Bemerkungen zu "Soziale(-n) Netzen"
"Sozial" verlangt altruistisches Denken - und das ist völlig verlorengegangen. Verloren, weil die Gesellschaft den Egoismus fördert. Und, wie ich meine, in diesen Fällen (s.u.) zu Recht ....
Ich bin es leid, für Dinge Steuern zu zahlen, die ich nicht nutze / nutzen will, für Menschen aufzukommen, die sich nicht anstrengen / anstrengen wollen, für Kranke zu zahlen, die ihre Krankheit durch entsprechenden Lebenswandel selbst verschuldet haben und nun darauf bauen, es werde schon für sie gesorgt werden!
Wenn ich sehe, daß von meinen Einkünften lediglich 35% übrig bleiben, dann bin ich nicht mehr nur schockiert, ich bin zutiefst verärgert ....
Soziale Netze sind eine Fiktion - und eine Schlechte dazu:
Sie helfen denen, die nichts selbst zu leisten imstande sind, aber fordern, als ob sie diejenigen wären, die die Gesellschaft stabil halten ....
Ja, "Schluß mit lustig", ich bin für eine bis auf die Knochen abgespeckte soziale Hängematte, für eine Belohnung derjenigen, die die Gesellschaft voranbringen, für Besserstellung - vor allem finanziell - von Menschen, die "leisten", "anschieben", "vorantreiben"!

Die Invalidenversicherung ist immer wieder ein heisses Thema vor allem des Geldes wegen.
Doch dass man Kranke einfach in den gleichen Topf wirft und zum Teil zu Unrecht als Simulanten bezeichnet, finde ich schlimm.
Gerade die psychisch Kranken sind davon ja sehr betroffen, wer trennt die Spreue von dem Weizen?
Ein gebrochenes Herz (Depressionen usw.) ist nicht schlimm, nicht ersichtlich, wie gebrochene Knochen!
Jeder der mit seinem Leben gut zu recht kommt, gesund ist und vor allem „funktioniert“ so wie es die Gesellschaft erwartet, kann sich glücklich nennen und hoffen, dass er von einer Invalidität verschont bleibt.
Ein Autounfall kann alles wenden, auch ohne Selbstverschulden.
Hallo! Es geht mir nicht darum, unverschuldet in Not geratene Menschen, psychisch Kranke oder Kfz-Unfallopfer von einer fachgerechten und umfassenden Behandlung auszuschliessen.
Wogegen ich mich wende sind jene
fressen und trinken - und dann für die Folgeerkrankungen (Hypertonie, KHK, Diabetes, Leberzirrhose nach Alkoholabusus, Nierenstörungen nach Arzneimittelabusus) von der Allgemeinheit Hilfe erwarten .... oderFazit:
Wer sich durch Verhalten, Nachlässigkeit oder Absicht "krank" macht, soll - bitteschön - für die Folgen selbst aufkommen!
Auch du nutzt Dinge, die von der Allgmeinheit bezahlt werden und die nicht von allen gewollt werden. Auch du würdest dich beschweren, wenn man dir die Ansprüche darauf nehmen würde.
Wäre es da .... nicht sehr viel ehrlicher, für alle Leistungen, die man als Bürger vom Staat "abnimmt" eine Gebühr zu verlangen? (Allerdings nur dann, wenn man nicht gleichzeitig dafür Steuern zahlen muß!)
Das Verhältnis Bürger - Staat/Verwaltung hätte eine völlig neue Qualität:
Wir wären "Auftraggeber" - mit Rechten gegenüber dem Dienstleister; der Dienstleister müßte sich darauf einrichten, sich unserer Wünsche anzunehmen, weil wir sonst möglicherweise die Leistung nicht mehr haben wollen .... und die Leistenden ihren Job loswären.
Solange wir als Objekte der Staatsmacht und nicht als deren Arbeitgeber gesehen werden, sind eben die Rathäuser und Verwaltungen zu den Zeiten geöffnet, zu denen es ihnen passt - nicht zu Zeiten, zu denen es uns passt, da ist ein großer Unterschied!
Nachsatz:
Es gibt viele Leistungen des Staates, die ich noch niemals in meinem Leben beansprucht habe - und wahrscheinlich auch nie beanspruchen werde. Und trotzdem habe ich ein Leben lang dafür gezahlt.
Bei uns gilt:
Wer das System geschickt für sich zu nutzen weiß, kann mit geringstem Aufwand den größtmöglichen Nutzen erreichen. Auf Kosten der Allgemeinheit zu leben halte ich für unmoralisch.