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bookmark_border"buttons"

So um 1970 wur­den 'but­tons' bei uns hier in "D" modern .... ich hat­te eine statt­li­che Samm­lung, habe sie aber irgend­wann bei einem der vie­len Umzü­ge ent­sorgt .... Sol­che 'but­tons' drücken Stim­mun­gen aus. Heu­te habe ich daher wie­der einen 'but­ton' gekauft:
Ich war stin­kig, weil ich die Rech­nung für den Abfall-Con­tai­ner in der Post hatte:


€809,20 ....

Das ist mehr als das, was ich für das gesam­te Mate­ri­al gezahlt habe ...!


 


bookmark_borderFragen über Fragen ....

Klei­ne Aus­wahl der Fra­gen aus dem letz­ten Monat ....

  • Els­fleth, Nds.:
    "einen satz schön for­mu­lie­ren"
    Gin­ge es etwas genau­er? Wel­cher Satz soll 'schö­ner' for­mu­liert werden? 
  • Her­ten, NRW:
    "imbiss vorm bau­markt"
    Dar­an habe ich auch schon gedacht, erst kürz­lich. Es muß sich irgend­wie loh­nen, sonst wären die nicht da .... 
  • Düs­sel­dorf, NRW:
    "wie man­ner sich die frau­en wuen­schen"
    Das könn­te ich ver­ra­ten - aber dann hät­te ich hier Zoff mit den Bloggerinnen .... 
  • Ilmen­au, Thür.:
    "rus­sen in der gol­de­nen aue"
    Ich dach­te immer Rus­sen leben in Russland .... 
  • Fürth, Bay.:
    "hüh­ner­ei männ­lich oder weib­lich?"
    Eine Vari­an­te der 'Henne-oder-Ei'-Frage ...?
  • Das­sel, Nds.:
    "begriffs­er­klä­rung von sün­de"
    Oh, oh! War das nun Sün­de oder nicht ...? 
  • Biel, (Bern), Schweiz:
    "ver­kehr­te adern strom"
    Zing! Autsch! Das kommt davon, wenn man die Adern vetauscht .... 
  • Lüden­scheid, NRW:
    "mono tas­king"
  • Hude, Nds.:
    "frau­en sind mul­ti task fähig"
    Ob nun 'mono' oder 'mul­ti': Haupt­sa­che, die Arbeit wird erledigt ....
  • Cel­le, Nds.:
    "Bil­der­su­che (GG)(!) - deut­sche stim­me von lisa simpsons"
    Ja, was denn nun? Stim­me? Bild? Oder was?

bookmark_border29.01.2004

Am 29.01.2004 habe ich mit dem Titel "Bemer­kun­gen über Inno­va­ti­on" begon­nen bei "two­day" zu blog­gen und es sind 3.360 Bei­trä­ge dar­aus gewor­den. Der 'Anfang' ist schon so lan­ge her daß ich selbst erst 'mal nach­schau­en muß­te was ich da geschrie­ben habe .... 

Dar­auf gekom­men bin ich - wie­der ein­mal - zufäl­lig, denn es gibt einen "Zeit­strahl der Blogs" aus 2007 .... nur ist die Aus­wahl der dort auf­ge­li­ste­ten Blogs - wie üblich - unvoll­stän­dig und von einem gewis­sen 'eli­tä­ren' Sno­bis­mus getra­gen .... Es sind die 'übli­chen Ver­däch­ti­gen': "Alpha-Blog­ger" ist da wohl der gebräuch­li­che Name .... [Blog]


PS
Zu dem Inhalt des ersten Bei­trags ste­he ich auch heu­te noch - gleich­zei­tig ist es der Beweis, daß sich in den nun­mehr fast fünf Jah­ren nichts geän­dert hat - leider!


 

bookmark_borderToskana: Blick zurück .... (I)

 
 "Tür­klop­fer" - und davon gab es eine gro­ße Auswahl ....


[acx_slideshow name="Türklopfer" height="420px" width="360px"]

*edit*
Das Pro­gramm hier­für wur­de aus dem *word­press* plug­in pool herausgenommen.
Ich wer­de die Bil­der dem­nächst wie­der ver­füg­bar machen ....

bookmark_borderTanz ums 'Goldene Kalb' ....

Ich bin ja bestimmt kein reli­giö­ser Eife­rer und rut­sche auch nicht auf Knie­en über Kir­chen­bö­den um Ablaß für mei­ne Sün­den zu bekom­men .... den­noch muß ich bei der augen­blick­li­chen Lage in Euro­pa und U.S.A. - dort mehr als hier - an den Tanz um das 'Gol­de­ne Kalb' denken ....

Die 'Gol­de­nen Käl­ber' des "Frei­en Mark­tes" - nach und nach 'geschlach­tet':
2000 die 'New Economy'-Blase platzt,
2007 die Immo­bi­li­en-Bla­se platzt,
2008 die Invest­ment-Bla­se platzt,
???? die Kre­dit-Kar­ten-Bla­se platzt.

