Durchblättern der Zeitung heute Nachmittag habe ich ein paar Todesanzeigen gelesen. Eigentlich nicht "gelesen", sondern überflogen, mit Fokus auf die Geburtstage der Verblichenen.
Als ich damit durch war habe ich einen Apfel-Streuselkuchen aus der Gefriertruhe geholt und beschlossen, mich von jetzt an mehr auf "geniessen so lange es noch möglich ist" einzustellen ....
hatte ich die Sahne zum Kuchen schon erwähnt?

*mmmh*, apfelstreuselkuchen... wo du recht hast, hast du recht!
eigentlich immer eigentlich sollte man immer so leben, als wäre es der letzte Tag. Und eigentliche leben wir auch nur heute. Nicht gestern und nicht morgen. Also rein mit den Torten. Plus Sahne. Aber vorsicht mit den Salmonellen-- sonst ergeht es Ihnen wie mir- Darmverschluss...
@ thisandthat
Dabei war's eine Kettenmarke, nicht 'mal "C&W" - aber ich tu immer noch eine Prise Zimt drauf .... köstlich!
@ chaetzle
Das mit den Salmonellen oder etwas ähnlichem hatten wir letzte Woche nach Freitags-Käsekuchen vom Bäcker(!) ....
Und ab und an Sahne darf doch wohl - wenn man ansonsten nicht jeden Tag Schweinebraten oder Haxe auf dem Tisch hat .... "ausgewogen" halt ?
Gegen Sahne ist nichts einzuwenden.
(Bei Essen im Restaurant und bei fertig belegten/bestrichenen Broten etc. besteht leider
oftmanchmal Vergiftungsgefahr, vor allem, wenn man sich vom Kellner etwas empfehlen lässt. Aber das wissen Sie ja.)In unseren .... Breiten scheint mir die Gefahr einer Vergiftung nicht ganz so groß - und schließlich kann man sich ja auch noch auf seine Sinne verlassen .... wenn es dann doch soweit kommt: Medizinische Kohle in Tablettenform, bindet Stoffwechselgifte der Erreger und reduziert die Peristaltik des Darmes ....
Das ist hier also doch die virtuelle Selbsthilfegruppe für heimliche Hypochonder. Weiß ich ja nun, welche Geschichten ich sonst noch in meiner Umgebung erzählen könnte ... ;-))
Apropos: Sahne mit Süßstoff kann allergische Reaktionen und/oder körperliche Schwellungen auslösen.
@ wvs Ja, Sie haben recht: sooo häufig kommt das nicht vor, und wenn man "Gefährliches" wie Fischsalat mit Mayonnaise, längere Zeit warmgehaltene, empfindliche Speisen etc. vermeidet und seinen Sinnen vertraut, kann man das Risiko stark minimieren. Ich bin sehr vorsichtig, wenn es ums Essen geht.
"...körperliche Schwellungen auslösen."
In welchem Bereich?
Im Hals. Wo sonst ... ;-)
Von Haus aus .... habe ich eine stabile Gesundheit, daher selten Probleme.
@ Morgaine:
Hier ist keine Selbsthilfegruppe, hier wird praktische Lebenshilfe gegeben - das ist ein himmelweiter Unterschied!
Hypochonder sind mir ein Greuel ....
Und was "Süßstoff" angeht:
Der macht nicht nur Schwellungen, sondern auch häßliche Durchfälle, wenn man zuviel Getränke, die damit gesüßt sind, zu sich nimmt.
Am besten nimmt man nur Zucker, aber davon die Hälfte dessen, was im Rezept steht - nichts sagen, dann merkt es keiner ....
wenn ich mich auch noch äussern darf-- Sü?stoff macht nicht nur Durchfälle und Schwellungen, Aspartam z.B. wird in der Schweinemast eingesetzt. Auch Menschen bekommen dadurch vermehrt Gelüste... Ausserdem war vor Jahren eine Studie, die besagt, dass Süßstoff Blasenkrebs fördert.. Abgesehen von den Störungen im Hirn (ADHS...)
