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bookmark_borderKeine Experimente!

So lau­te­te einst eine Wahl­wer­bung / ein Wahl­pla­kat (?) - ich hät­te dar­an den­ken sollen! 

Über­mü­tig habe ich näm­lich gestern in der Nacht ver­sucht hier auf eine neue­re Ver­si­on von "word­press" 'up-zu-daten' .... glück­li­cher­wei­se hat­te ich zuvor ein 'back­up' gemacht, denn nach dem Hoch­la­den der neu­en Ver­si­on ging über­haupt nichts mehr .... soll­te also Jemand zwi­schen 22:00 h am 07.10. und 13:00 h am 08.10. eine Feh­ler­mel­dung erhal­ten haben, dann war der Grund mei­ne 'Unfä­hig­keit' zwi­schen den Datei­en zu unter­schei­den die nicht geän­dert / geän­dert wer­den sol­len .... wie man hier erken­nen kann hat das 'back­up' sei­nen Dienst getan!

PS
Das 'dash­board' ist immer noch nicht ganz OK - aber das läuft im Hin­ter­grund und soll­te beim Lesen/Schreiben nicht stören ....

bookmark_border"Intelligente Stromzähler" revisited ....

[Wört­lich zitiert / Quel­le]

War­nung vor Intel­li­gen­ten Stromzählern
Die Strom­zäh­ler ver­ra­ten nicht nur per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten, sie sind auch ein neu­es Sicherheitsrisiko.
In Groß­bri­tan­ni­en wird wie in ande­ren Län­dern geplant, zur Redu­zie­rung des Strom­ver­brauchs mas­sen­haft in den Pri­vat­haus­hal­ten intel­li­gen­te Mess­ge­rä­te zu instal­lie­ren, die Ver­brauchs­da­ten in Echt­zeit auch an die Ener­gie­kon­zer­ne sen­den und den Kun­den Infor­ma­tio­nen bie­ten sol­len, wann Strom am bil­lig­sten ist. Auf der Hand liegt, dass damit nicht nur ein wei­te­res Über­wa­chungs­tool geschaf­fen wird, das per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ein­sam­melt, son­dern das Fern­ab­le­sen der Daten auch die Mög­lich­keit bie­tet, das gesam­te Netz lahm­zu­le­gen oder Daten zu klauen.
Die bri­ti­sche Daten­si­cher­heits­fir­ma Deti­ca, die bereits das Ver­tei­di­gungs- und Justiz­mi­ni­ste­ri­um berät, hat vor den Risi­ken der intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler anläss­lich einer Kon­sul­ta­ti­on des Ener­gie­mi­ni­ste­ri­ums gewarnt. Bis­lang gebe es 40 Mil­lio­nen instal­lier­te intel­li­gen­te Zäh­ler welt­weit, bei denen es bereits zu Sicher­heits­ge­fähr­dun­gen gekom­men sei, bei­spiels­wei­se sei­en Kun­den­da­ten gehackt wor­den, es sei zu DoS-Angrif­fen gekom­men, selbst Geheim­dien­ste ande­rer Län­der hät­ten ver­sucht, in die Net­ze ein­zu­drin­gen, so der Tele­graph. Die Zäh­ler und die Netz­wer­ke müss­ten daher vor Ein­füh­rung gesi­chert wer­den, schließ­lich zäh­le die Strom­ver­sor­gung nach der Regie­rung zur kri­ti­schen Infrastruktur.
Denk­bar sei, dass die Zäh­ler durch Wür­mer infi­ziert wer­den, die dann wie in Com­pu­ter­net­zen sich von Zäh­ler zu Zäh­ler zu ver­brei­ten. Auf die­se Wei­se könn­te ein gan­zes Strom­netz lahm­ge­legt oder auch ein­zel­ne Kun­den gesperrt wer­den. In den USA hat die Fir­ma IOAc­ti­ve bereits demon­striert, dass sich ein Wurm ent­wickeln lässt, der sich erfolg­reich ver­brei­tet hat. Damit lie­ßen sich, so die Fir­ma, Hun­dert­tau­sen­de von Pri­vat­haus­hal­ten zur sel­ben Zeit vom Strom abschalten.
Flo­ri­an Röt­zer 05.10.2009