Als Klein­kind, an mei­nem drit­ten Geburts­tag, habe ich die letz­te "Wäh­rungs­re­form" nur bedingt wahr­ge­nom­men .... mein Vater hat­te durch Tausch­ge­schäf­te ein Schau­kel­pferd besorgt. Ich erin­ne­re mich nicht mehr dar­an, kann es aber durch ein ent­spre­chen­des Bild rekonstruieren ....
Jetzt, als Erwach­se­ner, könn­te ich auf Schau­kel­pferd und eine Wie­der­kehr der Wäh­rungs­re­form verzichten ....

Ich fürch­te aller­dings daß ich es doch erle­ben werde.
Im Euro­päi­schen Rah­men - die Wei­chen wer­den gera­de gestellt - und unse­re Regie­rung sträubt sich 'pro for­ma' noch ein wenig .... spä­ter wird man uns dann erklä­ren, daß es nicht mög­lich war sich gegen die Ent­schei­dun­gen der EU zu stel­len woll­te man nicht die Ein­heit gefährden ....
Das hat­ten wir doch frü­her schon ....


Sie­he dazu auch "Der Unter­gang" ....


bookmark_borderAm Scheideweg ....

Poli­ti­ker reagie­ren sehr unter­schied­lich, wenn sie aus dem Amte schei­den: Eini­ge las­sen sich für Reden Hono­ra­re zah­len, ande­re wer­den Auf­sichts­rä­te, wie­der ande­re Kon­zern­chefs oder Pro­fes­so­ren. Sie machen also ihr "Amt" zu Geld - und dann gibt es noch die, die sich mit den Zah­lun­gen aus 'öffent­li­cher Hand' zufrie­den geben und nicht mehr sicht­bar sind ....

Har­ry S. Tru­man war so ein Prä­si­dent - über sei­nen 'Job' sag­te er:


'My choices ear­ly in life were eit­her to be a pia­no play­er in a whore­hou­se or a poli­ti­ci­an.
And to tell the truth, there's hard­ly any difference.'


bookmark_borderIn einem Gespräch ....

bei dem Tref­fen in Wien wur­de ich an eine (wirk­lich!) lie­be Kol­le­gin* erinnert:
Sie war anfangs sehr reser­viert, merk­te aber bald, daß ich nicht danach trach­te­te ihr den Job strei­tig zu machen und nach eini­ger Zeit ent­spann­te sich unse­re Zusam­men­ar­beit - es wur­de ein sich ergän­zen­der Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen .... da sie viel län­ger in die­sem Unter­neh­men und die­ser Bran­che gear­bei­tet hat­te lern­te ich viel über die Gege­ben­hei­ten und Struk­tu­ren - im Gegen­zug konn­te ich sie manch­mal ver­blüf­fen, wenn ich ihr eine Inter­pre­ta­ti­on des "War­um" für man­che Hal­tung von Kol­le­gIn­nen, Anwei­sun­gen von Vor­ge­setz­ten oder Maß­nah­men des Mar­ke­tings gab, vor allem aber haben wir oft über die miß­lun­ge­nen Ver­su­che von Kol­le­gen und Vor­ge­setz­ten - sich wich­tig zu machen und in ein 'bes­se­res Licht' zu set­zen - herz­lich gelacht ....

Nun wird man denken:
Das war eine sehr ver­trau­te, kol­le­gia­le Bezie­hung - die hat bestimmt 'gehal­ten', auch über das Ende der Beschäf­ti­gung hinaus ....

Bedau­er­li­cher­wei­se "NEIN" - nach mei­nem Aus­tritt habe ich mich nicht mehr bei ihr gemel­det. Ich woll­te sie nicht kom­pro­mit­tie­ren, denn wer Kon­takt zu mir hat­te war schon der 'Ket­ze­rei' ver­däch­tig .... aber viel­leicht liest sie ja eines Tages in die­sem Web­log und schreibt mir 'mal ein Email


* (Für mich war es übri­gens die ein­zi­ge 'wahr­haf­ti­ge' Kol­le­gin, alle ande­ren hat­ten eine oder vie­le schlim­me Macken .... da war ALLES ver­tre­ten, von der Nym­pho­ma­nin bis zum "Trau­tes-Heim-Glück-Allein-Heim­chen" ....)

bookmark_borderArbeit ....

muß 'erle­digt' wer­den. Dazu braucht man (min­de­stens) Pla­nung, Sach­kennt­nis und Arbeitsmittel.
Nach der For­mel "Arbeit / Zeit = Lei­stung"a ergibt sich die 'per­sön­li­che' Kom­po­nen­te der/des Arbei­ten­den, d.h. ihre/seine auf­ge­brach­te Energie.

Wenn nun eine bestimm­te Arbeit zu erle­di­gen ist kann - nach der obi­gen For­mel - ent­we­der mehr Zeit und weni­ger Lei­stung pro Zeit­ein­heit (4) oder weni­ger Zeit und mehr Lei­stung pro Zeit­ein­heit (1) zum Ergeb­nis füh­ren .... die Arbeit bleibt also gleich, egal ob man sie in kur­zer oder län­ge­rer Zeit erle­digt, nur der indi­vi­du­el­le Auf­wand - die Lei­stung - unter­schei­det sich.

