Am
Montag, 5. Dezember 2005 titelte n-tv:
Eintagsfliege
Weblogs völlig überschätzt
Zitat:
75 Prozent aller Befragten sind Weblogs ein Begriff, doch nur jeder Fünfte nutzt sie überhaupt und nur vier Prozent besuchen sie regelmäßig.
- da kann ich nur sagen:
- Wo lesen diese Leute denn?
- Wen haben die überhaupt gefragt? [ich blogge seit mehr als zwei Jahren - aber mich hat noch niemand 'offiziell' zu diesem Thema gefragt .... ]
- Wissen die Surfer, die von den Suchmaschinen kommen, denn eigentlich, daß sie z.T. auf Weblogs zu den gesuchten Themen landen? Und wenn ja, kennen sie dann den Begriff "Weblog"?
Der größte Witz ist aber, ausgerechnet BILD-Blog als "einzig lesenswert" zu bezeichnen - da hätte ich noch ein paar mehr - und Bessere(!):
- http://www.shopblogger.de/blog
- http://flash.plasticthinking.org
- http://www.lawblog.de
- http://medienkritik.typepad.com
- http://wirres.net
- http://www.werbeblogger.de
Knallgrau erhebt eigene Daten - war zu vermuten - und ich wünschte mir, die veröffentlichten Daten wären nicht so pauschal bzw. spärlich ausgefallen - da ist 'noch Raum für Verbesserung', also heraus damit, das ist doch spannend ....
[Angeregt durch diesen Beitrag; Auch zum Thema: dort]

Naja ich glaub, dass das an den meisten Leuten einfach vorbei geht. Die Blogosphäre scheint mir von der normalen "WWW-Welt" doch ziemlich abgeschottet. Abgesehen von Suchmaschinen und Blogverzeichnissen gibts ja i.d.R. kaum Gelegenheit auf irgendwelche Blogs zu kommen, zumindest meine Erfahrung. Ich glaub, dass die Erwartungen bei vielen auch einfach zu hoch sind. So nach dem Motto, dass man auf irgendein Blogs geht und auf einmal in einer ganz anderen Welt ist. Kann halt was dauern, bis man Blogs findet, die man auch - mehr oder weniger - regelmäßig liest. Also den "Killerblog", der mich jetzt überhaupt nicht mehr loslässt, hab ich noch nicht gefunden. Bezweifle auch, dass es den überhaupt gibt...
Ist ja bei den "revolutionären" Wikis auch nicht viel anders. Über die Wikipedia hinaus und einige freie Softwareprojekte hinaus kaum benutzt. Mein Vater, der das Internet regelmäßig benutzt, hatte bis vor kurzem nichtmal von der Existenz der Wikipedia gehört ;-).
Wenn man sich die Zahl der Nutzer .... des Internets im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ansieht ist doch in den letzten Jahren einiges passiert .... nach zunächst rasantem Wachstum verlangsamt sich das nun .... und "Ältere" sind immer noch unterrepräsentiert - obwohl gerade deren soziale Fertigkeiten dem (Internet-)Umgang miteinander zum Guten beeinflussen könnten ....
Sicher sind bestimmte Bereiche wie Wikis oder Weblog-Communities weniger bekannt
- ich stelle aber fest, daß es ein rasantes Wachstum durch Hörensagen / Mundpropaganda gibt. Der begrenzende Faktor ist oft nicht der Wille, sondern die Zeit, die zur Verfügung steht ....
Schon während der ca. zwei Jahre die ich hier bin hat sich bei "twoday" Vieles getan. Es sind ständige Umwälzungen zu sehen, einige davon sicher nicht immer zum Positiven. So verschwinden immer mehr Blogs, die auch nochmal ernsthafte Themen aufgegriffen haben, während viel mehr neue Blogs dazukommen, in denen oberflächlicher Tüneff -noch dazu in lausiger Sprache- ausgeschüttet wird. Insoweit steht zu erwarten, daß sich die Entwicklung -über ein Plateau- irgendwann totlaufen wird. Eine Beobachtung, die auch für viele andere Bereiche zutreffend ist.
Das Problem mit "Information" per Elektronik ist eigentlich die ungeheuer wachsende Verfügbarkeit:
In dem immer umfangreicher werdenden Wust kann niemand -auch Google nicht!*- die Übersicht behalten. Wichtiges wird unter einem Haufen elekronischem Müll zugeschüttet ....
Wer da an endloses Überleben einer bestimmten Kommunikationsform glaubt muß außerordentlich blauäugig sein ....
* Im Gegenteil:
Die Suche dort fördert mit wachsender Tendenz Dinge zutage, die eigentlich nicht gemeint sind, wenn man sucht ....
Das kann schon gut sein. Ich glaub das Problem mit dem umfangreicher werdenden Wust ist einfach, dass die Daten einfach zu unsortiert sind. Früher, als Yahoo als Webverzeichnis noch nützlich war, hab ich da immer wieder den einen oder anderen interessanten Link gefunden - es war halt alles so schön sortiert. Google hats dann entgültig alles durcheinander gebracht. Aber hab grad auf Wikipedia was zum Thema semantisches Web gesehen. So kann jede Website im Voraus sortiert werden. Das würde eine Websuche doch stark erleichtern...
Naja jetzt bezogen auf die Blogs ists natürlich sone Sache, weil viele Blogs sich schwer in eine Kategorie legen lassen - vermutlich ist deshalb auf das weblogverzeichnis.de so nutzlos (wie ich finde)...
Klar, .... ein Weblogverzeich nützt nur begrenzt:
Was ich kenne hat zusätzlich zum Namen noch ein paar Informationen zum Inhalt - aber da fängt es schon an, denn ich wüßte heute nicht, wie ich mein Blog hier kennzeichnen sollte. Mir gefällt z.B. die Bezeichnung "Kraut & Rüben" - das läßt mir genügend Freiheit ....
Ja, es ist selten geworden, daß man etwas wirklich Neues, Interessantes findet - deswegen meine ich ja auch, dazu könnten Weblogs einen Beitrag leisten: Links mit Hinweisen auf den Inhalt - das spart stundenlanges Suchen ....