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Freitag, 18. Januar 2008

 [Zitat]

"Alles ist RELATIEF" oder wie ein altlinker Muensterlaender und eine Businessfrau aus Duesseldorf ein amuesantes Lehrstueck fuer Blogger schrieben.

" .. Zum Schluss moech­te ich euch einen sehr schoe­nen ver­ba­len Zwei­kampf zwi­schen einer PR-Jour­na­li­stin und einem Hard­core-Blog­ger vor­stel­len, der mich sehr amue­siert, gleich­zei­tig auch zum Nach­den­ken gebracht hat. Das Gan­ze spielt sich um 2006 ab zwi­schen einer Dues­sel­dor­fe­rin und einem Muen­ster­laen­der, ist also nicht nur pas­send zum The­ma "Blog­ger­mut und Red­lich­keit", son­dern auch zur Regi­on. Die bei­den dis­ku­tie­ren, strei­ten, legen ihre Stand­punk­te dar und druecken sich am Ende - trotz ver­mut­lich star­ker und gra­vie­ren­der Unter­schie­de in der Theo­rie, der Pra­xis und im ideo­lo­gi­schen Ansatz - ihre Aner­ken­nung aus. Herr­li­che Streit­kul­tur vom Feinsten.

Bei dem anonym auf­tre­ten­den Blog­ger han­delt es sich, wenn man den Spu­ren und Aeu­sse­run­gen sorg­fael­tig nach­geht, um einen Pen­sio­ni­sten mit viel Zeit im schoe­nen Muen­ster­land. Er hat einen poli­tisch "lin­ken", ja, sehr lin­ken Back­ground und scheint vom schoe­nen Muen­ster­land aus mit der Welt zu hadern - vor allem auch mit Ame­ri­ka­nis­men in der deut­schen Spra­che, der Muen­ster­schen Zei­tung, den Grue­nen, der Umwelt­be­we­gung und den nach­hal­ti­gen Ener­gien, zumals der Wind­kraft (ver­mut­lich vesperrt ihm der Blick auf Wind­rae­der die schoe­ne Aus­sicht in die schoe­ne Muen­ster­laen­der Landschaft). 

Poli­tisch wuer­de ich ihn, deutsch­tue­melnd und ein biss­chen alt­links-alt­backen, wie er argu­men­tiert, bei der guten alten DKP ver­or­ten - sein Blog nennt sich "RELA­tief - nichts ist so wie es zu sein scheint", hier prae­sen­tiert mit einer nicht ganz unwah­ren Kri­tik an der Muen­ster­schen Zei­tung. Ich fin­de die­sen kratz­buer­stig-melan­cho­li­schen Sil­ver Sur­fer-Blog­ger sehr amue­sant und habe schon viel ueber sei­ne Bei­trae­ge geschmunzelt.

Sein weib­li­cher Spar­ring­part­ner vom Rhein heisst Eli­ta Wie­gand und nennt sich eine "Quer­den­ke­rin" aus Dues­sel­dorf. Frau Wie­gand ist um die 50, ist von Hau­se aus, sagt sie, Jour­na­li­stin und macht jetzt etwas unge­schickt in "alter­na­ti­ver PR". Zumin­dest hat sie sich eine selt­sam-ver­quol­le­ne angli­zi­sti­sche PR-Fach­spra­che ange­eig­net, die manch­mal selt­sam glatt, dann wie­der froeh­lich-naiv und gele­gent­lich alles ande­re als trans­pa­rent, son­dern opak klingt. Was genau sie will, bleibt oft unklar.

Frau Wie­gand ist irgend­wie invol­viert in das Mar­ke­ting eines Busi­ness-Netz­wer­kes bzw. "Clubs" namens innovativ.in fuer "Wert­schoep­fer, Inno­va­to­ren und Quer­den­ker" und hat lei­der etwas Mue­he, das Anlie­gen ihrer Orga­ni­sa­ti­on auf den Punkt zu brin­gen: irgend­wie ein Netz­werk von Fir­men, aber auch Behoer­den, die "Money und Moral" ver­knuep­fen und einem ethi­schen, nach­hal­tig wir­ken­den "Human-Kapi­ta­lis­mus" das Wort reden. 