Zum Zucker: statt raffiniertem Zucker kann man Fructose nehmen- ist natürlicher.. Oder am besten gar nichts dergleichen.
Die süße Alternative Stevia Ich gehe davon aus, dass Sie Heilpraktikerin sind und damit gewissen Standesregeln unterliegen, bestimmte Empfehlungen also nicht aussprechen dürfen? Zu Nebenwirkungen von Süssstoff wie Aspartam oder Saccharin gibt es genügend Studien im Internet genauso wie Material über die Süßstoff-Industrie ...
Es gibt eine Alternative: Stevia. Seit Jahren jedoch schafft man es weder in Europa noch in den USA, das Süßkraut als Lebensmittel zuzulassen, in Reformhäusern wird alleine die Frage danach schon fast als Unverschämtheit betrachtet, lediglich als Badezusatz kann man es meines Wissens in der Schweiz? erhalten. Näheres zu Stevia siehe zum Beispiel hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stevia_rebaudiana
nicht nur in der schweiz bei uns erhält man es im Reformhaus als : Achtung:
"färbemittel"
Es ist offiziell als Süssmittel nicht zugelassen, das stimmt. Aber fragen Sie mal im Reformhaus.. (den genauen Namen des Produktes kann ich mir leider nie merken- könnte ich aber nachfragen, wenn es Sie interessiert)
Ja, sehr gerne hätte ich diesen "Färbemittel-Tipp" von
Ihnen... ;-)
morgen hier an dieser Stelle. muss meine Tante fragen- die süsst seit längerem mit dem Kraut...
Jetzt ist das Blog hier doch zu einer Selbsthilfe- Gruppe geworden.. ;-)
Sieh an, .... sieh an, welche Freude - nun ist Stevia (Zuckerersatz) "in". Ein Glück, daß der "lange Arm" von Monsanto (noch) nicht nach Europa greift - oder doch?
Mal völlig ohne Ironie:
Anstatt mit wer-weiß-was herumzuprobieren scheint es mir doch angebracht, auf eine bewährte Substanz: "Zucker" zurückzukommen .... da braucht man keine Studien, da weiß man: Zuviel macht dick - zuwenig macht müde & kraftlos!
Aus der Arzneimitteltherapie ist doch bekannt:
Was nicht wirkt hat auch keine Nebenwirkungen - warum sollte das bei Nahrungsmitteln anders sein?
Was die positiven Nebenwirkungen von Stevia angeht:
Es verwundert nicht, daß ein Glykosid Wirkung auf das Herz - und damit auf den Blutdruck hat.
Und was das "Abnehmen" angeht:
Weniger Zucker = weniger Kalorien = weniger Einlagerung als Fett ....
Es kommt aus meiner Sicht nur auf die Ausgewogenheit an: 1⁄3 KH; 1⁄3 Prot.; 1⁄3 Fett und der Rest Ballaststoffe - damit bin ich 60 geworden, bin "kernig" und brauche nicht ein Medikament! Und ja, ich esse Zucker, Butter, trinke nach wie vor ca. 4 Ltr. Milch/Woche ....
*edit*
Aber bitte verstehen Sie das jetzt nicht falsch, meine Damen:
Ich bin schon interessiert zu erfahren, was es mit Stevia auf sich hat und vor allem, wer es anbietet ....
PS:
Tut mir leid, daß ich mich nicht eher gemeldet habe. Ich mußte zwischendurch nach Hamburg fahren ....
@wvs Ich stimme Ihnen schon zu, wenn Sie sagen, man sollte auf bewährtes zurückgreifen. Aber leider zeigt die Praxis, und meine Erfahrungen, dass oft das Bewährte zu überschiessenden Reaktionen im Körper führt. Und eine Substanz, die bei vielen Menschen reagiert, ist Zucker. Das habe ich am eigenen Körper erlebt. Ich habe eine Unverträglichkeit auf Zucker (keine Allergie!!). Das ist bei mir jetzt nicht so schlimm, da ich keine Grunderkrankung habe, aber Zucker ist einfach schädlich für mich. Das gilt nicht für jeden. Und das ist das Problem: die Pauschalisierungen. Sicherheit bietet da erst ein Test auf Nahrungsmittelunverträglichkeit ( z.B. der Test des Welltec Labors, mit dem ich zusammen arbeite: http://www.well-tec.com ). Dieser ermittelt individuell auf den Körper (Blut) des Betroffenen, was er verträgt und was nicht.
