Sortiert nach

×

bookmark_borderKommunale Konkurrenz?

Unter­ti­tel
Bemer­kun­gen zu "Muß das sein?"

Ver­kommt die Marktwirt­schaft zur Kom­mu­nalwirt­schaft?
Gibt es kei­ne Rei­se­bü­ros die das lei­sten können?
Müs­sen Steu­er­zah­ler so etwas bezahlen?

* edit *
Wenn Sie mir eine Freu­de machen wol­len, rufen Sie doch bit­te Herrn Her­mann Mey­er­sick an [0251−492−2703] und fra­gen ihn, war­um das aus öffent­li­chen Mit­teln sein muß: Eine Abtei­lung mit vier Mit­ar­bei­tern, wo es doch unzäh­li­ge Rei­se­bü­ros in der Stadt gibt ....

bookmark_borderWas nicht paßt wird passend gemacht ....

System­be­ding­te Unzulänglichkeiten
Untertitel:
Bemer­kun­gen zu Refor­men im Schulsystem

Wie bringt man die fol­gen­den Pro­ble­me unter einen Hut und führt sie einer Lösung zu?

  • Sin­ken­de Lehrerzahlen,
    da der­zeit so vie­le Leh­rer wie nie zuvor in den Ruhe­stand gehen;
  • Unter­richts­aus­fall, weil vor­han­de­ne Lehrer
    die Über­last selbst durch Mehr­ar­beit nicht mehr auf­fan­gen können;
  • Ver­min­der­te Auf­nah­me­fä­hig­keit und
    ver­kürz­te Auf­merk­sam­keits­span­ne bei den Schulern;
  • Es fehlt an Geld,
    weil für Pen­sio­nen kei­ne Rück­la­gen geschaf­fen wurden;
  • Sozi­al­neid wegen (ver­meint­lich) kür­ze­rer Arbeitszeit
    und län­ge­rer Ferien;
  • Unter­schied­li­che Bezah­lung der Lehrer
    an den Schu­len unse­res drei­glied­ri­gen Schulsystems;
  • Not­wen­dig­keit, Schü­ler ganz­tä­gig zu betreu­en, weil immer mehr Men­schen gezwun­gen sind, zu zweit Voll­zeit zu arbei­ten, um die Kosten der Lebens­füh­rung über­haupt noch tra­gen zu können ....

Es wäre ein Trug­schluß zu glau­ben, daß die Ein­füh­rung einer Gesamt­schu­le des­we­gen statt­fin­den soll, weil man etwas Gutes für die Schü­ler tun will.
Allein das Spar­dik­tat - es wird Geld unsin­nig für Reform­maß­nah­men und Ver­wal­tung des Man­gels aus­ge­ge­ben - führt zu "Patent­lö­sung Gesamt­schu­le". Dabei ist es völ­lig unwich­tig, eine ech­te Inte­gra­ti­on der Syste­me vor­zu­be­rei­ten, schon die Absicht und orga­ni­sa­to­ri­sche Ver­knüp­fung schei­nen zu genügen ....

Ja, und die Pro­blem­fel­der von oben?

Leh­rer in einer Gesamtschule

  • ver­die­nen alle das glei­che Gehalt - und da ori­en­tiert man sich bestimmt nicht an der höch­sten Besoldungsstufe; 
  • müs­sen ganz­tags in der Schu­le sein - damit hat man der nör­geln­den Bevöl­ke­rung genügt, die schon immer glaub­te, Leh­rer arbei­ten nicht lan­ge genug und hät­ten zu lan­ge Ferien; 
  • holen - indi­rekt - Schü­ler von den Stra­ßen, auf denen sie heu­te schon her­um­fal­len (oder mög­li­cher­wei­se erst spä­ter her­um­lun­gern wer­den, sie­he Link!), weil sich nie­mand nach­mit­tags um sie küm­mert - nicht etwa, weil Eltern das nicht kön­nen, nein, weil sie dar­an kein Inter­es­se haben!