Klingt alles in allem nicht ganz unsym­pa­thisch, zumin­dest sehr tren­dy und zieht bei­lei­be nicht nur grue­ne Unter­neh­men an wie die Macher von Rapun­zel, hier
Nae­he­res. Obwohl - so ganz klar ist mir nicht, was die wol­len. Wer­de ich mich mal nae­her mit beschaeftigen. 

Lei­der mach­te die gelern­te Jour­na­li­stin schon vor einer Wei­le einen Feh­ler und zog sich damit den Zorn und die Hae­me auf die Unab­haen­gig­keit "ihres" Medi­ums pochen­der Blog­ger zu: sie the­ma­ti­sier­te die Instru­men­ta­li­sie­rung von Web­logs als Mar­ke­ting­in­stru­men­te, ganz unver­bluemt, ent­waf­fend froeh­lich und ein biss­chen naiv. Mitt­ler­wei­le hat sie sich fuer so eini­ge Tor­hei­ten ent­schul­digt und hat dazu gelernt: 

Hier ihr immer noch bemer­kens­wer­tes State­ment und "Suen­den­be­kennt­nis" zum The­ma Blog­gen - mit und ohne PR-Hin­ter­grund. Auch welt­kind hat sich so eini­ges davon zu Her­zen genommen ;-).

Nun kann man einem alten lin­ken Muen­ster­laen­der, der ver­mut­lich auch noch irgend­wie mit Jour­na­lis­mus zu tun hat­te (man merkt es an Klei­nig­kei­ten), nicht mit rhei­nisch-froeh­li­cher Ver­mi­schung von PR und Repor­ta­ge im Kar­ne­vals­stil kom­men ;-). Und es ent­sponn sich ein amue­san­ter rhe­to­ri­scher Schlag­ab­tausch im Kom­men­tar­teil - den letz­lich "Frau Eli­ta" (wie unser Muen­ster­laen­der sie anzueg­lich nennt, ver­mut­lich an eine Dame aehn­li­chen Vor­na­mens und ande­ren Kali­bers den­kend ;-)) nach Punk­ten gewann, wie unser Blog­ger aner­ken­nend zugibt, noch­mals ;-). Bit­te unbe­dingt mal lesen, ist Real­sa­ti­re pur und sehr lehrreich. 

Beson­ders wit­zig: der alte Zau­sel haelt die auch nicht mehr tau­fri­sche "Frau Eli­ta" fuer einen jun­gen Huep­fer "um die 40", "jung, beruf­lich enga­giert, aus­ge­la­stet und ver­mut­lich finan­zi­ell gut aus­ge­stat­tet", sie ihn fuer einen des­il­lu­sio­nier­ten "Hartz IV-Emp­faen­ger" (was auch nicht zutrifft). Frau Eli­ta kaempft mit Schirm, Charme und Melo­ne - und zum Schluss "bewun­dert" er sie fuer ihren "Mut" ;-).

Auf "sei­nem" Blog hat­ten die bei­den sich einen aehn­li­chen Schlag­ab­tausch gelie­fert - auch hier kla­rer Punkt­sieg fuer "Frau Eli­ta" - "Alles wird gut" troe­stet sie unse­ren Muen­ster­laen­der, nach­dem die­ser ihr maech­tig knar­zig an den Kar­ren gefah­ren war, und er atte­stiert ihr: "Beim Dees­ka­la­ti­ons­se­mi­nar haben Sie wenig­stens gut auf­ge­passt" ;-). Irn­gend­wann ertei­len sie sich - bei­de katho­lisch? - gegen­sei­tig die "Abso­lu­ti­on" ;-).

Der stren­ge Medi­en­kri­ti­kus vom Aasee kam ver­mut­lich mit einer blog­gen­den Eigen­art "Frau Eli­tas" nicht klar, und ich gebe zu, mich irri­tiert es auch: einer­seits macht sie froeh­lich PR und geizt nicht mit - zuge­ge­ben daem­li­chen - Angli­zis­men wie "Best Prac­ti­ce" (wofuer unser Muen­ster­laen­der das schoe­ne deut­sche "Erfolgs­re­zept" for­dert); ande­rer­seits schmug­gel­te sie in ihr Blog hoechst kri­ti­sche und lesen­wer­te jour­na­li­sti­sche Bei­trae­ge: ueber die umstrit­te­nen Prak­ti­ken der Fir­ma Muel­ler Milch etwa; oder auch den Bericht ueber die mut­mass­li­che Aus­beu­tung eines Stra­ssen­mu­si­kers durch die Kaf­fee-Ket­te Star­bucks in Dues­sel­dorf und Essen, wie hier zu lesen.