 

Ich hat­te ja schon frü­her auf die­se "Intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler" und die damit ver­bun­de­nen Gefah­ren hin­ge­wie­sen - den­noch pla­nen z.B. die Stadt­wer­ke Mün­ster einen flä­chen­decken­den Ein­satz .... dar­an wird sich wohl auch nichts ändern, trotz aller vor­ge­brach­ten Sicher­heits­be­den­ken, weil extra für die Steue­rung und Aus­ga­be der neu­en Zäh­ler eine Aus­glie­de­rung (Ser­vice-Gesell­schaft) erfolg­te - die macht man bestimmt nicht rückgängig ....

bookmark_borderEU-Zahlen: Arbeitskosten & Wohnsituation

[Quel­le: EU, die­se Tabel­len gehö­ren zum Bei­trag "Min­dest­lohn"]

Arbeits­ko­sten je Stun­de und Struk­tur der Arbeitskosten,
2006

(1) | (in €)
(2) | (in %)
(3)
(4)
(5)
EU27
20,35
:
:
:
Bel­gi­en
31,58
69,2
30,3
0,5
Bul­ga­ri­en
1,65
78,5
20,9
0,7
Tsch. Repu­blik
7,14
72,6
26,1
1,3
Däne­mark
31,98
86,7
10,9
2,4
Deutsch­land
27,70
76,3
23,3
0,4
Est­land
5,50
73,6
25,1
1,3
Irland
:
:
:
:
Grie­chen­land
13,37
78,8
21,7
0,0
Spa­ni­en
15,77
73,4
24,9
1,7
Frank­reich
30,31
67,1
28,6
4,3
Ita­li­en
21,39
:
:
:
Zypern
11,98
84,9
15,1
0,0
Lett­land
3,1
78,7
20,6
0,8
Litau­en
4,21
71,5
28,2
0,3
Luxem­burg
31,98
83,9
15,2
0,9
Ungarn
6,34
69,1
26,9
4,0
Mal­ta
8,69
93,1
6,9
0,0
Nie­der­lan­de
27,41
76,9
21,0
2,1
Öster­reich
26,67
73,2
24,0
2,8
Polen
6,03
80,2
16,6
3,3
Por­tu­gal
10,97
77,5
21,2
1,3
Rumä­ni­en
2,68
72,1
26,1
1,8
Slo­we­ni­en
11,29
82,6
13,4
4,0
Slo­wa­kei
5,33
75,0
24,1
0,9
Finn­land
27,39
78,0
20,8
1,2
Schwe­den
32,16
66,2
30,6
3,3
Ver. König­reich
24,47
79,2
18,4
2,5
Island
32,37
83,6
16,4
0,0
Schweiz
33,81
83,5
14,9
1,6

(1) Durch­schnitt­li­che Arbeits­ko­sten je Stunde
(2) Struk­tur der Arbeitskosten
(3) Gesamt­löh­ne und -gehälter
(4) Arbeit­ge­ber­bei­trä­ge zur Sozialversicherung
(5) Ande­re Arbeitskosten
: Daten nicht verfügbar

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Wohn­be­sitz­ver­hält­nis­se der Haus­hal­te in %,
2005

Wohn­ei­gen­tum
Mie­te**
EU25
62,7
37,3
Bel­gi­en
66,6
33,5
Bul­ga­ri­en
:
:
Tsch. Repu­blik
70,6
29,4
Däne­mark
58,2
41,8
Deutsch­land
44,3
55,7
Est­land
88,0
12,0
Irland
77,7
22,3
Grie­chen­land
73,2
26,8
Spa­ni­en
83,3
16,8
Frank­reich
58,3
41,7
Ita­li­en
71,9
28,1
Zypern
68,3
31,7
Lett­land
76,7
23,3
Litau­en
87,8
12,2
Luxem­burg
69,4
30,6
Ungarn
86,5
13,5
Mal­ta
75,0
25,0
Nie­der­lan­de
54,3
45,7
Öster­reich
51,6
48,4
Polen
54,4
45,6
Por­tu­gal
72,9
27,1
Rumä­ni­en
:
:
Slo­we­ni­en
81,6
18,4
Slo­wa­kei
77,4
22,7
Finn­land
66,0
34,0
Schwe­den
60,6
39,4
Ver. König­reich
68,5
31,5
Island
82,5
17,5
Nor­we­gen
75,8
24,2

