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bookmark_borderWolf im Schafspelz, oder:
Lügen, dass sich die Balken biegen!

The­re are a lot of con­ser­va­ti­ves throug­hout Euro­pe who have cont­ac­ted me to say they are fee­ling the­re is a resur­gence going on," he told Breitbart's Chris Tom­lin­son. "I abso­lut­e­ly want to empower other con­ser­va­ti­ves throug­hout Euro­pe, other lea­ders. I think the­re is a grounds­well of con­ser­va­ti­ve poli­ci­es that are taking hold becau­se of the fai­led poli­ci­es of the left. 

[Quel­le]
{Über­set­zung:
"Es gibt vie­le Kon­ser­va­ti­ve in ganz Euro­pa, die sich mit mir in Ver­bin­dung gesetzt haben, um zu sagen, dass sie das Gefühl haben, dass ein Wie­der­auf­le­ben statt­fin­det", sag­te er Chris Tom­lin­son von Breit­bart. "Ich möch­te unbe­dingt ande­re Kon­ser­va­ti­ve in ganz Euro­pa stär­ken, ande­re Füh­rer. Ich den­ke, es gibt eine Wel­le kon­ser­va­ti­ver Poli­tik­ent­wür­fe, die sich auf­grund der geschei­ter­ten Poli­tik der Lin­ken durchsetzen."}

Spä­ter setz­te er laut LVZ [Leip­zi­ger Volks­zei­tung] noch ein­mal nach: 

Ich blei­be bei mei­nem Kom­men­ta­ren, dass wir das Erwa­chen der schwei­gen­den Mehr­heit erle­ben – der­je­ni­gen, die die Eli­ten und deren Bla­se ableh­nen. Und von Trump ange­führt werden 

Es ist in den USA ein bestän­di­ger Kampf zwi­schen Lüge & Wahr­heit (der Aus­sa­gen des Prä­si­den­ten und sei­ner Trup­pe) zu unter­schei­den. Unzäh­li­ge Stun­den ver­brin­gen vie­ler­lei Insti­tu­tio­nen damit den Wahr­heits­ge­halt von Pres­se­mit­tei­lun­gen und Prä­si­den­ten-tweets zu prü­fen - und in den mei­sten Fäl­len stellt sich heraus:
Fak­ten sind der Admi­ni­stra­ti­on von Trump völ­lig unwich­tig, was zählt ist ledig­lich den Wäh­lern vor­zu­gau­keln man sei auf dem besten Wege die (angeb­li­chen) Feh­ler der Ver­gan­gen­heit auszubügeln.

Was sich der US Bot­schaf­ter mit sei­nen Aus­sa­gen gelei­stet hat stellt die welt­wei­te diplo­ma­ti­sche Ord­nung in Fra­ge. Die FAZ [Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung] schreibt dazu: " .. er ist der erste, der sei­ne Mis­si­on als poli­tisch-popu­li­sti­schen Kampf­auf­trag ver­steht .. " Diplo­ma­ten betrei­ben gemein­hin kei­ne 'akti­ve' Poli­tik, sie stel­len ledig­lich dar wel­che Vor­ha­ben, Mei­nun­gen und Wün­sche für die zukünf­ti­gen Bezie­hun­gen zum Gast­land ihre Regie­rung verfolgt.

Wäre der Mann nicht der US Bot­schaf­ter, son­dern Bot­schaf­ter irgend­ei­nes klei­nen Lan­des von unter­ge­ord­ne­ter Bedeu­tung in der Welt­po­li­tik, dann gäbe es kei­ne Anlaß besorgt zu sein. So aber kön­nen zukünf­tig all jene mit Fin­gern zei­gen, die Diplo­ma­tie sowie­so für über­be­wer­tet und blan­ke Ein­mi­schung in frem­de Ange­le­gen­hei­ten für bes­ser halten.

Wenn sich nun *Bot­schaf­ter* Richard Gre­nell hin­stellt und sagt "Ätsch­mann! War Alles nicht so gemeint!"*, dann sind erheb­li­che Zwei­fel ange­sagt. War­um? Weil die US Regie­rung der­zeit stets erst "tut", die Reak­ti­on abwar­tet, um dann abzu­wie­geln, wenn es sich her­aus­stellt, dass das nicht akzep­tiert wird. Oder hef­ti­gen Wider­stand mit unan­ge­neh­men Fol­gen nach sich zie­hen würde.

Inso­weit reiht sich der Herr Gre­nell bestens in die Rie­ge von Trump-Vasal­len ein.