Manch­mal ist es ein schma­ler Grad, zwi­schen PR und Repor­ta­ge; weiss ich sel­ber zu genau. Und die bei­den zei­gen wie­der ein­mal mehr, wie man auch auf hohem Niveau mit­ein­an­der strei­ten, unter­schied­li­che poli­ti­sche Ansich­ten und doch Respekt vor­ein­an­der haben kann. Auch als alt­lin­ker Blog­ger und als umwelt­be­weg­te Business-Journalistin.

Irgend­wie ist Herr RELA­tief aus Muen­ster ein wenig ver­liebt in "Frau Eli­ta" aus Dues­sel­dorf, scheint mir. Wae­re das nicht Anlass fuer eine herr­li­che Lie­bes­ge­schich­te im Stil von "E-Mail fuer dich" in der nordhrein-west­fae­li­schen Blogo­sphae­re? Mein Blei­stift ist gezueckt...... .. "

[/Zitat]

2 Kommentare:

wvs Hat gesagt…

Ich bin immer noch ganz sprach­los ob der Tat­sa­che, daß aus­ge­rech­net Frau Eli­ta und ich hier zu sol­chen Ehren kommen ....

Gestat­ten Sie, lie­ber Kol­le­ge, den­noch drei Anmer­kun­gen:
1. Ich bin nicht in Frau Eli­ta ver­liebt und habe außer­dem eine sehr genaue Vor­stel­lung wie sie aus­sieht;
2. Es mag mög­li­cher­wei­se so klin­gen, als ob ich 'lin­ke Ideen' vertrete/propagiere - das ist aber ein fal­scher Ein­druck. Es ist eher so, daß man­che Ideen aus dem lin­ken Spek­trum für unse­re Gesell­schaft sinn­voll sind - und war­um soll­te ich etwas Sinn­vol­les den Lin­ken allein über­las­sen?
3. " .. prae­sen­tiert (er sich) mit einer nicht ganz unwah­ren Kri­tik an der Muen­ster­schen Zei­tung - fällt es Ihnen so schwer ein­fach zu sagen: Er hat Recht mit sei­ner Kri­tik an der Mün­ster­schen Zeitung? 

Ich dan­ke Ihnen herz­lich für die­se mit Augen­zwin­kern und Schmun­zeln ver­faß­te Erör­te­rung - und hier ist ein Angli­zis­mus ange­zeigt:
"You made my day ...."

PS
Hät­ten Sie nicht Lust am 01.03.08 nach Ber­lin zu kom­men? Wenn Sie das nicht schaf­fen wür­de ich Sie gern zu einem - völ­lig unver­bind­li­chen - Kaf­fee ein­la­den wenn Sie das näch­ste Mal in Mün­ster sind ....

welt­kind
Hat gesagt… 

Wer­ter Herr WVS

Ihre char­man­te Ein­la­dung hat mir wirk­lich sehr geschmei­chelt. Wenn ich auch fuerch­te, es vor­erst bei einer vir­tu­el­len Tas­se Kaf­fee - nicht von Star­bucks ;-) - bewen­den las­sen zu mues­sen. Den­noch - recht herz­li­chen Dank.

Zu Ihnen und Frau Eli­ta auf die­sem Blog: Bonum Bono. Man liest soviel "Hirn­schrott", wie Sie sagen wuer­den, in diver­sen Blogs, dass der­art intel­li­gen­te Debat­ten erfreu­en. Zumal, wenn sie in der Regi­on gefuehrt werden.

Die Ein­ord­nung Ihrer Per­son in die DKP neh­me ich nach Ihrem Hin­weis mit Ent­schul­di­gung zurueck. Es klang halt ein biss­chen nach des­il­lu­sio­nier­tem Genos­sen ;-). Wenn ich mich geirrt haben soll­te - mea cul­pa (schon wieder).

