ja, davon wollte ich sprechen, Ratten sind auch sozialer als Menschen, vor allem Menschen in Großstädten. Nach einem Jahr in Berlin und schon nach nur wenigen Wochen in Hamburg - gleiches Bild - hat sich diese Überzeugung gefestigt.
Japanische Forscher haben folgende Hypothese aufgestellt und experimentell belegt:
Drängt man Ratten auf engen Raum zusammen, so sinkt ihre Fruchtbarkeit, während die Bereitschaft zur Aggression steigt. Allerdings zeigt es sich, daß immer nur annähernd ranggleiche Artgenossen Aggressionsziel sind.
Das ist bei Menschen anders:
Aggressionsziel sind immer - vermeintlich oder tatsächlich - Schwächere.
- Erwachsene schimpfen Kinder aus, anstatt die Eltern der Kinder als Verursacher von Störungen anzugreifen
- Autofahrer sind rücksichtslos gegenüber Fußgängern und Radfahrern
- Fahrer mit großen Autos glauben, denen mit kleineren Autos gegenüber mehr Rechte zu haben
- Trotz einschlägiger Regeln werden im Strassenverkehr die "Ortsfremden" geschnitten, ausgehupt, nicht in die Spur gelassen, abgedrängt, etc.
Eng zusammengepfercht auf kleinem Raum, weniger Nachkommen pro Elternpaar, Aggression wohin man schaut:
Die typische Großstadtatmosphäre!
In Hamburg und München wohnen in 75% der Wohnungen kinderlose Paare / Lebensgemeinschaften oder Singles; in Berlin sind 80% der Bevölkerung über 50 Jahre alt - und bekanntlich kann man in diesem Alter nur noch selten zum Bevölkerungswachstum beitragen .... von der "Stimmung" ganz zu schweigen! Die "Szene" ersetzt die Familie und ist soziales Umfeld ohne soziale Bindung:
Vereinsamung inmitten von Menschenmassen, ohne Aussicht auf Besserung für die nächste Generation - armes Deutschland!
PS:
Ich suche trotzdem noch eine Wohnung in Hamburg.
