bookmark_borderEine Empfehlung an mich ....

Mir ist emp­foh­len wor­den den fol­gen­den Text (Aus­zug) zu lesen, um mehr über die soge­nann­te "Über­säue­rung" zu lernen.

" .. Am Bei­spiel Früch­te lässt sich dies beson­ders gut dar­stel­len: Gesun­de, vita­le und nicht über­säu­er­te Men­schen mit einem guten Stoff­wech­sel kön­nen die ver­schie­de­nen Frucht­säu­ren wie Wein-, Apfel-, Zitro­nen-, Sor­bin-, Milch- oder Chi­na­säu­re in Koh­len­di­oxid und Was­ser umwan­deln. Dabei wer­den Mine­ral­stof­fe, Spu­ren­ele­men­te, Vit­ami­ne, Aro­men, Frucht­zucker und ande­re Nähr­stof­fe frei­ge­setzt, so dass der Kör­per u.a. gro­sse Men­gen an Mine­ral­stof­fen – sprich Basen – erhält.

Bei einer Stoff­wech­sel­schwä­che und bereits bestehen­der Über­säue­rung kön­nen die­se Säu­ren nicht oxi­diert wer­den und der Orga­nis­mus muss kör­per­ei­ge­ne Cal­ci­um-, Magne­si­um- und Natri­um­kar­bo­na­te "her­ge­ben", um die nicht oxi­dier­te Frucht­säu­re zu neu­tra­li­sie­ren. In die­sem Fall wer­den Früch­te zu Mine­ral­stoff-Räu­bern. Vie­le über­säu­er­te Men­schen mei­den des­halb instink­tiv Früch­te, weil sie spü­ren, daß sie sie nicht ver­tra­gen. Das­sel­be gilt übri­gens auch für sau­re Milch­pro­duk­te. Man hat fest­ge­stellt, daß stark über­säu­er­te Men­schen oft mit einer Unver­träg­lich­keit auf Joghurt und Quark reagieren .. "

Ich will nur eini­ge Pas­sa­gen her­aus­grei­fen um dar­an - exem­pla­risch - zu ver­deut­li­chen wie Halb­wis­sen und Unkennt­nis der tat­säch­li­chen Zusam­men­hän­ge des Stoff­wech­sels zu sol­chen stüm­per­haf­ten Aus­sa­gen füh­ren - die dann von ande­ren Lai­en 'nach­ge­plap­pert' wer­den und so eine Eigen­dy­na­mik ent­wickeln die nicht zu brem­sen ist ....