Zur Muen­ster­schen Zei­tung habe ich mich dahin gehend so vor­sich­tig aus­ge­drueckt, da ich die Hin­ter­gruen­de und Zusam­men­haen­ge nicht ken­ne. Und aus dem "Tages­ge­schaeft" bin ich schon zu lan­ge raus. Wae­re aber fuer nae­he­re Infor­ma­tio­nen sehr dankbar.

By the way: Mit Angli­zis­men an sich habe ich kei­ne Pro­ble­me. Zumal ja die "Agen­tur", die "Depe­sche", das "Tele­fon", gar der "Redak­teur" kei­ne so arg deut­schen Woer­ter sind, nicht wahr? Alles ande­re wae­re Sprach­ras­sis­mus. Sehr habe ich aller­dings etwas gegen Wort­ver­ne­be­lun­gen mit Hil­fe von Fremd­woer­tern und Fach­chi­ne­sisch - egal, ob auf Eng­lisch, Fran­zoe­sisch, Deutsch­neu­sprech oder Latein. Da bin ich ganz Pop­per. Habe ich Ihr d´accord?

Recht herz­li­che Grue­sse ins schoe­ne Muen­ster aus dem nicht ganz so schoe­nen Gelsenkirchen.

welt­kind

bookmark_borderFAKE-Dilbert

mit Text zur gefäl­li­gen Interpretation ....

Ich stel­le mir vor:
Der Chef ist ein Deut­scher Poli­ti­ker, 'Fake-Dil­bert' ist ein Deut­scher Bür­ger .... tja, lie­be Leu­te, so sieht's aus! Bald wird es noch mehr Grün­de geben die 'auf­müp­fi­gen' Grund­ge­setz­ver­fech­ter 'mund­tot' zu machen ....
 




  [Quel­le]
 

bookmark_borderMein Brief an den Bundespräsidenten H. Köhler ....

den ich auch in das "Gäste­buch" ein­ge­tra­gen habe - dort aller­dings erscheint er nicht, wie ich über­haupt ver­mu­te, daß alle Ein­trä­ge zum The­ma "Inter­net­s­pr­er­ren" nach dem 19.06.2009 weg sind ....

*edit/update*
Seit heu­te Nach­mit­tag sind wei­te­re Ein­trä­ge im Gäste­buch 'auf­ge­taucht' - bedau­er­li­cher­wei­se war mein Bei­trag wie­der nicht dabei .... den Text hat­te ich aber schon als E-Mail geschickt als er gestern im Gäste­buch zwar als "ange­nom­men" ange­zeigt wur­de aber nicht zu sehen war:

Sehr geehr­ter Herr Bundespräsident,

manch­mal ist es ganz lehr­reich zu lesen was im Aus­land über Ent­wickun­gen im eige­nen Land berich­tet wird - ich ver­mu­te des­we­gen, daß auch Sie aus­län­di­sche Quel­len verfolgen.

Ich möch­te Sie auf eine zusam­men­fas­sen­de Stel­lung­nah­me zur Inter­net­zen­sur einer aner­kann­ten Pro­fes­so­rin [Ms. MacK­in­non, Pro­fes­sor of Jour­na­lism / Uni­ver­si­ty of Hong Kong] auf­merk­sam machen:

[Zitat aus "Wall­Street­Jour­nal"]
” .. In a peti­ti­on against the bill, Ger­man civil liber­ties groups call it “untrans­pa­rent and uncon­trollable, sin­ce the ‘block lists’ can­not be inspec­ted, nor are the cri­te­ria for put­ting a Web site on the list pro­per­ly defi­ned.” The­se con­cerns aren’t unfoun­ded: Some Ger­man poli­ti­ci­ans have alre­a­dy sug­ge­sted exten­ding the block list to Isla­mist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have sug­ge­sted it would also be nice to block file-sha­ring sites too .. ”

Wei­ter schreibt sie:
” .. if tech­ni­cal cen­sor­ship systems are to be put in place, they must be suf­fi­ci­ent­ly trans­pa­rent and accoun­ta­ble so that they do not beco­me opaque exten­si­ons of incum­bent power — or get hijacked by poli­ti­cal­ly influ­en­ti­al inte­rest groups wit­hout the public kno­wing exact­ly what is going on .. ”

Gera­de im letz­ten Absatz wird for­mu­liert wel­che Gefahr von dem nun­mehr ver­ab­schie­de­ten “Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz” (ZugEr­schwG) aus­geht - denn dies beinhal­tet die auf­ge­führ­ten intrans­pa­ren­ten Ver­fah­rens­wei­sen, die zudem eine - erst­ma­li­ge! - Grenz­über­schrei­tung hin­sicht­lich der Gewal­ten­tei­lung bedeutet.