Wissen Sie, wo die Industrie überall Zucker reinmischt??! Es gibt kaum ein (Fertig) Produkt, das keinen Zucker enthält. Da ist es einfach zu sagen, soundsoviel Kohlenhydrate am Tag, soundsoviel Eiweiss. Es sind die versteckten Kohlenhydrate (Zucker), die schädigen. Das beginnt mit TiefkühlGemüse (Gemüse!!), geht über Wurstwaren und endet bei Konservenerbsen. Zucker hat viele Gesichter. Er ist sogar in Zahnpasta enthalten (!!). Wo doch Zahnpasta Zucker von den Zähnen fernhalten sollte?! Wie oft drehe ich im Supermarkt die Packungen in der Hand herum, und lese die Angaben. Eigentlich kann ich die Hälfte aller Produkte wieder zurückstellen. (Zumindest ernähre ich mich dadurch von frischen Lebensmitteln- frisches Gemüse und Obst etc)
Dass die deutschen Behörden einen Naturstoff wie Stevia nicht zulassen, besagt noch gar nichts. Schon gar nicht eine schädigende Wirkung. Warum lassen die Behörden z.B. Glutamat zu, das nachweislich ein starkes Nervengift ist??!!! Weil die geldgebende Industrie dahinter steht. Und Geld regiert die Welt. Dummer Spruch, aber leider wahr. Und so gibt es massenhaft Beispiele.
Die Aufsichtsbehörden taugen nichts. In vielerlei Hinsicht.
Man nehme z.B. die Arzneimittelkomission: letztes Jahr wurden fast 6000 (!!!) pflanzliche Arzneimittel vom Markt genommen, weil angeblich deren Wirsamkeit nicht nachgewiesen wäre. Obgleich diese Mittel schon Jahrzehnte auf dem Markt waren, und KEINERLEI Nebenwirkungen besaßen. Andererseits lies die Komission zu, dass ein nachweislich tödliches Mittel aus den USA wie VIOXX (Anti-Rheumatikum) auf den Markt kam. Auch da war das Geld die Triebfeder. Der Hersteller des Mittels stand kurz vor der Pleite. Das Präparat hat ihm Geld eingebracht. Studien wurden gefaked, fanden teilweise nicht statt. Erst im Nachhinein kamen Todesfälle ans Licht. Das ist Mord. Und so geht es bei vielen Arzneimitteln.
Nur weil in Deutschland etwas auf dem Markt ist, heisst das noch lange nicht, dass man sich darauf verlassen kann, dass es gut (und gesund) ist. Leider. Man sollte sich da schon ein wenig auf das eigene Intuition verlassen. Aber die haben die meisten schon verloren.
PS: ich finde Ihren Satz gut, dass Sie sich ausgewogen ernähren und von allem etwas. Wir hätten weniger Unverträglichkeiten, wenn alle so essen würden. Es ist die Einseitigkeit, die auf Dauer Probleme schafft. Der Körper kann das nicht verarbeiten.. Ein Grund wesahlb Sie so gesund sind... Weiter so!
Ich könnte jetzt hier Seitenweise weiterschreiben- Unverträglichkeiten sind mein Steckenpferd... ;-)
@ chaetzle Ich war gut fünfzehn Jahre in der pharmazeutischen Industrie beschäftigt und kann Vieles von dem bestätigen, was Sie - mit Recht - monieren. Unterschiedlich sehen wir sicher einige Ansätze. Als ich für eine Kölner Naturheilmittelfirma (Organextrakte) ein Symposium veranstaltete, habe ich bei den Vorgesprächen mit potentiellen Vortragenden äußerst differierende "Vorstellungen" gesehen, was mein Vertrauen zur Leistung der Berufsgruppe - gelinde gesagt - erschüttert hat! Wobei ich ergänzen muß, daß ich zu manchen Repräsentanten der Schulmedizin auch nicht viel Vertrauen habe ....
