ti­on brei­ter Schich­ten. Scha­de, wo Spa­ni­en doch so ein schö­nes Land mit so vie­len Mög­lich­kei­ten ist.

bookmark_borderSo, so ...!

Es gibt Befun­de der Wis­sen­schaft da mer­ke ich auf und denke:
Hab' ich es nicht schon immer behaup­tet - nur hat­te ich bis­her kei­nen Beweis für die­se Annahme.
Einen sol­chen "Aha"-Moment brach­te mir die Lek­tü­re eines Bei­tra­ges bei "tele­po­lis" (Quel­len­an­ga­be ganz unten).

 


grund-fuer-fettleibigkeit

 



Es geht also doch ums Essen, nicht um die Bewe­gung. Da lag ich schon ganz rich­tig wenn ich die armen Jog­ger ansah und mir vor­stell­te, was die­se Bewe­gung auf unge­eig­ne­tem Unter­grund mit ihren Gelen­ken so anstel­len wür­de .... jeden­falls ist es wohl - in Sum­me - eher mehr Scha­den als Nutzen ....


[Quel­le: Die sit­zen­de Lebens­wei­se macht uns nicht dick]

bookmark_border1966

** flash­back (III) **

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!


Im Jahr 1966, nach dem Abitur, bin ich aus der Kir­che aus­ge­tre­ten. Ich gebe zu: Ich war zu fei­ge es vor­her zu tun, denn der Ein­fluß von "Kir­che" (bei­de gro­ßen Kon­fes­sio­nen) auf die Schu­le und die dort Arbei­ten­den war in jenen Jah­ren noch beträcht­lich. Es zeich­ne­ten sich zwar Ver­än­de­run­gen ab, aber die spiel­ten sich eher in Bal­lungs­zen­tren ab - nicht in der 'Pro­vinz' in der ich zu die­ser Zeit wohn­te. Man mag es kaum glau­ben, aber Sylt war zu die­ser Zeit noch Provinz ....

Der Grund dafür ist seit Jah­ren schon vor­han­den gewe­sen - und ich hat­te, zunächst noch durch­aus enga­giert in der "Jun­gen Gemein­de", wei­ter über vie­le Jah­re Bei­spie­le dafür gese­hen, daß die Insti­tu­ti­on Kir­che ".. krank an Haupt und Glie­dern .." ist. Pfar­rer die gleich meh­re­re Freun­din­nen hat­ten, Dia­ko­ne, die sich an Spen­den (Bar­geld und Natu­ra­li­en) berei­cher­ten, Vor­stän­de, die sich an Kin­dern ver­grif­fen ... die gan­ze Palet­te des­sen, was erst in den letz­ten Jah­ren so rich­tig nach oben kam.

Über die vie­len Jah­re habe ich seit­dem nach Bei­spie­len gesucht in denen wenig­stens das Wir­ken der Kirche(-n) zugun­sten von Men­schen deut­lich wür­de - Fehl­an­zei­ge, alles was pas­siert dient, bei genaue­rem Hin­se­hen, letzt­lich nur dem Erhalt der Pfrün­de für Jene, die die Reprä­sen­tan­ten der Reli­gio­nen sind.

Inso­weit habe ich mei­nen Ent­schluß nie bereut.


[Quel­le: Bibel; (1. Johan­nes 2,1-6)]

bookmark_borderknow-nothings ....

OK, wenn man bei uns in "D" auf die Stra­ße gin­ge wäre das Ergeb­nis wahr­schein­lich ähn­lich erschreckend ....

"click! on the pic­tu­re"
LINK=> LINK=> LINK=>
video

bookmark_borderDer Friederich, der Friederich* ....

Heu­te auch in den Nach­rich­ten des ZDF:



Bun­des­rat muss neu­es Mel­de­ge­setz verhindern!


Wie ich schon ange­deu­tet hat­te muß man sich immer fra­gen wel­che Gemein­hei­ten hin­ter dem Rücken der - fuß­ball­be­gei­ster­ten - Bevöl­ke­rung aus­ge­heckt werden.