Hier wer­den also nicht nur im Grund­ge­setz ver­an­ker­te Bür­ger­rech­te miß­ach­tet, son­dern zugleich ein wesent­li­ches Prin­zip einer demo­kra­ti­schen Rechts­ord­nung - die Gewal­ten­tei­lung - auf­ge­ho­ben. Die von den Geg­nern befürch­te­ten erwei­ter­ten “Wün­sche” von Inter­es­sen­grup­pen waren schon weni­ge Stun­den nach Ver­ab­schie­dung des Geset­zes zu lesen und sind seit­her täg­lich erwei­tert wor­den - da auch expo­nier­te Frak­ti­ons­mit­glie­der der Par­tei­en ‘mit­for­dern’ muß wohl davon aus­ge­gan­gen wer­den, daß sol­che Aus­wei­tun­gen bereits geplant und vor­be­rei­tet sind. Genau das wur­de aber vor der Ver­ab­schie­dung hef­tigst abge­strit­ten. Mit der­glei­chen Unwahr­hei­ten zu ope­rie­ren ist bestimmt nicht geeig­net das Ver­trau­en der Bür­ger in die Politik/Politiker zu verbessern.

Dies alles geschieht gegen den aus­drück­li­chen Sach­rat von (in den Wirt­schafts­aus­schuß ein­ge­la­de­nen) Staats­recht­lern, Betrof­fe­nen­ver­bän­den, IT-Sach­ver­stän­di­gen und doch immer­hin 135.000 Mit-Pepten­ten einer online-Peti­ti­on gegen die­ses Gesetz.

Der Effekt im Sin­ne des Schut­zes von Kin­dern vor Miß­brauch wird als ‘mar­gi­nal’ bis ‘unwirk­sam’ ein­ge­schätzt. Es wird kei­ner der für Miß­brauch Ver­ant­wort­li­chen durch die­ses Gesetz gestoppt - son­dern im Gegen­teil durch das “Stopp­schild” gewarnt.

Gera­de wir Deut­schen sol­len doch beson­ders auf­merk­sam sein, denn in unse­rer Geschich­te gibt es ja bedau­er­li­che Bei­spie­le für zu lan­ges Schwei­gen der Bür­ger - bis es zu spät war!
Ich bit­te Sie daher, dem “Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz” ihre Unter­schrift zu verweigern.

Mit freund­li­chen Grüßen,
wvs


*2.edit*
Es ist ganz offen­sicht­lich, daß Bei­trä­ge wie­der her­aus­ge­nom­men wur­den - und es schei­nen auch noch ande­re Bei­trä­ge irgend­wie zu verschwinden ....

bookmark_borderWie uns die Anderen sehen ....

In Ger­ma­ny, Inter­net users and civil liber­ties groups are fight­ing pro­po­sed legis­la­ti­on man­da­ting a natio­nal cen­sor­ship system. The Bun­des­tag votes today on a bill aut­ho­ri­zing Ger­man poli­ce to estab­lish and main­tain a list of Web sites that Inter­net ser­vice pro­vi­ders would be requi­red to block. In a peti­ti­on against the bill, Ger­man civil liber­ties groups call it "untrans­pa­rent and uncon­trollable, sin­ce the 'block lists' can­not be inspec­ted, nor are the cri­te­ria for put­ting a Web site on the list pro­per­ly defi­ned." The­se con­cerns aren't unfoun­ded: Some Ger­man poli­ti­ci­ans have alre­a­dy sug­ge­sted exten­ding the block list to Isla­mist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have sug­ge­sted it would also be nice to block file-sha­ring sites too .. if tech­ni­cal cen­sor­ship systems are to be put in place, they must be suf­fi­ci­ent­ly trans­pa­rent and accoun­ta­ble so that they do not beco­me opaque exten­si­ons of incum­bent power -- or get hijacked by poli­ti­cal­ly influ­en­ti­al inte­rest groups wit­hout the public kno­wing exact­ly what is going on .. "

[Zitat: Wall­Street­Jour­nal]
 
Nichts von alle­dem (Trans­pa­renz, Ver­ant­wort­lich­keit, Kri­te­ri­en für eine Sper­re) ent­hält das “Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz” (ZugEr­schwG) - es ist ein Gesetz das ZENSUR ermög­li­chen soll. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
 

bookmark_border"the invisible pink unicorn" ....