Die Arzneimittelzulassung ist in der Tat ein Witz: Überbürokratisiert, unflexibel, in großen Teilen entweder unfähig oder von der Industrie gekauft .... eine "Aufsicht", wie sie der Auftrag suggeriert, findet nicht statt .... der kleine Haufen aufrechter, fähiger Mitarbeiter kann gegen den Rest und das Beharrungsvermögen der Institution nichts ausrichten ...
Tatsächlich sind Pauschalisierungen hier problematisch. Das gilt offenbar für den ganzen Ernährungsbereich, also auch in puncto "Wie-werde-ich-nicht-dick". Ich beispielsweise konsumiere (schon nur in jedem Kaffee) eine Unmenge von Zucker, ohne dabei zuzunehmen oder sonst eine Unverträglichkeit zu entwickeln. Und Sie, Frau chaetzle, reagieren darauf gerade anders. Ich werde oft bestaunt, wenn ich am Morgen als Zwischenmahlzeit eine Tafel Schokolade aufesse, und merke dabei vor allem, wie unterschiedlich verschiedene Menschen auf verschiedene Nahrungsmittel reagieren.
Auch ist interessant, was Sie über die Pharmaindustrie schreiben. Ich glaube auch, dass Geld die Welt regiert, aber gleichzeitig halte ich das nicht für eine abschliessende Beschreibung der Funktionen und Zusammenhänge auf der Welt. Sicher betreibt diese Industrie ein starkes Lobbying, und zugleich ist sie so wichtig für unsere (gerade hier in CH) Volkswirtschaft, dass sie auch dann noch genug von den Politikern gehätschelt würde, wenn sie keinen einzigen Cent für PR, Lobbying, Sponsoring und Korruption einsetzte. Vieles ist also auf diese Wichtigkeit der Industrie und den daraus resultierenden, gleichsam natürlichen Einfluss auf die Politik zurückzuführen. Gleichwohl wäre es zu einfach, alles nurmehr mit dieser Brile zu sehen.
Als in der Schweiz vor kurzem die Homöopathie und weitere sog. alternative Heilmethoden aus der allgemeinen gesetzlichen Kranken-Grundversicherung gekippt wurden (Effizienz und Wirtschaftlichkeit sei nicht nachgewiesen), habe ich in der riesigen Debatte irgendwo gelesen, dass das Bundesamt für Gesundheit hier nicht halten möge, sondern nun auch konventionelle Medikamente und schulmedizinische Therapien mehr oder weniger systematisch auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit röntgen wolle. Von den klassischen schulmedizinischen Medikamenten hätten nämlich bloss ungefähr ein Drittel in Doppelblindstudien nach modernem Qualitätsverständnis überhaupt bewiesen, dass sie wirksam sind.
Und genau solche Studien hatte man von der Homöopathie et al. verlangt...
Daraus kann man nun schliessen, was man will. Erstens: das BA für Gesundheit soll nur so weitermachen und auch die Schulmedizin überprüfen, aber faire Kriterien für alle anwenden und alle mit gleichen Ellen messen. Zweitens: Dass so viele schulmedizinische Präparate und Therapien nicht nachgewiesenermassen wirksam sind, gleichwohl aber von der gesetzlichen Versicherung vergütet werden, ist zum grossen Teil historisch bedingt und hat weniger mit dem Einfluss der Schulmedizin zu tun. Früher hatte man andere Standards.
Heute sollte meiner Ansicht nach zugelassen sein, was nicht schadet, und gesetzlich vergütet, was nützt. Schulmedizin hin oder her.