Dar­aus erge­ben sich vier Model­le für die Erle­di­gung von Arbeit, von denen zwei oben schon erläu­tert wurden

1 wenig Zeit - viel Arbeit

2 wenig Zeit - wenig Arbeit

3 viel Zeit - viel Arbeit

4 viel Zeit - wenig Arbeit

Für den Fall (2) ergibt sich eine Min­der­lei­stung, im Fall (3) eine Mehr­lei­stung im Ver­gleich zu (1) und (4)b. Über­trägt man die­se Betrach­tung nun auf das 'gewöhn­li­che' Arbeits­le­ben so kann man dar­aus "Arbeits-Typen" her­lei­ten: Und für alle fin­det man Beispiele ....

Die mei­sten mei­ner frü­he­ren Kol­le­g/-inn/-en waren vom Typ (4) - gaben sich aber den Anschein Typ (3) zu sein, indem sie jeden wis­sen lie­ßen wie schwer sie doch arbei­te­ten und wie­viel Zeitc sie für die Arbeit auf­bräch­ten - das ent­behr­te natür­lich jeder Rele­vanz, weil sie wie 'blin­de Hüh­ner' über­all hin­pick­ten und zufäl­lig 'mal ein Korn tra­fen, kei­ne von ihnen konn­te nach­voll­zieh­bar erklä­ren wie ihr Vor­ge­hen sich tat­säch­lich in Markt­er­folg umsetz­te .... ich nen­ne die­sen Typ gern "flei­ßi­ge Bie­nen", viel Gebrumm und wenig Sub­stanz, das Vor­ge­hen könn­te man auch mit "Sto­chern im Nebel" vergleichen.

Son­der­bar, daß sie bei vie­len Vor­ge­setz­ten als 'bei­spiel­haft' gal­ten, war doch der zusätz­li­che Kapi­tal­ein­satz zusam­men mit dem Ver­hal­ten nicht beson­ders her­vor­ra­gend - Aktio­nis­mus und sehr viel Geld ver­bra­ten - mich wun­dert, wer so etwas auch noch als 'vor­bild­lich' anse­hen kann ....

Rück­blickend kommt mir der Gedan­ke, daß die­se Vor­ge­setz­ten noch nie etwas von Kosten-Nut­zen-Rech­nung gehört haben, und vor allem die unver­brüch­lich-loya­le Unter­wer­fung hono­rier­ten. "Deutsch"* eben .... 

a All­ge­mei­ne Definition
Ener­gie ist die Fähig­keit, phy­si­ka­li­sche Arbeit zu ver­rich­ten. Um Was­ser zu erwär­men, um den Glüh­fa­den einer Lam­pe zum Glü­hen zu brin­gen oder um einen Motor zu dre­hen, braucht man Energie.
Unter Lei­stung ver­steht man die pro Zeit umge­setz­te Ener­gie, das heißt die pro Zeit ver­rich­te­te Arbeit, ver­brauch­te Strom­men­ge oder zuge­führ­te Wär­me­men­ge.
[Quel­le]
Im Text oben ver­ste­he ich unter "Ener­gie" jenen Auf­wand an kör­per­li­cher und gei­sti­ger Kraft, den ein Indi­vi­du­um als "Arbeits­kraft" = Lei­stung einbringt.

b Die Ergeb­nis­se von (1) und (4) sind gleichwertig!

c Den über­wie­gen­den Teil wohl als "Schwätz­chen" oder Einkäufe ...!


* " .. wel­che Zukunfts­per­spek­ti­ven sind von einem Land zu erwar­ten, in dem jede Form von Eigen­in­i­ta­ti­ve bestraft .. wird? Wo .. Phan­ta­sie­lo­sig­keit und Gleich­ma­che­rei belohnt wer­den und alles Abwei­chen­de im Keim erstickt wird? Die Grund­la­ge von Fort­schritt - im Sin­ne von Wei­ter­ent­wick­lung - ist aber gera­de die Norm­ver­let­zung, die Frei­heit der Gedan­ken und des Experimentierens .. "

bookmark_borderMacht ....

"Macht macht überheblich!"
Ja, das kann man für Bay­ern sicher behaupten:
Dem­entspre­chend ist dann auch das Wahl­er­geb­nis für die CSU.

Es zeich­ne­te sich ab, daß es für eine abso­lu­te Mehr­heit nicht mehr 'lan­gen' wür­de - aber ein sol­ches Deba­kel hat­ten selbst die schlimm­sten CSU-Kri­ti­ker nicht vorausgesehen. 

Das gute Abschnei­den der "Frei­en Wäh­ler" macht Mut - das Wahl­volk sieht & nutzt Alter­na­ti­ven anstatt nur 'Pro­test' zu wäh­len .... Nun hof­fe ich auf mehr 'Freie Wähler'-Initiativen in Deutschland.

