bookmark_border№ 0271: defizit

das defi­zit des staa­tes trägt
ein jeder, der im staa­te lebt.
mal ist es klein, das defizit
mal wird es groß, wir zit­tern mit
wenn es sich auf- und abbewegt
und uns frau mer­kel es erklärt:
“die andern” sind die übeltäter!
daß das nicht wahr ist merkt man später …

[Älte­re Ver­si­on sie­he => dort]
 

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Die ersten 'tütensuppen'-Reime ent­stan­den 2005.
Im Lauf der Jah­re wur­den dann noch wei­te­re Ver­se angefügt ....


tue­ten­sup­pe ….(XXI)

tüten­sup­pen – das ist klar –
sind nicht so gut wie kaviar

tue­ten­sup­pe ….(XX)

ist leer die tütensuppen-tüte
führt’ man sie sich schon zu gemüte …

tue­ten­sup­pe ….(XIX)

wenn tüten­sup­pen du genossen
hast bald du tau­send sommersprossen …

tue­ten­sup­pe ….(XVIII)

tüten­sup­pen im gedärm:
du kannst das gluckern sehr gut hör’n!

tue­ten­sup­pe ….(XVII)

ißt tüten­sup­pen du im lenz
so lei­det sehr dei­ne potenz …

tue­ten­sup­pe ….(XVI)

in tüten­sup­pen ist ‘was drin,
da weis’ ich lie­ber nicht d’rauf hin …

tue­ten­sup­pe ….(XV)

Ißt öfter du die tütensuppen
bekommst davon vie­le schuppen …

tue­ten­sup­pe ….(XIV)

der tüten­sup­pen siegeszug
fand nie­mals statt – nur lug und trug!

tue­ten­sup­pe ….(XIII)

tüten­sup­pen als konfekt?
kann mir nicht den­ken, daß das schmeckt …

tue­ten­sup­pe ….(XII)

als the­ma für die näch­ste wahl
sind tüten­sup­pen ganz fatal!

tue­ten­sup­pe ….(XI)

kaum fer­tig mit der tütensuppe
lechzt er nach einer zuckerpuppe ….

tue­ten­sup­pe ….(X)

bes­ser ‘nen tütensuppen-vers
als irgend­was mit herz & schmerz ….

tue­ten­sup­pe ….(IX)

der sup­pen­es­ser grämt sich sehr
der tüten­sup­pen-topf ist leer …

tue­ten­sup­pe ….(VIII)

wer tüten­sup­pen ger­ne ißt
weiß nicht was gutes essen ist

tue­ten­sup­pe ….(VII)

lie­ber ein gebrat’nes ei
als tutensuppen-einerlei!

tue­ten­sup­pe ….(VI)

was für’n gour­met ‘ne sün­de ist:
wenn wer ‘ne tüten­sup­pe ißt!

tue­ten­sup­pe ….(V)

aus tüten­sup­pen schnell gekocht
hab’ ich noch nie­mals sehr gemocht

tue­ten­sup­pe ….(IV)

wird lang vorm essen sie gebraut
hat tüten­sup­pe eine haut

tue­ten­sup­pe ….(III)

der bräu­ti­gam recht dümm­lich schaut
nimmt tüten­sup­pe sei­ne braut

tue­ten­sup­pe ….(II)

nimmst vom regal du tütensuppe
ist dir geschmack wohl ziem­lich schnuppe

tue­ten­sup­pe ….(I)

wird tüten­sup­pe dir zu qual
geh’ doch ‘mal hin ins ecklokal

la mam­ma | № 0360a: tütensuppe
bit­te sehr – auf fast ösi­deutsch im limmerick…

nach einem tel­ler packerlsuppe
spei bit­te nicht ins sackerl, puppe!

tue­ten­sup­pe ….(XXII)

genug gereimt zu tütensuppen
- obwohl mir noch die fin­ger jucken ….

tue­ten­sup­pe …. (XXXXIV)

anstatt nur immer zu geniessen
laß’ tüten­sup­pen­rei­me spriessen!

tue­ten­sup­pe ….(XXXXIII)

zu tüten­sup­pen – glaub es mir -
fällt dir ‘was ein: dann schreib es hier!

tue­ten­sup­pe ….(XXXXII)

kennst du ‘nen tütensuppenreim
- dann sei nicht faul: schreib’ ihn hier rein!

tue­ten­sup­pe ….(XXXXI)

herr aste­rix zu obelix:
von tüten­sup­pe* kriegst du nix!

* tüten­sup­pe = zaubertrank

tue­ten­sup­pe ….(XXXX)

die bun­des­agen­tur weist an
wer tüten­sup­pe essen kann

tue­ten­sup­pe ….(XXXIX)

lädst du zu tüten­sup­pe ein
wird reso­nanz nur spär­lich sein

tue­ten­sup­pe ….(XXXVIII)

wer tüten­sup­pe köst­lich findet
weiß oft nicht, was ihn dar­an bindet

tue­ten­sup­pe ….(XXXVII)

kochst du dir eine tütensuppe
ris­kierst du kei­ne fingerkuppe …

tue­ten­sup­pe ….№ 0400: (XXXVI)

bei groß­fa­mi­lie, vie­len essern
mußt tüten­sup­pe du verwässern
(als aus­nah­me gibts die­sen rat:
addier ein körn­chen glutamat!)