Die Zukunft und sei­ne Hand­lun­gen wer­den zei­gen, was von dem Zurück­ru­dern übrig bleibt, und ob es nicht doch die erste Aus­sa­ge war, die die Hand­lun­gen der US Regie­rung und des Bot­schaf­ters bestimmen.

* Zitat aus der WAZ [West­deut­sche All­ge­mei­ne Zei­tung | Fun­ke Medi­en NRW]
'.. Er wol­le ins­be­son­de­re nicht als Par­tei­gän­ger rechts­ge­rich­te­ter Kräf­te in Deutsch­land wahr­ge­nom­men wer­den. Es gehe ihm dar­um, auch atmo­sphä­risch die Vor­aus­set­zun­gen für eine enge Zusam­men­ar­beit mit den deut­schen Part­nern zu schaf­fen. Man kann es auch als Ent­schul­di­gung auf brei­ter Front bezeichnen ..'

bookmark_borderA. Einstein / S. Freud - Schriftwechsel: MACHT & KRIEG



[Quel­le "Brief­wech­sel Ein­stein-Freud"; hier: Zitat aus der Freud'schen Ant­wort an Ein­stein.]

"Das Recht ist die Macht einer Gemein­schaft" lau­tet einer der Kern­sät­ze im oben zitier­ten Text.

Bedau­er­li­cher­wei­se scheint sich die­se Beschrei­bung in den letz­ten Jahr­zehn­ten zuneh­mend dahin­ge­hend zu ändern, daß eine 'Unter­grup­pe' der Gemein­schaft (mit Gemein­schaft mei­ne ich unse­ren Staat), näm­lich die Par­tei­en, sich die allei­ni­ge Macht aus­be­dun­gen haben, indem sie sich als Zwi­schen­in­stanz eta­blier­ten und so den Gemein­schafts­wil­len gleich­sam 'aus­fil­tern' und mit den eige­nen Inter­es­sen vermengen.

Das ent­stan­de­ne Kon­glo­me­rat aus Volks­wil­len und Par­tei­in­ter­es­sen wird dann der stau­nen­den Mas­se als ihre eige­ne Schöp­fung prä­sen­tiert. Mit einer gewis­sen Berech­ti­gung durch soge­nann­te 'freie, demo­kra­ti­sche Wah­len', ohne jedoch tat­säch­lich den Wil­len der Mehr­heit widerzuspiegeln.

Die Mehr­heit dient einer­seits also dem Macht­er­halt, ver­liert im Lau­fe des Legi­ti­ma­ti­ons­pro­zes­ses aber ihre Sou­ve­rä­ni­tät, begibt sich gleich­sam frei­wil­lig in eine Opfer­rol­le, wird zum Spiel­ball von Dritt­in­ter­es­sen, die ihrer­seits die Par­tei­en an engen Zügeln halten.

Ein­stein hat den Schrift­wech­sel ein­ge­lei­tet, sei­nem Brief vor­an­ge­stellt ist sei­ne all­ge­mei­ne Erör­te­rung "Für einen mili­tan­ten Pazi­fis­mus". Obgleich der Titel auf einen sehr ver­schie­de­nen Sach­ver­halt hin­weist, ist doch ein Zitat dar­in ent­hal­ten, das schein­bar 'pro­phe­tisch' schon zu Beginn des letz­ten Jahr­hun­derts eine Aus­sa­ge macht, die heu­te unver­an­dert Gül­tig­keit hat und so zutrifft, als ob sie erst heu­te nie­der­ge­legt wor­den sei.



[Quel­le "Brief­wech­sel Ein­stein-Freud";
hier: Zitat aus "Für einen mili­tan­ten Pazi­fis­mus."von A. Ein­stein]

Anknüp­fend an die Aus­sa­ge wei­ter oben zu den 'Dritt­in­ter­es­sen' kann leicht iden­ti­fi­ziert wer­den was das Hin­der­nis für einen gerech­ten Aus­gleich vor­ran­gig ist:
Wir sind bereits Skla­ven von Wirt­schafts­dok­tri­nen und -tra­di­tio­nen, und es waren die Par­tei­en, die uns in die­se Situa­ti­on gebracht haben:
In dem Bemü­hen sich selbst und ihre Reprä­sen­tan­ten auf Dau­er zu sta­bi­li­sie­ren haben sie sich dem Dik­tat der Dritt­in­ter­es­sen gebeugt - um sich im Gegen­zug der Finan­zie­rung ihres Macht­er­hal­tes und (wie mitt­ler­wei­le viel­fach bekannt wur­de) zuätz­li­cher, indi­vi­du­el­ler Zuwen­dun­gen zu versichern.