*edit*
Dazu ein Zitat aus dem law blog / U. Vetter

* edit:
(10.07.2012)
Mitt­ler­wei­le hat sich her­aus­ge­stellt, daß hin­ter der Sache der berüch­tig­te Uhl, CSU, steckt: Der ist frü­her schon mehr­fach wegen sei­ner selbst­herr­li­chen und rechts­brü­chi­gen Äuße­run­gen aufgefallen ....

bookmark_border"Bemächtigung"

Wir haben uns dar­an gewöhnt die moder­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zu nut­zen. Man macht sich kei­ne Gedan­ken mehr - es sei denn, irgend­wel­che Stö­run­gen zwin­gen dazu, sich mal wie­der damit zu beschäftigen.

Als ich heu­te Mor­gen mit einem Freund sprach muß­te ich dar­an den­ken wie sehr die Ver­ein­fa­chung vor allem jenen Men­schen hilft, die sich schrift­lich weni­ger geschickt aus­drücken - spre­chen kann jeder, auch wenn es mit der Recht­schrei­bung hapern sollte.

Inso­weit ist die Erfin­dung des Tele­fons zugleich eine "Bemäch­ti­gung" all jener Men­schen gewe­sen, die bes­ser münd­lich als schrift­lich aus­drücken kön­nen was sie wol­len. Zugleich bringt die tele­fo­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on noch die Stim­me als Hin­weis auf die Stim­mung der Gesprächs­teil­neh­mer in den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zeß ein - das kann Miß­ver­ständ­nis­sen vor­beu­gen, die manch­mal nur dadurch ent­ste­hen, daß das geschrie­be­ne Wort ver­schie­den inter­pre­tiert wer­den könn­te. Und ver­schie­den inter­pre­tiert wird.

Ähn­lich sieht es auf der näch­sten Stu­fe der tech­ni­schen Errun­gen­schaf­ten aus: Das Inter­net gibt Vie­len eine Mög­lich­keit sich an eine brei­te Öffent­lich­keit zu wen­den die frü­her, schon allei­ne wegen man­gel­haf­ter Recht­schrei­bung, nie die Gele­gen­heit gehabt hät­ten in eine Leser­brief­spal­te zu gelangen.

"Bemäch­ti­gung" ist also ein Pro­zeß mit meh­re­ren Stu­fen. Den­ken wir an den ersten Schritt über­haupt, so war es der Buch­druck, dann das Tele­fon, jetzt das Inter­net - und wer weiß, was dann die näch­ste Stu­fe sein wird.

Der Demo­kra­tie hat die­se Ver­brei­te­rung der Infor­ma­ti­ons­ba­sis jeden­falls gute Dien­ste getan. Nun muß nur noch dar­auf geach­tet wer­den, daß die Poli­ti­ker und ande­re Nutz­nie­ßer der her­kömm­li­chen Beschrän­kun­gen für die Mas­se der Bevöl­ke­rung die­se Errun­gen­schaf­ten nicht wie­der 'kas­sie­ren'.

Ansät­ze dazu gibt es in meh­re­ren Wel­len, natio­nal und inter­na­tio­nal. Ich freue mich mit­zu­er­le­ben wie sich Men­schen in allen Län­dern gegen die­se Ver­su­che das Rad zurück­zu­dre­hen zur Wehr set­zen und tat­säch­lich Erfolg haben.

bookmark_borderMiese Verteilung ....

Die Welt ist nicht gerecht - soviel ist sicher.

Wäh­rend da, wo ich mich der­zeit auf­hal­te, jetzt um 23:00h noch 30°C zu ver­mel­den sind, ersäuft Eng­land im Regen und der Rest von Nord­eu­ro­pa lei­det auch nicht unter Man­gel an Wasser ....

Mir scheint, bis zu den 'Pal­men in Deutsch­land' wird es noch eine Wei­le dauern ....


[Quel­le]

bookmark_border"Troika" oder "Triumvirat"

oder wie auch immer die­se Zweck­ver­bin­dun­gen genannt wer­den - sie sind zum Schei­tern verurteilt.

"LERNEN HEISST VERHALTENSÄNDERUNG"
- wenn die­se The­se kor­rekt ist hat die SPD nichts dazu­ge­lernt. Erneut setzt sie auf eine Drei­er­kom­bi­na­ti­on als Füh­rungs­in­stru­ment. Das, obwohl in der Ver­gan­gen­heit kei­ne sol­che Kon­stel­la­ti­on zum erwünsch­ten Ergeb­nis geführt hät­te. Mit Aus­nah­me des aller­er­sten Ver­suchs, der wenig­stens eine Zeit lang funktionierte.