Ich blei­be aber dabei:
Noch bes­ser wäre eine Mon­ar­chie ....

bookmark_borderC. Roth - revisited ....

Nur damit nach der näch­sten Wahl nie­mand sagen kann sie/er habe nicht gewußt, was da bei den Grü­nen an 'Per­so­nal' lau­ert und nur dar­auf war­tet die Repu­blik end­gül­tig in den Ruin zu stürzen ....
z.B. C. Roth .... oder Herr Trit­tin (OTon: " .. Umwelt und Ent­wick­lung gehö­ren eben­so zusam­men, wie wir Sicher­heits­po­li­tik umfas­send neu defi­nie­ren müs­sen. Die Frei­heit von Not, die Frei­heit von Furcht und die Frei­heit in Wür­de zu leben müs­sen zu den Pfei­lern Inter­na­tio­na­ler Poli­tik wer­den. .. " - wer wür­de die­sem 'All­ge­mein­platz' nicht zustim­men? Aber wie soll das gehen? Da schweigt Herr Trit­tin ....), oder Frau Höhn - das ist die Frau, die ver­such­te ihren Mann in den NRW-Staats­dienst 'ein­zu­schleu­sen' (OTon Bär­bel Höhn: " .. NRW war gestern, Ber­lin ist heu­te .. ) .... noch schlim­mer aber Dr. Micha­el Ves­per, vor­mals NRW-Mini­ster für Bau­en und Woh­nen, jetzt bei 'Olym­pia' aktiv gewe­sen: Das war der, der es nicht so schlimm fand, daß in Tibet ein paar Men­schen ein­ge­sperrt und eine paar mehr getö­tet wurden .... 

Alles "grü­ne Poli­ti­ker" - hof­fent­lich den­ken vie­le Wäh­ler daran ...!


© JUNGE FREIHEIT Ver­lag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de 1105 11. März 2005
"Die Bun­des­em­pö­rungs­be­auf­trag­te" von Doris Neu­jahr, JF 1105
[Zitat]

Clau­dia Roth: Die Grü­nen-Che­fin steht mit ihrer Ideo­lo­gie, mora­li­schen Ent­rü­stung und intel­lek­tu­el­len Durch­schnitt­lich­keit für das Pro­fil der Partei

" .. San­dra Maisch­ber­ger hat­te die Nase voll. Nor­ma­ler­wei­se schafft sie es in ihrer nt-v-Sen­dung, auch Lang­wei­lern wie Roland Koch, Chri­sti­an Wulff oder Gui­do Wester­wel­le inter­es­san­te Nuan­cen zu ent­locken, doch gegen den auti­sti­schen Rede­schwall der Grü­nen-Che­fin Clau­dia Roth kam sie nicht an. Sie war ein­fach zu höf­lich, um auf den gro­ben Klotz den schar­fen Keil zu set­zen. Roth hat­te Jörg Hai­ders "Taferl"-Methode über­nom­men und eine Papp­ta­fel mit Ter­min­an­ga­ben ins Stu­dio gebracht, die bewei­sen soll­ten, daß "der Josch­ka" mit dem mut­maß­li­chen Import von Zwangs­pro­sti­tu­ier­ten aus der Ukrai­ne nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. "Der Josch­ka!" sag­te Clau­dia Roth immer wie­der und woll­te wohl aus­drücken: So mensch­lich, so fami­li­är geht es bei den Grü­nen zu! Die Zuschau­er dürf­ten eher an den Satz von Karl Kraus gedacht haben, wonach das Wort "Fami­li­en­ban­de" den Bei­geschmack von Wahr­heit habe. "Wir müs­sen das jetzt abkür­zen, denn gleich kommt Herr Glos", sag­te San­dra Maisch­ber­ger. Man sah ihr an, daß sie sich auf den CSU-Mann freute.


Clau­dia Roth ist die Co-Vor­sit­zen­de einer Regie­rungs­par­tei, sie nimmt an den Koali­ti­ons­run­den im Kanz­ler­amt teil, sitzt im Außen­po­li­ti­schen Aus­schuß des Bun­des­tags, redet im Ple­num und ver­brei­tet ihre Mei­nung in Talk­shows und Inter­views. Zwar ist sie nur die "Unter­vor­sit­zen­de" unter Über­va­ter Josch­ka, doch zugleich ist sie für des­sen System eine unver­zicht­ba­re Stüt­ze. Denn Josch­ka gilt selbst in den eige­nen Rei­hen als Ego­ma­ni­ak, Clau­dia Roth aber ist eine Köni­gin der Her­zen. Die Attri­bu­te, die man ihr zuschreibt, lau­ten: authen­tisch, unmit­tel­bar, unver­bo­gen, emo­tio­nal, mit­füh­lend, spon­tan. Sel­ber nennt sie sich "mensch­lich, direkt und kom­pro­miß­los" - das heißt, mit die­sen Wor­ten hat sie Jesus Chri­stus cha­rak­te­ri­siert, was aber prak­tisch auf das­sel­be hinausläuft.