@rvs :-) ich weiss, dass es in meiner Berufsgruppe einige Personen gibt, die ein extremes Denken (und Handeln) an den Tag legen. Es ist wie mit allen Extremen- es ist schädigend. Zum einen bringt es die ganze Berufsgruppe in Verruf (und den haben die HP schon fast weg), zum anderen beschneiden diese Menschen sich in ihrem Wissen und Geist. Man muss zu allen Seiten offen sein.
@ chaetzle Es ist in der Tat bedauerlich, wenn Einzelne den guten Ruf eines Berufsstandes herabziehen. Umso wichtiger ist es, daß alle Anderen nach außen das Gegenteil darstellen ....
Stevia-- @morgaine das Stevia gibt es in Naturkostläden unter "Pflanzenfarbe Stevia grün" kostet ca 3 €. auf der Packung steht noch: Thomas Jeckel, Stadler Mühle, PLZ 92549 . Und "Wurdies" keine Ahnung ob das die Firma oder der Ort ist... Stevia trägt das Öko Siegel. Sofern man daran glaubt...
eine Packung hält ewig. man braucht höchstens eine Fingerspitze voll. Sonst wird alles zu süss.
@chaetzle:
Dankeschön! Werde mich nachher gleich auf die Suche begeben und Laut geben, wo ich es gefunden habe. Herr WVS, Sie haben hoffentlich nicht einen Zuckerbaron zum Freund (gehabt)? Wie gut, dass wir hier anonym bloggen, die Recherche wäre doch hoffentlich selbst für Monsanto ein bisschen aufwändig ...
Wie von Ihnen bereits beschrieben, Frau chaetzle, ist eines der Übel von Zucker und Süstoff, dass sie überall enthalten sind. Ein weiterer Punkt: Sie müssen nicht ausgewiesen werden, da wir in Deutschland keine Verpflichtung zur Volldeklaration bei Food und Non-Food haben. Da mir von Süßstoff übel wird, hilft also nur die Trial-und-Error-Methode oder die Angabe "Zucker" auf der Verpackung, bei der ich dann wenigstens sicher sein kann, dass nicht auch noch zusätzlich Süßstoff im Produkt enthalten ist.
Die Aufschrift "Volldeklaration" auf der Verpackung sollte also eigentlich ein Zeichen dafür sein, dass man die Verbraucher ernst nimmt. Ich will nicht zu weit vom Thema abweichen, aber diese Angaben sind mir z.B. bei der (leider etwas anthroposophisch angehauchten) Firma Weleda aufgefallen, deren Produkte wie Haarwaschmittel oder Deo ich ab und zu benutze. Der Druck der Verbraucher sollte in Richtung dieser Volldeklaration gehen. Ich werde wohl nicht die einzige sein, der nach Genuß bestimmter Lebensmittel übel wird oder allergische Reaktionen nach der Benutzung von Produkten wie beispielsweise Cremes zeigt.
@ Morgaine Bei Weleda (US-Tochter in Sacramento, CA) sollte ich 'mal Marketingdirektor werden - interessante Produktionsstätte, alles wird nach Mondkalender gesät, gepflegt und geerntet. Eine Riesenanlage sehr versteckt, mitten in einem hochpreisigen Wohngebiet. Eine jener "Understatement"-Erscheinungen, zur Straße hin nicht zu erkennen, da im UG eine Art Lebensmittelladen zu finden war. Gerade wegen der "anthroposophischen Sicht" - die ich so extrem gelebt nicht teilen konnte, wurde nichts daraus. Aber die Produktionsleiterin hat mich in die Berge zum Lake Tahoe eingeladen und wir hatten einen erlebnisreichen Tag in Nord-Kalifornien ....
Denken Sie nur nicht, Monsanto hätte nicht längst Wind davon bekommen, daß Sie "Stevia statt Zucker" propagieren ....
Sie wissen doch: "Big Brother is watching you!"