Es ist 'genü­gend Brot für Alle' vor­han­den. Par­ti­ku­lar­in­ter­es­sen ver­hin­dern aber die gerech­te Ver­tei­lung. Wel­che Inter­es­sen sind das?
Selbst­ver­ständ­lich han­delt es sich um das Bank­we­sen, des­sen Geschäfts­mo­dell die Erwirt­schaf­tung von Zin­sen ist. Die wie­der­um flie­ßen nur, wenn die Schuld­ner in die Lage ver­setzt wer­den die­sen zusätz­li­chen Auf­wand ein­zu­neh­men - und das wie­der­um wird durch immer schnel­ler auf­ein­an­der fol­gen­de Inno­va­ti­ons­schü­be ver­sucht zu errei­chen, die ein ste­ti­ges Wachs­tum als Ziel haben.

Da auf einem end­li­chen Pla­ne­ten kein unend­li­ches Wachs­tum mög­lich ist ste­hen also die Bank­in­ter­es­sen den tat­säch­li­chen Mög­lich­kei­ten dia­me­tral ent­ge­gen und die Ban­ken nut­zen ihre Macht (oben als 'Dritt­in­ter­es­sen' bezeich­net) um die­sen Umstand, der nur in ein Cha­os füh­ren kann, durch die Poli­tik gegen­über den Bür­gern ver­schlei­ern zu lassen.

Ein fein aus­ta­rier­tes Lügen­ge­bäu­de, ein­zig zu dem Zweck eine Fik­ti­on als Wirk­lich­keit zu ver­kau­fen. Und hier kom­me ich zurück auf die Freud'sche Ant­wort an Einstein:

Krieg wird es immer dann wie­der geben wenn die Not­wen­dig­keit besteht pro­du­zier­te Waren (im Krieg natür­lich vor­ran­gig Waf­fen, aber als 'Kol­la­te­ral­scha­den' natür­lich auch zivi­le Güter) zu ver­schlei­ßen um neu­en Bedarf hervorzurufen.



[Quel­le "Brief­wech­sel Ein­stein-Freud"; hier: Zitat aus Ant­wort von S. Freud]

Die Hand­lan­ger der 'unzu­gäng­li­chen Grup­pe' von denen Freud spricht sind die Ban­ken. Sofern sie aller­dings selbst die Fäden für der­lei 'Geschäft mit dem Krieg' in Hän­den hal­ten sind sie nicht mehr nur Mit­tels­män­ner, son­dern Täter.



Wer hät­te das gedacht:
Die fein bezwirn­ten, net­ten, manch­mal nichts­sa­gen­den Figu­ren, die jede Schwie­ger­mut­ter zum Schwär­men brin­gen wür­den, die so harm­los daher­kom­men, sind in Wirk­lich­keit die "dunk­le Sei­te der Macht" ....

*edit*
Wie Krieg "insze­niert" wird kann der­zeit im Nahen Osten & Korea als Para­de­bei­spiel bestaunt werden.
 

bookmark_borderNichts Genaues weiß man nicht ....

Ich habe in den letz­ten Tagen ver­geb­lich ver­sucht im Inter­net - das doch sonst fast ALLES zu erklä­ren ver­mag - eine Infor­ma­ti­on zu fin­den wie Sing­vö­gel ihre Näch­te ver­brin­gen, genau­er: WO sie schlafen.

Löwe, Tiger, Pan­ther und Ele­fant wer­den besprochen.
Über Mei­se, Spat­zen und Rot­kehl­chen fand ich nur vage Anga­ben - ich glau­be fast, das weiß nie­mand so richtig.

bookmark_borderBildungswesen "total" ....

.... ver­hunzt!

Man liest ja häu­fig Ana­ly­sen zu den Höhen und Tie­fen des Bil­dungs­sy­stems, so etwa wie das nach­fol­gen­de Zitat:

" .. Die unter­richt­li­chen Erfol­ge, die man hier­zu­lan­de in den letz­ten Jah­ren an der einen oder ande­ren Stel­le erzielt hat .., etwa der gestie­ge­ne Anteil höhe­rer Abschlüs­se und die Öff­nung des Zugang für ein Uni­ver­si­täts­stu­di­um, wur­de zumeist mit einem Auf­wei­chen oder gar Absen­ken all­ge­mein gel­ten­der Bil­dungs- und Lei­stungs­stan­dards, etwa in der Spra­che, in Mathe­ma­tik oder natur­wis­sen­schaft­li­chen Fächern erkauft .. "
[Quel­le]

Wenn ich in Freun­des- und Bekann­ten­kreis bis­her die­se The­se ver­tre­ten habe waren die Reak­tio­nen - je nach Lebens­al­ter und beruf­li­cher Tätig­keit - durch­aus ver­schie­den. Da kommt es wie geru­fen, wenn man die eige­nen Vor­stel­lun­gen in weni­gen Zei­len zusam­men­ge­faßt liest.