In der Par­tei und der Öffent­lich­keit bean­sprucht sie den Platz, der seit dem Tod von Petra Kel­ly ver­waist ist. Zwi­schen bei­den lie­gen jedoch Wel­ten: Kel­ly war hoch­in­tel­li­gent, ihre Emo­tio­na­li­tät ener­vie­rend, aber nie berech­nend. Roth ist bau­ern­schlau statt klug, ihre Stim­me klingt absicht­lich auf­ge­reg­ter, als die Sache, über die sie spricht, das recht­fer­tigt. Sie pro­fi­liert sich als all­seits betrof­fe­ne Per­sön­lich­keit. Der FAZ-Jour­na­list Tho­mas Schmid, ein Ken­ner der grü­nen Pap­pen­hei­mer, nann­te sie eine "Quiet­sch­en­te", was hei­ßen soll: innen hohl, außen nied­lich, im Grun­de harmlos.


Doch harm­los ist es eben nicht, wenn eine Per­son wie Roth die deut­sche Poli­tik mit­be­stimmt. Sie wur­de 1955 in Ulm gebo­ren, stu­dier­te Thea­ter­wis­sen­schaf­ten, war danach an klei­nen Büh­nen und spä­ter als Mana­ge­rin der Rock­band "Ton Stei­ne Scher­ben" tätig. Die Band ging 1985 plei­te, Roth sagt, sie löste sich nach "demo­kra­ti­schen Beschluß" auf. Danach war der Sän­ger Rio Rei­ser als "König von Deutsch­land" erfolg­reich - ohne Roth.

Unter dem taz-Arti­kel, der das Ende der Grup­pe ver­mel­de­te, stand eine Anzei­ge der Grü­nen, die eine Pres­se­spre­che­rin such­ten. Da ent­schloß sich Clau­dia Roth, Poli­ti­ke­rin zu wer­den. Ihre Kar­rie­re ver­lief steil: Von 1989 bis 1998 war sie Abge­ord­ne­te im Euro­pa-Par­la­ment, seit 1998 sitzt sie - mit Unter­bre­chung von März 2001 bis Dezem­ber 2002 - im Bun­des­tag. Sie war Men­schen­rechts­be­auf­trag­te im Aus­wär­ti­gen Amt, zwei­mal wur­de sie zur Par­tei­vor­sit­zen­den gewählt. Seit zwan­zig Jah­ren gehört sie zum poli­ti­schen Appa­rat die­ser Repu­blik. Eine schö­ne Pen­si­on ist ihr damit schon ein­mal sicher.

Clau­dia Roth ist die deut­sche Lisa Simpson

Wer in ihren Reden und Arti­keln nach gei­sti­ger Sub­stanz sucht, stößt auf Wort­müll wie "post­mo­der­ne Gesell­schaf­ten" und "mul­ti­kul­tu­rel­le Demo­kra­tie". Im übri­gen beflei­ßigt sie sich einer infan­ti­len Bil­der­spra­che, die dem trans­por­tier­ten Inhalt adäquat ist. Ihren Traum einer Zukunfts­ge­sell­schaft stell­te sie auf einem Par­tei­tag fol­gen­der­ma­ßen dar: Sie radelt mit dem Fahr­rad über die Auto­bahn, links grü­ßen Wind­rä­der, rechts küßt sich ein Schwu­len­pär­chen, dem sie zuwinkt, und das Ziel ist ein mul­ti­kul­tu­rel­les Stra­ßen­fest. Wer die Cho­se bezah­len soll, sag­te sie nicht.

Lie­ber redet sie von "Betrof­fe­nen", für die sie "per­ma­nent Druck" macht und "eine Men­ge erreicht hat". Sie schwärmt von der "fri­schen Poli­tik" und den "wahn­sin­nig tol­len Pro­gram­men" der Grü­nen und zürnt über die­je­ni­gen, die nicht begrif­fen, "wie sich die Gesell­schaft ver­än­dert hat". Am Ascher­mitt­woch 2002 rief sie aus: "Für die Frau gilt nicht mehr Kir­che, Küche und Kin­der, wir Grü­nen wol­len für die Frau­en Kar­rie­re, Kin­der und ande­re Ker­le." Roth ist ledig und kin­der­los. Einer tür­ki­schen Zei­tung erklär­te sie, daß sie nichts gegen die Hei­rat mit einen tür­ki­schen Mann hät­te. Prompt tra­fen Hei­rats­an­trä­ge bei ihr ein, die aber nicht ver­fin­gen. Wie scha­de! Die­sen Kampf der Kul­tu­ren hät­te man gern erlebt.


So ver­bringt sie wei­ter ihre Zeit damit, Unsinn zu ver­brei­ten. "Der Vol­mer-Erlaß war abso­lut rich­tig", fin­det sie, denn er habe "Här­te­fäl­le" bei "Fami­li­en­zu­sam­men­füh­run­gen" ver­hin­dert. "Die Ver­fah­ren, die mit gro­ßer kri­mi­nel­ler Ener­gie zu Schleu­sun­gen aus­ge­nutzt wur­den, waren nicht Teil des Vol­mer-Erlas­ses." So ist es immer bei Roth & Co.: Wir sind die Guten! Die Ver­ant­wor­tung für Risi­ken und Neben­wir­kun­gen unse­rer Hand­lun­gen wei­sen wir daher schärf­stens zurück!