: Daten nicht verfügbar

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bookmark_borderMindestlohn

Unter dem Titel "Das Mär­chen vom Min­dest­lohn" schreibt ein Micha­el Grandt eine Men­ge Unsinn zusammen .... 
Das fängt damit an, daß er die Min­dest­löh­ne in den EU-Staa­ten auf­li­stet:
" .. Die gesetz­li­chen Min­dest­stun­den­löh­ne in den ein­zel­nen EU-Staa­ten sind:

  • Luxem­burg: 9,73 €
  • Frank­reich: 8,82 €
  • Irland: 8,65 €
  • Nie­der­lan­de: 8,58 €
  • Bel­gi­en: 8,41€
  • Groß­bri­tan­ni­en: 6,41 €
  • Öster­reich: 5,99 €
  • Grie­chen­land: 4,28 €
  • Mal­ta: 3,67 €
  • Slo­we­ni­en: 3,45 €
  • Por­tu­gal: 2,71 €
  • Tsche­chi­en: 1,77 €
  • Est­land: 1,73 €
  • Slo­wa­kei: 1,70 €
  • Polen: 1,65 €
  • Lett­land: 1,47 €
  • Ungarn: 1,43 €
  • Litau­en: 1,40 €
  • Rumä­ni­en: 0,83 €
  • Bul­ga­ri­en: 0,71 € .. "

Die addiert er und bil­det die Quer­sum­me:
" .. Im Durch­schnitt liegt der Min­dest­lohn in den EU-Län­dern, die ihn ein­ge­führt haben, also bei 4,17 EUR. Rich­tig müss­te das Argu­ment [der Min­dest­lohn­be­für­wor­ter, Anm.] also hei­ßen: »20 EU-Staa­ten haben einen gesetz­li­chen Min­dest­lohn ein­ge­führt, der im Durch­schnitt bei 4,17 EUR, also unter unse­ren Hartz-IV-Sät­zen für einen Allein­ste­hen­den* liegt.
Dann fol­gert er dar­aus:
" .. Dem­nach lie­gen nur fünf der 20 EU-Län­der, die einen gesetz­li­chen Min­dest­lohn ein­ge­führt haben, über unse­ren Hartz-IV-Sät­zen, zudem lie­gen die Min­dest­löh­ne bei 30 bis 60 Pro­zent der natio­na­len Durch­schnitts­löh­ne. Wenn man die­se Tat­sa­chen objek­tiv betrach­tet, rela­ti­viert sich die For­de­rung »Min­dest­lohn über alles« und ent­puppt sich nur als Augenwischerei .. "
Klar, wenn man Äpfel mit Bir­nen ver­gleicht kommt man mög­li­cher­wei­se zu einem sol­chen Ergeb­nis - völ­lig außer Acht gelas­sen ist dabei näm­lich wie hoch die (durch­schnitt­li­chen) Lebens­hal­tungs­ko­sten in den jewei­li­gen Län­dern sind. Glei­cher­ma­ßen fehlt der Bezug zu den tat­säch­lich gezahl­ten Durch­schnitts­löh­nen, Arbeits­ko­sten je Stun­de und Struk­tur der Arbeits­ko­sten in den genann­ten Ländern.
Das Ein­zi­ge was sich beim Lesen des Arti­kels rela­ti­viert ist die Mei­nung über den Autor - war man anfangs noch ange­tan von sei­nem Fleiß - mit dem er die 'Min­dest­löh­ne' der EU-Staa­ten zusam­men­ge­tra­gen hat - so ist man spä­ter geschockt von der abso­lu­ten Ein­sei­tig­keit sei­ner Aus­sa­ge. Die vie­len Zah­len soll­ten also nur dazu die­nen eine bereits vor­her gefaß­te Mei­nung zu unter­mau­ern .... ein Bei­spiel dafür, war­um man­che Medi­en mehr und mehr Leser verlieren ....
So sim­pel sind die Leser nicht zu über­töl­peln, Herr Grandt!
Es ist immer das glei­che Problem:
Hat ein Autor 'Erfolg' auf einem bestimm­ten The­men­feld so wird er 'über­mü­tig' und fängt an zu The­men zu schrei­ben von denen er nichts versteht ....
"In der Begren­zung zeigt sich erst der Mei­ster!",
Herr Grandt ....