Ein Blick auf Defi­ni­tio­nen und Hin­ter­grün­de* zu Triumvirat/Troika bei der SPD:

TRIUMVIRAT
Ein Tri­um­vi­rat – abge­lei­tet von lat. tres viri („drei Män­ner“), die Bezeich­nung stammt eigent­lich von einem par­ti­ti­ven Geni­tiv, so z. B. Cae­sar est tri­um vir(or)um,[1] daher tri­um­vir – bezeich­net ein Bünd­nis von drei Per­so­nen, die gemein­sa­me Inter­es­sen ver­bin­den.

TROIKA
Die Troi­ka (rus­sisch тройка; deutsch: Drei­ge­spann) ist eine Bespan­nungs­wei­se für Fuhr­wer­ke oder Schlit­ten, in der wie beim Drei­spän­ner drei Pfer­de oder ande­re Zug­tie­re neben­ein­an­der gehen .. Gelenkt wird aus­schließ­lich das Mit­tel­pferd, die Außen­pfer­de fol­gen dem nach­las­sen­den Zug des Aus­bin­de­zü­gels.

Übli­cher­wei­se geht bei einer Troi­ka das Mit­tel­pferd unter einer Duga im Trab, die Galo­pins genann­ten Außen­pfer­de gehen stark nach außen gestellt im Galopp, das rech­te im Links-, das lin­ke im Rechtsgalopp.


1. SPD-Troi­ka
Par­tei­chef Wil­ly Brandt, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Her­bert Weh­ner, Bun­des­kanz­ler Hel­mut Schmidt.

Franz Wal­ter:
Kol­le­gia­le Füh­rung -- Die Troi­ka als histo­ri­sches Lehrstück.
" .. Bei ihnen [Sozi­al­de­mo­kra­ten] setz­te die Abkehr von den gro­ßen auto­ri­tä­ren Patri­ar­chen, von Bebel bis Schu­ma­cher, schon Ende der 60er Jah­re ein. Damals fächer­te die Sozi­al­de­mo­kra­tie sozi­al und kul­tu­rell weit aus­ein­an­der; .. die Par­tei (wur­de) bun­ter und plu­ra­li­sti­scher. Die Ant­wort dar­auf war eben die kol­le­gia­le Füh­rung, prä­zi­ser: jene nach­ge­ra­de legen­där gewor­de­ne Troi­ka aus Wil­ly Brandt, Her­bert Weh­ner und Hel­mut Schmidt.


2. SPD-Troi­ka (1994÷95)
Hel­mut Schrö­der, Oskar Lafon­taine, Rudolf Scharping.

Mit der Troi­ka gegen Kohl; Die Bun­des­tags­wah­len – Teil 13: 1994; SPD-Troi­ka: Schrö­der, Lafon­taine, Schar­ping.
Die Sozi­al­de­mo­kra­ten unter ihrem Füh­rungs­trio Schar­ping, Lafon­taine und Schrö­der sind fest ent­schlos­sen, bei den Bun­des­tags­wah­len am 16. Okto­ber 1994 die Ära Kohl zu beenden.

TROIKA: Abbruch statt Aufbruch
SPD-Chef Rudolf Schar­ping kämpft mit Lafon­taine ver­zwei­felt gegen Auf­lö­sungs­ten­den­zen in sei­ner Par­tei. Schrö­der tanzt solo ..
Von der im Wahl­kampf beschwo­re­nen Troi­ka Schar­ping, Schrö­der, Lafon­taine ist nur noch das Pla­kat übrig­ge­blie­ben. „Wenn mal wie­der Wah­len sind und die ein Mit­glied für die Troi­ka brau­chen, wer­den sie schon wis­sen, wohin sie sich zu wen­den haben“, distan­ziert sich Troi­kist Schrö­der von dem Wahlbündnis.


3. SPD-Troi­ka (2008)
Kurt Beck, Frank-Wal­ter Stein­mei­er und Peer Steinbrück.
Beck wur­de 'weg­ge­mobbt' - natür­lich hat das nie­mand so zuge­ge­ben, auch er selbst nicht.