Älte­ren Men­schen wird oft der Vor­wurf gemacht sie sähen die Ver­gan­gen­heit in rosi­gen Far­ben, rosi­ge­ren Far­ben jeden­falls als ange­bracht sei. Das ist auch ein Vor­ur­teil - und zwar ohne jede Grund­la­ge, denn die­je­ni­gen die es gebrau­chen, haben die Ver­gan­gen­heit nicht erlebt und kön­nen daher nicht aus erster Hand beur­tei­len, was im Bil­dungs­we­sen einst Stan­dard war.

Was mich wirk­lich ägert ist der Umstand, daß die von Amts wegen mit der Bil­dung beauf­trag­ten Lehr­kräf­te über die vie­len Jahr­zehn­te die Abstri­che fast ohne Wider­stand mit­ge­macht haben - ein­mal von weni­gen auf­rech­ten Strei­tern abge­se­hen, die sich aus dem Schul­dienst ver­ab­schie­de­ten, weil sie die "Necker­mann" Abschlüs­se, die heu­te "Abitur" genannt wer­den nicht län­ger mit­ma­chen wollten.

" .. Kin­der der Unter­schicht haben .. Erhe­bun­gen zufol­ge so gut wie kei­ne Chan­cen, gut oder sehr gut bezahl­te Beru­fe zu ergrei­fen. Da es in der Unter­schicht auch nichts zu ver­er­ben gibt, ist ihr wirt­schaft­li­ches Schick­sal qua­si mit der Geburt vor­ge­zeich­net - ver­erbt wird nur unter glei­chen .. Eine Über­schrift, die der Gesamt­be­völ­ke­rung eine Erb­schafts-Wel­le von Ver­mö­gen ankün­digt, ist des­halb nicht nur schlicht gelo­gen, son­dern zynisch .. "
[Quel­le]

Auch das vor­ste­hen­de Zitat zeigt den Aber­witz der Ände­run­gen des Bil­dungs­ni­veaus. Anstatt tat­säch­lich eine Chan­ce für "bil­dungs­fer­ne Krei­se" zu bie­ten wer­den alle Absol­ven­ten min­der gebil­det in die Zukunft entlassen:
Denen, denen das min­de­re Niveau hel­fen soll­te, bie­tet sich schon wegen der Undurch­läs­sig­keit der Klas­sen­schran­ken kei­ne bes­se­re Zukunft - den Übri­gen wird unnö­ti­ge zusätz­li­che Bil­dungs­zeit auf­ge­nö­tigt die sie brau­chen, um in spe­zi­fi­schen Berei­chen das nach­zu­ho­len, was die Schu­len nicht mehr bieten.

"Win-Win" ist das bestimmt nicht. Es ist ein Armuts­zeug­nis, ein Zeug­nis des Ver­sa­gens einer ver­knö­cher­ten Bil­dungs­ver­wal­tung in der sich all jene Faul­pel­ze und Oppor­tu­ni­sten mit ein­schlä­gi­ger Vor­bil­dung und Par­tei­b­in­dungs­seil­schaft sam­mel­ten und sam­meln, die sich im Schul­all­tag ent­we­der nicht bewährt haben, oder nicht bewäh­ren wollten.

Ein Ver­sa­gen auch der Polit­ker, die mit Bil­dung befaßt waren - und sind! Die ersten Jah­re nach dem Krieg, in der Auf­bau­pha­se des Bil­dungs­we­sens war das noch nicht so. Es änder­te sich aber unter den CDU/FDP-Regie­run­gen der sieb­zi­ger Jah­re als Ant­wort auf die Stu­de­ten­pro­te­ste und erst unter den SPD-Regie­run­gen wur­de dann die Paro­le Aus­ge­ge­ben "Bil­dung für ALLE" - was aber zu der oben beschrie­be­nen Abwärts­spi­ra­le hin­sicht­lich Anspruch und Inhalt führte.