 

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* Bei­spiel:
Ein Allein­ste­hen­der Hartz-IV-Emp­fän­ger erhält 729 EUR »net­to« (AL II + Unter­kunft + Heiz­ko­sten). Dies ent­spricht etwa einem Brut­to­lohn von etwa 1.000 EUR (nicht ein­ge­rech­net ist, dass der Staat die Zah­lun­gen an die Ren­ten­ver­si­che­rung wei­ter­führt) – bei ange­nom­me­nen 37,5 Stun­den pro Woche ein Stun­den­lohn von 6,67 EUR.



 
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Sie­he auch die­sen Bei­trag zum Thema ....

bookmark_border"Intelligente Stromzähler" revisited ....

[Wört­lich zitiert / Quel­le]

War­nung vor Intel­li­gen­ten Stromzählern
Die Strom­zäh­ler ver­ra­ten nicht nur per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten, sie sind auch ein neu­es Sicherheitsrisiko.

In Groß­bri­tan­ni­en wird wie in ande­ren Län­dern geplant, zur Redu­zie­rung des Strom­ver­brauchs mas­sen­haft in den Pri­vat­haus­hal­ten intel­li­gen­te Mess­ge­rä­te zu instal­lie­ren, die Ver­brauchs­da­ten in Echt­zeit auch an die Ener­gie­kon­zer­ne sen­den und den Kun­den Infor­ma­tio­nen bie­ten sol­len, wann Strom am bil­lig­sten ist. Auf der Hand liegt, dass damit nicht nur ein wei­te­res Über­wa­chungs­tool geschaf­fen wird, das per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ein­sam­melt, son­dern das Fern­ab­le­sen der Daten auch die Mög­lich­keit bie­tet, das gesam­te Netz lahm­zu­le­gen oder Daten zu klauen.

Die bri­ti­sche Daten­si­cher­heits­fir­ma Deti­ca, die bereits das Ver­tei­di­gungs- und Justiz­mi­ni­ste­ri­um berät, hat vor den Risi­ken der intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler anläss­lich einer Kon­sul­ta­ti­on des Ener­gie­mi­ni­ste­ri­ums gewarnt. Bis­lang gebe es 40 Mil­lio­nen instal­lier­te intel­li­gen­te Zäh­ler welt­weit, bei denen es bereits zu Sicher­heits­ge­fähr­dun­gen gekom­men sei, bei­spiels­wei­se sei­en Kun­den­da­ten gehackt wor­den, es sei zu DoS-Angrif­fen gekom­men, selbst Geheim­dien­ste ande­rer Län­der hät­ten ver­sucht, in die Net­ze ein­zu­drin­gen, so der Tele­graph. Die Zäh­ler und die Netz­wer­ke müss­ten daher vor Ein­füh­rung gesi­chert wer­den, schließ­lich zäh­le die Strom­ver­sor­gung nach der Regie­rung zur kri­ti­schen Infrastruktur.

Denk­bar sei, dass die Zäh­ler durch Wür­mer infi­ziert wer­den, die dann wie in Com­pu­ter­net­zen sich von Zäh­ler zu Zäh­ler zu ver­brei­ten. Auf die­se Wei­se könn­te ein gan­zes Strom­netz lahm­ge­legt oder auch ein­zel­ne Kun­den gesperrt wer­den. In den USA hat die Fir­ma IOAc­ti­ve bereits demon­striert, dass sich ein Wurm ent­wickeln lässt, der sich erfolg­reich ver­brei­tet hat. Damit lie­ßen sich, so die Fir­ma, Hun­dert­tau­sen­de von Pri­vat­haus­hal­ten zur sel­ben Zeit vom Strom abschalten.
Flo­ri­an Röt­zer 05.10.2009

 