4. SPD-Troi­ka (2012)
Peer Stein­brück, Sig­mar Gabri­el, Frank-Wal­ter Steinmeier.

Die blockier­te SPD-Troika
„Geschich­te wie­der­holt sich nicht, aber sie reimt sich“, so ein schö­nes Wort von Mark Twa­in. Das gilt vor allem für die Sozi­al­de­mo­kra­ten, deren gegen­wär­ti­ge Troi­ka um den Par­tei­vor­sit­zen­den Sig­mar Gabri­el, den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Frank-Wal­ter Stein­mei­er und den Ex-Finanz­mi­ni­ster Peer Stein­brück an frü­he­re Zei­ten der SPD erin­nert. Dabei ver­sucht auch das jet­zi­ge Drei­ge­stirn, als har­mo­ni­sche Ein­heit auf­zu­tre­ten und die inter­nen Dif­fe­ren­zen zu kaschieren.

Das gro­ße SPD-Tri­um­vi­rat: Die neue Troika
Peer Stein­brück, Frank-Wal­ter Stein­mei­er und Sig­mar Gabri­el wol­len der Kanz­le­rin in der Euro-Kri­se hel­fen - aber drücken sich um die Kandidatenfrage.
Sie hät­ten Peer Stein­brück nicht mit­neh­men müs­sen. Noch vor einem Jahr hät­ten sie ihn wohl auch nicht mit­ge­nom­men. Aber nun sind die Zei­ten so, dass SPD-Chef Sig­mar Gabri­el und SPD-Frak­ti­ons­chef Frank-Wal­ter Stein­mei­er an Stein­brück nicht mehr vor­bei­kom­men. Erst recht nicht, wenn sie kom­pe­ten­te Vor­schlä­ge zur Euro-Kri­se machen wol­len. Der Ex-Finanz­mi­ni­ster, nur noch ein­fa­cher Par­la­men­ta­ri­er, ist der­zeit der popu­lär­ste Sozi­al­de­mo­krat und gilt als der heim­li­che Kanz­ler­kan­di­dat für 2013.



* [Alle nach­fol­gen­den Absät­ze sind Zita­te aus den jeweils dort genann­ten Quellen]

bookmark_borderDanke, liebe Saarländer, ....

.... dafür, daß ihr in so gro­ßer Zahl die Pira­ten gewählt habt.

Gleich­zei­tig ein Auf­ruf an alle CDU-SPD-Grü­ne-Wäh­ler es sich bei der Bun­des­tags­wahl noch­mal zu über­le­gen und lie­ber die Pira­ten zu wäh­len. Das umso mehr, als bei den Grü­nen sol­che Luft­bal­lons und Sprech­bla­sen wie Frau Roth oder bla­sier­te Bes­ser­wis­ser wie Herr Trit­tin das Sagen haben und sie das Wahl­volk genau­so ver­ra­ten wie die Sozi­al­de­mo­kra­ten .... nur zur Erin­ne­rung - es waren Rot-Grün, die Hartz IV und den Abbau der Arbeit­neh­mer­rech­te beschleu­nigt haben.

Die FDP ist belei­digt - dabei hat sie es sich doch selbst zuzu­schrei­ben, wenn man ihr nicht mehr so recht glaubt, daß sie für die Frei­heit des Inter­nets ein­tritt, denn zu oft wur­den in den ver­gan­ge­nen Wochen und Mona­ten 'fau­le Kom­pro­mis­se' mit der CDU aus­ge­han­delt. Kuh­han­del. Dafür gab es nun die Quittung.

Was gegen die Pira­ten unter­nom­men wer­den wird ist klar:
Die CDU wird ver­stärkt von den sie tra­ge­ne­den Medi­en ver­lan­gen über die Pira­ten Unrat aus­zu­schüt­ten, man wird Skan­da­le vom Zau­ne zu bre­chen ver­su­chen und wahr­schein­lich ist auch eine ver­stärk­te Beob­ach­tung durch die Schlapp­hü­te nicht unwahr­schein­lich .... min­de­stens mit Com­pu­ter­tech­nik wird das aber bei die­sen "Ziel­per­so­nen" glück­li­cher­wei­se nicht funktionieren.

