Umdenken ist soooo schwer ....

.. Wer ver­ste­hen will, war­um das intel­li­gen­te Wesen Mensch, dem die Über­le­gung, dass auf einem begrenz­ten Pla­ne­ten kein end­lo­ses Wachs­tum mög­lich ist, sofort ein­leuch­tet, zugleich aber Wachs­tum vehe­ment ver­tei­digt und alles Heil vom wei­te­ren Wachs­tum erwar­tet (wes­halb sie/er ja wohl auch eine Regie­rung wähl­te, die dem Volk ein „Wachs­tums­be­schleu­ni­gungs­ge­setz” beschert), soll­te kurz über die bei Phi­lo­so­phen als „Scho­pen­hau­er-Pro­blem” bekann­te Tat­sa­che nach­den­ken, die sich auf die knap­pe For­mel brin­gen lässt: „Die Welt ist im Kopf, und der Kopf ist in der Welt.” Unser Gehirn ent­wickelt eine Vor­stel­lung von der Welt und hält sie für die Wirklichkeit .. "

Ich hat­te schon ver­schie­dent­lich* auf die­se Gren­zen des Wachs­tums und die damit ver­bun­de­nen Fol­gen hin­ge­wie­sen. Wie aber bereits oben im Zitat ange­deu­tet ver­sucht selbst unse­re der­zei­ti­ge "Regie­rung" - bar jeden Sach­ver­stan­des und getrie­ben von der Gier ihre Macht zu erhal­ten - uns weis­zu­ma­chen es kön­ne nur dann "vor­an" gehen, wenn wir es schaf­fen das "Wachs­tum" wiederherzustellen ....

Ehr­li­cher und zukunfts­träch­ti­ger wäre dage­gen end­lich dar­auf hin­zu­ar­bei­ten der Bevöl­ke­rung nicht nur bei uns, son­dern in ganz Euro­pa kla­ren Wein ein­zu­schen­ken und den Göt­zen "Wachs­tum" end­lich vom Sockel zu stoßen.

Bedau­er­li­cher­wei­se bin ich aber Rea­list genug um zu erken­nen, daß die­ser Zustand wohl ohne pau­ken­schla­g­ähn­li­chen Anlaß nicht ein­tre­ten wird - es sei denn, und das hof­fe ich natür­lich noch zu erle­ben, es käme zu einem welt­um­span­nen­den Ereig­nis das den Men­schen die Augen öffnet:
Inso­weit müß­ten wir also den bal­di­gen Zusam­men­bruch des Welt­wäh­rungs­ge­fü­ges, eine Infla­ti­on welt­um­span­nen­den Aus­ma­ßes als eine 'heil­sa­me Erschüt­te­rung des Wachs­tums­glau­bens' und eine 'Chan­ce für einen Neu­be­ginn' begrüßen.


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