Was haben nun all die Inge­nieu­re (nur als Bei­spiel!) davon gleich benannt zu wer­den? Frü­her gab es Mei­ster, Tech­ni­ker, FH-Inge­nieu­re und Diplom-Ingenieure:
Heu­te sind sie alle gleich 'bezeich­net' - und wegen die­ser Nivel­lie­rung hat sich das Anse­hen und die Bezah­lung eben­falls nach unten bewegt, lang­sam aber sicher. Mit Ein­füh­rung der Bache­lor- und Masters-Stu­di­en­gän­ge wur­de noch­mal wei­ter nach unten 'abge­wer­tet' - die Fol­ge ist ein Heer von "Inge­nieu­ren", von denen nur noch der gerin­ge­re Teil in der Wirt­schaft gebraucht wird, wäh­rend der Rest mit Ansprü­chen, die der tat­säch­li­chen eige­nen Lei­stungs­fä­hig­keit nicht ent­spre­chen, auf der Stra­ße steht. Oder sich mit noch weni­ger Ent­loh­nung zufrie­den­ge­ben muß als je zuvor.

Was nützt es den Absol­ven­ten all der ande­ren Bil­dungs­ein­rich­tun­gen, an denen heu­te nicht mehr "gelernt", son­dern "stu­diert" wird, wo das doch inhalt­lich nicht sehr ver­schie­den ist, son­dern ledig­lich neu 'gela­belt' wur­de? Dem ver­meint­li­chen Sta­tus steht kei­ne ange­mes­se­ne Chan­ce in der Gesell­schaft gegen­über. Durch Mas­se wächst der Druck auf den Ein­zel­nen - und macht so Men­schen erst ängst­lich, dann mani­pu­lier­bar, dann zu Skla­ven von skru­pel­lo­sen Zeitarbeitsunternehmen.

Da lobe ich mir doch das "alte" System, wo schon beim Zugang zum Gym­na­si­um die erste Prü­fungs­hür­de auf­ge­baut war - da wuß­ten die Abitu­ri­en­ten wenig­stens, daß sie einen - kosten­frei­en - Stu­di­en­platz haben wür­den, und sich im Stu­di­um auch rechts und links ihrer Fächer noch wei­ter bil­den konn­ten, ohne aus einem ver­schul­ten Raster her­aus- und aufzufallen.
 

bookmark_border"Schweinesystem"

" .. Alt­kanz­ler Schrö­der durf­te anläss­lich des zehn­ten Jah­res­ta­ges der Agen­da 2010 in der BILD-Zei­tung noch­mals die wich­tig­ste Paro­le von sich geben, mit der sei­ne Koali­ti­ons­re­gie­rung aus SPD und Grü­nen den größ­ten Sozi­al­kahl­schlag in der Geschich­te der Bun­des­re­pu­blik gegen eine brei­te Oppo­si­ti­ons­be­we­gung durch­setz­te. Im Deut­schen Bun­des­tag muss­ten die Sozi­al­de­mo­kra­ten mit­samt ihren Juni­or­part­nern aus der Par­tei der "Grü­nen" hin­ge­gen kei­nen Wider­stand fürch­ten, da die Agen­da von der CDU wie der FDP unter­stützt wurde. .. "

Das ist ein ZItat aus einem sehr umfang­rei­chen, mehr­sei­ti­gen Arti­kel bei "tele­po­lis" [Quel­le des obi­gen Zita­tes].

Das Ver­ges­sen ist schon zu beob­ach­ten und die heu­ti­gen SPD- und GRÜ­NEN-Poli­ti­ker wol­len es bestimmt nicht von sich aus aufwärmen:
Sie waren es, die die Ent­rech­tung - von CDU/CSU/FDP vor­be­rei­tet - in die Tat umge­setzt haben.

Wenn also heu­te ihre Poli­ti­ker so tun, als ob sie das bedau­er­lich fin­den was da vor 10 Jah­ren passierte:
War­um haben sie dann Alt­kanz­ler Schrö­der ein­ge­la­den und hofiert? Ist der schon dadurch 'rein­ge­wa­schen', daß er geschickt Cle­ment an die Front gescho­ben hat und die­ser der Oppo­si­ti­on in den eige­nen Rei­hen 'zum Fraß vor­ge­wor­fen' wurde?

bookmark_borderGerechter Anteil ...?

Ich habe heu­te bei einer fran­zö­si­schen Super­markt­ket­te ein T-Shirt mit kur­zem Arm für 2,99 €uro und eines mit lan­gem Arm für 5,99 €uro gekauft. Rei­ne Baum­wol­le und 'Öko-Sie­gel' .... und weil gera­de "Sale" ist bekam ich noch­mal 20% Rabatt.