  • "dass der Kör­per u.a. gro­sse Men­gen an Mine­ral­stof­fen – sprich Basen – erhält"
    Da geht es schon los mit der Pseu­do-Erklä­rung. Sie wird so 'zusam­men­ge­strickt' daß es für den Fol­ge­text 'paßt' - denn Mine­ral­stof­fe sind ent­we­der sau­er, basisch oder ampho­ter (soge­nann­te "Ampho­ly­te", neu­tra­le Sub­stan­zen die mit Säu­ren oder Basen reagie­ren kön­nen) - oder lie­gen irgend­wo auf einer Ska­la zwi­schen sau­er und basisch!
    Hier wird aber der sauere/neutrale Anteil weg­ge­las­sen um nach­her mit den 'basi­schen Mine­ral­stof­fen' argu­men­tie­ren zu können ....
  • 'vita­le und nicht über­säu­er­te Men­schen'
    Was bedeu­tet "vital"?
    der Begriff selbst heißt, über­setzt "lebens­kräf­tig, mun­ter", aber das ist kei­ne wis­sen­schaft­li­che Aus­sa­ge, 'vital' ist ledig­lich eine geschraub­te Aus­sa­ge, die Wis­sen­schaft­lich­keit vor­täu­schen soll ....
  • Was heißt "nicht über­säu­er­te Men­schen"
    Wer ist "über­säu­ert", wer nicht?
    Hier wird bewußt schwam­mig aus­ge­drückt um zu ver­schlei­ern, daß man nichts Genau­es weiß ....
  • "Men­schen mit einem guten Stoff­wech­sel" - gibt es nicht.
    Es gibt nur "Men­schen mit Stoff­wech­sel", hät­ten sie kei­nen, dann wären sie tot .... 
  • "Stoff­wech­sel" bezeich­net die Sum­me aller chemischen/biochemischen Abläu­fe im Men­schen - und das ist zunächst völ­lig wert­frei, also weder "gut" noch "schlecht" ....
  • "Man hat fest­ge­stellt, daß stark über­säu­er­te Men­schen"
    - das ist eine Aus­sa­ge ohne jeg­li­chen Beweis oder Bezug: 
    • Wer hat das fest­ge­stellt?
      Kein Hin­weis ....
    • An wel­cher Ver­suchs­per­son/-grup­pe wur­de das geprüft?
      Kein Hin­weis ....
    • Was bedeu­tet "stark über­säu­ert"?
      Kei­ne Begriffsklärung ....
    • Wo beginnt 'über­säu­ert', wo 'stark über­säu­ert'?
      Kei­ne quan­ti­ta­ti­ve Aussage ....
  • " .. kön­nen die­se Säu­ren nicht oxi­diert wer­den und der Orga­nis­mus muss kör­per­ei­ge­ne Cal­ci­um-, Magne­si­um- und Natri­um­kar­bo­na­te "her­ge­ben", um die nicht oxi­dier­te Frucht­säu­re zu neu­tra­li­sie­ren .. "
    Das ist nun kom­plet­ter Unfug, denn die Neu­tra­li­sa­ti­on der Säu­ren erfolgt (nach­dem sie aus dem Darm in das Blut über­ge­gan­gen sind!) durch Eiwei­ße des Blu­tes, z.B. Albu­mi­ne.
    Wenn dann noch über­schüs­si­ge 'Säu­re' vor­han­den wäre wür­de sie durch das im Blut befind­li­che CO2 (Koh­len­di­oxyd aus der Atmung) neu­tra­li­siert werden .... 

Zusam­men­ge­faßt läßt sich also sagen:
Es wer­den in sol­chen "Abhand­lun­gen" wah­re mit unwah­ren, wis­sen­schaft­lich beleg­te Tat­sa­chen mit Ver­mu­tun­gen zusam­men­ge­wür­felt - und dar­aus wird eine 'sto­ry' gezim­mert die in das ein­fa­che, ver­ein­fa­chen­de Welt­bild sol­cher 'Bera­ter/-innen' passen.

Ganz so wie bei Pip­pi Langstrumpf:
" .. ich mach die Welt so wie sie mir gefällt .. " - nur hat das mit ernst­haf­ter Wis­sen­schaft oder Medi­zin nichts zu tun ....
 
Noch "auf­schluß­rei­cher" ist aber fol­gen­der Hin­weis:
" .. Viel gele­sen und immer noch nichts ver­stan­den? Dann sind Sie hier rich­tig, denn bei med1 schrei­ben Lai­en für Lai­en, und das ver­steht man oft­mals ein­fach besser .. "
Viel deut­li­cher kann man wohl nicht aus­drücken daß kei­ne ernst­haf­te wis­sen­schaft­li­che Aus­sa­ge erwar­tet wer­den kann - son­dern ein lai­en­haft 'zusam­men­ge­strick­tes' Pseu­do-wis­sen­schaft­li­ches Geschwätz ....

bookmark_borderMißbrauch gibt es überall, ....

das sagt schon "mei­ne" die von mir immer wie­der gern als Beweis benutz­te, 'berühm­te' Glocken­kur­ve ["Stan­dard­nor­mal­ver­tei­lung"]:

Die
Zwi­schen "ganz unbe­schol­ten" und "zutiefst schul­dig" wölbt sie sich auf - zwei Drit­tel aller (hier betrach­te­ten) Leu­te fin­den sich im blau­en Bereich, vier Fünf­tel aller Leu­te sind 'im grü­nen Bereich', der Rest ist irgen­wie "anders" - zum Guten oder Schlechten:
Legt man "Böse" nach rechts und "Gut" nach links, so sind die schlimm­sten Übel­tä­ter im klei­nen rot mar­kier­ten Bereich zu finden!