Wenn sie in Talk­shows sitzt und die Kame­ra auf sich gerich­tet weiß, reißt sie die Augen weit auf: Die Augen, das hat sie beim Stu­di­um gelernt, sind der Spie­gel der See­le - und Clau­dia will, daß alle ihre edle See­le sehen kön­nen. Ihr Mund ist halb­of­fen, und zwar aus Zorn über die Unge­rech­tig­keit in der Welt. Es heißt, daß sie ita­lie­ni­sche Brecht-Insze­nie­run­gen mag. Noch mehr mag sie Felli­nis Film "La stra­da", was frei­lich ein rie­si­ges Miß­ver­ständ­nis ist: In den angst­voll gewei­te­ten Augen der klei­nen Gel­so­mi­na (Giu­li­et­ta Masi­na) wird ein Schmerz sicht­bar, des­sen exi­sten­ti­el­le Tie­fe am Ende durch den Tod beglau­bigt wird.


Roths Schmer­zens­aus­druck ist dage­gen ein kal­ku­lier­ter. Sie will sich nicht opfern, son­dern bloß Mehr­hei­ten sam­meln. Ihr Blick ist denn auch trü­be und stumpf vor Berech­nung, selbst wenn die Augen feucht wer­den - und sie wer­den oft feucht. Giu­li­et­ta Masi­na hat­te in ihrem Gesicht ein exi­sten­ti­el­les Dra­ma zur Anschau­ung gebracht, Roth ver­sucht ihre per­sön­li­chen Affek­te künst­lich zum Exi­stenz­dra­ma hoch­zu­stem­men. In Wahr­heit steht sie in der Tra­di­ti­on von Maria Schell, dem ver­heul­ten "Seel­chen" des deut­schen Nachkriegsfilms.

Wegen Roth post­fe­mi­ni­sti­scher Camou­fla­ge fällt das nicht wei­ter auf. Sie spielt die Frau, die sich ihre Weib­lich­keit bewahrt, die aber "ihren eige­nen Weg geht", die sich "ein­mischt", "enga­giert", die "aktiv" ist, die ihre inne­re Bewe­gung nicht ver­steckt, son­dern "ein­bringt". Die­ses Ein­brin­gen erfolgt - neben dem halb­of­fe­nen Mund - durch ein kon­se­quen­tes Wim­pern­klim­pern, das ihren schril­len Wort­kas­ka­den vor­aus­geht. Das ist der Moment der Wahr­heit: Clau­dia Roth ist die deut­sche Lisa Simpson, eine fleisch­ge­wor­de­ne Wie­der­gän­ge­rin der ewi­gen Ner­ven­sä­ge aus der ame­ri­ka­ni­schen Trickfilmserie.

Nur, die klei­ne Lisa ist erst acht und kann sich noch ent­wickeln. Clau­dia Roth wird bald fünf­zig und spielt sich immer noch als frisch­ver­lieb­ter Back­fisch auf. Ob sie nun gut­ge­launt durch eine Nost­al­gie-Show von RTL tän­zelt oder an der Sei­te von SPD-Chef Franz Mün­te­fe­ring zur Pres­se­kon­fe­renz erscheint, macht kei­nen Unter­schied. Win­ke-win­ke, pelz­be­setz­ter Bla­zer, alber­nes Lachen hier, freu­di­ges Wie­der­erken­nen da, fehlt nur noch das Kuß­händ­chen. Clau­dia Roth, eine Kind­frau mit erfah­rungs­lo­sem Apfel­wan­gen­ge­sicht, fore­ver young, Petra Pan, eine Kitsch­fi­gur aus der Retor­te der Popkultur.

Roth steht emble­ma­tisch für den dis­kur­si­ven Alarmismus


Sie wür­de gut in einen nai­ven Mär­chen­film pas­sen. Statt des­sen unter­steht sie sich, bei Erwach­se­nen­the­men mit­zu­re­den, unter ande­rem beim EU-Bei­tritt der Tür­kei. Man dür­fe die Tür­kei nicht "aus­gren­zen", keift sie bei jeder Gele­gen­heit. Aus­gren­zen - das gehört sich bloß bei Neo­na­zis. Was ist das für ein pri­mi­ti­ver, manich­äi­scher Ansatz von Außen­po­li­tik! Spä­te­stens da beginnt das Ver­sa­gen der ande­ren Poli­ti­ker. War­um stürmt Ange­la Mer­kel nach einem Roth-Auf­tritt nicht an das Mikro­phon des Bun­des­tags und gibt ihr - frei nach Fried­rich dem Gro­ßen - Bescheid:
"Frau, ler­ne erst den­ken, bevor Du zu reden beginnst!" 
Und Fried­bert Pflü­ger könn­te Wil­helm Busch zitieren:
"Oft ver­ei­nigt ein Gemü­te / Däm­lich­keit mit Herzensgüte!"