2,99 €uro, das ist der Gegen­wert einer Packung Wie­ner Wür­ste (8 Stück) von Lidl - und auch das erscheint mir nicht verhältnismäßig.

Bei dem Preis kommt man schon ins Grü­beln - vor allem fra­ge ich mich, was wohl die­je­ni­gen ver­die­nen, die das zusam­men­nä­hen. Oder jene Men­schen, die die Baum­wol­le pro­du­zie­ren. Das ver­drän­ge ich aber schnell, denn der Gedan­ke allei­ne hilft den Men­schen doch nicht.

Wenn es eine Mög­lich­keit gäbe denen direkt etwas zukom­men zulas­sen (oder es sicher wäre, daß sie einen gerech­te­ren Anteil bekä­men) wäre das eine Erleich­te­rung mei­nes Gewis­sens. Außer­dem bin ich sicher, da wäre ich nicht allei­ne - oder?

bookmark_border"Rückzugsgefecht"


".. Tari­co gebraucht .. ein Bild von zwei Mau­ern, wel­che die Gläu­bi­gen ein­schlie­ßen: Eine inne­re Mau­er aus Über­zeu­gun­gen, Angst, Ekel und Empö­rung blockie­ren Neu­gier und Wiss­be­gier. Und eine äuße­re Mau­er aus Ver­hal­tens­wei­sen iso­liert die Gläu­bi­gen von Wider­sprü­chen und von Ket­zern, die sie auf gefähr­li­che Ideen brin­gen könn­ten. Der freie Infor­ma­ti­ons­fluss im Inter­net sei, so Tari­co, "sehr sehr schlecht" für das Pro­dukt, das die Reli­gio­nen ver­kauf­ten .. fer­ner die zur Schau gestell­te Mög­lich­keit, ungläu­big und den­noch gut und glück­lich zu sein .. eine Ver­si­che­rung für Gläu­bi­ge, dass sie mit ihrem Glau­ben nicht auto­ma­tisch die Moral ver­lie­ren und schlech­te Men­schen wer­den müssen .."


[Quel­le des Zita­tes; Her­vor­he­bun­gen von mir.] 

Nichts wünscht sich der Athe­ist sehn­li­cher, als daß Ver­nunft ein­kehrt und Bewei­se statt Glau­ben den Sie­ges­zug antre­ten - und nie war der Wider­stand beson­ders der "Fun­da­men­ta­li­sten", egal aus wel­cher Glau­bens­rich­tung! - so groß wie jetzt. Daher bin ich von der Rich­tig­keit der The­sen über­zeugt, die in dem Text von Dr. Tari­co auf­ge­stellt wer­den. Ein letz­tes Auf­bäu­men, bevor die Geschich­te ihnen ein Ende bereitet:
Zumin­dest dort, wo sich das Inter­net frei entwickelt ....

Aber, wie zu beob­ach­ten, ist die Wiß­be­gier rund um den Glo­bus so stark, daß selbst in tota­li­tä­ren Staats­we­sen kein 'Hal­ten' mehr ist. Men­schen, die etwas erfor­schen & ler­nen wol­len fin­den immer Wege ihren Wis­sens­durst zu stil­len. Inso­weit ist das, was die Reli­gio­nen jetzt ver­an­stal­ten das, was man beim Mili­tär als "Rück­zugs­ge­fecht" bezeichnet.

bookmark_borderRatta-tat ....

"Sin Muul geit rat­ta-tat - as son olles Schuf­koarn­rad"*
- so spricht der Ham­bur­ger und meint damit, daß jemand sab­belt**, und sab­belt, und sabbelt ....

Es gibt weni­ge Män­ner, die in die Kategorie:
"Viel-und-unun­ter­bro­chen-spre­chend"
fal­len - aber ganz in mei­ner Nähe gibt es so einen Mann.
Was habe ich nur Schlim­mes getan wofür ich so 'gestraft' werde?


*[Sein Maul macht 'rat­ta-tat' wie so ein altes Schub­kar­ren­rad => Sein Mund­werk steht nicht still.]
**[sab­beln => stän­dig & nicht beson­ders durch­dacht reden.]

bookmark_border"blending in(-to)*" ....

