lösen sich die Hemmungen - der Stubenhocker wird zum Conférencier, alte Freundschaften werden in Frage gestellt, neue Allianzen geschmiedet, der Verklemmte spielt den Charmeur ....
Allem gemeinsam ist die Vergänglichkeit des Augenblicks:
Nur für kurze Zeit relevant, für die Zeit des angenehmen Anflutens von Alkohol im System, das Barrieren bricht und tiefe Abgründe oder völlig unbekannte Seiten von Menschen sichtbar werden läßt ....
Nicht, daß sie jetzt denken:
Ein Warner, ein Spielverderber, ein Neidhammel ....
Nein, ganz im Gegenteil:
Ich finde es ist ab und an nötig, ein Ventil zu schaffen, herauszulassen was sich über längere Zeit angestaut hat, den Frust über Unzulänglichkeiten für einige Stunden zu vergessen ....
Eine kleine Einschränkung gibt es aber doch. Nichts "geht von selbst weg", nichts "verschwindet über Nacht"
- Probleme bleiben Probleme, die einer Lösung bedürfen
- Alkohol verschafft lediglich eine Aus-Zeit ....