Ich hat­te ja schon frü­her auf die­se "Intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler" und die damit ver­bun­de­nen Gefah­ren hin­ge­wie­sen - den­noch pla­nen z.B. die Stadt­wer­ke Mün­ster einen flä­chen­decken­den Ein­satz .... dar­an wird sich wohl auch nichts ändern, trotz aller vor­ge­brach­ten Sicher­heits­be­den­ken, weil extra für die Steue­rung und Aus­ga­be der neu­en Zäh­ler eine Aus­glie­de­rung (Ser­vice-Gesell­schaft) erfolg­te - die macht man bestimmt nicht rückgängig ....

bookmark_borderWarnung vor Intelligenten Stromzählern

[Wört­lich zitiert / Quel­le]

War­nung vor Intel­li­gen­ten Stromzählern
Die Strom­zäh­ler ver­ra­ten nicht nur per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten, sie sind auch ein neu­es Sicherheitsrisiko.

In Groß­bri­tan­ni­en wird wie in ande­ren Län­dern geplant, zur Redu­zie­rung des Strom­ver­brauchs mas­sen­haft in den Pri­vat­haus­hal­ten intel­li­gen­te Mess­ge­rä­te zu instal­lie­ren, die Ver­brauchs­da­ten in Echt­zeit auch an die Ener­gie­kon­zer­ne sen­den und den Kun­den Infor­ma­tio­nen bie­ten sol­len, wann Strom am bil­lig­sten ist. Auf der Hand liegt, dass damit nicht nur ein wei­te­res Über­wa­chungs­tool geschaf­fen wird, das per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ein­sam­melt, son­dern das Fern­ab­le­sen der Daten auch die Mög­lich­keit bie­tet, das gesam­te Netz lahm­zu­le­gen oder Daten zu klauen.

Die bri­ti­sche Daten­si­cher­heits­fir­ma Deti­ca, die bereits das Ver­tei­di­gungs- und Justiz­mi­ni­ste­ri­um berät, hat vor den Risi­ken der intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler anläss­lich einer Kon­sul­ta­ti­on des Ener­gie­mi­ni­ste­ri­ums gewarnt. Bis­lang gebe es 40 Mil­lio­nen instal­lier­te intel­li­gen­te Zäh­ler welt­weit, bei denen es bereits zu Sicher­heits­ge­fähr­dun­gen gekom­men sei, bei­spiels­wei­se sei­en Kun­den­da­ten gehackt wor­den, es sei zu DoS-Angrif­fen gekom­men, selbst Geheim­dien­ste ande­rer Län­der hät­ten ver­sucht, in die Net­ze ein­zu­drin­gen, so der Tele­graph. Die Zäh­ler und die Netz­wer­ke müss­ten daher vor Ein­füh­rung gesi­chert wer­den, schließ­lich zäh­le die Strom­ver­sor­gung nach der Regie­rung zur kri­ti­schen Infrastruktur.

Denk­bar sei, dass die Zäh­ler durch Wür­mer infi­ziert wer­den, die dann wie in Com­pu­ter­net­zen sich von Zäh­ler zu Zäh­ler zu ver­brei­ten. Auf die­se Wei­se könn­te ein gan­zes Strom­netz lahm­ge­legt oder auch ein­zel­ne Kun­den gesperrt wer­den. In den USA hat die Fir­ma IOAc­ti­ve bereits demon­striert, dass sich ein Wurm ent­wickeln lässt, der sich erfolg­reich ver­brei­tet hat. Damit lie­ßen sich, so die Fir­ma, Hun­dert­tau­sen­de von Pri­vat­haus­hal­ten zur sel­ben Zeit vom Strom abschalten.
Flo­ri­an Röt­zer 05.10.2009

 

Ich hat­te ja schon frü­her auf die­se "Intel­li­gen­ten Strom­zäh­ler" und die damit ver­bun­de­nen Gefah­ren hin­ge­wie­sen - den­noch pla­nen z.B. die Stadt­wer­ke Mün­ster einen flä­chen­decken­den Ein­satz .... dar­an wird sich wohl auch nichts ändern, trotz aller vor­ge­brach­ten Sicher­heits­be­den­ken, weil extra für die Steue­rung und Aus­ga­be der neu­en Zäh­ler eine Aus­glie­de­rung (Ser­vice-Gesell­schaft) erfolg­te - die macht man bestimmt nicht rückgängig ....

bookmark_borderEin wörtliches Zitat ....

einer Leser­mei­nung [3. Kom­men­tar: Oli­ver | 04.10.2009 - 00:38] die zu einem Arti­kel von tknue­wer [Tho­mas Knü­wer] mit dem Titel "Chan­ge? We can't belie­ve it" im Han­dels­blatt Web­log zu lesen ist. Es geht um die Unfä­hig­keit der Ver­la­ge sich mit den 'neu­en Medi­en' aus­ein­an­der­zu­set­zen und den Schritt in eine 'moder­ne' Art der Bericht­erstat­tung zu machen ....