Roths Auf­stieg in der Poli­tik ist Indi­ka­tor einer poli­ti­schen Regres­si­on, die in den acht­zi­ger Jah­ren ein­setz­te. Damals wur­de die Bun­des­re­pu­blik zum "Pup­pen­haus im Wohl­stands­tan­go, bevöl­kert von Mär­chen­prin­zen, Quo­ten­frau­en und Pea­cen­iks, in (dem) sich die noto­risch von schlech­tem Gewis­sen geplag­te Mit­tel­schicht auf der Suche nach Sinn in aber­wit­zi­ge Zukunfts­sze­na­ri­en hin­ein­stei­ger­te" (Cora Ste­phan). Die deut­sche Selbst­the­ma­ti­sie­rung im Schat­ten des Drit­ten Rei­ches führ­te zu einem pri­mi­ti­ven Mora­lis­mus und die­ser zu einem poli­ti­schen Manich­äis­mus, des­sen nega­ti­ver Bezugs­punkt die "deut­sche Gefahr" war. Deut­sche Poli­tik soll­te jetzt "weich" sein, wich­ti­ger als Fach­wis­sen wur­de die "Glaub­wür­dig­keit", und am "glaub­wür­dig­sten" erschien, wer "authen­tisch" war, wer "Gefüh­le", respek­ti­ve "Betrof­fen­heit" zeig­te. Das war die Chan­ce einer medio­ke­ren Figur wie Roth. Wohl­wol­len­de Beob­ach­ter sehen im Erfolg der Grü­nen die gelun­ge­ne Reso­zia­li­sie­rung eines halb­in­tel­lek­tu­el­len Sub­prol­eta­ta­ri­ats. In Wahr­heit hat sich die Aso­zia­li­sie­rung der deut­schen Poli­tik vollzogen.

Der dis­kur­si­ve Alar­mis­mus, eine Abart des poli­ti­schen Aus­nah­me­zu­stan­des, ist das Lebens­eli­xier der Poli­tik­sze­ne, für die Roth emble­ma­tisch steht. Sie kann gar nicht anders, als ihn immer wei­ter eska­lie­ren zu las­sen. Gegen Möl­le­mann und Hoh­mann fuch­tel­te Roth mit dem Volks­ver­het­zungs­pa­ra­gra­phen her­um und stell­te Straf­an­zei­ge. Kar­di­nal Meis­ner warf sie vor, er wür­de die "exi­sten­ti­el­len Nöte" der abtrei­ben­den Frau­en igno­rie­ren. Der Schwan­ger­schafts­ab­bruch ist für die Frau­en ernst, exi­sten­ti­ell ist er hin­ge­gen für den Fötus - ein Unter­schied, den Roth nicht begrei­fen kann. Natür­lich schwant ihr, daß, wür­de man Meis­ners Ver­stand gleich­mä­ßig auf fünf Per­so­nen ver­tei­len, jede ein­zel­ne ihr intel­lek­tu­ell immer noch über­le­gen wäre. Auf eine Dis­kus­si­on, die den Namen ver­dien­te, kann sie sich also nicht einlassen.

Die Maisch­ber­ger-Sen­dung war in die­ser Hin­sicht auf­schluß­rei­cher, als es der Mode­ra­to­rin bewußt war. Maisch­ber­gers uner­schüt­ter­li­ches, spöt­ti­sches Lächeln zeig­te Roth, daß ihre gut­men­scheln­de Frau­en­power ins Lee­re ging. Das war für sie neu, für die­se Situa­ti­on stand ihr weder ein ver­ba­les noch mimi­sches Reper­toire zur Ver­fü­gung. Ihre Rede lief Amok, und das pene­trant naï­ve Apfel­wan­gen­ge­sicht zer­floß ins Kon­tu­ren­lo­se. Über­gangs­los war aus Petra Pan eine kei­fen­de Vet­tel gewor­den. Poli­tisch ist Clau­dia Roth eine Frucht, die nie reif, son­dern vor der Rei­fe faul gewor­den ist. Wohin fau­le Früch­te gehö­ren, ist bekannt.

Grü­nen-Vor­sit­zen­de Clau­dia Roth:
"Wie eine 'Quiet­sch­en­te'
- innen hohl, außen nied­lich, im Grun­de harmlos .. "

[/ Zitat]

Das spricht mir aus der Seele ....


bookmark_borderWas bedeuten: "Wert" / "Preis"?

Den Unter­schied zwi­schen Wert und Preis einer Sache habe ich im Janu­ar 2007 als Gegen­stand einer Erör­te­rung gewählt, so neben­bei dann noch ein Hin­weis auf den Begriff "Wer­te" - es paß­te dazu ....