tue­ten­sup­pe ….(XXXV)

wenn rent­ner tüten­sup­pen essen
sind alle zip­per­lein vergessen …

tue­ten­sup­pe ….(XXXIV)

mußt du schon früh zur arbeit hin
ist nur ‘ne tüten­sup­pe drin …

tue­ten­sup­pe …. (XXXIII)

hast tüten­sup­pen du vergessen
mußt du noch­mal zum laden hetzen …

tue­ten­sup­pe ….(XXXII)

ißt tüten­sup­pen der tenor
dann trägt er noch viel bes­ser vor …

tue­ten­sup­pe ….(XXXI)

fährst du zu dei­ner mut­ter hin
dann ist ‘ne tüten­sup­pe drin …

tue­ten­sup­pe …. (XXX)

will dir im bett nichts mehr gelingen:
mit tüten­sup­pen wirst du’s bringen!

tue­ten­sup­pe ….(XXIX)

bege­net dir im klo ‘ne schlange
mach sie mit tüten­sup­pe bange …

tue­ten­sup­pe …. (XXVIII)

der air­bus kommt nach frank­furt hin:
da sind viel tüten­sup­pen drin!

tue­ten­sup­pe ….(XXVII)

die frau­en­kir­che wird geweiht:
da ist es tütensuppenzeit!

tue­ten­sup­pe ….(XXVI)

die tüten­sup­pen sind – o schreck! –
nicht im regal – nein – sie sind weg!

tue­ten­sup­pe ….(XXV)

wenn tüten­sup­pen du genießt
dir bald dein bart noch bes­ser sprießt

tue­ten­sup­pe ….(XXIV)

der tüten­sup­pen­koch gesteht:
er weiß gar­nicht wie’s kochen geht!

tue­ten­sup­pe ….(XXIII)

der tüten­sup­pen­es­ser weiß
‘ne tüten­sup­pe ißt man heiß!

tue­ten­sup­pe ….XXXI­Ia
Frei­tag, 6. März 2009

im ‘chi­na-huhn’* kein hühn­chen drin?
dann macht ‘ne tüten­sup­pe sinn ….

* Heu­te, 05.03.09 bei “KERNER” vorgestellt

tue­ten­sup­pe ….XXXII
Mon­tag, 2. März 2009

wer tue­ten­sup­pen-rei­me schreibt
weiss wohl kein’n bess’ren zeitvertreib ….


an die leser:
wie wär’s mit einem klei­nen reim?
er
darf soll zu tüten­sup­pen sein!

bookmark_borderLieblingsgedicht



ZITAT
Theo­dor Storm: Gedichte
(Ent­ste­hungs­jahr: 1854)
 

Für mei­ne Söhne

Heh­le nim­mer mit der Wahrheit!
Bringt sie Leid, nicht bringt sie Reue;
Doch, weil Wahr­heit eine Perle,
Wirf sie auch nicht vor die Säue.

Blü­te edel­sten Gemütes
Ist die Rück­sicht; doch zuzeiten
Sind erfri­schend wie Gewitter
Gold­ne Rücksichtslosigkeiten.

Wack­rer hei­mat­li­cher Grobheit
Set­ze dei­ne Stirn entgegen;
Arti­gen Leutseligkeiten
Gehe schwei­gend aus den Wegen.

Wo zum Weib du nicht die Tochter
Wagen wür­dest zu begehren,
Hal­te dich zu wert, um gastlich
In dem Hau­se zu verkehren.

Was du immer kannst, zu werden,
Arbeit scheue nicht und Wachen;
Aber hüte dei­ne Seele
Vor dem Karrieremachen.

Wenn der Pöbel aller Sorte
Tan­zet um die gold­nen Kälber,
Hal­te fest: du hast vom Leben
Doch am Ende nur dich selber.
 
                   

 

bookmark_border№ 0249: zwei spazierstöcke

DATE OF FIRST ISSUE: 01/16/2005 02:23:43 AM

zwei spa­zier­stöcke tra­fen sich im park,
der eine schwach, der and’re stark.
sagt stark zu schwach mit ironie:
“wenn’s ‘mal d’rauf ankommt hältst du nie!”
schwach uber­legt sich schief und krumm,
sagt dann zu stark: “das wär’ sehr dumm,
doch seh’ ich mir dein’n men­schen an
glaub ich nicht du wirst hal­ten, dann
wenn er dich wirk­lich ein­mal braucht,
zuviel gewicht schon hat sein bauch!”
stark sei­ner­seits nun grü­belt heftig.
des men­schen druck wird übermächtig,
mit lau­ten knall zer­birst stark dann:
schwach aber hält sein’n dün­nen mann.

MERKE:
stär­ke ist stets relativ,
stimmt das verhältnis
- geht nichts schief!

Noch mehr absur­des & kurio­ses ....

bookmark_border№ 0286: generationen

die jah­re wer­den oft zur last
die du bis jetzt durch­schrit­ten hast
bewußt wird das - ich will nicht klagen
immer an besond­ren tagen:
an die­sen tagen spricht man viel
von dem was ist - und was man will
was bes­ser und was schlech­ter ist
was gut zu tun, zu las­sen ist.
allein: der unter­schied im denken
wird das ver­ständ­nis oft beschränken!
die jah­re sind - das merkt man meist
wich­tig für das nur, was man weiß!
wer sie nicht auf­zu­wei­sen hat
ist den bezug dar­auf bald satt.
drum mer­ke, mensch, in dem bestreben
was mit­zu­ge­ben für das leben
an jene , die dir nahe sind
nicht dei­ne frau, aber dein kind,
beschrän­ke dich in klu­ger weise:
zeig' auf wohin sie geht, die reise,
laß ihnen raum, selbst zu bestimmen
sonst sind für immer sie von hinnen!

.... mehr Gedich­te