Wie gut, daß es das Inter­net gibt!
Sonst hät­te ich nie
vom "unsicht­ba­ren, rosa­far­be­nen Ein­horn" {6.Abs.} gehört ....
Ein wei­te­res Bei­spiel für den Nut­zen von WIKIPEDIA.

.. Unsicht­ba­re, rosa­far­be­ne Ein­hör­ner sind Wesen mit gro­ßer spi­ri­tu­el­ler Macht. Wir wis­sen dies, da sie fähig sind, gleich­zei­tig rosa­far­ben und unsicht­bar zu sein. Wie alle Reli­gio­nen basiert der Glau­be an das Unsicht­ba­re rosa­far­be­ne Ein­horn auf Glau­ben und Logik: Wir glau­ben, dass es rosa­far­ben ist, aber logisch betrach­tet wis­sen wir, dass es unsicht­bar ist, da wir es nicht sehen können .. 

[Ste­ve Eley]
 

 

Quel­le Text | Quel­le Bild
 

bookmark_borderDie Wahrheit ....

läßt sich sehr knapp formulieren:

Mit der übli­chen poli­ti­sche Arro­ganz, die sich hierX mit Igno­ranz und Inkom­pe­tenz paart, wird man das Gesetz heu­te den­noch durch den Bun­des­tag winken.

[Quel­le]

Wenig­stens wird das Datum die­ser Erd­rutsch-Ent­schei­dung gut zu erin­nern sein: Der 17. Juni war der Tag, an dem in der vor­ma­li­gen DDR das Volk gegen die Dik­ta­tur auf­stand, der 18. Juni wird als der Tag erin­nert wer­den, an dem das Grund­ge­setz und die Gewal­ten­tei­lung einer macht­be­ses­se­nen Trup­pe von Igno­ran­ten zum Opfer fiel.

Zur "Sache" fällt mir fol­gen­der Satz ein:
"You can fool some of the peo­p­le all of the time
and all of the peo­p­le some time
but you can't fool all of the peo­p­le all of the time."

Irgend­wann - und ich hof­fe es noch zu erle­ben - wird sich das von Frau v.d. Ley­en & Kon­sor­ten ange­zün­de­te Feu­er ver­zeh­rend aus­brei­ten: Die SPD hat es schon fast völ­lig ver­brannt, als näch­stes wird es die CDU treffen .... 


X Zugangserschwernisgesetz
 

bookmark_borderMit wem haben Sie es hier zu tun?

...denn hin­ter jedem blog­ger hier steck­te noch eine über­ra­schung. kei­ner ist das, was er bloggt, glück­li­cher­wei­se. der kon­trast war bei nie­man­dem, den ich ken­nen­lern­te, so groß wie bei two­blog. wirklich.

naja, wvs hat­te auch das poten­ti­al, zu über­ra­schen, enorm. min­de­stens 180 grad... er ist ein ande­res bei­spiel für ein stark diver­gie­ren­des bild. aber wvs war nie in einer ver­wirr­ten spät­kin­der­grup­pe mit unbe­grenz­ter beschimpfungslust.
[Quel­le]

Nein, eine "ver­wirr­te spät­kin­der­grup­pe" wäre abso­lut nicht mein Ding, da haben Sie völ­lig Recht, Herr Ramirer ....
 


PS
Ich selbst sehe mich lie­ber als "net­ten älte­ren Herrn" ....
 

bookmark_borderHalleluja!
Von der Wiederauferstehung eines Bauern ....

Erst wur­den sei­ne Ange­hö­ri­gen ver­ur­teilt weil sie den Bau­ern Rudi (Rupp)* 'zer­stückelt & den Hun­den ver­füt­tert' haben soll­ten - aller­dings fan­den sich kei­ne Spu­ren davon auf dem Hof .... nun fand man eine Was­ser­lei­che in einem PKW: Es war der angeb­lich zer­stückel­te Bauer.
Rät­sel­haft ist, war­um zwei Ange­hö­ri­ge ein "Geständ­nis" für eine Tat abge­legt haben, die sie nicht began­gen hatten. 