    Nach­satz:
    NEIN, ich bin kein Lehrer .... !

bookmark_borderCall me, Baby ....

Unter­ti­tel:
Bemer­kun­gen zum Kapitalismus

Call-Cen­ter arbei­ten nach ein­fa­chem Muster:
Jun­ge Leu­te anheu­ern, mög­lichst mit wenig Erfah­rung im Arbeits­le­ben und dem Zwang Geld zu verdienen ....
Die­se Leu­te mit "Blitz-Schu­lun­gen" auf die The­ma­tik einstellen ....
Sie dann tele­fo­nie­ren lassen ....
und nach weni­gen Tagen die Erfolg­rei­chen behal­ten, den Rest feuern ....

Gewin­ner sind immer die Betrei­ber des Call-Cen­ters ....
alle Ande­ren arbei­ten schwer für wenig "Koh­le".
Die Call-Cen­ter-Betrei­ber wer­den als "Unter­neh­mer des Jah­res" gefei­ert weil sie - wenn auch mit men­schen­ver­ach­ten­den Metho­den und früh­ka­pi­ta-listi­schem Geha­be - Jobs geschaf­fen haben wie nie­mand sonst.....

Noch vor Jah­ren hät­te man sol­che skru­pel­lo­sen Men­schen an den Pran­ger gestellt!
Aber heute?
Man ehrt sie als jene, die "Job­ma­schi­nen" aus dem Boden stampfen.

Kei­ner fragt, wie lan­ge so etwas gut geht. Kei­ner will es wirk­lich wissen ....

bookmark_borderBemerkungen zu Frisören (II)

Vor eini­gen Wochen hat­te ich über den Ver­lust geklagt, weil ich nach mei­nem Umzug kei­nen Fri­sör mehr hatte.
Nun, die fri­sör­lo­se, die schreck­li­che Zeit ist vorbei!

Per Zufall fand ich einen klei­nen Her­ren­fri­sör­la­den, tür­kisch, der flott und preis­wert Haa­re schneidet:

"CLASS", Inh. Muhid­din Bayindir,
Gro­ße Berg­stra­ße 254,
22767 Hamburg-Altona
040 - 38613040
Öff­nungs­zei­ten: Mo.-Fr. 09-19h; Sa. 09-17h


Für 8€ (acht!) plus Trink­geld war ich mit kur­zem Schnitt, wie gewünscht, nach 12 Minu­ten fer­tig. Und einen tür­ki­schen Tee habe ich - neben sehr freund­li­cher Bedie­nung - auch noch bekommen!

Dazu fal­len mir noch zwei Bemer­kun­gen ein:
Die Öff­nungs­zei­ten sind sehr kundenfreundlich,
Der Preis ist kon­kur­renz­los günstig,
nichts wie hin ....

bookmark_borderBemerkungen zur Pantscherei

Wenn Sie ein Schnit­zel kau­fen und über Nacht lie­gen las­sen haben Sie es sicher schon bemerkt:


Was­ser ver­kauft sich gut in Deut­schen Metz­ge­rei­en!

Mit Hil­fe von Pökel­sal­zen* und Pro­te­in­hy­dro­ly­sa­ten** wird dem Fleisch Was­ser zuge­setzt, das dann beim Bra­ten ver­dampft. Aus 100g Fleisch, das Sie ein­ge­kauft haben wer­den dadurch beim Bra­ten mit viel Glück noch 75g auf dem Tel­ler. Was­ser ist bil­li­ger als Fleisch (=Pro­te­in), von der Dif­fe­renz leben man­che Mani­pu­la­teu­re nicht schlecht!

Frü­her nann­te man so etwas Betrug
- heu­te nennt man das "Ver­bes­se­rung des Geschäfts­er­geb­nis­ses".