Soviel zur aktu­el­len - und zu bereits gehab­ten oder noch kom­men­den - Betrach­tung des mensch­li­chen Verhaltens:
Nur "Gut" oder nur "Böse" gibt es nicht - jede/-r trägt zu unter­schied­li­chen Antei­len bei­de Eigen­schaf­ten mit sich her­um .... selbst die, die uns wort­reich erklä­ren sie sei­en schon "kraft Amtes" auf der 'guten' Seite ....

bookmark_borderRauchen schützt vor Parkinson'scher Erkrankung ....

Nichtraucher-Notwehr
Ja, Sie haben rich­tig gelesen:

Rau­cher haben eine deut­lich ver­rin­ger­te Wahr­schein­lich­keit an Par­kin­son zu erkran­ken als Nicht­rau­cher - dabei kommt es aller­dings zuerst auf die Zahl von Jah­ren des Rau­chens und zwei­tens auf die Zahl der gerauch­ten Ziga­ret­ten an - mode­ra­ter Tabak­ge­nuß ist aber bes­ser als Ket­ten­rau­chen, obwohl in der Stu­die die Zahl gerauch­ter Ziga­ret­ten eher nach­ran­gig war .... doch lesen Sie selbst, hier ein kur­zer Aus­zug, den Ori­gi­nal­ar­ti­kel (wor­aus das Zitat stammt) fin­den Sie unter die­sem Link:
 


" .. Years of Smo­king Asso­cia­ted With Lower Parkinson's Risk, Not Num­ber of Ciga­ret­tes Per Day

Sci­en­ce­Dai­ly (Mar. 11, 2010) — Rese­ar­chers have new insight into the rela­ti­on­ship bet­ween Parkinson's dise­a­se and smo­king. Seve­ral stu­dies have shown that smo­kers have a lower risk of deve­lo­ping Parkinson's dise­a­se. A new stu­dy published in the March 10, 2010, online issue of Neu­ro­lo­gy®, the medi­cal jour­nal of the Ame­ri­can Aca­de­my of Neu­ro­lo­gy, shows that smo­king for a grea­ter num­ber of years may redu­ce the risk of the dise­a­se, but smo­king a lar­ger num­ber of ciga­ret­tes per day may not redu­ce the risk ..

Peo­p­le who smo­ked for 40 or more years were 46 per­cent less likely to deve­lop Parkinson's dise­a­se than peo­p­le who never smo­ked. Tho­se who smo­ked for 30 to 39 years were 35 per­cent less likely to have the dise­a­se than nonsmokers .. "



[Quel­le]
 

bookmark_borderEndlos ....

Gemein­hin war man bis­her davon aus­ge­gan­gen, daß alle Blut­zel­len (rote & wei­ße Blut­kör­per­chen, Blut­plätt­chen) aus ein und der­sel­ben Grup­pe von Stamm­zel­len ent­ste­hen. Dies war auch des­we­gen ein­leuch­tend, weil eine Erhö­hung z.B. von wei­ssen Blut­kör­per­chen die Zahl der roten Zel­len reduzierte ....

Neue­re For­schun­gen* zei­gen, daß das nicht unbe­dingt der Wahr­heit entspricht:
Nun­mehr wird ange­nom­men, daß es ver­schie­de­ne Typen von Bil­dungs­zel­len gibt ....

Wie­der ein­mal ein Beweis dafür, daß es "Kon­stan­ten" in der Wis­sen­schaft nicht gibt und es sich lohnt, trotz jahr­zehn­te­lan­gen Kon­sen­ses immer ein­mal wie­der das "Stan­dard­wis­sen" zu hin­ter­fra­gen - gleich­zei­tig bedeu­tet es auch, daß For­schung nie zu Ende ist und wir dem­zu­fol­ge immer wie­der neu 'ler­nen' müs­sen, lebenslang ....
 

* einst­wei­len aller­dings nur bei Mäu­sen, aber oft las­sen sich Ergeb­nis­se von da auf den Men­schen übertragen ....