Irgendwie sonderbar, wie in unserem Land die Einkünfte verteilt sind. Es scheint in vielen Berufen nicht darum zu gehen, wer welchen Beitrag zur Produktion von Waren und Dienstleistungen erbringt:
Alleine die Tatsache, daß ein Mensch arbeitet soll ihr/ihm ein "Auskommen" sichern. Es sei "unwürdig" - sagt man - wenn ein Mensch normale 8 Stunden arbeitet und dabei weniger verdient, als sie/er zum Leben braucht ....
Nun haben sich die Verhältnisse ja schon - gegenüber früher - gebessert: Heute arbeiten zwei Ehepartner, um das zu verdienen, was verbraucht wird. Das war vor Jahren noch anders. Ein Arbeitnehmer, meist der Vater, verdiente, was die Familie brauchte.
Heute sind wir aber immer noch nicht an dem Punkt angekommen, den wir erreichen müssen:
- nicht nach den Bedürfnissen eines Arbeitenden*
Daraus ergibt sich die zwar traurige, aber allein gerechte Lösung, daß manche Menschen, die einen geringeren Beitrag zur Schaffung von Werten (Güter / Dienstleistungen) leisten auch weniger verdienen oder dementsprechen länger arbeiten müssen, um ihren Bedarf zu erwirtschaften.
Ich höre schon die Entsetzensäußerungen ob dieser Aussage.
Das ändert aber nichts an deren Wahrheitsgehalt.
Oder daran, daß dieser Staat und die Wirtschaft es nicht länger leisten können, für mindere Leistung maximale Entlohnung zu zahlen.
Es muß sich wieder lohnen, mehr zu leisten als Andere.
Geistige Arbeit muß wieder den Stellenwert haben, der ihr gebührt. Manuelle (Dienst-)-Leistungen müssen auf das Niveau heruntergestuft werden, das ihrem Ergebnis für die Gesellschaft entspricht. Damit ist nicht die außerordentlich anstrengende und absolut notwendige Arbeit an Menschen durch Gesundheitspersonal gemeint. Gerade diese Gruppe ist bedauerlicherweise hoffnungslos unterbezahlt.
Wenn das nicht gelingt werden wir den Anschluß in Europa verlieren - wir hinken jetzt schon bedenklich hinterher .... !
* update *
Einziger Ausweg aus dem Dilemma scheint das so genannte "Bedingunslose Grundeinkommen" - dies vor allem unter der drohenden Krise was die Beschäftigungsmöglichkeiten in den kommenden Jahrzehnten angeht:
Es werden immer weniger Menschen gebraucht die arbeiten - sie werden von Maschinen ersetzt. Um der totalen Verarmung weiter Bevölkerungsanteile zu begegnen bleibt keine andere Wahl als ein Modell wie das "Bedingungslose Grundeinkommen" ....
* Selbstverständlich sind damit auch Frauen in gleichem Sinne gemeint ....