Herr WVS, Sie müssten mich mittlerweile gut genug aus meinen Beiträgen kennen, um daraus bereits meine Antwort zu erahnen: Das ist mir ja sowas von egal! Wer meint, dass es ihm gefällt und noch etwas lernen kann, darf gerne zusehen ... ;-)
Erfahrung mit anthroposophischen Betrieben habe ich auch ein wenig. Es imponiert mir, wenn Kapital nicht akkumuliert, sondern zum Aufbau neuer Betriebe eingesetzt wird, wie das ein anthroposophischer Unternehmer-Verband machte, an dessen Sitzungen ich ein Mal teilnehmen konnte. Weniger imponiert hat mir die doktrinäre Haltung der Mitglieder dieser Weltanschauungsgemeinschaft, die ich kennenlernte. Ich habe beispielsweise erst mal an einem Arbeitsplatz die Buchhandlung umgekrempelt, ohne jemals zuvor in diesem Bereich gearbeitet zu haben, das ganze Sortiment aktualisiert, den Umsatz dann innerhalb eines Jahres um 1⁄3 hochgebracht, was ich erst aus der BWA erfuhr, die zufällig auf dem Tisch lag, da ich selbst zu sehr ein "Schmetterlings-Charakter" oder so ähnlich sei, noch nicht eingeweiht, offenbar zu unernst und zu oft die Häkchen an den Reiseaufträgen der Verlagsrepräsentanten vergessen hatte. Na ja, aber zum Beflügeln des Herzens des Antroposophen war der Schmetterling dann anscheinend doch nicht zu wenig anthroposophisch ... Dieser allerdings hatte auf derart Doktrinäres absolut keinen Appetit. Zumal ich regelmässig die Anwerbemethoden in der Buchhandlung, die selbstverständlich überhaupt keine waren, der Eltern mitbekam, die ihre Kinder in die heile Zwergen- und Feenwelt geschickt hatten und nun zu gründlichem gemeinsamen Studium unter Anleitung angehalten wurden. Selbstverständlich alles zum Wohl der Kinder. Wenn man seine Kinder auf eine Waldorfschule schickt, sollte man wissen, dass die Anthroposophie die Grundlage dieser Pädagogik ist, und beides kann einfach nicht voneinander getrennt werden.
Diese Firma jedenfalls war ein doktrinärer Möchtegern-Big-Brother mit derart rigider Handlungsanleitung zum Sektierertum, auf den ich nicht anders als abweisend reagieren konnte. Eine Binsenweisheit zwar, aber: Eine Organisation sollte daran gemessen werden, wie unvoreingenommen und offen sie mit ihren eigenen Mitgliedern umgeht und sie ganz einfach als erwachsene Menschen behandelt.
Entschuldigen Sie meine nicht ganz ernsthaften Anmerkungen am Ende des Beitrags. Es muß schon etwas daran sein, wenn meine Frau mir rät, meine Witze zu erklären, weil sie sonst niemand verstünde ....
Ein Blick von Außen auf ein Unternehmen ist oft sehr aufschlußreich & vor allem lukrativ ....
Um dann zu ihrem letzten Satz zu kommen:
Ich wünschte, man ließe alle angehenden Manager diesen Satz auswendig lernen ....
@morgaine mal abgesehen, dass die weleda Arzneimittel (oder auch die der anderen Anthroposophischer Betriebe) wirklich hervorragend sind (Iscador- das "Krebsmittel"!!)- die Anthoposophen sind ein Völklein für sich. Manchmal kommt es mir auch so vor, wie Sie schon sagten, dass es etwas von Sektentum an sich hat. Und wie es mit so Sekten ist: es gibt die unteren Ränge und die oberen. Viele Eltern, die ihre Kinder auf die Waldorfschule schicken, haben eigentlich keine Ahnung von Anthroposophie. Man muss auch dazu sagen, dass die Lehre Rudolf Steiner so komplex ist, dass die wenigsten in der Materie überhaupt einen Durchblick haben. Steiner war ein hochvergeistigter Mann.