Im Mit­tel­al­ter wur­den sol­che Machen­schaf­ten an Nah­rungs­mit­teln dra­stisch bestraft. "O tem­po­ra, o mores!" kann man da nur sagen ....

* Pökel­sal­ze sind Mischun­gen aus Koch­salz mit Natri­um­ni­trit, Kali­um­ni­trit sowie Natri­um- und Kali­um­ni­trat. Der Zusatz von Pökel­salz zu Fleisch- oder Wurst­wa­ren bewirkt, dass die­se Pro­duk­te eine rote Fär­bung er- und behal­ten. Außer­dem hemmt es die Akti­vi­tät von Mikro­or­ga­nis­men im Lebens­mit­tel. Ande­rer­seits kann Nitrit die Ent­ste­hung bestimm­ter Krebs­er­kran­kun­gen beim Men­schen fördern.
** Pro­te­in­hy­dro­ly­sat; künst­li­che Brü­he, gewon­nen durch Auf­lö­sen von Eiweiß­re­sten in Salz­säu­re. Als Eiweiß­re­ste fin­den Ver­wen­dung: Fisch­mehl, Wei­zen­kle­ber, Soja­ei­weiß (Rück­stand nach der Extrak­ti­on des Ölan­teils mit Leicht­ben­zin zur Mar­ga­ri­ne­her­stel­lung). Fisch­mehl: Nor­we­gen, Däne­mark, USA Wei­zen­kle­ber, Soja: USA.

bookmark_borderBemerkung zu Zielen

Heu­te, Gespräch mit Pati­en­ten im Kli­ni­kum, Wartezone.
Zwei Her­ren um die 50, einer mit Seh­stö­rung, der ande­re mit baye­ri­schem Akzent. Der Bril­len­trä­ger schweigt, zwi­schen dem Bay­ern (B) und mir (wvs) ent­spinnt sich ein Dialog:

wvs:
"Sie klin­gen so, als ob Sie von wei­ter her kommen."
B:
"I hob na Peru wolln."
wvs:
"Und da sind Sie in Ham­burg hängengeblieben?"
B:
"I hob mir halt dacht' fremd is fremd
- und zoahlt hams bes­ser hier, do bin i blibn!"

Schwei­gen.
Der Bril­len­trä­ger bemerkt:
"Ich bin aus Fin­ken­wer­der, das ist auch schon Ausland .... "

Na, wenn das nicht Erkennt­nis­se sind ....

bookmark_borderBemerkungen zu "Reinecke Fuchs"

In der Fabel "Rei­necke Fuchs" von Johann Wolf­gang von Goe­the, (Kurz­in­halt hier), schafft es der schlaue Fuchs, anstatt ver­ur­teilt zu wer­den, sei­nen Wider­sa­cher Ise­grimm anzu­kla­gen und ver­ur­tei­len zu lassen.

Dar­an den­ke ich häu­fig, wenn ich in man­chen Web­logs lese. An die dia­lek­ti­sche Umkeh­rung - hier wohl bes­ser als "web­log­gi­sche Umkeh­rung" zu bezeichnen:

Der schlaue Autor stellt sich ganz dumm.
Und über­läßt es sei­nen Lesern,
ver­meint­li­che Wis­sens­lücken auszufüllen ....

Oder ist es ganz anders?

Der Autor ist tat­säch­lich ungebildet.
Und sei­ne Leser hel­fen ihm auf die Sprünge ....
Da wer­de ich an den Begriff "Bau­ern­schläue" erinnert ....

bookmark_borderBemerkungen zur Anrede

Es ist heu­te in vie­len Berei­chen üblich, sich zu "Duzen". Das leicht­fer­tig aus­ge­spro­che­ne "Du" soll eine Ver­traut­heit her­stel­len, die es eigent­lich - zumin­dest wenn man sich gera­de ken­nen gelernt hat - gar­nicht geben kann.