Man­che Begrif­fe sind in der eng­li­schen Spra­che knapp und aus­sa­ge­kräf­tig, wäh­rend es bei uns vie­ler Wor­te bedarf um den glei­chen Sach­ver­halt zu beschrei­ben. Das mag einer der Grün­de sein, wes­we­gen sich die eng­li­sche Spra­che rund um den Glo­bus so erfolg­reich ver­brei­tet hat.

Aber ich woll­te mit dem Begriff im Titel auf eine ganz ande­re Sache zu spre­chen kommen:
Die Ver­schmel­zung der ehe­ma­li­gen DDR-Bevöl­ke­rung mit der des ehe­ma­li­gen Westens.

"Wie­der­ver­ei­ni­gung" ist da ein hoh­les Schlüs­sel­wort, beschreibt es doch einen Zustand, den es, so wie benannt, nie gege­ben hat. Weder gab es ein "wie­der", denn vor­her war kei­ne Gemein­sam­keit in den Gren­zen des­sen, was nach dem Krieg von Deutsch­land übrig war, noch gab es eine "Ver­ei­ni­gung", denn zu ver­schie­den waren die Syste­me auf bei­den Sei­ten der Todes­gren­ze mit Sta­chel­draht und Selbst­schuß­an­la­gen. Was es gab war eine zwangs­wei­se Zusam­men­füh­rung zwei­er Gesell­schaf­ten mit völ­lig ver­schie­de­nen Lebens­wei­sen, die nicht zuein­an­der paß­ten. Dem­entspre­chend schwie­rig und lang­wie­rig gestal­te­te - und gestal­tet sich noch! - die Vereinigung.

Was es aber zu beob­ach­ten gibt ist das Ver­schwin­den all jener DDR-Genos­sen, die das System dort getra­gen und am Leben gehal­ten haben. Das waren nicht nur eine Hand­voll Men­schen, das waren Mil­lio­nen. Und ich fra­ge mich:
Wo sind die alle geblieben?

"blen­ded in" - in der Mas­se der Ande­ren sind die Mit­läu­fer und Ver­ant­wort­li­chen ver­schwun­den, sie haben sich unsicht­bar gemacht, tun so, als ob es Ver­bre­chen und Unter­drückung nie gege­ben hätte.

Fragt man - beim Zusam­men­tref­fen mit ehe­ma­li­gen DDR-Bür­gern - was sie denn so gemacht haben waren sie alle nur Opfer. Täter trifft man nicht. Die sind wie Nebel im Wind zer­flos­sen, weg­ge­weht und damit verschwunden ....

Das wider­spricht der nor­ma­len Lebenserfahrung:
Denn wo "Opfer" zu bekla­gen sind müs­sen auch "Täter" sein.

Das bedeu­tet für mich, daß die Täter nicht nur schlech­te Men­schen waren, son­dern auch heu­te noch schlech­te Men­schen sind - weil jemand mit gutem Gewis­sen sei­ne Rol­le in die­sem Unrechts­sy­stem doch aus­spre­chen könn­te. Selbst "Täter" könn­ten die Wahr­heit sagen und anfü­gen, war­um sie so und nicht anders gehan­delt haben. Das wäre alle­mal bes­ser, denn dann stün­de nicht bei allen Ost­lern die man so trifft die Ver­mu­tung im Raum sie hät­ten zu den "Tätern" gehört und woll­ten das aber nun lie­ber nicht mehr wis­sen - und schon erst recht nicht zugeben ....

Mie­se Feig­lin­ge, allesamt.


* sich ein­fü­gen, sich inte­grie­ren, sich vermischen.
 

bookmark_borderCousinenwirtschaft ....

.... als Begriff für ein Geflecht von Macht­er­halt, Begün­sti­gung und Abzocke von 'Nor­mal­bür­gern' kann­te ich noch nicht. Wegen des Zwan­ges zu 'poli­ti­cal cor­rect­ness' und Aus­ge­wo­gen­heit der Spra­che (!) ist sowas ja ein wesent­li­ches Anlie­gen unse­rer Zeit ...!