Ich bin auch nicht uneingeschränkter Waldorf-Fan. Ich finde die Ansätze toll. Die Kreativität, die gefördert wird. Das Musische. Diese Bereiche fehlen heute in Allgemeinbildenden Schulen absolut. Und gerade diese Bereiche sind doch wichtig für die Entwicklung beider Gehirnhälften. (Ich spiele z.B. auch die Leier- ein Saiteninstrument, das von Steiner entwickelt wurde-- nein, ich war auf keiner Waldorfschule)
NAtürlich haben es Waldorfkinder irgendwann im Berufsleben schwer- sie haben nie wirklich gelernt, sich durchzusetzen (z.b. können sie nicht einemal "sitzen bleiben" in der Schule).
Und ja, die Anthroposophen fühlen sich manchmal als Erleuchtete. Und als Aussenstehender hat man es schwer, in diese Gruppe zu kommen. Es ist ähnlich der Freimaurer in ihren Logen (von denen ich auch welche kenne)- man kommt nur durch "Paten" rein. Werden Sie für nicht würdig empfunden- haben Sie schon gleich gar keine Chance mehr.
Entwerder man ist Anthroposoph von ganzem Herzen, lebt nach Steiners Lehre oder man hat da nichts zu suchen. Das sind die Hardliner. Leider sind deren Scheuklappen enorm.
Da ich ein Problem mit Gruppenzwang habe, könnte ich dem "Verein" nicht beitreten. Was nicht heissen soll, dass ich von Steiners Lehre nichts halte. Wie gesagt, er war ein geistiger Überflieger, und so manches aus seiner Lehre hat Bestand.
Ja, dieses Empfehlungssystem habe ich kennengelernt. Und mich lieber zurückgezogen. Nur eine Andeutung hier: Der Schmetterling wußte zwar, dass er frischen Wind nach Köln hätte bringen können. Aber es war ihm dann doch zu viel ostpreußische Vergangenheit aus dem Munde der Erbin der Waffenfabriken ans Herz gelegt worden ...
Frau chaetzle, die Waldorf-Pädagogik sieht ja neben den von Ihnen beschriebenen musischen auch die Ausbildung handwerklicher und landwirtschaftlicher Fertigkeiten vor, etwas, was ich mir sehr für alle Schulformen wünschen würde. Wie gut würde es vielen SchülerInnen beispielsweise tun, den Bildhauer-Kurs machen zu dürfen. Soviel ich weiß, gibt es allerdings in Berlin? bereits entsprechende Projekte für HauptschülerInnen. Problematisch wird es immer dort, wo die Ideologie durch die Hintertür in den Lehrplan kommt. Ein Beispiel: Eine Lehrerin der Klasse 12 bat mich für ihren Unterricht im VLB nach Material zu einem Philosophen - ich habe vergessen, wer es war - zu recherchieren. Als die Bibliographie dann fertig war, empörte sie sich, dass sie doch bitte ihren Schülern nur das vermitteln wolle, was Rudolf Steiner über diesen Philosophen geschrieben hatte. Ein sehr selektiver Blickwinkel von Bildung, wie ich finde.
Sie sagten, dass die Waldorf-Schüler nicht gelernt hätten, sich später durchzusetzen? Ist es nicht so, dass es eine 13. Klasse gibt, die zur allgemeinen Hochschulreife hinführt und die gefürchtet und gleichzeitig beliebt ist unter Waldorfschülern, weil dort sämtlicher bis dahin fehlender Lernstoff sowie gewisse "Durchsetzungsstrategien" vermittelt werden? Abgesehen davon weiß aus Köln, dass nach dem Umzug des Gymnasiums in den sozialen Brennpunkt Chorweiler die SchülerInnen in Selbstverteidigung unterrichtet wurden. Die raue Wirklichkeit tut manchmal eben doch gut ... Außerdem gibt es durchaus humorvolle und selbstkritische Absolventen der Waldorf-Schulen. Bei einem Schulfest standen zwei Ehemalige vor mir in der Schlange am Büffet und sahen gemeinsam aus dem Schulfenster auf die Felder vor der Tür:
"Guck mal, die haben mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut und die Schafherde da draußen extra für uns gemietet".
