Kürz­lich habe ich ein Inter­view mit dem Ex-Präsidenten gese­hen.

Er wurde zu ver­schie­de­nen The­men befragt und dann kam ein Dis­kus­si­ons­punkt der mich auf­hor­chen ließ:
US Hoch­schu­len, Uni­ver­si­tä­ten.

Da ich ja meh­rere Jahre selbst dort unter­rich­tet habe [1999-2001] traue ich mir zu ein 'infor­mier­tes' Urteil abzu­ge­ben - und war mehr als amü­siert vom ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten zu hören die US Hoch­schu­len seien die besten der Welt.

Nichts ist wei­ter ent­fernt von der Wirk­lich­keit als diese Aus­sage.

Wenn man aller­dings nur in den USA gelebt und stu­diert hat und durch die US High­school geschleust wurde, dann kann man wohl zu kei­nem ande­ren Urteil kom­men. Nur wird dadurch diese Aus­sage nicht 'objek­tiv' wahr. Sie ist und bleibt ein Zei­chen des Gedan­kens des Ame­ri­ka­ni­schen Exzep­tio­na­lis­mus - so wie etwa die Unfehl­bar­keit des Pap­stes, ein genauso absur­des Kon­strukt.

Über 60% der Unter­richte in den US Hoch­schu­len (aus­tausch­bar: Col­le­ges; die Begriffe geben Unter­schei­dun­gen vor die in der Wirk­lich­keit des­sen was da gelei­stet wird keine Bedeu­tung haben.) wer­den mitt­ler­weile von aka­de­mi­schen "Nied­rig­löh­nern" mit vie­len Stun­den und knap­per Bezah­lung ohne Aus­sicht auf finan­zi­elle und damit soziale Sicher­heit gelei­stet. Zudem rei­chen schon ein paar Stu­den­ten­mei­nun­gen aus diese recht­lich nur schwach geschütz­ten Lehr-Sklaven zum Strau­cheln zu brin­gen und ins Ufer­lose zu stür­zen. Ein wei­te­rer Anteil von ca. 20% sind Gäste aus dem Aus­land mit maxi­mal Drei­jah­res­ver­trä­gen - die wer­den in die­ser Zeit 'aus­ge­saugt' und ihre Ergeb­nisse wer­den als "Ame­ri­ka­ni­sche Wis­sen­schafts­lei­stung" dekla­riert und ver­wer­tet. Selbst lang­jäh­rig tätige Pro­fes­so­ren sit­zen in Wahr­heit auf "Wackel­po­si­tio­nen".

Es mag man­ches in unse­ren Hoch­schu­len falsch lau­fen und die finan­zi­elle Aus­stat­tung ist oft sehr viel nied­ri­ger als es nötig wäre und als die "Élite-Universitäten" in USA finan­ziert sind - und doch ist die wis­sen­schaft­li­che Lei­stung noch höher bewer­tet als dort. Auch des­we­gen steigt bei uns die Anzahl aus­län­di­scher Stu­den­ten wäh­rend sie in den USA sinkt. 

_________________________________ 

Ver­gleichs­weise die Fir­men­grün­dun­gen - auch da sind Aus­län­der wesent­lich am Wachs­tum betei­ligt ....