Mer­ke:
In Bay­ern gibt es die "Wie­der­auf­er­ste­hung der Toten". Aller­dings tau­chen sie als 'Lei­che' auf .... Der Beweis ist unum­stöß­lich.
Na ja, der Papst kommt ja auch aus Bayern ....
 


* klingt ein wenig wie 'Renn­schwein Rudi Rüssel' ....
 

bookmark_borderKeine Ahnung - aber kassieren ....


Die Bundesregierung hat keine Kenntnis, will aber sperren

von mar­kus um 14:08 am Don­ners­tag, 11. Juni 2009 

Man könn­te ja mei­nen, die Bun­des­re­gie­rung hät­te sich etwas vor­be­rei­tet, wenn man eine Zen­sur­in­fra­struk­tur im Netz auf­bau­en will. Aber dem ist nicht so, wie die Ant­wort auf eine Anfra­ge der FDP-Frak­ti­on an die Bun­des­re­gie­rung offen­bart. Odem.org hat die Ant­wort schon online gestellt (PDF / 1 MB). Hier ist ein Best of:

Fra­ge: In wel­chen Län­dern steht Kin­der­por­no­gra­phie bis­lang nicht unter Strafe?

Ant­wort: Dazu lie­gen der Bun­des­re­gie­rung kei­ne gesi­cher­ten Kennt­nis­se im Sin­ne rechts­ver­glei­chen­der Stu­di­en vor. [...]

Fra­ge: Wie vie­le Ser­ver [...] ste­hen in Län­dern, in denen Kin­der­por­no­gra­phie nicht unter Stra­fe steht?

Ant­wort: [...] [Die Bun­des­re­gie­rung] hat kei­ne Infor­ma­tio­nen über Ser­ver­stand­or­te in sol­chen Ländern.[...]

Fra­ge: Über wel­che wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se ver­fügt die Bun­des­re­gie­rung im Zusam­men­hang mit der Ver­brei­tung von Kinderpornographie [...]

Ant­wort: Die Bun­des­re­gie­rung ver­fügt über kei­ne eige­nen wis­sen­schaft­li­chen Erkenntnisse. [...]

Fra­ge: In wel­chem Umfang plant die Bun­des­re­gie­rung die ver­ga­be einer wis­sen­schaft­li­chen Stu­die über das Aus­maß und die Wege der Ver­brei­tung von Kin­der­por­no­gra­phie im Inter­net und Wege zur Effek­ti­ven Bekämp­fung sol­cher Inhalte?

Ant­wort: Die Bun­des­re­gie­rung plant der­zeit nicht die Ver­ga­be einer wis­sen­schaft­li­chen Studie. [...]

Fra­ge: Wel­che Sperr­li­sten ande­rer Län­der hat die Bun­des­re­gie­rung untersucht?

Ant­wort: Die Bun­des­re­gie­rung hat kei­ne Sperr­li­sten untersucht. [...]

Fra­ge: Auf wel­che Daten­grunda­ge stützt sich die Bun­des­re­gie­rung bei der Ein­schät­zung des kom­mer­zi­el­len Mark­tes für Kin­der­por­no­gra­phie in Deutschland?

Ant­wort: die Bun­des­re­gie­rung ver­fügt über kei­ne detail­lier­te Ein­schät­zung des kom­mer­zi­el­len Mark­tes für Kin­der­porn­gra­phie in Deutschland. [...]

Fra­ge: Wie Hoch schätzt die Bun­des­re­gie­rung die Gefahr ein, dass Anbie­ter und Inter­es­sen­ten von Kin­der­por­no­gra­phie die Sper­ren für sich aus­nut­zen, um zu ermit­teln, ob sie sich bereits im Fokus von Ermitt­lun­gen befinden? [...]

Ant­wort: Die Bun­des­re­gie­rung sieht hier­in kei­ne Gefahr. [...] [Anmer­kung: sprich: tech­ni­scher Sach­ver­stand: Null.]

Zusam­men­fas­send kann man sagen: Denn sie wis­sen nicht, was sie tun…!?