Beitrag zum Thema Unverträglichkeiten ich habe nun doch in meinem Blog zum Thema Unverträglichkeiten einen Eintrag geschrieben- wenn es interessiert: http://gedankenspiele.twoday.net/stories/888025/
(Teil1) Teil 2folgt...
Interessantes Thema. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass Unverträglichkeiten eine Frage des (körperlichen) Zustands sind. Das System Mensch hat doch eigentlich eine ganze Menge an eigenen Selbstverteidigungs- und Reparaturmöglichkeiten.
Herr WVS, Sie scheinen wirklich gute Freunde zu haben ...
http://humanarystew.twoday.net/stories/889767/
Liebe Frau Morgaine, .... ich mach' schon 'mal das Licht im Kellereingang an .... :c)
Danke aber für den Link. Ich habe mich köstlich amüsiert. Herr human war ja schon früher der Meinung, ich sei nicht der, der ich vorgebe zu sein - Recht hat er!
In Wirklichkeit bin ich ein Highlander und lebe schon gut 1800 Jahre ....
Highlander? Bitte nicht. Obwohl: Es betrifft mich ja nicht. Sonst würde ich nämlich wirklich wieder in den Keller gehen, dieses Mal dann allerdings nicht zu Schämen, sondern zum Heulen.
Es war die traurigste Szene, die ich je gesehen habe, vor allem, wenn man sie weiter denkt ... ER ist unsterblich, wird weiterleben, doch SIE ist alt geworden und wird bald sterben. SIE möchte nicht, dass er sie ansieht, doch ER streichelt SIE, sagt ihr, dass solange er leben wird, SIE für ihn immer die schönste Frau bleiben wird ... Ich gehe denn mal in den Keller ...
Halt. Stopp! Doch lieber nicht wieder in die Versenkung ... Sie sind ja zum Glück wie viele von uns auch eine multiple Persönlichkeit, ein wenig Highlander, ein wenig WVS, ein bisschen dieser und jener.
Herr WVS, ich glaube, es ist schön bunt hier. Und die Herren und Damen von der PR-Abteilung mögen das einfach zu gerne.
Nun machen Sie .... aber 'mal halb lang, Highlander ist doch eine tolle Sache. Ich denke gerade wieviel Information sich in sich vielen Jahren ansammelt .... na gut: Solange nicht "gespaltene Persönlichkeit" ist mir jede andere Variante recht ....
Klar ist Highlander eine tolle Sache. Vor allem die schönen langen Haare des Mannes in dieser Szene, mit der er das Gesicht der Frau bedeckt. Steh' ich wirklich drauf ... ;-)
Informationen? Welche Informationen? Ich fürchte, bei diesem Mann würde ich glatt alles vergessen, was nicht unbedingt zum näheren Zusammenleben notwendig ist. ER dürfte dann nur nicht allzu oft auch noch den Gekreuzigten spielen. Upps. Falscher Film. Ich verwechsle da gerade wohl Christopher Lambert und Mel Gibson ... Ja ja, typisch Frau, schaut wieder mal nur auf's Äußere ... Mir wäre das vollkommen egal, ob da nun eine gespaltene Persönlichkeit vorliegt oder nicht.
OK, ich versuche .... zu sortieren:
"Yep" hätte blackbox formuliert, "das kann nur ein Highlander vorweisen .... "
"Yep" hätte die Spinnenfrau gesagt, "genau der Typ, der sich bei mir mehr als unbeliebt macht." Hatte Blackblox etwa noch Morgaines Story über frauenverstehende Gurus in Erinnerung? DAS kann einfach nicht klappen, wenn ein allzu sehr in seine eigenen Fähigkeiten verliebter Guru versucht, eine Hexe zu bezaubern.
Ich sehe schon .... weder ein Typ mit allen Attributen,
noch einer mit vereinzelten Attributen ist richtig:
"Typisch Frau .... nichts kann man recht machen .... "