Von allen Kom­men­ta­ren fand ich den hier zitier­ten am tref­fend­sten formuliert: 

Was mich per­sön­lich viel mehr ärgert ist die­se Igno­ranz für wich­ti­ge The­men in der moder­nen Medi­en­welt. Ein schö­nes Bei­spiel ist der Ver­trag von Lis­sa­bon. Über­all kann ich lesen, dass die Iren ja jetzt end­lich zuge­stimmt haben, aber kein Wort dar­über, was da eigent­lich für Repres­sio­nen und kata­stro­pha­le Fol­gen für unse­re Demo­kra­tie an die­sem Ver­trag hän­gen. So etwas erfährt man lei­der nur aus ein­zel­nen Medi­en, durch Selbst-Goog­len oder durch Blog, die einen für die­se The­ma­tik sensibilisieren.

Oder das Dra­ma um die Schwei­negrip­pe. Es müss­te in jedem Medi­um zu lesen/sehen/hören sein, dass die­se sog. "Kata­stro­phe" eine rie­si­ge Lach­num­mer ist, die nur dazu dient, Phar­ma­kon­zer­nen viel Geld zu besche­ren, im Zwei­fel auch auf Kosten von Men­schen­le­ben. Statt­des­sen sehen wir Hor­ror­mel­dun­gen und Men­schen mit Atem­mas­ken, die uns ganz viel Angst machen sollen.

Oder war­um höre ich tie­fer­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen über die "Sau­er­land­grup­pe" nur im DLF, wäh­rend alle ande­ren Medi­en irgend­was von ima­gi­nä­ren Ter­ror­be­dro­hun­gen faseln, die ihnen vom BKA in den Fül­ler dik­tiert wur­den? War­um weiß nie­mand, dass der "Hass­pre­di­ger" sei­ne Gehalts­schecks vom Ver­fas­sungs­schutz bekam?

Jour­na­lis­mus macht sich seit Jah­ren selbst obso­let. Nicht wegen sei­ner media­len Auf­be­rei­tung, son­dern wegen sei­ner Belang­lo­si­keit, sei­ner Pro­pa­gan­da (SPD vs Bild) und sei­ner man­geln­den Qua­li­tät. Ent­hül­lun­gen gibt es seit Jah­ren kei­ne mehr und wenn lau­fen sie besten­falls im 3Sat Nacht­pro­gramm. Im Abend­pro­gramm erfah­re ich dafür die Kopu­la­ti­ons­ge­wohn­hei­ten diver­ser C-Pro­mis, nur um von den ech­ten Nach­rich­ten abzulenken.

Mitt­ler­wei­le wer­de ich aber mit grund­le­gen­den Infor­ma­tio­nen aus jeder pri­va­ten Quel­le bes­ser infor­miert als von den dut­zend Käse­blät­tern, die ihre Infor­ma­tio­nen unge­prüft von DPA abschrei­ben, ohne dass selbst ein Denk­pro­zess ein­setzt. Ausser­dem ist es wirk­lich schwie­rig, sich selbst eine Mei­nung zu bil­den, wenn man über­all nur noch eine Ein­heits­mei­nung lesen kann.

Wie eine neue Art "Jour­na­lis­mus" aus­se­hen könn­te wird hef­tig dis­ku­tiert - eine Mei­nung dazu kommt aus Eng­land - wirk­lich tref­fend, wenig­stens soweit ich es als 'jour­na­li­sti­scher Laie' beur­tei­len kann. [LINK zum Ori­gi­nal­text (Eng­lisch) | via "Fisch­markt"]

Irgend­wo muß ja 'ange­setzt' wer­den - und ganz ohne Abkehr von lieb­ge­wor­de­nen Gewohn­hei­ten ändert sich schließ­lich nichts ....