Ein wenig trau­rig bin ich aber doch noch, denn es fehlt den Pira­ten an Unter­stüt­zung aus den Rei­hen mei­ner Gene­ra­ti­on, aus der Grup­pe der über 60-jäh­ri­gen. Ich für mei­nen Teil rede mir schon län­ger in mei­nem per­sön­li­chen Umfeld den Mund fus­se­lig - aber das reicht eben nicht:

Lie­be Jung- und Mittelaltwähler!
Redet mit eurer Ver­wandt­schaft und euren Eltern, stellt dar, daß genau die "Eta­blier­ten" den Wäh­lern Sand in die Augen streu­en, ihnen durch ihre Frak­ti­ons­zwän­ge kei­ne ech­te Wahl bie­ten und sie letzt­lich als unmün­di­ges Stimm­vieh ansehen!
Nicht umsonst spricht die Frau Kanz­le­rin von "den Men­schen" - und sieht sich und ihres­glei­chen auf einem Podest, von dem aus dem Wahl­volk die Seg­nun­gen gereicht werden ....

Poli­ti­ker sind für das Volk da,
Geheim­nis­krä­me­rei för­dert Korruption,
Trans­pa­renz för­dert die Demokratie.

Des­we­gen blei­be ich dabei:
Auch in Schles­wig-Hol­stein und Nord­rhein-West­fa­len müs­sen die Pira­ten stark wer­den und in die Par­la­men­te ein­zie­hen - dann wird es auch 'was mit dem Ein­zug in den Bundestag.

Mei­ne Empfehlung:

Pira­ten wählen!


bookmark_borderFertigmachen ....

zum wun­dern ....

Jedes­mal wenn ein Inter­view­er der soge­nann­ten "eta­blier­ten Medi­en" auf einen Reprä­sen­tan­ten der PIRATEN trifft kann man erken­nen, wie wenig die­se 'Eta­blier­ten' über­haupt von den Mei­nungs­bil­dungs- und Ent­schei­dungs­fin­dungs­pro­zes­sen per "liquid demo­cra­cy" verstehen.

Wie viel schlim­mer muß es da um vie­le Poli­ti­ker bestellt sein, an denen die Ent­wick­lung modern­ster Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men ein­fach so vor­bei­ge­gan­gen ist - und die natür­lich nie­mals den Anschluß fin­den wer­den. Denen muß doch min­de­stens unter­schwel­lig klar sein, daß ihre Tage gezählt sind ....

Das mag auch der Grund sein, war­um die Gegen­re­ak­tio­nen immer häu­fi­ger und immer hef­ti­ger kom­men. Glück­li­cher­wei­se ist es bis­her stets gelun­gen die­se - pein­li­chen und plum­pen - Ver­su­che recht­zei­tig genug an die brei­te Öffent­lich­keit zu brin­gen. Und so abzu­wen­den. Oder es war das Ver­fas­sungs­ge­richt, das all­zu eif­ri­gen Ver­fas­sungs­bre­chern die Gren­zen aufzeigte.

Ich hof­fe sehr, daß das so bleibt.
Sicher kann man da nicht sein - es sei denn, es wer­den die rich­ti­gen Leu­te zum regie­ren gewählt.

Daher mei­ne Empfehlung:

Pira­ten wählen!


bookmark_borderSchwarm ....

In Anknüp­fung an den Bei­trag zum The­ma "Zu dumm ...." noch ein Gedanke:
Abge­mil­dert wird die­se beson­de­re Art der Lebens­un­fä­hig­keit dadurch, daß bei Ver­hei­ra­tung (Ist des­we­gen die "Ehe" für das Staats­we­sen so bedeut­sam?) zwei Indi­vi­du­en zusam­men­kom­men und dann so eine Art "Schwarm­in­tel­li­genz" entsteht.

Man könn­te postu­lie­ren es ent­ste­he dadurch ein Synergiereffekt.
Das wäre tröstlich ....

*edit*
Da stel­le ich mir umge­hend die Fra­ge, ob das Anwach­sen von Sin­gle-Haus­hal­ten genau die­sen posi­ti­ven Effekt redu­ziert und wir es mit einer lang­sam anstei­gen­den Erkennt­nis­un­fä­hig­keit der Mas­sen zu tun haben.

Offen­sicht­lich ent­steht auch da eine "Sche­re":
Wis­sen­de und Unwis­sen­de neh­men zu, dazwi­schen ist das NICHTS ....

bookmark_borderO d e ... Oh weh!

Ode an die Freude“

Ori­gi­nal
„Wem der gro­ße Wurf gelungen,
eines Freun­des Freund zu sein“

Fäl­schung
„Ist dem gro­ßen Wulff gelungen,
eines Freun­des Freund zu sein“