" .. Führt man sich vor Augen, dass der­zeit Chri­sti­ne Strobl, die Toch­ter des Bun­des­fi­nanz­mi­ni­sters Wolf­gang Schäub­le und Ehe­frau des baden-würt­tem­ber­gi­schen CDU-Vor­sit­zen­den Tho­mas Strobl die Dege­to lei­tet (deren Film­pro­duk­tio­nen sie trotz der mas­si­ven öffent­li­chen Kri­tik dar­an .. "ganz wun­der­bar" fin­det), dann ver­wun­dert das auch nicht. In den mei­sten Dritt­welt­län­dern wür­de man sich für so eine Cou­si­nen­wirt­schaft wahr­schein­lich schämen .. "


[Quel­le des Zita­tes]

Ich woll­te aber gar­nicht auf die sprach­li­chen Kaprio­len ein­ge­hen, son­dern einen ganz ande­ren Gedan­ken auf­neh­men, der mich nun schon seit vie­len Mona­ten ver­folgt und des­sen Ursa­che genau in der Frei­tag-, Sonn­abend-, und Sonn­tag­abend­un­ter­hal­tung des Fern­se­hens liegt:

Ich habe immer mehr den Ein­druck, daß die in den Kri­mis gezeig­ten Sze­nen irgend­wie mit den Sicher­heits­be­hör­den und ihrer Lei­tung abge­spro­chen sind oder, daß jene einen Ein­fluß bzw. ein Mit­spra­che­recht bei den Inhal­ten haben. Oder schrei­ben dafür 'abge­stell­te' Beam­te gar die­sen Dreh­buch-Schund selbst?

Wie sonst ist es zu erklä­ren, daß dem 'gemei­nen Publi­kum' - über­wie­gend aus inter­net­frem­den Per­so­nen zusam­men­ge­setzt - Woche für Woche die Vor­tei­le der 

  • Video­über­wa­chung des öffent­li­chen Raumes, 
  • Handyortung, 
  • Funkzellenüberwachung, 
  • Vorratsdatenspeicherung, 
  • Kontodatenabfrage, 
  • Fest­nah­me und Befra­gung ohne Ein­hal­tung rechts­staat­li­cher Prinzipien 
  • - all das natür­lich ohne richer­li­chen Beschluß - 

als "das nor­ma­le zur Ver­bre­chens­be­kämp­fung not­wen­di­ge Vor­ge­hen" von Poli­zei und Kri­mi­nal­po­li­zei dar­ge­stellt werden?

In den Kri­mis spie­gelt sich das Wol­len der Poli­tik - geför­dert durch ihre gesam­te Sipp­schaft, die wesent­li­chen Ein­fluß auf die Inhal­te der Sen­dun­gen zu 'bester Sen­de­zeit' hat.

Gehirn­wä­sche funk­tio­niert auch nicht anders:
Wenn die glei­che Falsch­aus­sa­ge wie­der und wie­der 'ein­ge­bläut' wird bleibt sie schließ­lich als Not­wen­dig­keit und eige­ne Mei­nung bei den Betrof­fe­nen hän­gen. Ein per­fi­des Geflecht zu Macht­er­hal­tung. Kein Wun­der, wenn die syn­chro­nen Aus­sa­gen von Innenminister(-n) und Kanz­ler­schaft dann für die Bür­ger 'ver­traut' klin­gen und die Sym­pa­thie­wer­te ent­spre­chend ver­fe­stigt sind - trotz objek­tiv unter­i­di­scher Lei­stung der Benannten.

bookmark_borderGleich Mäusen und Ratten ....

Wenn man Rat­ten oder Mäu­se auf ein Laby­rinth trai­niert ver­ges­sen sie das nie wie­der, solan­ge sie leben. Von Men­schen weiß man, daß sie z.B. das Fahr­rad­fah­ren auch nicht 'ver­ler­nen', es braucht manch­mal nur ein wenig Zeit es wie­der so geschickt und pro­blem­los wie frü­her hinzubekommen.

Wenn Men­schen ihr Leben lang dar­auf "trai­niert" wur­den mor­gens um 07:00 h zu früh­stücken und um 08:00 h mit der Arbeit zu begin­nen 'ver­ler­nen' sie das auch nicht mehr:

Selbst als Ruhe­ständ­ler behal­ten sie die­sen - nun völ­lig nutz­lo­sen - Ablauf bei. Sogar der Rhyth­mus "Wochen­ta­ge - Wochen­en­de" wird bei­be­hal­ten, obwohl doch für sie jeder Tag 'Wochen­en­de' oder 'Urlaub' ist ....

Natür­lich gibt es Ausnahmen.
Sie schei­nen aber sel­ten zu sein.

Darf ich - in Anleh­nung an die Rat­ten- und Mäu­se­ex­pe­ri­men­te - die Behaup­tung wagen sol­che Men­schen, die nicht in der Lage sind ihre Gewohn­hei­ten aus dem Arbeits­le­ben abzu­le­gen, stün­den gei­stig in etwa auf der Stu­fe von kon­di­tio­nie­reten Rat­ten & Mäusen?