Hier nun der Text in Gän­ze, die Dis­kus­si­on ist im 'alten' Web­log zu ver­fol­gen - sehr inter­es­sant! Außer­dem ist die Dis­kus­si­on ein Bei­spiel dafür, wie man 'strei­ten' kann ohne gleich alle Zel­te hin­ter sich abzu­bre­chen - in die­sem Fall freue ich mich beson­ders, daß es gelun­gen ist das Kriegs­beil begra­ben zu hal­ten ....  

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Beim Lesen in einem Web­log, auf das ich gesto­ßen bin, weil die Autorin sich bei mir umge­se­hen hat, wur­de mir deut­lich, daß es schwie­rig ist zwi­schen Wert und Preis einer Sache zu unterscheiden ....

Der Begriff "Wert" ist ideell zu interpretieren.
Will heißen:
Der einer Sache inne­woh­nen­de emo­tio­na­le Bezug zu/-r/-m und die Lei­stung zum Erhalt der/des Besit­zer­s/-in.
Bei WIKIPEDIA heißt es dazu:

" .. In der sub­stan­ti­el­len Ver­wen­dung ist ein Wert etwas, von dem behaup­tet wird, dass es in bestimm­ter Wei­se und in einem bestimm­ten Grad zur äuße­ren oder inne­ren Exi­stenz­er­hal­tung eines Lebe­we­sens bei­trägt, wobei unter Lebe­we­sen ganz all­ge­mein ein System mit einem Über­le­bens­pro­blem zu ver­ste­hen ist. [1] .. "

"Werte" hin­ge­gen sind im Gegen­satz dazu als Sum­me aller ethi­schen und mora­li­schen Grund­sät­ze zu ver­ste­hen, die einen Men­schen bzw. sein Han­deln ande­ren gegen­über ausmachen .... 

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Der Preis einer Sache ist da leich­ter zu definieren:
Der Betrag Gel­des, den eine Per­son dafür her­zu­ge­ben bereit ist .... natür­lich ist das die ein­fach­ste Defi­ni­ti­on, Betriebs­wirt­schaft­ler wer­den sich dar­ob die Haa­re raufen ....
Grei­fen wir also in bewähr­ter Form auf WIKIPEDIA zurück - dort heißt es:

" .. Der Preis, auch Ver­kaufs­preis ist in der Wirt­schafts­wis­sen­schaft der Indi­ka­tor für die Knapp­heit von Gütern, gemes­sen an den ver­füg­ba­ren Men­gen und am Bedarf. Prei­se geben an, auf wel­che Men­gen ande­rer Güter man ver­zich­ten muss, um eine Ein­heit des nach­ge­frag­ten Gutes zu erlan­gen. Dabei kommt es zu einer Wech­sel­wir­kung zwi­schen Ange­bot, Nach­fra­ge und Preis, d.h. sie beein­flus­sen sich gegen­sei­tig. .. "

Die ange­spro­che­nen "ande­ren Güter" sind im all­ge­mei­nen Schei­ne oder Mün­zen - also Geldx. Die Defi­ni­ti­on ver­mei­det eine Fest­le­gung, da es um den Begriff "Tausch" geht:
Ein Gut wird gegen ein ande­res getauscht - wenn bei­de Geschäfts­part­ner damit ein­ver­stan­den sind ....
Das hat aber min­de­stens zwei Voraussetzungen:
Der Käu­fer kennt alle Ange­bo­te und kann sich frei ent­schei­den .... Für bei­de Vor­aus­set­zun­gen gibt es aber Gren­zen - und das obwohl wir heu­te über mehr Infor­ma­tio­nen ver­fü­gen als je zuvor in der Geschich­te der Mensch­heit .... Gera­de die­se Viel­falt an Infor­ma­ti­on ist es, die uns den Blick auf das Wesent­li­che ver­stellt, wir wer­den manu­pu­lier­bar durch das Mar­ke­tingxx ....
So glau­ben z.B. vie­le Men­schen den Slo­gan "Geiz ist geil!" - und kau­fen dann über­teu­er­te Ware weil sie sich nicht mehr die Mühe machen selbst Ver­glei­che anzu­stel­len. Ver­glei­che, die ihnen leicht bewei­sen könn­ten, daß sie durch die Wer­be­aus­sa­ge bewußt getäuschtxxx wur­den / werden ....

x .... das wir als Ergeb­nis von "Arbeit" im Tausch erhalten ....

xx Um Miß­ver­ständ­nis­sen vorzubeugen:
Nicht jede Wer­be­aus­sa­ge ist betrü­ge­risch - aber vie­le Aus­sa­gen las­sen zumin­dest einen Teil der Wahr­heit aus ....

xxx Weil sich der­glei­chen Aus­sa­gen nach eini­ger Zeit als "unwahr" oder min­de­stens "nicht wahr­haf­tig" her­aus­stel­len - und vie­le Men­schen das mer­ken - müs­sen sich die Mani­pu­la­teu­re immer 'mal wie­der etwas Neu­es ein­fal­len las­sen - augen­blick­lich ist es die Vor­sil­be "BIO" mit der Geld geschef­felt wird ....