Das "Du" schafft Nähe. Nähe, die in vie­len Fäl­len über­haupt nicht vor­han­den ist und durch die­se - plum­pe - Ver­trau­lich­keit erst her­ge­stellt weden soll. Nun erfor­dert Ver­trau­lich­keit aber das Wis­sen, mit wem man es zu tun hat - und natür­lich auch das "Wol­len" - auf bei­den Sei­ten!

Wer das "Du" ablehnt wird in eine "kon­ser­va­ti­ve Ecke" gestellt. Man glaubt, es sol­le mehr Distanz als nötig her­ge­stellt wer­den. So fin­det sich der, der Ach­tung vor der Pri­vat­sphä­re ande­rer Men­schen hat, immer öfter in einer - unge­recht­fer­tig­ten - Außenseiterposition.

Ach­tung vor Ande­ren bedeu­tet aber gera­de, daß man dar­auf war­tet, war­ten kann, also gedul­dig genug ist, bis sich Zei­chen erge­ben, die eine erwei­ter­te Ver­trau­lich­keit zulas­sen. Fin­det man die­se Zei­chen und dis­kre­ten Hin­wei­se nicht, ist es schlicht­weg unhöf­lich, jeman­dem das "Du" anzu­die­nen oder auf­zu­zwin­gen - und die­ser Per­son gar noch böse zu sein, wenn sie/er wei­ter­hin auf der mehr förm­li­chen Anre­de "Sie" besteht. Hier ist es eher ange­bracht, die eige­ne Hal­tung zu über­den­ken und nach Grün­den für die Ableh­nung zu suchen.

Unhöf­lich ist also nicht der­je­ni­ge, der das schnel­le "Du" ablehnt,
son­dern der­je­ni­ge, der - unge­be­ten - das "Du" benutzt!

Hin­weis:
Eini­ge sehr erhel­len­de Gedan­ken zum höf­li­chen Umgang mit­ein­an­der fin­det man in die­ser Quel­le.

bookmark_borderBemerkungen zu Blog-Elite, Trollen und anderen ....

Als ich die"Dis­kus­si­on um einen Troll" bei "seh­pferd" las, war ich mir nicht so sicher, ob nun Kom­men­ta­re - ins­be­son­de­re mei­ne Kom­men­ta­re - dort über­haupt noch erwünscht sind.

Bin ich etwa gar jener omi­nö­se "eine die­ser Kon­flik­te", ein "Edel­troll" den "seh­pferd", was er "sei­nen Lesern ruhig " ver­rät, "aus­ge­spro­chen lästig" fin­det? "und dann" löscht", wie die gemei­nenTrol­le auch?

Ver­söhn­lich stimmt dage­gen, daß "seh­pferd" schreibt er ärge­re sich "nicht nur über die Trol­le, son­dern auch über man­che wirk­lich aus­ge­zeich­ne­ten Blog­ger, die sich bei ande­ren aber als Edel­trol­le erwei­sen" - das "ver­söhn­lich" bezieht sich auf "aus­ge­zeich­ne­te Blogger"!

Da will ich 'mal anneh­men mit "aus­ge­zeich­ne­te Blog­ger" war u.a. auch ich gemeint! Dan­ke, Herr "seh­pferd" - auch dafür, auf die Trol­le auf­merk­sam gemacht zu haben!


Ein paar Fra­gen blei­ben noch:

  • Wann ist ein Troll ein Troll?
  • Wer bestimmt - nach wel­chen Kri­te­ri­en - daß es sich um einen Troll handelt?
  • Ein­mal Troll - immer Troll?

Aber natür­lich auch:

  • Wann gehört man nicht mehr zu den Trol­len, son­dern zur Blog-Élite?
  • Wie defi­niert sich die Blog-Éli­te? Gehö­ren jene "ausgezeichnete(-n) Blog­ger" dazu?
  • Ist Blog-Éli­te-Zuge­hö­rig­keit wünschenswert?